Eigentlich hatte ich mir für heute (12.07.2011) eine größere Wandertour in den Berchtesgadener Alpen in Salzburg vorgenommen. Da ich aber angesichts der schwülen Hitze etwas mit Motivationsproblemen zu kämpfen hatte, habe ich mir eine alternative Wanderroute in der Kleinsölk auf das GPS-Gerät gespielt, weil hier zumindest das „Wasseraufkommen“ für etwas Abkühlung sorgen würde.
Letztendlich ist es keine dieser beiden Touren geworden. Ich kam zum geplanten Aufsteh-Zeitpunkt um 04:00 Uhr morgens einfach nicht aus dem Bett. Um 05:15 Uhr war es dann vermeintlich schon zu spät für etwas „Größeres“ und allzu weit fahren wollte ich auch nicht mehr. Stattdessen wollte ich das landschaftlich ungemein reizvolle Kleinod der Goldlacken – hoch über dem Pruggerer Sattental – aufsuchen.
Dass es am Ende des Tages mit mehr als 1.800 Aufstiegs-Höhenmeter und 21 Kilometer Wanderdistanz über 6 Gipfel dann doch wieder eine ganz schön große Wandertour geworden ist, hatte seine Ursache schlicht und ergreifend in der Tatsache, dass es oben auf den Bergen angenehme Temperaturen hatte und ich einfach nicht in die Hitze des Tales absteigen wollte.
Ein anderer Grund ist natürlich auch, dass ich mich in dieser meist einsamen Gegend sehr wohl fühle, wie auch ein Überblick über meine Linksammlung am Ende dieses Artikels zeigt.

Eindrucksvolle Gipfel über Stierkarsee und Goldlacken
6 Gipfel waren das heute in Summe – Gipfel, die ich einzeln oder teilweise auch in Kombination in den letzten Jahren schon oftmals besucht habe. Nachfolgend die Anzahl der bisherigen Besteigungen:
- Schusterstuhl – 8 Mal
- Dromeisspitz – 6 Mal
- Spateck – 5 Mal
- Säuleck – 4 Mal
- Stierkarkopf – 3 Mal
- Sonntagskarspitz – 2 Mal
Das Tourengebiet
Tourenregion: Sattental
Wandergemeinde: Pruggern

Tourengebiet Goldlacken - Stierkarkopf - Säuleck - Spateck

Routenverlauf Sattental - Goldlacken - Stierkarkopf - Säuleck - Spateck
Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304
Der Routenverlauf
Pruggern / Parkplatz Sattentalalm – Goldlacken – Stierkarkopf – Rote Scharte – Sonntagskarspitz – Säuleck – Schusterstuhl – Spateck – Schladminger Törl – Dromeisspitz – Schladminger Alm – Sattental
Anforderungen
Vorweg gleich ein Wort zu den Schwierigkeiten und Anforderungen der heutigen Tour. Diese sind – obwohl die Wanderung vielfach nicht über markierte Wanderwege führt – größtenteils erstaunlich einfach, so dass der trittsichere Wanderer keine nennenswerten Probleme zu erwarten hat.

Kurze Felswand beim Abstieg vom Stierkarkopf
Lediglich folgende Schlüsselstellen bedürfen einer Erwähnung:
a) Abstieg vom Stierkarkopf in die Rote Scharte: Die zunehmend steile Wiesenleitn wartet ganz unten mit einer ziemlich steilen Felsplatte auf, die aber gute Tritte und Griffe bietet. Da dieser felsige Abschnitt an der günstigsten – schmalsten – Stelle kaum 4 Meter Höhe misst, können großgewachsene Wanderer „fast drüber hinwegsteigen“.
b) Aufstieg zum Säuleck über die Südflanke: Am letzten Abschnitt am abschüssigen Hang verliert sich der Wild- und Schaftsteig.
c) Beim Übergang vom Säuleck zum Schusterstuhl sollte es auf den Steilwiesen trocken sein.
d) Nordgrat vom Spateck: Es gilt, einige Felszacken zu überklettern – diese sind aber gut mittels Seil gesichert und bereiten bei trockenen Verhältnissen dem geübten Wanderer keine Probleme.
Die Tourbeschreibung
Die heutige Wanderung stand unter dem Motto „Flucht vor der Hitze„.
Beim Start beim Parkplatz der Sattentalalmen am frühen Morgen war von dieser aber noch nicht viel zu merken. +10°C zeigte das Thermometer, leichter Wind, der sich in größeren Höhen noch verstärken und fast den ganzen Tag über anhalten sollte, sorgte zudem für weitere Abkühlung.

An den Sattentalalmen vorbei in den Talschluß
Im untersten Bereich ist der Wandersteig stellenweise von großflächigen Vermurungen – vermutlich vom letzten Sommer – verlegt.
Rasch gewinne ich in der frischen Luft an Höhe. Nach 1 1/2 Stunden blicke ich bereits hinab zum Stierkarsee, wenig später komme ich an 2 rastenden Wanderinnen vorbei, die über die Trattenscharte ins Riesachtal absteigen wollen – eine ebenfalls sehr lukrative Wanderung.
Als ich bald darauf die „Wasseraugen der Goldlacken“ erreicht habe, überlege ich kurz, der Hochwildstelle einen Besuch abzustatten, verschiebe diesen Plan dann aber doch auf ein anderes Mal, weil ich heute lieber einen neuen Routenabschnitt am Verbindungskamm zwischen Roter Scharte und Säuleck kennenlernen möchte.
Von den Goldlacken ist es nur mehr ein Katzensprung zum kleinen, schmiedeisenen Gipfelkreuz am Stierkarkopf, wo mich eine größere Gruppe Schafe in Empfang nimmt.

Schaf-Gesellschaft am Stierkarkopf
Vom Gipfel kann man nicht nur einen fabelhaften Ausblick zum Stierkarsee und das Sattental hinaus genießen, auch der felsige Gebirgsrahmen zwischen Hohem Schareck (1. Schareckspitze) und Hochwildstelle bzw. Umlaufer präsentiert sich hier äußerst eindrucksvoll.
Lange halte ich mich dennoch nicht am Stierkarkopf auf. Einerseits liegt noch ein langer Weg vor mir, andererseits werden die Schafe immer anhänglicher, neugieriger und frecher. Und so sollte es heute auch den ganzen Tag über bleiben. Mit Ausnahme des Schusterstuhl würde ich heute auf jedem Gipfel und auch zwischendurch immer wieder auf Schafe treffen.
Vom Stierkarkopf geht es zunächst am Grasgrat Richtung Nordosten, später über die Steilwiese nach Osten hinunter in die Rote Scharte, auf den letzten paar Metern brauche ich über ein kurzes Felswandl auch meine Hände.
Der nächste Abschnitt – der Aufstieg auf den Sonntagskarspitz – verläuft dann wieder unspektakulär. Der Gipfel, den ich bereits mit Ingrid einmal besucht habe, ehe wir in steilstem Gelände in den Stummerkessel abgestiegen sind, ist in den Landkarten nicht benannt, sondern nur als Punkt 2.291 eingetragen.

Im Vordergrund der grüne Stierkarkopf mit der Abstiegsflanke (von der Bildmitte herunter) in die Rote Scharte. Links hinten: Hohes Schareck. Rechts hinten: Hochwildstelle und Umlaufer
Auch hier am Gipfel: Schafe 😉
Weiter gehts am Grat, zunächst einfach, Richtung Osten. Steil türmt sich das Säuleck vor mir auf, vor allem der oberste Gratabschnitt scheint aus der Ferne unüberwindbar. Dieser wird dann auch auf einem überraschend einfach begehbaren Schafsteig auf der steilen, abschüssigen Südflanke umgangen.
Beim lediglich etwa 30 cm hohen Gipfelkreuz mit Mini-Gipfelbuch am Säuleck erwarten mich neben Schwärmen von Mücken …. natürlich wieder Schafe ;-), darunter auch einige ganz kleine mit nahezu schneeweisser Wolle.
Vor allem eines der größten Tiere versuchte sich als Beschützer aufzuspielen und mich zu vertreiben. Noch eine halbe Stunde später konnte es sich oben am Grat mit lautstarkem, fast knurrendem Blöcken echauffieren.
Am Weiterweg zum Schusterstuhl wird der Schafsteig, Wildsteig, Wandersteig oder was auch immer ein bißchen deutlicher. Am Gipfel treffe ich … nein dieses Mal nicht auf Schafe, sondern nur auf das bisher schon einige Male besuchte Gipfelkreuz.
Vom Schusterstuhl zum Spateck ist es nicht allzu weit. Am Gipfel … ja genau. Schafe. Vor dem Abstieg über den stellenweise versicherten Nordgrat gönne ich mir noch eine Jause. Der Grat selbst ist bestens markiert. Der geübte, schwindelfreie Wanderer wird hier keine Schwierigkeiten haben.

Über einen Felsturm am Spateck-Nordgrat
Nach dem Abstieg zum Schladminger Törl wartet mein nächster und für heute letzter Anstieg, etwa 100 Höhenmeter hinauf auf den Dromeisspitz. Am Fuß des letzten, von großen Grasbüscheln gesäumten Gipfelaufbaus treffe ich auf ein hinkendes Schaf, welches nur unwillig seinen Platz räumt.
Von nun an gings bergab. Über das Schladminger Törl hinunter zur Schladminger Alm. Ein Stück auf der markierten Forststraße, weiter unten kurze Stücke quer durch den Wald zu weiteren Forstwegen, die mich direkt zum Ausgangspunkt im Sattental hinunterführen sollten.
Fazit zur Tour: Die Goldlacken sind ein Schmuckstück mit besonderer Ausstrahlung. Bis hierher ist die Tour für jeden halbwegs sportlichen Geher geeignet und empfehlenswert. Hätte ich es bei diesem Tourenziel belassen, hätte sich die Wanderung einen Einser verdient.
Die Gratwanderung über das Säuleck zum Spateck ist zwar auch sehr schön, auf Dauer stellt sich aber doch etwas Monotonie ein. Durch die Bewölkung am Nachmittag konnten die kräftig-grünen Gipfelerhebungen auch nicht richtig zur Geltung kommen.
Bleibt als Gesamt-Bewertung ein guter Zweier.

Goldlacken - Hohes Schareck
Bisherige Wandertouren zwischen Goldlacken und Spateck
- Schitour Schneetalalm – Schusterstuhl (04.01.2011)
- Schitour Schneetalalm – Schusterstuhl (20.03.2010)
- Schneeschuhtour Schladminger Alm – Schneetalalm (06.01.2010)
- Schitour Schneetalalm – Schusterstuhl (08.03.2009)
- Wandertour Stierkarsee – Goldlacken – Stierkarkopf (11.10.2008)
- Wandertour Breitlahn – Goldlacken – Stierkarkopf – Sonntagskarspitz (14.10.2007)
- Schneeschuhtour Schneetalrücken – Säuleck (22.04.2007)
- Schneeschuhtour Dromeisspitz – Spateck – Schusterstuhl (23.12.2005)
- Wandertour Kochofen – Dromeisspitz (14.10.2006)
- Schitour Schladminger Alm – Dromeisspitz (29.12.2005)
- Schitour Schneetalalm – Schusterstuhl (26.12.2005)
- Wandertour Spateck – Säuleck – Schusterstuhl (01.11.2005)
- Schitour Goldlacken – Trattenscharte (01.05.2005)
- Schitour Rote Scharte – Säuleck (23.04.2005)
- Schitour Schusterstuhl (05.03.2005)
- Schitour Dromeisspitz (27.02.2005)
- Schneeschuhtour Dromeisspitz – Spateck (17.01.2005)
- Wandertour Goldlacken – Trattenscharte (16.08.2004)
Sommertouren auf Nachbargipfel
- Wandertour Pleschnitzzinken – Kalteck (01.11.2009)
- Bergtour Stummerkesselspitze – Hohes Schareck (06.09.2008)
- Wandertour Kochofen (03.12.2006)
- Bergtour Pleschnitzzinken – Gamskarspitz (Schober) – Vockentalspitz (10.09.2005)
- Bergtour Hochwildstelle – Süd-West-Überschreitung (04.09.2005)
- Wandertour Pleschnitzzinken – Pleschnitzalm (15.08.2004)
- Wandertour Bottinghaus – Pleschnitzzinken (24.07.2004)
Wintertouren auf Nachbargipfel
- Schitour Pleschnitzalm – Scheibleck (02.02.2011)
- Kochofen-Überschreitung mit Schneeschuhen und Hunden (01.01.2011)
- Schneeschuhtour Loskögerl – Kochofen (27.03.2010)
- Schneeschuhtour Pleschnitzalm – Scheibleck (06.01.2009)
- Schneeschuhtour Kalteck – Pleschnitzzinken (06.10.2008)
- Schneeschuhtour Loskögerl – Kochofen (15.03.2008)
- Schneeschuhtour Kochofen (09.12.2007)
- Schneeschuhtour Kochofen-Überschreitung (26.10.2007)
- Schneeschuhtour Loskögerl – Kochofen (06.05.2006)
- Schitour Kochofen (24.12.2005)
- Schitour Kochofen (18.12.2005)
- Schitour Kalteck (08.12.2005)
- Schitour Pleschnitzzinken (10.04.2005)
- Schneeschuhtour Kochofen (02.01.2005)
- Schneeschuhtour Kochofen (06.12.2004)
Weitere Informationen zur Tour
Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum
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Tags: Ennstal, Pruggern, Sattental, Schladminger Tauern, Tourenbericht, Wandertour
Die Tourenfotos der Wandertour Hohentauern – Triebenstein vom 10.07.2011 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Tourenfotos
Die Tourenfotos der Wandertour Perwurzgupf – Zinkenkogel – Steinwandkogel vom 09.07.2011 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Tourenfotos
Nach der gestrigen ausgiebigen Wandertour auf den Zinkenkogel war heute ausschlafen angesagt. Und da auch die Wetterprognose alle möglichen Spielarten überwiegend unangenehmer Natur mit Windböen, Starkregen und Hagel anbot, war zunächst auch keine Wanderung für heute (10.07.2011) geplant.
Um ca. 07:00 Uhr morgens zeigte sich der Himmel durchgehend bewölkt, also wieder zurück ins Bett. Um 09:00 Uhr – quasi beim 2. Aufwachen – sah es schon anders aus. Ganz anders. Wolkenloser, blauer Himmel mit strahlendem Sonnenschein. Da konnte man einfach nicht zu Hause bleiben.
Noch einmal den Wetterbericht studiert – spätestens ab Mittag könnte es unangenehm werden. Also schnell eine kurze Tour gesucht, bei der wir rasch wieder ins Tal zurückkommen würden. Das Tourenziel ward mit dem Triebenstein über Hohentauern gefunden, von wo auch meine gestrige Wanderung ihren Ausgang nahm.

Ausblick auf die Bösensteingruppe
Das Tourengebiet
Tourenregion: Triebener Tauern-Paß
Wandergemeinde: Hohentauern

Tourengebiet Hohentauern - Triebenstein

Routenverlauf Hohentauern - Triebenstein
Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304
Der Routenverlauf
Hohentauern / Parkplatz im Ortszentrum nahe der Paßhöhe – Forstweg – Steilwald – Triebenstein – Beim Rückweg im untersten Abschnitt über Wiesen und eine Feriensiedlung retour.
Die Tourbeschreibung
Bereits beim Start im von zahlreichen Besuchern frequentierten Hohentauern zeigte die Temperaturanzeige, dass die heutige Wanderung eine schweißtreibende Angelegenheit werden würde. +24°C beim Aufbruch nahe der Paßhöhe.
Im Ort fanden wir zwar einige Wegweiser zum Triebenstein, diese schienen aber ein wenig unmotiviert und nicht unbedingt richtungweisend herumzustehen. So holten wir zunächst in einer weiten Forststraßen-Kehre Richtung Nordwesten aus, ehe der Weg dann wieder Südosten drehte. 1,3 Kilometer lang – beim Abstieg würden wir diese Kehre durch Wiesen gehörig auf lediglich 450 Meter zusammenstutzen.
Sobald man den Wanderweg im Wald erreicht hat, geht es gehörig zur Sache. Äußerst steil winded sich das Steiglein bergan. Ich würde aber nicht so weit gehen, die Route mit Schwierigkeit SCHWARZ zu bewerten, wie es die Wegweiser tun. Selbst der im obersten Bereich leicht exponierte, steinige Abschnitt rechtfertigt für mich diese Schwierigkeitsbewertung nicht.
Die befürchtete Hitze wurde durch die Tatsache etwas gelindert, dass der Weg vielfach im schattigen Wald entlang führt und dass andererseits in größeren Höhen der starke Wind für lindernde Abkühlung sorgte.
2 Wanderer mit Hund kamen uns entgegen, ansonsten waren wir heute alleine unterwegs. Die Temperatur beim Gipfelkreuz war – mit winddichter Jacke – angenehm, so dass wir fast eine Stunde am sehr aussichtsreichen Gipfel des Triebenstein aushielten.
Zurück gings sehr schnell – vor allem auch mit der eingangs erwähnten Abkürzung durch eine Wiese bis zu einem Feriendorf.
Fazit: Eine schöne Kurztour mit großartigem Ausblick auf die Bösensteingruppe sowie hinunter nach Trieben im Paltental.

Tiefblick nach Trieben
Bisherige Wandertouren im Umfeld von Hohentauern
- Wandertour Perwurzgupf – Zinkenkogel – Steinwandkogel (09.07.2011)
- Schitour Lackneralm – Schüttnerkogel (03.03.2007)
- Wandertour Großer Bösenstein – Großer Hengst (30.10.2005)
Weitere Informationen zur Tour
Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Hohentauern, Rottenmanner und Wölzer Tauern, Steiermark, Tourenbericht, Wandertour
Den heutigen (09.07.2011) Samstag, eingebettet zwischen den Gewittern des Vortages und den für den Nachmittag schon wieder prognostizierten, wollte ich für eine einfache, aber etwas längere Wandertour in den südöstlichen Rottenmanner Tauern nutzen.
Ausgehend von der Ortschaft Hohentauern, die ich von meinem Heimatort aus in ca. 50 Minuten erreichen kann, bieten sich noch einige mir unbekannte Berge für mein Projekt 1001 Gipfel.
Und die heutige Wanderung sollte mir dazu einen großen Beitrag leisten.

Der Zinkenkogel über dem Pölskar
Das Tourengebiet
Tourenregion: Triebener Tauern-Paß / Pölsen
Wandergemeinde: Hohentauern

Tourengebiet Pölsen - Zinkenkogel - Steinwandkogel

Routenverlauf Pölsen - Perwurzgupf - Zinkenkogel - Steinwandkogel
Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304
Der Routenverlauf
Hohentauern / Parkplatz Abzweigung Pölsen – Pölsenhube – Lippbaueralm – Perwurzpolster – Perwurzgupf – Zinkenkogel – Wagnerplankogel – Zinkenkogel – Steinwandkogel – Gamshöhe – Pölskar – Forststraße – Lippbaueralm – Am Zustiegsweg zurück
Die Tourbeschreibung
Meine Landkarten gaukelten mir vor, es sei möglich bis zur Pölsenhube zuzufahren. Tatsächlich aber ist für „Nicht-Anrainer“ wenige Meter nach der Straßenabzweigung in die Pölsen – etwas mehr als 3 Kilometer südlich von Hohentauern – bereits Endstation.
Vom großen Parkplatz folgte ich der breiten Forststraße Richtung Westen. Zunächst geht es etwa 30 Höhenmeter bergab, am großen Forsthaus Pölsen samt Nebengebäuden vorbei.
Bei der Weggabelung, wo wir am 03.03.2007 bei unserer Schitour auf den Schüttnerkogel geradeaus weiter gegangen sind, halte ich mich heute rechts. Etwas später passiere ich ein Jagdhaus und über einen weiten ebenen Boden erreiche ich die Pölsenhube, wo mich 4 Pferde angesichts der noch frühen Stunde überrascht beäugen.
Allmählich beginnt die Forststraße nun endlich ein wenig zu steigen, schließlich möchte ich heute irgendwann auch einmal in die Berge gelangen, noch aber zeigen sich Zinkenkogel und Perwurzgupf in weiter Ferne.
Bei der Lippbaueralm verlasse ich den breiten Forstweg und folge dem spärlich markierten Wanderweg teilweise über morastige Abschnitte.
Bei einer Höhe von etwa 1.600 Meter zweigt der Wandersteig zum Perwurzpolster nach rechts ab und führt über steile, verwachsene Wiesenhänge bergan. Irgendwann verliere ich das nur unzureichend erkennbare Weglein und schlage mich im wahrsten Sinne durch die Büsche und das „Gstauda“. Da kann der eine oder andere Juckreiz natürlich nicht ausbleiben.
Zwar sind die zahlreichen Wildsteige beim Queren von Latschengürteln sehr hilfreich, hin und wieder wird es aber doch ein wenig mühsam. Knapp unterhalb des Perwurzpolster treffe ich wieder auf den richtigen Wandersteig, der sich markant durch Beerenstauden schneidet.

Vom Perwurzpolster auf den Perwurzgupf
Ab dem Sattel am Perwurzpolster ist die Orientierung nun wieder sehr einfach. Südwestwärts bergan in vielen kleinen, in den Karten nicht ersichtlichen Serpentinen, im obersten Abschnitt verlasse ich kurz den markierten Wanderweg um dem etwas abseits liegenden Gipfel des Perwurzgupf einen Besuch abzustatten.
Von hier scheint es nicht mehr weit zu sein zum Zinkenkogel, der Weg zieht sich dann aber doch noch ein bißchen, schließlich hat man zu diesem Zeitpunkt bereits 8 Wanderkilometer in den Beinen.
Trotz wolkenlosem Himmel kann sich in den Gipfelregionen durch den Wind die Wärme nicht richtig entfalten. Schließlich stehe ich am höchsten Punkt der heutigen Tour, beim Gipfelkreuz am 2.233 Meter hohen Zinkenkogel.

Vom Perwurzgupf zum Zinkenkogel
Im Westen, am Weg zum Hochschwung, sticht mir sofort ein Grasberg ins Auge, der in den Landkarten keinen Namen trägt, sondern nur mit der Höhe 2.104 gekennzeichnet ist. Da der Gipfel aber im Buch „Bergtourenparadies Steiermark – Alle 2000er vom Dachstein bis zur Koralpe“ von Günter und Luise Auferbauer mit dem Namen Wagnerplankogel versehen wurde, beschließe ich zur Bereicherung meiner Gipfelsammlung den Abstieg und Übergang.
Nach diesem Abstecher steige ich wieder die knapp 180 Höhenmeter zurück auf den Zinkenkogel, um nun von diesem ausgehend dem nach Süden ziehen Bergkamm zu folgen. Meist am Grat entlang, an einigen felsigen oder latschenbewachsenen Passagen in die Westflanke ausweichend – aber nie schwierig – erreiche ich in der Folge meinen nächsten Gipfel, den Steinwandkogel.
Obwohl eigentlich nicht sonderlich hungrig, lasse ich mich hier an windgeschützter Stelle zwischen Felsblöcken zur Jause nieder. Pünktlich ab der Mittagsstunde ziehen jetzt erste weiße Wolken über den Himmel und verleihen den Landschaftsfotos gleich ein interessanteres Aussehen.
Das Wetter sollte heute aushalten und es bestand nie auch nur ansatzweise die Gefahr eines Gewitters. Trotzdem war der Gedanke an eine Weiterwanderung Richtung Südosten über den Schüttnerkogel zum Bruderkogel nur ein flüchtiger. Dieses Tourenziel wollte ich mir für eine weitere Wanderung aufbewahren.

Am Gipfel des Steinwandkogel
Stattdessen folgte ich nun dem breiten Grasrücken nach Nordosten auf die Gamshöhe. Statt auf einem deutlich ausgeprägtem Zickzack-Weg durch die Latschen Richtung Pölskar hinab zu steigen, blieb ich auf dem Bergkamm, was mir eine flüchtige Begegnung mit einer kleinen Kreuzotter bescherte.
Am nördlichen Ende des Kamms wählte ich einen der zahlreichen Wildsteige durch die Latschen hindurch und erreichte so das unteres Ende des von zahlreichem Almvieh bevölkerten Pölskars.
Über einen Almweg gings zurück zum markierten Wandersteig, den ich aber bald wieder verließ, um in der Folge einer breiten Forststraße hinunter zur Lippbaueralm zu folgen.

Kreuzotter auf der Gamshöhe
Am bereits bekannten Zustiegsweg ging es schließlich wieder zurück zum Ausgangspunkt, wobei ich bei dem Jagdhaus nach der Pölsenhube noch ein unliebsames „Hundeerlebnis“ hatte. Während ich beim Gebäude vorbeiging, muss sich einer der beiden dort beheimateten Hunde von hinten an mich herangeschlichen haben.
Mit beängstigend gefletschten Zähnen und unter lautstarkem Bellen und Knurren versuchte er an mich heranzukommen, was ich ihm aber mit Hilfe meiner Tourenstöcke verweigerte ;-).
Da ich eigentlich keine Angst vor Hunden habe und selbst ja auch gelegentlich mit „Leihhunden“ unterwegs bin, versuchte ich beruhigend auf ihn einzureden, allerdings ziemlich wirkungslos.
Das Spielchen zog sich etwa 20 bis 30 Meter, während ich versuchte, mich Schritt für Schritt vom Jagdhaus zu entfernen. Schließlich war es der Hundehalter, der mich aus der Misere befreite. Unter lautstarkem Schimpfen befahl er dem Hund (es war eine keifende Sie), ins Haus „zu verschwinden“, was sie – den Schwanz eingezogen – dann auch recht brav befolgte.
Alles in allem ist die Tour auf den Zinkenkogel eine schöne, aber selbst bei optimalen Verhältnissen hat sie auf Grund der Monotonie nicht das Zeug zu einer Traumtour. Aber immerhin – Note 2.
Bisherige Wandertouren im Umfeld von Hohentauern
- Schitour Lackneralm – Schüttnerkogel (03.03.2007)
- Wandertour Großer Bösenstein – Großer Hengst (30.10.2005)
Wandertouren auf nicht allzu weit entfernte Nachbargipfel
- Von Oppenberg: Wandertour Wirtsspitz – Schüttkogel – Horninger Zinken (06.11.2010)
- Von Oppenberg: Schneeschuhtour Sommereck – Reiterkoppe – Dürrenkarspitz (30.10.2010)
- Von Oppenberg: Schneeschuhtour Schattnerzinken (13.01.2007)
- Von Oppenberg: Schneeschuhtour Horningalm – Schüttkogel (18.02.2006)
- Von Oppenberg: Schitour Kreuzkogel – Breiteckkoppe – Schrattnerkogel – Seitnerzinken (04.02.2006)
- Von Rottenmann: Schitour Singsdorfer Alm – Hochhaide (12.04.2009)
- Von Rottenmann:Schneeschuhtour Stein am Mandl – Diewaldgupf – Moserspitz (17.01.2009)
Weitere Informationen zur Tour
Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Den, Hohentauern, Rottenmanner und Wölzer Tauern, Steiermark, Tourenbericht, Wandertour
Die Tourenfotos der Wandertour Fahnenköpfl – Grete-Klinger-Steig – Vordernberger Zinken vom 29.06.2011 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Tourenfotos
Die Tourenfotos der Wandertour Hochblaser – Kalte Mauer vom 28.06.2011 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Tourenfotos
Die Tourenfotos der Wandertour Kreuzkogel – Fulseck – Schuhflicker – Hochegg – Haßeck – Paarseen – Gasteiner Höhe vom 27.06.2011 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Tourenfotos, Wandertour
Es ist nun ja schon einige Jährchen her, dass ich zuletzt einen Klettersteig gegangen bin. Vor allem im Jahre 2005 war ich ja richtig vernarrt in diese Spielart des Wanderns, weil sie es auch einem „Nicht-Kletterer“ erlaubt, sich in exponiertem Felsgelände zu bewegen (Siehe auch die Touren-Links am Ende dieses Artikels).
Nach und nach verlor ich aber das Interesse. Zu sehr vorgegeben waren die Wege, zu technisch, zu eisenlastig – ohne richtige Tritte und Griffe im Fels – waren vor allem die schwierigeren Klettersteige, zu sehr fühlte ich mich in meinem Drang, mir eigene Wege auszudenken, eingeschränkt.
Heute (29.06.2011) wollten die AlpenYetin und ich aber einmal eine Ausnahme machen und wieder einmal einen „Via Ferrata“ begehen, obwohl oder gerade weil unser heutiges Tourenziel – der Grete-Klinger-Steig – eher als versicherter, alpiner Steig und Höhenweg zu verstehen ist, der sich mit vielen Unterbrechungen über den gesamten Grat der Vordernberger Mauern zieht.
Ich möchte dazu auch Csaba Szépfalusi aus seinem „Klettersteig-Guide Österreich“ zitieren: „Als richtiger Klettersteig im heute gebräuchlichen Sinn kann er aber trotz einiger ansprechender Stellen nicht mehr bezeichnet werden“
Genau diese Formulierung machte für uns den Grete-Klinger-Steig zwischen Fahnenköpfl im Südosten und der grünen Graspyramide des Vordernberger Zinken im Nordwesten so interessant.

Unterwegs am Grete-Klinger-Steig
Das Tourengebiet
Tourenregion: Eisenerzer Alpen
Wandergemeinde: Hafning bei Trofaiach

- Tourengebiet Grete-Klinger-Steig – Krumpensee
Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304
Der Routenverlauf
Hafning bei Trofaiach / Krumpen / Hirnalm – Barbarakreuz – Fahnenköpfl – Grete-Klinger-Steig – Vordernberger Mauern – Vordernberger Zinken – Rottörl – Krumpalm / Krumpensee – Hirnalm
Die Tourbeschreibung
Von der Hirnalm folgen wir der Beschilderung zum Barbarakreuz, zunächst über eine Wiesenmulde nordöstlich bergan und in der Folge südostwärts entlang einer Forststraße, später durch den Wald.
Ein deutlich ausgeprägter, aber nicht markierter Steig, der unterwegs unseren Wanderweg kreuzt, läßt vermuten, dass es hier wohl auch eine Abkürzung Richtung Fahnenköpfl gibt, wir entscheiden uns aber, dem angenehmen, fast eben verlaufenden Steiglein zum Barbarakreuz zu folgen.
Hier dreht der Weg nun nach Norden, vorbei an einem Spalier verschwenderischer vieler Blumen mit großartiger Blütenpracht. Zunächst über einen freien Schlag, später in den schattenspendenden Wald hinein und zunehmend steil. Die ersten Sicherungen helfen über die ausgesetztesten Stellen hinweg, an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit wird man aber dennoch nicht umhinkönnen.

Am Fahnenköpfl
Unterhalb des Gipfels überholt uns ein Wanderer-Paar, kurze Zeit verbringen wir dann bei einem angenehmen Schwätzchen bei der „Gipfelfahne“ am Fahnenköpfl.
Von Fliegenschwärmen vertrieben, legten wir nun unser Klettersteig-Set an und machten uns auf den Weiterweg. Und im Grund benötigt man – wenn überhaupt – die Selbstsicherung nur für den kurzen Abschnitt nach dem Fahnenköpfl, wo es einen schmalen Felsgrat über einer nahezu senkrechten Wand zu begehen gilt.
Daran anschließend folgt eine steiler Felsturm, bei dem wir ebenfalls froh waren, das Klettersteig-Set mitgenommen zu haben.
Das es mit etwas Übung (oder mehr Mut 😉 ) aber auch ohne geht, bewiesen uns die kurz hinter uns folgenden jungen Männer, die uns bald darauf überholten und auf Grund ihres forschen Tempos fortan nicht mehr gesehen wurden.
Etwas später auf einem der zahlreichen „Gupfe“ in den Vorderberger Mauern, dort wo kurz hintereinander 2 Gedenkkreuze stehen, überholte uns ein weiterer Wanderer. Ansonsten verlief die heutige Wandertour sehr einsam, abesehen von den zahlreichen Rindern, die uns weiter unten auf der Krumpalm begegnen sollten.
Hügel um Hügel folgten wir dem Kammverlauf nordwestwärts, ehe wir endlich am höchsten Punkt – dem Vordernberger Zinken – standen.

Über blumenreiche Wiesen zum Vordernberger Zinken
Während es weiter unten in den Latschen brütend heiß gewesen war, sorgte direkt am Kamm der starke Wind fast für ein leichtes Frösteln.
Vom blumenreichen Wiesenplateau am Vordernberger Zinken konnten wir nun den weiteren Wegverlauf bis hinunter zur Krumpalm bestens überblicken.
Leider – denn der Weg war noch ein langer und allmählich machte sich Müdigkeit breit, zumal auch heute, am dritten Wandertag in Folge, meine Knie noch nicht sonderlich begeistert von den Anstrengungen waren.
Das zunächst breite Wanderweglein über Wiesenrücken verengte sich auf den steilen Erdflanken unter den Felsen des Grüblzinken. Angesichts der Steilhänge war der Gedanke an eine Abkürzung direkt hinunter zur Krumpalm ein äußerst flüchtiger.

Vom Vorderberger Zinken zum Rottörl
Beim Rottörl – einem ca. 1.875 Meter hohen Übergang – hatten wir endlich den nördlichsten Punkt unserer Rundtour erreicht, ab jetzt würde die Distanz zum Ausgangspunkt mit jedem Schritt geringer werden.
An neugierigen Murmeltieren vorbei erreichten wir nach etwa einer Stunde die rindviecherreichen Wiesen der Krumpalm.
Für die 250 Meter hinüber zum verwachsenen Krumpensee waren wir schon zu müde. Stattdessen ließen wir uns bei einem direkt aus der Erde tretenden Bächlein (der See-Abfluß?) nieder, um noch einmal zu jausnen. Während wir unsere Füße im eiskalten Wasser kühlten, querten unweit von uns 1 Rehlein und 1 Bockerl das Bächlein, welches in der Folge als Wasserfall zu Tale stürzt.

Bei der Krumpalm
Beim Abstieg über den breiten Almweg begegneten uns noch ein Jogger und ein Wanderer, dessen furchtsamer Hund „Kiki“) sich dermaßen vor uns erschreckt hat, dass ihn sein Herrchen erst einige Minuten später und etliche Höhenmeter weiter unten wieder gefunden hat.
Zuletzt geht es über Waldsteige und Forstwege wieder zurück zum Ausgangspunkt unterhalb der Hirnalm.
Weitere Wandertouren in diesem Gebiet bzw. auf Nachbargipfel
- Ennstaler Alpen: Wandertour Kragelschinken – Wildfeld – Stadelstein (07.05.2011)
- Ennstaler Alpen: Wandertour Eisenerzer Reichenstein – Hohe Lins (12.08.2010)
- Ennstaler Alpen: Wandertour Reiting-Überschreitung – Gößeck (29.06.2010)
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Weitere Klettersteig-Touren
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- Ewige-Wand-Klettersteig – Leadership-Klettersteig – Predigstuhl (26.05.2005)
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Weitere Informationen zur Tour
Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Eisenerzer Alpen, Ennstaler Alpen, Tourenbericht, Trofaiach, Vordernberg, Wandertour
Schon einige Male haben mich meine Wanderausflüge nun schon in die Umgebung von Eisenerz geführt (Siehe auch Hinweise am Ende dieses Artikels) und jedes Mal ist mir da diese abweisende Felswand aufgefallen, an deren Fuß der Leopoldsteiner See liegen soll.
Heute (28.06.2011) habe ich mir schließlich dieses Gebiet als Ausgangspunkt einer Wandertour in die Hochschwabgruppe auserkoren.
Der erste Eindruck: Zum wiederholten Male erwartete mich auch heute trotz bester Wetterprognosen in der Umgebung von Eisenerz ein kalter und vor allem windiger Wandertag, der erst ab dem frühen Nachmittag eine Spur von wettermäßiger Gemütlichkeit aufkommen ließ.
Der zweite Eindruck: Der Leopoldsteiner See ist ein äußerst schön gelegener, unterhalb der senkrechten Felswände der Seemauer eingebetteter See, mit herrlicher türkis-blauen Farbe, die bei der Rückkehr am frühen Abend im letzten Licht der untergehenden Sonne so richtig zur Geltung kam.
Mein Haupt-Gipfelziel hatte ich mir heute mit dem Hochblaser gesteckt, ich würde aber auch noch gerne die Kalte Mauer besuchen, sofern es meinem Knie nach den gestrigen Schmerzen am Schuhflicker in der Ankogelgruppe heute besser gehen sollte.

Beim Rückweg am Leopoldsteiner See
Das Tourengebiet
Tourenregion: Gesäuse – Präbichl
Wandergemeinde: Eisenerz

Tourengebiet Leopoldsteiner See - Hochblaser - Kalte Mauer
Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304
Der Routenverlauf
Eisenerz / Leopoldsteiner See – Seemauer – Senkkögel – Roßloch – Hochblaser – Kalte Mauer – Hasenwilzinghütte – Seeau – Leopoldsteiner See
Die Tourbeschreibung
Beim Aufbruch am frühen Morgen trudeln so nach und nach weitere Wanderer, Jogger und Spaziergänger am Leopoldsteiner See ein, zu Gesicht werde ich aber bis kurz vor dem Hochblaser niemanden mehr bekommen.
Gleich vom Start weg schlängelt sich das schmale Schottersteiglein steil nach oben. Das Hinweisschild zum Kaiser-Franz-Joseph-Klettersteig lasse ich links liegen und folge stattdessen der „einfachen Normalroute“ auf den Hochblaser, die ihrerseits selbst mit Schwierigkeit SCHWARZ bewertet ist. Im Aufstieg zwar steil, aber nicht allzu schwierig, gilt es vor allem beim Abstieg am steinig-rutschigen und oftmals recht ausgesetzten Steig Vorsicht walten zu lassen.
Wie bereits eingangs erwähnt, war für heute bestes Schönwetter vorausgesagt. Solches hatte ich auch zu Hause und während der Fahrt durch das Ennstal ins Gesäuse noch vorgefunden. Hier aber war es nun weitgehend bewölkt, dazu im permanenten Wind auch recht frisch. Ersteres (die Bewölkung) sollte sich aber bis zu den Mittagsstunden bessern, zweiteres (der Wind) würde den ganzen Tag über mein hartnäckiger Begleiter sein.
Geschickt schlängelt sich der Steig mehrere hundert Höhenmeter durch die schroffen Felswände bis zum nordwestlichen Ende der Seemauer, wo die Route dann Richtung Osten schwenkt und nun weniger anspruchsvoll im Waldgelände bergwärts führt.

Tiefblick zum Leopoldsteiner See
Im untersten Wegabschnitt gibt es immer wieder tolle Tiefblicke über den Leopoldsteiner See zum wolkenverhangenen Pfaffenstein.
In der Nähe des Roßlochs – dem mit 1.649 Meter höchsten Punkt der Seemauer – treffe ich auf eine Bergsteigerin, die aus Richtung des Rosslochhöhlen-Klettersteiges herüberkommt und flink an mir vorbei Richtung Hochblaser steigt.
1.649 Meter – und ich spüre schon etwas Müdigkeit in mir. „Man wird nicht jünger“ 😉
Aber man darf auch nicht vergessen, dass man bei diesem Punkt schon mehr als 1.000 Höhenmeter in den Beinen hat.
Als ich beim Gipfelkreuz am Hochblaser ankomme, ist die Wanderin bereits auf der anderen Seite beim Absteigen Richtung Hasenwilzinghütte. Ein Weg, den auch ich am Nachmittag nehmen möchte. Zuvor lockt mich aber noch die Kalte Mauer, die sich nun zunehmend von den Wolken zu befreien vermag.
Und während ich mich an einem windgeschützten Platzerl zur Jause niederlasse, reissen die Wolken zusehends auch über allen anderen Gipfel in meinem Wandergebiet zwischen Ennstaler Alpen und Hochschwabgruppe auf.

Am Weg Richtung Kalte Mauer
Nach der Stärkung mache ich mich auf den Weg Richtung Kalte Mauer. Am latschenbewachsenen, von der Rückseite unauffälligen, nach Norden aber steil abbrechenden Pillstein vorbei, durch eine Latschengasse hindurch und über Wiesenhänge bergan, gelangt man zum Vorgipfel der Kalten Mauer mit dem Gipfelbuch.
Das Gipfelkreuz läßt sich nur in leichter, aber ausgesetzter Gratkletterei in ständigem Auf und Ab über brüchig wirkende Felsen erreichen, wobei auf mich aber eine dieser Graterhebungen den Eindruck machte, noch höher als der das Gipfelkreuz tragende Felsturm zu sein.
Die Wolken hatten sich mittlerweile gänzlich verzogen, der Wind aber blieb. In einer windgeschützten Ecke am grasigen Vorgipfel-Plateau machte ich es mir nun zwischen den Felsblöcken gemütlich und hielt ein angenehmes Schläfchen.
Während mein(e) Knie beim Aufstieg noch ganz gut funktionierten, sollte sie mir jetzt beim Abstieg ihren Mißmut über die neuerlich große Wandertour zeigen wollen.
Mehr als 1.300 Abstiegs-Höhenmeter hatte ich nun vor mir und fast jeder Schritt wurde zur Qual. Mehr als einmal habe ich mir geschworen, dass ich das Wandern jetzt lassen werde, wohlwissend, dass es mich bei der nächstbesten Gelegenheit wieder in die Berge ziehen würde.

Abstieg zur Hasenwilzinghütte
Zunächst zurück in den Sattel zwischen Hochblaser und Kalte Mauer. Danach Abstieg zur auch von den Gipfeln bestens einsehbaren Hasenwilzinghütte.
In weiterer Folge führt der Wandersteig über laubbedeckte Waldsteige, gottseidank nicht allzu steil. Trotzdem war ich heilfroh unten beim Jh. Seeau endlich wieder halbwegs ebenen Boden unter den Füßen zu haben. Lediglich die mittels GPS-Gerät herausgemessene Entfernung von fast noch 5 Kilometer bis zum Ausgangspunkt war noch eine Herausforderung.
Schritt um Schritt, immer wieder gedankliche Zwischenetappen setzend: Bis zu jener langgezogenen Kurve, wo sich die Route Richtung Nordwesten dreht. Bis zum Südostufer des Sees. Bis zum Nordwestufer des Sees. Bis zum Parkplatz.
Die Stimmung am See war eine unbeschreiblich schöne. Der Wind erzeugte viele kleine Wellen, ein angenehmes Plätschern begleitete meine Schritte. Eine große, weiße Sandbank am gegenüberliegenden Ufer des Sees. Dazu die von der Spätnachmittagssonne beschienene Seemauer.
Alles in allem eine wirklich schöne, empfehlenswerte Tour, die bei besserem Wetter und mit „tragfähigen“ Knien „Lust auf mehr“ gemacht hätte.

Zurück beim Leopoldsteiner See - darüber die Seemauer
Bisherige Wandererlebnisse im Gebiet um Eisenerz
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- Ennstaler Alpen: Wandertour Kaiserschild – Hochkogel (27.07.2008)
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Weitere Informationen zur Tour
Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum
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Tags: Eisenerz, Hochschwabgruppe, Tourenbericht, Wandertour




