Wie bereits in einem meiner früheren Artikel erhofft, habe ich nun erstmals die Schallmauer von 100.000 Seitenzugriffen in einem Monat erreicht (in Worten: Einhundertausend).
Der stolze Titel zeigt, dass es sogar noch ein paar mehr waren
.
Natürlich freue ich mich sehr darüber und ich danke Euch allen noch einmal ganz herzlich für Eure Treue und Euer Interesse.
Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast
Es würde keinen Sinn ergeben, wenn ich Euch und letzten Ende auch mich mit “frisierten und geschönten” Zahlen blenden und belügen würde. (Potentielle) Sponsoren würden dieses Spiel auch rasch durchschauen.
Deshalb setze ich jetzt auch seit mehr als einem Jahr auf das unbestechliche Analyse-Tool “Google Analytics“, auch wenn mich dieses – wie ich in meinem alten Wanderblog am 01.04.2009 einigermaßen erschrocken vermerkte – recht unsanft auf den Boden der Realität zurückholte.
Denn die providereigenen Statistiken waren doch um einiges höher (ganz zu schweigen von den selbsterstellten – wo wir wieder bei dem oben zitierten Sprichwort wären).
Mit Google Analytics lassen sich Ergebnisse auch sehr einfach und objektiv mit anderen Websites vergleichen, vermutlich ist dies der Hauptgrund, warum viele kommerzielle Anbieter wieder dazu übergegangen sind, auf ihre eigenen Tools zu setzen. Der Einwand, man wolle zum Daten-Schutze seiner Kunden gegenüber Google nicht zum gläsernen Internet-Unternehmen werden, ist nur ein vorgeschobener und fadenscheiniger.
Aber zurück zu meinen eigenen Statistikwerten.
Im März 2009 startete ich mit Google Analytics bei etwas mehr als 14.000 Seitenaufrufen, im April 2009 konnte ich bereits 21.221 Seitenzugriffe vermelden. Bei der Veröffentlichung meiner Besucherzahlen für den August 2009 – also genau vor einem Jahr – war ich noch stolz, die 50.000-Seiten-Hürde (deutlich) übertroffen zu haben.
Es wäre natürlich jetzt ziemlich verwegen, würde ich diese Zahl auf nächstes Jahr hochrechnen (aber träumen wird man ja noch dürfen
). Aber mittelfristig ist es doch mein Ziel, 100.000 Seitenaufrufe durchschnittlich pro Monat zu halten.
Wie mir das gelingen soll?
Was soll die Zukunft bringen
Nun, ich möchte auch weiterhin meine Tourenberichte in diesem Wanderblog und in meinem Tourenalbum veröffentlichen. Eventuell zukünftig mit noch besseren Zusatzinformationen und Landkartenausschnitten. Aber natürlich kann ich da als Einzelkämpfer-Freizeit-Schlechtwetter-Schreiberling mit kommerziellen Anbietern oder großen Gemeinschafts-Tourendatenbanken nicht mithalten. Obwohl ….
Auch mein Tourenbuch sowie die Gipfelliste und Bergdatenbank werden auf jeden Fall in dieser Form beibehalten werden.
Auf Grund einiger Anfragen potentieller Interessenten und Sponsoren werde ich künftig aber auch noch 2 bis 3 weitere Themenbereiche noch etwas intensivieren. Das werden vor allem sein:
- Fotoausrüstung für Wanderer
- Wandern mit Hunden
- GPS-Erfahrungsberichte
Ein Dauerbrenner ist natürlich auch mein Schneeschuhtourenführer-eBook, welches im letzten Winter schon viele Freunde gefunden hat. Vielleicht kommt auch wieder der eine oder andere Schneeschuh-Test dazu.
Weiters bin ich auch schon am Planen (etwas mehr) und Vorbereiten (noch etwas weniger) von neuen Interviews, nachdem die letzten mit Wander- und Schneeschuhführerin Sabina sowie mit Ralf Stute von Via-Ferrata.de ja doch doch schon geraume Zeit zurückliegen.
Genau ein Jahr ist es nun her, dass ich meine letzten Besucherstatistiken aus Google Analytics offengelegt habe. Sponsoren erhalten natürlich auf Wunsch jederzeit Detaileinblick in die gesamten Zugriffsauswertungen.
Aus gegegebenem Anlass (Stolz – Siehe oben
) möchte ich heute zumindest Grafiken über die geografische Herkunft meiner Leser veröffentlichen.
Für eine rein deutschsprachige Website nicht wenig überraschend, kommt der weitaus überwiegende Anteil meiner Leser aus Österreich (70,06 %) und Deutschland (22,97 %).
Unschwer auszurechnen, dass da für die restlichen 35 Länder, aus denen sich gelegentlich Besucher auf meine Homepage verirren, nicht mehr allzu viel übrig bleibt. Lediglich die sich seit jeher ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefernden Zugriffe aus Ungarn und der Schweiz liegen mit jeweils um die 1,5 % noch knapp über 1 Prozent.
In Österreich darf ich mich vor allen in einem weiten Bogen von Salzburg über Linz nach Wien und Graz vor meinen geschätzten Lesern verneigen, wobei sich der Prozentanteil aller österreichischen Zugriffe folgendermaßen reiht:
- Wien: 33,18 %
- Graz: 13,12 %
- Linz: 11,39 %
- Salzburg: 7,29 %

Zugriffsknoten in Österreich
In Deutschland gibt es merkbare Konzentrationen von Besuchern aus dem Raum München (15,12 %), Berlin (3,67 %), Traunreut (3,51 %), Stuttgart (3,45 %) und Nürnberg (3,23 %). Aber auch Besucher aus dem hohen Norden aus Hamburg liegen mit 2,63 % gar nicht schlecht.

Zugriffsknoten in Deutschland
Abschließend bleibt mir nur zu sagen (bzw. schreiben), dass ich mich natürlich auch weiterhin sehr über Eure Besuche und Rückmeldungen freuen würde.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Besucherstatistik, Besucherzahlen, Seitenaufrufe, Seitenzugriffe, Zugriffsstatistik
In diesem Artikel möchte ich nun einmal meine ersten Erfahrungen mit meiner neuesten Digitalkamera-Errungenschaft schildern, die ich jetzt exakt 2 Monate mein eigen nennen darf.
Erste Eindrücke von der Olympus Pen E-P1: Anders als viele Foto-Experten in diversen Foto-Foren, die schnell einmal einen Fotoapparat in die Hand nehmen und bei einigen wenigen Bildern die Qualität der Kamera zu beurteilen imstande sind, bin ich der Ansicht, man muß mindestens 2 bis 3 Monate regelmäßig mit dem Gerät arbeiten, bevor man sich ein halbwegs seriöses Urteil erlauben darf.
Insofern ist es für ein abschließendes Urteil auch noch (fast) zu früh.
Und ich halte auch absolut gar nichts davon, irgendwelche kahlen Hausmauern abzufotografieren, um die technische Qualität und Schärfeleistung der Digitalkamera zu erkennen oder in voller Bildgröße in Detailausschnitten Grashalme zu zählen, um die Auflösung zu bewerten.
Auch Laborergebnisse haben für mich nur bedingte Aussagekraft.
Wichtiger ist für mich persönlich der Gesamteindruck und die “Stimmigkeit” der Bilder. Überwiegend für die Veröffentlichung im Web, aber auch für den Ausdruck, wobei ich mich dabei aber auf das A4-Format beschränke.
Poster in A0-Größe oder riesiger sind nicht mein Anwendungsbereich.
Fast ebenso wichtig ist mir aber als Vielwanderer auch ein gutes Handling und einfache Bedienbarkeit der Kamera, wobei ich aber schon viele Einstellungen manuell vornehmen möchte.
Als Basis für die nachfolgende vorläufige Bewertung meiner Olympus Pen E-P1 soll meine persönliche Wunschliste an eine ideale Fotokamera dienen, die ich vor knapp über 2 Monaten definiert habe.
Fazit:
Die Olympus Pen E-P1 ist keine schlechte Kamera.
Aber von meinen zugegeben vielen und vielleicht auch etwas hochgegriffenen Anforderungen muss ich dann jedoch zuviele Abstriche machen, als dass ich sie mir noch einmal kaufen würde bzw. sie uneingeschränkt weiterempfehlen könnte.
Was fehlt bzw. stört mich am meisten:
- Der fehlende elektronische Sucher
- Die “Mittelgröße” – zu groß für die Jackentasche, zu klein für sicheres einhändiges Halten
- Belichtungsreihen lassen sich nicht nach Überbelichtet – Normal – Unterbelichtet sortieren
Was würde ich mir sonst noch ein bißchen besser wünschen:
- Bildqualität
- Akku-Laufzeit
- Genauere Anzeige der Akku-Restzeit
- Dreh- und schwenkbares Display
Das gefällt mir eigentlich ganz gut:
- Bedienbarkeit
- Verwendbarkeit von SD-Karten
- Einstellungen für Weißabgleich, Belichtung, Belichtungsreihen, usw. bleiben auch nach dem Ausschalten erhalten
- Gewicht
- Stabilität und Robustheit des Gehäuses
Den vollen Kaufpreis von 499,00 Euro für den sie als Auslaufmodell in einigen Geschäften noch zu haben ist, wäre sie mir jedenfalls nicht wert. Da ich sie aber recht günstig – aber trotzdem als Neumodell – über eBay ersteigern konnte, geht der Kauf für mich in Ordnung.
- Für Bergtouren ist sie mir einerseits gegenüber einer wirlichen Kompakten zu groß und unhandlich und gegenüber meiner derzeitigen Favoritin – der Sony R1 – fällt die Bildqualität im direkten Vergleich leider zu deutlich ab.
- Aber für Ausflüge – wie zum Beispiel den Besuch im Zoo Schmiding vor wenigen Tagen – wo man einerseits nicht unbedingt auf das kleinste Modell angewiesen ist, aber doch nicht mehrere Kilogramm Ausrüstung mitschleppen möchte, sehe ich durchaus für mich persönlich gute Einsatzzwecke. Vor allem, da es mir bei solchen Ausflügen, Reisen und Spaziergängen auch vorrangig nur um Dokumentation, nicht aber um “schöne” Fotos geht.
- Kurz- und Dokumentar-Filme lassen sich – meiner Beurteilung nach – in guter Qualität drehen, ohne zusätzlich zum Fotoapparat auch noch eine Filmkamera mitnehmen zu müssen.
Ich bin nach wie vor der vollen Überzeugung, dass dem spiegellosen Konzept die Zukunft gehört. Von der aktuellen Bildqualität der Micro-Four-Thirds-Modelle bin ich aber noch nicht ganz überzeugt.
Und als “Ewig-Suchender” nach der perfekten Durchschnitts-Kamera halte ich natürlich auch schon wieder Ausschau.
Einerseits im Kreise der kompakten Reisezoom-Modelle, wo mich neben der schon längere Zeit beobachteten Panasonic TZ10 aktuell vor allem die Samsung EX1 reizen würde.
Und andererseits wird jetzt Sony seinem Ruf als innovativer Vorreiter wieder gerecht und wird im Herbst neue Ideen in den Modellen SLT Alpha 33 und 55V auf den Markt bringen. Mein Wunsch nach einer R2 wird zwar vermutlich nie erfüllt werden, aber schauen wir mal, was diese neuen Modelle bringen.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Digitalkamera, Fotoapparat, Fotografie
Zu der Zeit als ich diese Zeilen schreibe, muß ich hinter den Artikel-Titel noch ein Fragezeichen setzen.
Aber die Medien läuten in ihren Wetterprognosen bereits das Ende des Sommes ein. Für die Metereologen beginnt der Herbst – im Gegensatz zum astronomischen Herbst – ohnehin schon in wenigen Tagen am 1. September.
Aber das, was noch dieses Wochenende wettermäßig auf uns zukommen dürfte, soll ja gleich ein früher Wintereinbruch sein.
Die in letzter Zeit meines Erachtens schon etwas inflationär verwendeten Wetterwarnungen schätzen in ihren Vorhersagen die Schneefallgrenze auf Höhen zwischen 1.600 und 2.200 Meter Seehöhe ein.
Nun, wenn ich meine eigenen Tourenaufzeichnungen zu Rate ziehe, sind solche frühen Wintereinbrüche nicht weiter ungewöhnlich und auch nie von langer Dauer.
Und auch der Aussage eines Bekannten, der gerade gestern zu mir meinte, zwischen September und Dezember würde er nur ungern Urlaub nehmen, weil man in dieser Zeit ohnehin nichts machen könne, muß ich klar widersprechen.
Denn selbst solche frühen Wintereinbrüche können einen großen Reiz und ein ganz besonderes landschaftliches Flair entfalten.
Und damit komme ich auch zum Kernthema dieses Artikels. Falls auch Sie zu jenen Menschen gehören, die in der feuchtkalten Herbstzeit Gefahr laufen, trübsinnig zu werden, möchte ich Ihnen den Rat geben: Gehen Sie raus. Raus aus der oftmals überheizten Stube und nicht selten auch raus aus dem Nebel bzw. rein in den Schnee und erleben Sie wunderschöne Naturstimmungen.
Bei mir haben sich bestimmte Wanderziele im frühen Herbst-Schnee bereits zur Tradition entwickelt. Einige dieser Touren möchte ich heute näher vorstellen:
Der Klassiker für Schneetouren in der Übergangszeit ist natürlich immer wieder der Stoderzinken, einer von Gröbmings Hausbergen. Mit Schneeschuhen auf den Stoderzinken.

Peter Rosegger-Statue am Stoderzinken
Auch der Höhenzug Hochwurzen – Roßfeld – Guschen – Schiedeck über Rohrmoos-Untertal lockt mich jedes Jahr wieder, wobei mit dem letzten der genannten Gipfel aber nicht zu spaßen ist. Herrliche Impressionen von der Guschen auf das Schiedeck.

Von der Guschen zum Schiedeck
Ebenfalls ein Klassiker ist die Planneralm über Donnersbach, wobei man hier je nach Schneefallgrenze bei der Anfahrt auf etwaige Vereisung der Zufahrtsstraße achten muß. Schneetour im September auf die Plannerseekarspitze. Anfang September von der Planneralm auf den Rotbühel. Im Oktober gab es auch schon eine Schneeschuhtour auf den Hochrettelstein.

Gipfel-Küsschen am Hochrettelstein
Das nächste Tourenziel im frühen Schnee: Sulzenhals und Eiskarlschneid aus beiden Richtungen – entweder aus der Steiermark von Ramsau am Dachstein ausgehend oder aber von Salzburg mit Ausgangspunkt in Filzmoos. Von der Bachlalm auf die Eiskarlschneid und zum Tor. Etwas später – Anfang November im darauffolgenden Jahr – waren wir dann sehr froh beim Übergang von der Eiskarlschneid über das Tor auf das Raucheck unsere Schneeschuhe mitgenommen zu haben.

Früher Wintereinbruch bei der Bachlalm
Zwar nicht im Frühherbst sondern Mitte Juli – aber damals ebenfalls im Schnee – habe ich die Lungauer und Steirische Kalkspitze über dem Giglachsee besucht.

Almrausch und Schnee bei der Steirischen Kalkspitze
Nur bei genauer Gebietskenntnis ratsam sind Wanderungen im ersten Herbstschnee im Karstgebiet des Toten Gebirges: Schnee-Wanderung vom Grundlsee auf den Hinteren Bruderkogel. Schneestapfen auf Großes Tragl und Scheiblingtragl.

Vorsicht ist angebracht im Herbst-Schnee im Toten Gebirge
Weitere Schneetouren wären etwa:
- August-Schnee am Preber in den südlichen Schladminger Tauern in der Steiermark
- Eine weitere Tour in den Schladminger Tauern – dieses Mal aber im Norden – verläuft auf den Kochofen
- Anfang Oktober: Schneeschuh-Tour auf den Pleschnitzzinken (Schladminger Tauern)
- Früher Wintereinbruch bei den Goldlacken und Stierkarkopf (Schladminger Tauern)
- Im Oktober-Schnee zu Viehbergalm und Miesbodensee (Dachsteingebirge)
- Schneeschuhtour durch Herbst-Schneemassen am Kleinmölbing im Toten Gebirge
- Durch den Sommerschnee recht anspruchsvoll und nicht ungefährlich gestaltete sich der Aufstieg auf Hochzint und Birnhorn in den Loferer und Leoganger Steinbergen in Salzburg
- Vom Herbst in den Winter: Vom Schwarzensee auf den Hochgang (heuer wegen der Vermurungen auf Grund der sommerlichen Unwetter vermutlich nicht machbar).

Über die Langpoltenalm zur Liezener Hütte
Und jetzt noch einmal alle oben genannten Touren in chronologischer Reihenfolge, um zu zeigen, dass frühe Wintereinbrüche eigentlich jedes Jahr ganz selbstverständlich sind:
- 25.09.2004 – Stoderzinken
- 26.09.2004 – Hochwurzen – Roßfeld – Guschen – Schiedeck
- 16.10.2004 – Planneralm – Karlspitze
- 17.10.2004 – Sulzenalm – Eiskarlschneid – Rinderfeld
- 09.07.2005 – Lungauer und Steirische Kalkspitze
- 18.09.2005 – Plannerseekarspitze
- 05.08.2006 – Preber
- 15.08.2006 – Hochzint und Birnhorn
- 08.09.2007 – Planneralm – Rotbühel
- 16.09.2007 – Hinterer Bruderkogel
- 22.09.2007 – Großes Tragl und Scheiblingtragl
- 30.09.2007 – Hochgang
- 26.10.2007 – Kochofen
- 28.09.2008 – Roßfeld – Guschen – Schiedeck
- 05.10.2008 – Eiskarlschneid – Tor
- 06.10.2008 – Pleschnitzzinken
- 11.10.2008 – Goldlacken – Pleschnitzzinken
- 18.10.2009 – Viehbergalm – Goldlacken
- 20.10.2009 – Kleinmölbing
- 25.10.2009 – Hochrettelstein
- 28.10.2009 – Stoderzinken
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Herbst, Schnee, Wintereinbruch
Die Tourenfotos der Wandertour Stegerkar – Wildkar – Herzmaierkar vom 22.08.2010 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Ennstal, Rohrmoos-Untertal, Schladminger Tauern, Steiermark, Tourenfotos
Die Tourenfotos der Ausflugstour Zoo Schmiding – Gmunden – Offensee – Grundlsee vom 21.08.2010 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Gmunden, Grundlsee, Oberösterreich, Totes Gebirge, Tourenfotos, Zoo
Wenn etwas zum 1. Mal stattfindet, dann ist das die Premiere.
Wenn das Ereignis zum 2. Mal stattfindet, mag das noch Zufall sein.
Wenn es aber zum 3. Mal stattfindet, dann ist das bereits Tradition.
Wie in meinem letzten Artikel “Zoo, Foto und GPS” bereits angedeutet und “vorgewarnt”, möchte ich heute über eine der schönsten Wandertouren der heurigen Sommersaison berichten.
Es war nun bereits unsere dritte gemeinsame Wanderung und jede von ihnen war ein Hochgenuß, an den ich mich nur allzu gerne zurück erinnere:
- Krügerzinken – 06.08.2008
- Wildkarsee – 08.09.2009
- Stegerkar – Wildkar – Herzmaierkar – 22.08.2010
Als mir mein Bergkamerad Martin im Vorfeld geschrieben hat, dass er sich schon auf DIE Berg- und Fototour 2010 freut, war ich etwas skeptisch.
Denn eine Wanderung so ganz ohne Gipfel – würde die wirklich so herausragend werden ?
Sie wurde es !
Spätestens beim vorabendlichen Studium der Wettervorhersage für Sonntag, den 22.08.2010, stieg dann die Vorfreude und mit ihr die Erwartungen. Und ich muß zugeben. Meine Erwartungen wurden noch bei Weitem übertroffen.
Auch ganz ohne Gipfel.
Die Schönheit einer Tour kann man immer daran ermessen, wieviele Fotos es im Nachhinein gibt, die man selbst wirklich für sehenswert hält.
Bei einer duchschnittlichen Wanderung sind das meist zwischen 1 und 3 Bilder, mit denen ich wirklich zufrieden bin (wobei ganz zufrieden bin ich im Grunde nie
).
Bei dieser Bergtour mit Martin aber gibt es mindestens doppelt bis 3 Mal soviele Fotos, die mir sehr gut gefallen (wie gesagt oder besser geschrieben: Verbesserungspotential sehe ich immer). Und das sagt wohl schon alles über die herausragende Qualität dieser exzellenten Wanderung.
Viele Superlative – also gehts jetzt zur Tourenbeschreibung.
Der Plan
Den Plan für diese markierungs- und auch weitgehend weglose Überschreitung vom Stegerkar über das Wildkar ins Herzmaierkar haben wir vor ziemlich genau einem Jahr geschmiedet, als wir am 08.09.2009 bis auf 2.200 Meter Seehöhe zum Oberen Wildkarsee aufgestiegen sind.
Durch unseren damaligen späten Aufbruch – erst am Nachmittag – ist sich die Überschreitung ins Stegerkar zeitlich vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr ausgegangen. Im Nachhinein gesehen war es aber ohnehin die bessere Überlegung und Entscheidung, die Tour um ein Jahr für eine größere Überschreitung aufzusparen.
Und so wie im Vorjahr bereits die Tour für das heurige Jahr ins Auge gefasst wurde, haben wir heuer schon wieder die Wanderung für das nächste Jahr gefunden. Doch dieses Wanderziel wird erst in einem Jahr verraten.
Selber Ort – ähnliche Zeit
Das Tourengebiet
Bundesland: Steiermark
Tourenregion: Ennstal / Schladming / Rohrmoos
Wandergemeinde: Rohrmoos-Untertal
Ausgangspunkt: Gasthaus Riesachfall
Gebirgsgruppe: Schladminger Tauern

Das Tourengebiet in der Gemeinde Rohrmoos in den Schladminger Tauern
Der Routenverlauf
Gasthaus Riesachfall – Materialseilbahn Gollinghütte – Untere und Obere Stegeralm / Stegerkar – Wildkar / Wildkarsee – Herzmaierkar – Angereralm – Riesachfall

Der Routenverlauf im Uhrzeigersinn mit Ausgangspunkt beim Gasthaus Riesachfall
Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304
Die Wegbeschreibung
Das erste Wegstück, welches wir zeitlich um den Sonnenaufgang zurücklegten, verläuft auf gut beschilderter und einfach begehbarer Forstraße Richtung Gollinghütte.
Kurz nach uns brechen einige weitere Wanderer vom bereits frühmorgens recht gut belegten Parkplatz beim Gasthaus Riesachfall auf, bei dem sich am späten Nachmittag der Kreis unserer im Uhrzeigersinn verlaufenden Rundtour bei einer gemütlichen Einkehr wieder schließen sollte.
Bereits nach knapp 2,5 Kilometern lassen wir die nach uns Gehenden vorbeiziehen, um kurz zu einem fotografischen Geheimtipp etwas abseits des Wanderweges abzuschweifen. Eine kleiner Teich, eigenartigerweise trotz der vielen Regenfälle der letzten Wochen mit auffallend wenig Wasser befüllt, läßt die schroffe Hochgolling-Nordwand in seinem Wasser spiegeln.

Wasserspiegelung der Hochgolling-Nordwand
Wieder zurück am markierten Wanderweg folgen wir nun zunächst wieder der Route bis zur Talstation der Materialseilbahn zur Gollinghütte.
Ab hier geht es nun in die “Wildnis”. Über eine mittelsteile “Leitn” geht es Richtung Westen bergwärts. Weiter oben führt ein ansatzweise erkennbarer, grasiger Steig zwischen steilen Felsstellen hindurch und wenig später stehen wir im blendenden Sonnenlicht bei einer kleinen Jagdhütte (ca. 1.77o).
Von hier führt ein Steig kurz südwärts um in der Folge südlich eines Bachgrabens wieder Richtung Westen zu verlaufen. Bald darauf haben wir den ersten See auf unserer heutigen Wandertour erreicht. Auffallend große Kaulquappen tummeln sich in diesem.
Zuerst sehen wir nur einige wenige, beim Queren am nordseitigen Ufer werden es aber immer mehr und schließlich scheint der ganze See richtiggehend zu brodeln.

Unmengen riesiger Kaulquappen bringen das Wasser zum Brodeln
Winzige Fröschlein flüchten bei unserem Näherkommen ebenfalls ins Wasser, weiter abseits des Wassers treffen wir auch auf einige große, ausgewachsene Exemplare.
Und es begab sich auch zu dieser Zeit, dass Martin nun zunehmend knieenderweise am Boden zu finden war. Das hatte aber weniger religiöse Motive (nur gelegentlich wäre er korrekt Richtung Osten ausgerichtet gewesen) und es waren auch keine meditativen Entspannungsübungen.
Das Fotofieber hatte bei dem herrlichen Morgenlicht voll zugeschlagen.

Martin ist von den Kaulquappen fasziniert

Auf vorgelagerten Felsen hinter Saiblingen her

Besonderer Einsatz im eiskalten Bergwasser

"Schläfchen" im Wollgras
Weitere Fotos zu dieser Tour findet Ihr übrigens auch auf der äußerst sehenswerten Homepage von Martin.
Begeben wir uns jetzt aber gedanklich eine Etage höher zum nächsten – recht kleinen – See im oberen Kar. Eindrucksvolle Wollgrasfelder entfalten hier einen ganz besonderen Charme und Reiz.
Nur schwer können wir uns nach Dutzenden Fotos von diesem Naturjuwel losreissen. Die längere Fotopause sowie die nun zunehmend vom Himmel heizende Sonne bringt uns über die steilen Rasenhänge am Karschluß ganz schön ins Schwitzen und Schnaufen.
Oben aber – am Sattel zwischen Häuselspitze im Nordosten und Tristhof im Süden bietet sich uns ein grandioser Ausblick über das herrliche Wildkar mit dem eindrucksvollen Oberen Wildkarsee, der uns schon im Vorjahr zu etlichen schönen Fotos verholfen hat.

Tiefblick zum Wildkarsee
Hier gönnten wir uns eine ausgiebige Jause. Martin ließ es sich auch dieses Mal nicht nehmen, eine “Wagenladung” voll Wurst und köstlichen Bergkönig mitzubringen. Gewürzt wurde die Rast – wie schon der Anstiegsweg zuvor – durch zahlreiche interessante Geschichten, beispielsweise über die drei großen Saibling-Gen-Stämme in den österreichischen Alpen.
Viele humorvolle Erzählungen, die Martin in seiner pointierten Art und Weise zum Besten zu geben verstand, sorgten für etliche spontane Lacher.
Dazu bestes Wanderwetter, ein leichtes und angenehm erfrischendes Lüfterl hatte sich mittlerweile am Sattel eingefunden. Einfach herrlich.
Wieder war es gar nicht so leicht, sich von diesem eindrucksvollen Aussichtsplatzerl loszureissen.
Steil bergab und bald standen wir am Südufer des Wildkarsees wo uns ein beinahe beängstigend großer Saibling mit geöffnetem, zähnezeigendem Maul und starrem Blick fixierte.

Links oben der normalgewachsene Bergsaibling - rechts unten der Methusalem

Er schien von unserem Erscheinen nicht sonderlich beeindruckt zu sein
Auf der anderen – der westlichen – Seite des Wildkares stiegen wir nun wieder steil bergan. Zwischen Wasserfallspitze und Hinterem Wildkarstein erreichten wir bei etwa 2.400 Meter den höchsten Punkt der heutigen Bergtour. Um auf den einen oder anderen Gipfel aber auch noch aufzusteigen, dafür fehlte uns in der zunehmenden Hitze jetzt aber doch die Motivation.
Wie schon weiter unten im Wildkar entdeckten wir auch jetzt wieder Schafe in ausgesetzten Bergpassagen (u.a. auf der Gamsspitze).
Und überdies überblickten wir auf der anderen Seite Richtung Herzmaierkar bereits das nächste namenlose Seelein. Über eine steile, fels- und schotterdurchwachsene Flanke stiegen wir zu diesem Gewässer hinab, in dessen Einzugsgebiet wir unsere Trinkflaschen mit köstlichstem, eisigem Bergwasser auffüllten.
Beinahe unwirklich grün wirkendes saftiges Moos am Uferrand ließ die Fotoapparate wieder heiß laufen.

Unwirklich schön schimmerndes Moos
In ersten Anzeichen von Herbstfarben stiegen wir vom See – teilweise wieder weglos, etwas verwachsen und steil – hinab zum Boden der leicht sumpfigen Herzmaieralm. Entlang eines mäandernden Bächleins erreichen wir eine leicht erhaben auf einem Hügel thronende Jagdhütte.

Am Almboden zur Jagdhütte
In deren Umfeld werden wir auch rasch wieder in die (nicht allzu schöne) Realität zurück geholt. Baumaschinen haben eine breite Forststraße bis auf über 1.600 Meter Seehöhe in den Berghang gegraben.
Soweit es geht, trachten wir danach, dem abkürzenden Steiglein zu folgen, wo wir auf die nächste Überraschung des heutigen Tages treffen. Äußerst schmackhafte Schwarzbeeren lassen uns alle paar Meter verweilen. So ist es auch kein Wunder, dass wir erst nach mehr als 11 Stunden wieder zum Ausgangspunkt zurück gelangten.
Mit blau-violetten Händen und Fingern
.
Abschließend noch die bereits eingangs erwähnte Einkehr im Gasthaus Riesachfall.
Weitere Wanderziele um das Gasthaus Riesachfall
Dass unsere Wanderroute zwischen Stegerkar, Wildkar und Herzmaierkar nicht allzu häufig begangen wird, hat mehrere Gründe: Zum einen gibt es keine markierten Wege, ja häufig nicht einmal halbwegs brauchbare Steige. Und zum anderen gibt es im Umfeld um den Riesachfall jede Menge wesentlich bekanterer Wanderziele – darunter auch einige der beliebtesten und am stärksten frequentierten Routen in den Schladminger Tauern überhaupt:
- Bergtour Hochgolling und Samspitze
- Rundtour über den Greifenberg in den Klafferkessel
- Über den Südostgrat auf die Hochwildstelle
- Überschreitung Großes Gangl – Pöllerhöhe – Greifenberg
- Wandertour über die Preintalerhütte zu den Sonntagskarseen
- Fototour Wildkar – Wildkarseen
- Schitour über das Herzmaierkar auf die Wasserfallspitze
Andere Gipfelziele über Rohrmoos
- Wanderrunde Hochwurzen – Roßfeld – Guschen – Schiedeck
- Schladminger Höhenweg von der Planai über den Krahbergzinken zum Höchstein
- Wandertour auf den Krügerzinken
- Bergtour über die Trockenbrotscharte auf Pietrach und Scharnock
- Rundtour Zinkwand – Rotmandlspitze – Krukeck
- Wandertour von der Keinprechthütte über die Rotmandlspitze zum Giglachsee
- Frosch-Invasion zwischen Neualm und Keinprechthütte
- Wintertour auf Sauberg und Vetternspitzen
- Schneeschuhtour Giglachsee – Vetternkar
- Schitour Zwerfenberg und Elendberg
- Skitour Geinkel
- Schitour Duisitzkarsee – Vetternspitzen – Keinprechthütte
- Skitour Patzenalm – Vogelsang
- November-Schitour auf den Sonntagkarzinken
- Skitour Sonntagkarzinken
- Schitour Znachspitze – Lungauer Kalkspitze
- Schitour Freying und Hading über dem Giglachsee
Weitere Informationen zur Tour
Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Ennstal, Riesachfall, Rohrmoos-Untertal, Schladminger Tauern, Steiermark, Tourenbericht
Nach der wetterbedingten Flaute an Wandertouren und damit auch an Fotoberichten in der letzten Woche zeigte sich das vergangene Wochenende mit fulminantem Spätsommerwetter von seiner versöhnlichen Seite.
Traumwetter – Traumtouren – Großartige Wandererlebnisse – Unbeschreibliche Fotomotive: So könnte man Samstag und Sonntag (21.08. und 22.08.2010) zusammenfassen. In Summe macht das 1.100 Fotos, die es auszusortieren, dokumentieren und auf der Homepage zu veröffentlichen gilt.
Deshalb möchte ich einleitend gleich einmal um Entschuldigung und Geduld bitten, wenn ich Euch auf die vollständigen Blogartikel hier im Wanderblog und die Fotoberichte im Tourenalbum noch etwas warten lassen muß.
Denn zusätzlich zu den Wander- und Fototouren gibt es auch noch einige weitere Themen, die ich aktuell gerade aufbereiten und ins Web stellen möchte. Doch dazu gleich mehr.
1.) D A N K E
Denn zuvor möchte ich jetzt einmal DANKE sagen.
Ein herzliches Dankeschön für das Interesse und die Treue, die Ihr meiner Homepage entgegenbringt und durch welches die Online-Zugriffszahlen erstmals knapp an der 100.000-Seiten-Grenze pro Monat knappern
.
Das freut mich natürlich sehr und es motiviert auch sehr.
Vielen, vielen, vielen herzlichen Dank.
2.) Landkartenausschnitte aus der AMap
Als einer der Konsequenzen aus dieser Bestätigung habe ich ohne zu zögern mein Abonnement der Web-Rechte für die digitalen Landkartenausschnitte der AMap des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen verlängert. So kann ich auch weiterhin die Routen meiner oft weglosen Wandertouren abseits jeglicher Zivilisation verständlicher aufbereiten. Doch dazu möchte ich – wie auch zu allen folgenden Themen – in der nächsten Zeit einmal einen separaten Artikel schreiben.
3.) Olympus Pen E-P1
Weiters darf ich mich nun schon einige Wochen Besitzer einer Micro Four Thirds-Kamera nennen. Da Panasonic noch immer keine Informationen über ein Nachfolgemodell der nicht mehr ganz taufrischen GH1 verlauten läßt, habe ich mich nun für die Olympus Pen E-P1 entschieden.
Meine Erfahrungen mit dieser Kamera und wie sie sich im Vergleich mit einem “Schätzchen” Sony R1 schlägt, gibt es demnächst in diesem Wanderblog.
4.) GPS Garmin Oregon 450t
Seit wenigen Stunden bin ich nun auch Besitzer eines neuen GPS-Gerätes: Das Garmin Oregon 450t darf ich mein eigen nennen. Auch das ist natürlich einen eigenen Artikel wert, in dem ich meine Erfahrungen und Vergleiche mit meinem langjährigen treuen Wegbegleiter – dem Garmin eTrex Vista C – schildern möchte.
5.) Zoo und Aquazoo Schmiding – Gmunden – Offensee – Grundlsee
Im 5. Punkt komme ich nun endlich auf eine der letzten Touren zu sprechen. Wandertour wäre fast etwas zu hochgegriffen, obwohl wir doch gut und gerne 4 Stunden fotografierender- und filmenderweise zu Fuß unterwegs waren.
Aber lohnenswerte Ausflugsziele waren an diesem Tag auf jeden Fall dabei, allen voran natürlich ein Geheimtipp unter den österreichischen Zoos im oberösterreichischen Schmiding.
Neben einem herkömmlichen kleinen Zoo auf erlesener Parkanlage gibt es hier auch noch einen Aquazoo sowie eine Darstellung der geschichtlichen Entwicklung der Erde zu bewundern.

Silberrücken beim Jausnen
Die (Klein-)Kinder (beginnend vom Kinderwagenalter) hatten ihre sichtliche Freude in dieser zwar artenreichen, aber doch familiären Anlage, wobei natürlich die nur faul herumliegenden Tiger, die Gorillas, die Giraffen sowie Krokodile und Haie die größte Anziehungskraft ausübten.

Kleinere und größere "Katzerln"
Die plastischen Darstellungen der Dinosaurier ließen dagegen den einen oder anderen kleinen “Hüpfer” noch näher an Mama oder Papa kuscheln.

Furchterregende Dinosaurier

Niedliches Äffchen: Herr Nilsson von Pipi Langstrumpf
Selbstverständlich gibt es zu diesem Ausflug, der sich bei einem Besuch beim Hochzeits-Schloß Ort in Gmunden am Traunsee fortsetzte und nach einem kurzen Erkundungsabstecher zum Offensee seinen köstlich-kulinarischen Ausklang am Grundlsee im Steirsichen Salzkammergut fand, in den nächsten Tagen einen ausführlichen Bild- und eventuell auch Film-Bericht.
6.) Kar-Wanderung Stegerkar – Wildkar – Herzmaierkar
Und dann gibt es auch noch die weglose und wohl nur äußerst selten begangene Karüberschreitung vom Stegerkar über das Wildkar in das Herzmaierkar.

Beinahe unwirklich scheinendes Grün
Drei Kare – in jedem mindestens ein äußerst fotogener See mit herausragend interessanten Wasserbewohnern.

Beim Wildkarsee - im Hintergrund der Höchstein
Besonders hervorhebens- und erwähnenswert war auf dieser Tour auch mein Begleiter und “Führer”, der mir freizügig die intimsten Geheimnisse seiner näheren Bergheimat offenbarte.
Ich habe diesen Bericht mit einem Danke begonnen und ich möchte diesen Bericht auch wieder mit einem Danke beenden.

Martin und das Wollgras
DANKE lieber Martin für diese großartige Tour.

Herzlichen Dank an meinen ortskundigen Bergführer Martin
So, liebe Leser, jetzt habe ich meine Artikel-Pläne für die nächsten 2 bis 3 Wochen offen gelegt. Wenn das eine oder andere Thema dabei ist, welches Euch interessiert, würde ich mich natürlich freuen, Euch bald wieder begrüßen zu dürfen.
Lest eifrig. Vielleicht schaffen wir es ja, die 100.000-Seiten im August zu knacken
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Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Ausflugsziele, Fotografie, Stadtbummel, Tierpark, Wanderbericht, Zoo
Nach heuer in Summe schon 4 ziemlich verregneten Urlaubswochen allmählich zum Griesgram geworden, habe ich mir nun nach längerer Zeit wieder einmal einen unserer Leihhunde ausgeborgt – und zwar Nico, die größere Hälfte des Duos “Nico und Sammy“.
Und schon nach wenigen Schritten mit diesem Bündel aus Energie und Kraft wurde mir mehr als deutlich, dass es nicht unbedingt schönen Wetters bedarf, um beim Spaziergang in der freien Natur Glücksgefühle und Lebensfreude zu empfinden.

Nico genießt den Belohnungsknochen nach 6-stündiger Wanderung
Zwar selbst kein Hundebesitzer, beschäftige ich mich aber dennoch eingehend mit Hundeliteratur, seitdem ich seit letztem Winter mit meinen Leihhunden unterwegs bin.
In einem dieser Bücher steht geschrieben, dass Hunde pro Tag bis zu 20 Stunden dösen und schlafen. Für unseren Nico, und selbst für den wesentlich zarteren Dauerläufer Sammy, scheint das keineswegs zu gelten.
Schon im Winter konnten sie mühelos auf 10 Stunden-Wandertouren mithalten, und das trotz anstrengender Spurarbeit bei frostigen Temperaturen. Eher hat da schon der hitzempfindliche Labrador Retriever Nico Probleme bei Sommertemperaturen.
Sofern er aber irgendwo Wasser in der Nähe findet – in Seen, Teichen, Bächen oder auch nur in gewöhnlichen Regenpfützen – stillt er hier seinen Durst und findet willkommene Abkühlung und Erfrischung beim Bade.
Allerdings – und das ist etwas unangenehmer als im Winter – “duftet” er dann ziemlich stark nach “Nasser Hund”
.
Das recht durchwachsene Wetter in den letzten 2 Tagen (18.08. und 19.08.2010) nutzte ich also für sehr ausgedehnte Wanderungen in der Umgebung von Gröbming.
Dabei bewegten wir uns in Höhen zwischen 670 Meter am Ennsboden und 1.300 Meter am Säbelboden.
Das bescheidene Wetter konnte uns dabei nicht davon abhalten, an beiden Tagen in Summe 59 Kilometer und 1.900 Aufstiegs-Höhenmeter zurückzulegen.
Und trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – dieses Wetters (am 19.08.2010 vormittags teilweise im Nieselregen) war es eine Freude, Nico bei seinen neugierigen, aufmerksamen und lebensfrohen Streifzügen zu beobachten.
Da gab es eine Blume zu beriechen, dort eine Werbetafel des Zirkus Pimpenelli zu markieren (Okay – eigentlich JEDE Tafel des Zirkus Pimpenelli zu markieren).
Da ein interessantes Geräusch eines aufgescheuchten Vogels, dort eine untersuchenswürdige Wasserlacke.
Da der ebenso erfolglose wie lächerliche Versuch, einem Eichhörnchen zum Spielen (?) auf den Baum zu folgen und dort ein bißchen im morgentaubenetzten hohen Grase “äsen”. Teilweise hätte hier seine Jausenlust jeder Kuh zur Ehre gereicht.
Besonders lebhaft gestaltete er seine spielerische Nahrungsaufnahme, wenn er versuchte, im flotten Trab den einen oder anderen Grashalm zu erhaschen. Ebenso verspielt und lebhaft schnappte er nach den vor seinem Maul flatternden Schmetterlingen.
Immer wieder der Blick zurück, ob sein Leihherrchen auch hinterher kommt. Entfernte er sich zu weit von mir, genügte es, mich hinter einem Baum, Stadel oder sonstigem Sichtschutz zu verstecken, damit er – mich suchend – zu mir zurück gerannt kam.
Zwischendurch hatten wir unsere Freude daran, uns im Lauf-Wettkampf zu messen, wobei ich hier aber natürlich nur bei steilen Forstwegen bergab auch nur annähernd eine Chance hatte bzw. Nico zumindest zum Galopp zwingen konnte.
Es gäbe noch soviel zu erzählen und schildern über unsere gemeinsamen Wandererlebnisse. Aber Nicht-Hundekenner würde ich damit wohl eher langweilen und Hundebesitzer kennen diese schönen und intensiven Erlebnisse natürlich selbst aus eigener Entfernung.
Alleine über die vielfältigen Arten von Nico, in der Luft zu schnuppern und die Nase “zu rümpfen” (auf und ab, vor und zurück, …) könnte man einen ganzen, eigenständigen, langen Bericht füllen.
Nachfolgend eine kurze Übersicht der bisherigen Wandertouren mit meinen Leihhunden, wobei diese allerdings bislang überwiegend – nicht im Sand sondern – im Schnee verliefen.
Also handelt es sich um einen Rückblick auf den letzten Winter. Aber da es in unseren Breiten erfahrungsgemäß auch durchaus schon im September die ersten heftigen Schneefälle geben kann, kann das natürlich auch schon als Vorschau auf die kommenden Wintermonate dienen.
- Schneeschuhtour über die Matillenalm zur Hangofenhütte
- Über den Giglachsee ins Vetternkar
- 4-Gipfeltour in den Ennstaler Alpen
- Frosttour zur Gipfelglocke am Gerzkopf
- Schrecksekunde zwischen Neualm und Keinprechthütte
- Lawinengefahr zwischen Loskögerl und Kochofen
- Im Sturm zur Unteren Plöschmitzalm
- Schneeschuhwandern zwischen Vockentalalm und Pleschnitzalm
- Abgelegene Schneeschuhtour auf Hocheck und Hochunters
- Almwanderung unter den Felswänden des Gosaukamms
- Tiefschneestapfen zwischen Stalingradkapelle und Hoher Trett
- Im Neuschnee zur Stornalm
- Winterwanderung zur Brandalm und Großen Wiesmahd
- Silvestertour vom Michaelerberghaus zur Stiegleralm
Wander-Video: Im Tiefschnee zwischen Stalingradkapelle und Hoher Trett
(Download-Möglichkeit: Rechte Maustaste auf das Bild – Ziel speichern unter …)
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Hunde, Hundwanderung, Tiergeschichten, Wandern mit Tieren
Die Tourenfotos der Wandertour Gleinkersee – Seespitz vom 14.08.2010 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Oberösterreich, Roßleithen, Totes Gebirge, Tourenfotos
Von einer der jüngsten Anfragen über Wanderziele und Tourentipps möchte ich jene von Sabine öffentlich beantworten, da die Antwort angesichts nicht allzu üppiger, allgemein zugänglicher Informationen über diesen Gipfel womöglich auch für andere Leser interessant sein könnte: Es geht um den Temlberg im Toten Gebirge.
Und zum anderen habe ich so noch einmal Gelegenheit, mich bei Sabine für Ihren Hinweis auf die Namensherkunft von “Emils Tränenhügel” – südlich der Pühringerhütte gelegen – ganz herzlich zu bedanken
(Siehe diesbezüglich auch die Tourenbeschreibungen auf den Hochplattenkogel sowie auf Rotgschirr und Elm).
Der Temlberg aus allen Himmelsrichtungen

Von Osten: Von der Klinserschlucht aus gesehen

Von Norden: Vom Fleischbanksattel aus gesehen

Von Süden: Vom Bösenbühel aus gesehen. Feuertalberg (links) und Temlberg (rechts)

Von Westen: Temlberg (links) und Feuertalberg (rechts)

Von Südosten: Vom Weitgrubenkopf aus gesehen

Von Norden: Vom Schermberg aus gesehen. Hier erkennt man gut das Aufstiegsgebiet in der rechten Bildhälfte.

Von Südwesten: Blick von der Feuertalscharte
Der Grund für die eher spärlichen Wegbeschreibungen und Fotodokumentationen: Der Temlberg führt ein Schattendasein im Umfeld seiner höheren und wesentlich bekannteren und beliebteren Gipfelnachbarn Großer Priel und Spitzmauer oder auch Schermberg, die – näher am Rand des Gebirgsstocks und damit auch näher im Umfeld von Hütten gelegen – auch weniger mühsam zu ersteigen sind.
Für Einsamkeitsanhänger und Karstplateauliebhaber wiederum liegt der Temlberg zu wenig zentral – hier bietet beispielsweise der benachbarte, wuchtige Feuertalberg wiederum mehr Anreize, nicht zuletzt auch auf Grund seiner etwas größeren Höhe.
Und Weitwanderer lassen den Temlberg ohnehin häufig unbeachtet links liegen – auf ihrem Weg von der Welser Hütte oder dem Prielschutzhaus zur Pühringerhütte.
Die beiden erstgenannten Hütten bilden auch die üblichen Ausgangspunkte für einen Besuch des Temlberges, der in der Regel aus Richtung Norden vom Almtalerhaus über die Welser Hütte und den Fleischbanksattel oder aus Richtung Osten von Hinterstoder über das Prielschutzhaus und die Klinserschlucht angegangen wird.

Das Tourengebiet Temlberg in Oberösterreich

Wanderwege auf den Temlberg
Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304
Die unteren Wegabschnitte sind wegen der zuvor bereits beschriebenen Anstiege auf die gut besuchten höchsten Erhebungen des Toten Gebirges – Großer Priel und Spitzmauer – ohnehin bestens dokumentiert.

Gipfelkreuz am Temlberg
Und Sabine interessiert sich auch vor allem für den Anstieg vom Temlbergsattel zum Gipfelkreuz am Temlberg – dazu ein Extrakt Ihrer Anfrage:
Der Weg vom Temelbergsattel auf den Temelberg, ist der sehr schwierig zu gehen und wie weit ist es noch vom Sattel auf den Gipfel? Leider hast Du genau von den Stellen die mich am meisten interessieren, (ich glaub 2008 war’s) keine Bilder gemacht! Aber es sieht aus, als ob es nicht mehr allzu weit wäre!
Ich möcht nämlich demnächst über die Welser Hütte auf den Temelberg und hätte gerne gewußt, was da auf mich zukommt. Leider gibt es fast keine Berichte über dem Temelberg – es ist ja auch kein allzu oft begangener Berg.
So weit ich mich erinnere (Okay: Ich geb´s zu – ich muß meine Tourenaufzeichnungen zu Rate ziehen. Ich bin auch nicht mehr der Jüngste
) führt vom Temlbergsattel die letzten, kaum mehr 300 Höhenmeter auf den Gipfel ein spärlich markiertes, schottriges, aber meiner Erinnerung nach nicht allzu schwierig begehbares Steiglein hinauf.
An was ich mich aber noch gut erinnern kann: Trotz bester Wetterprognose begann es in diesem Wegabschnitt leicht zu nieseln und vermutlich habe ich mich darüber so geärgert, dass ich auch keine weiteren Fotos mehr gemacht habe.
Im nachfolgenden Link findet Ihr die Beschreibung der Bergtour auf Temlberg, Feuertalberg und Großen Hochkasten. Für die Anstiegsroute über das Almtalerhaus und die Welser Hütte kann ich mit meinem Tourenbericht auf Schermberg und Großen Priel dienen.
Nachfolgend noch einige weitere bislang von mir nicht veröffentlichte Fotos. Die gewinnen wahrlich keinen Schönheitspreis – vielleicht können sie aber helfen, das Aufstiegsgebiet etwas detaillierter zu zeigen:

Von Nordwesten: Spitzmauer und Temlberg vom Hochplattenkogel aus gesehen

Das Aufstiegsgelände auf den Temlberg
Nachfolgend noch einige Impressionen vom Aufstieg auf den Temlberg.

Auf halber Höhe mit Blick zum Rotgschirr

Am Gipfelplateau des Temlberg mit Blick zum Feuertalberg
Abschließend noch einmal ein Panoramablick auf die Gipfel zwischen Temlberg (ganz links – dunkel), Schermberg, Großen Priel und Spitzmauer (von links nach rechts).

Die Gipfelnachbarn des Temlberg (ganz links)
Ich hoffe, ich konnte mit diesen Schilderungen etwas Licht ins Dunkel um den Temlberg bringen.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass jeder Wanderer, der den Anstieg zuvor schon gut gemeistert hat, auch mit dem Temlberg keine gröberen Probleme haben dürfte.
Über etwaige Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Totes Gebirge, Tourentipps, Tourenziele, Wandertipps, Wanderziele




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