ChriSu on Januar 28th, 2012

Tourenfotos Ausseer Zinken

Die Tourenfotos der Schitour Ödensee – Handleralm – Ausseer Zinken vom 26.01.2012 sind Online.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Tags:

ChriSu on Januar 28th, 2012

Es ist jetzt erst knapp einen Monat her, dass ich vom Ödensee im steirischen Salzkammergut zu einer Winterwanderung ins nördliche Dachsteingebirge aufbrach.

Während es damals auf Schneeschuhen über die Herrenalm ins Große Kar ging, bevorzugten wir heute (26.01.2012) bei den derzeitigen traumhaften Pulverschneeverhältnissen die Tourenschi.

Bei der Fahrt von Trautenfels nach Tauplitz und weiter an Bad Mitterndorf vorbei bis Pichl-Kainisch konnten wir uns selbst davon überzeugen, dass die Aussagen von Bekannten aus dem Salzkammergut keineswegs übertrieben sind: Hier gibt es wirklich jede Menge mehr Schnee als draussen im Ennstal.

Die enormen Schneemassen und meterhohen Schneewände sorgten heute auch dafür, dass wir uns sowohl bei der Anfahrt als auch bei der Rückfahrt verfahren haben, obwohl wir diese Gegend schon Dutzende, wenn nicht sogar Hunderte Male bereits besucht haben.

 

Eine Wintermärchenlandschaft

Eine Wintermärchenlandschaft

 

Das Tourengebiet

Bundesland: Steiermark
Tourenregion: Steirisches Salzkammergut
Wandergemeinde: Pichl-Kainisch
Ausgangspunkt: Ödensee (ca. 800)
Gebirgsgruppe: Dachsteingebirge

 

Tourengebiet Salzkammergut - Ödensee

Tourengebiet Salzkammergut - Ödensee

Routenverlauf Ödensee - Handleralm - Zinken

Routenverlauf Ödensee - Handleralm - Zinken

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

 

Der Routenverlauf

Pichl-Kainisch / Nahe Ödensee – Gsprangalm – Handleralm – Ausseer Zinken – Abfahrt entlang des Anstiegsweges

Die Tourbeschreibung

Beim Ausgangspunkt der Schitour ca. 650 Meter nördlich vom Ödensee war es heute gar nicht so leicht, die Schitour von der kleinen Parknische aus in den Hohlweg im Wald in Angriff zu nehmen, da zuvor ein hoher Schneeriedl erklommen werden musste.

Wir waren mehr als froh, dass uns bereits ein vor uns gestarteter Schitourengeher die sonst wohl mühsame Spurarbeit abgenommen oder zumindest gewaltig erleichtert hat.

Als wir dann auch noch im untersten Tourendrittel im Bereich freier Waldschläge von drei weiteren Schitourengehern überholt wurden, war es überhaupt nur mehr ein Kinderspiel und ein Reingenuß, in den üppigen Schneemassen der winterlichen Märchenlandschaft unterwegs sein zu dürfen.

 

Herrliche einfache Hänge, Sonne und eine gute Spur

Herrliche einfache Hänge, Sonne und eine gute Spur

 

Darüber hinaus durften wir uns schon vom Beginn weg durch die ostseitige Hangausrichtung über strahlenden und wärmenden Sonnenschein erfreuen, der die “knusprige” Starttemperatur von -15°C rasch vergessen ließ.

Die nur mäßig steile Route auf den Ausseer Zinken (in zumindest einer Landkarte wird auch der Name Zinkenkogel genannt) läßt zwar weniger eine rauschende Schiabfahrt zu, dafür kann man diese in herrliche Landschaft gebettete Tour auch bei angespannterer Lawinensituation noch mit überschaubarem Risiko absolvieren.

Im Großen und Ganzen gibt es eigentlich nur eine einzige kurze, steile Stelle durch dichteren Wald etwa in der Mitte der Tour nördlich von Sillam und Gsprangalm.

Danach geht es zunehmend flach bzw. sogar mit einigen Gegensteigungen in leichtem Auf und Ab weiter – ein Gelände, welches die Tour auch für Schneeschuhwanderungen ideal macht (wie ich es ja bereits einmal am 30.01.2009 genießen durfte).

Kurz nach den Hütten der Handleralm kam uns auf einem Flachstück der fleißige “Spurmeister” entgegen.

Mit dem Überschreiten der Baumgrenze änderte sich die zuvor noch schweißtreibende Wanderung drastisch. Eisiger Wind pfiff uns um die Ohren.

 

Ingrid auf den letzten Metern zum eisig umwindeten Gipfel

Ingrid auf den letzten Metern zum eisig umwindeten Gipfel

 

Knapp unterhalb des Gipfelkreuzes am Ausseer Zinken (1.854) begegneten wir dann auch noch den 3 sportlichen Gehern die uns weiter unten überholt hatten, die wir in der Folge aber dann eigentlich immer wieder einmal im Blickfeld hatten.

Auch sie dürften von den unwirtlichen Bedingungen am freien Gipfelplateau nicht begeistert gewesen sein.

So schnell es ging, machten wir uns nach einigen Rundum-Fotos für die Abfahrt bereit, die durchschwitze Fleecejacke war rasch steifgefroren.

Der Schnee war dafür im obersten Abschnitt aber ein Traum. Selten, dass man sich über so herrliche Pulverbedingungen freuen kann.

Ab der Waldgrenze stellte sich die Sache aber schon wieder anders da. Dicke Schneepatzen klebten an den Tourenschi fest, so dass wir nach der Handleralm zuächst einmal ordentlich wachseln mussten, während noch 2 Spätaufsteiger an uns vorbei Richtung Gipfel aufstiegen.

Einer davon mit extrem breiten Schi und Alpinschischuhen.

Nach dem Wachseln ging es nun deutlich besser und die mäßig geneigten Hänge ließen sich ganz toll befahren. Teilweise war aber schon fast zuviel Schnee im Gelände, was bei dem einen (der anderen ;-) ) von uns gelegentlich für “Hinternkontakt auf dem Waldboden” sorgte.

Nun, über die tatsächlichen Anzahl der … nennen wir es einmal … magisch intensiven Anziehungskraft der staubigen Schneepracht gibt es einerseits stark auseinanderklaffende Ansichten, andererseits wurde auch um Stillschweigen gebeten, so dass ich mich auf folgende Beschreibung beschränken möchte:

Kribbel Krabbel Kugelrundich behaupte ja, dass es zweistellig war – sie streitet es aber ab :-) – und auch gegen das “Kugelrund” legt sie energischen Protest ein ;-) .

Am Ende waren wir aber auf jeden Fall zumindest stark überrascht bis fast enttäuscht, so rasch schon wieder beim Auto gelandet zu sein, so kurzweilig und vergnüglich war die Abfahrt.

 

Handleralm

Handleralm

 

Bisherige Wintertouren mit Ausgangspunkt beim Ödensee

 

Weitere Informationen zur Tour

Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Tags: , , , , , ,

Nachdem ich mich im letzten Beitrag meiner Artikelserie über die Vorbereitung von Wintertouren mit dem Wanderwetter beschäftigt habe, möchte ich heute auf einen der wohl wichtigsten Punkte bei Winterwanderungen zu sprechen (schreiben) kommen: Die Lawinensituation bzw. die Schneeverhältnisse

Können die Schneeverhältnisse im schlimmsten Fall den Unterschied zwischen Vergnügen und Schinderei ausmachen (wobei es aber durchaus Zeitgenossen geben soll, die das zweite für das erste machen ;-) ), so kann die Lawinengefahr den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Erfahrene Wintersportler mögen über diese drastische Ausdrucksweise lächeln, diese Formulierung ist auch eher und gerade für Einsteiger in das Thema “Winterwandern” gedacht.

 

Riesiges "Schneerad" im Frühjahr

Riesiges "Schneerad" im Frühjahr

 

Bevor ich näher auf die Lawinengefahr eingehe, möchte noch ein paar Worte zu den Schneeverhältnissen verlieren. Was kann dabei alles eine Rolle spielen:

  • Neuschneemenge
  • Einsinktiefe
  • Schneebeschaffenheit (Pulverschnee, Bruchharsch, tragender Harschdeckel)
  • “Schwere” des Schnees (lockerer Pulverschnee – nasser, patziger Schnee)

In diesem Zusammenhang bringe ich immer gerne mein Lieblingsbeispiel von Schneeschuhwanderungen zur Neubergalm im tiefsten Kemetgebirge. In dieses entlegene Gebiet kommen im Winter kaum Wanderer hin, einer der Gründe, warum ich es so liebe. Allerdings muss man dafür meist selbst spuren.

Meine schnellste Tour (ich bin kein Sportler und lege es nicht auf Rekorde an) führte mich auf den insgesamt 13 Kilometern und 850 Höhenmetern in knapp 4 Stunden hin und zurück. Ein tragfähiger Harschdeckel, bei dem ich kaum einsank, erlaubte mir ein äußerst rasches Vorwärtskommen.

Die meiste Zeit – und ich erinnere mich noch heute sehr genau und intensiv an diesen Ausflug – benötigte ich am 06.01.2004, wo ich teilweise bis zu den Hüften in den unbarmherzigen und kaum mehr bewältigbaren Neuschneemassen einsank. 7 Stunden habe ich am Ende benötigt und wäre dabei trotz der üblichen Flüssigkeitsmitnahme fast verdurstet – ich musste den Tee mit Schnee “strecken”.

 

Bruchharsch der übelsten Sorte läßt mich die Schuhe kaum aus der Schneedecke ziehen

Bruchharsch der übelsten Sorte läßt mich die Schuhe kaum aus der Schneedecke ziehen

 

Gerade das waldreiche Kemetgebirge im nordöstlichen Dachsteingebirge kann fast jedes Jahr durch den Nordstau mit enormen Schneemassen aufwarten, wo man an speziellen Tagen für jeden Schritt 3 Anläufe benötigt.

Zunächst den Fuß aufheben, dann mit dem Knie vorstossen, dann den Fuß höher in das vom Knie ausgeschobene Loch und Fuß mit dem Schneeschuh nach vorne stossen.

An anderen Tagen wiederum hat man es mit extrem patzigem sowie durch und durch nassem Schnee zu tun, der sich an den Fellen der Tourenschi oder zwischen den Schneeschuh-Harschkrallen festsaugt und mit jedem Schritt mehr und schwerer wird. Wenn man Glück hat, fällt der Klumpen dann gelegentlich wieder ab und man hat kurzzeitig das Gefühl, zu schweben, bis sich der “Schneeball” allmählich wieder aufbaut.

 

Schneegesicht mit Schneeschuh-Nasenspitze

Schneegesicht mit Schneeschuh-Nasenspitze

 

 

Nun zur nächsten Frage: Soll man im Winter trotz drohender Lawinen überhaupt ins freie alpine Gelände?

  • Lawinen verstecken sich nicht hinter Bäumen und springen bösartig auf vorbeikommende Wanderer. Wegen dieser in jedem Winter damoklesschwertartig drohenden Gefahr muss man sich nicht von den Freuden des Wanderns abhalten lassen.
  • Aber: Man darf diese Gefahr auch keinesfalls ignorieren oder verniedlichen! Und leider hat das geflügelte Wort “Gefahr erkannt, Gefahr gebannt” auf den schneebedeckten Bergen nicht immer Gültigkeit.

 

Was also tun?

A) Lernen, Lernen, Lernen

  • Bei Lawinen-Sicherheitskursen alpiner Vereine oder in Begleitung erfahrener Schitourengeher oder Schneeschuhwanderer.
  • In Fachbüchern, die sich mit Risikoanalyse zur Minimierung der Lawinengefahr beschäftigen. Denn man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass Lawinengefahr zu 100% ausgeschlossen werden kann.

Von Bergkameraden mit jahrzehntelanger Erfahrung habe ich am Beginn meiner Winterwanderungen Interessantes über die unterschiedlichen Lawinenarten erfahren und zu welchen Jahreszeiten und Tageszeiten die einen oder die anderen wahrscheinlicher sind.

  • Staublawinen (in Zentralösterreich in größerem Ausmaß eher seltener)
  • Schneebrett
  • Nassschneelawinen bis zur Extremausbildung als Grundlawinen (meist nur im Frühjahr ab den Mittagsstunden)

Ich habe gelernt, an welchen Hangausrichtungen Lawinen wahrscheinlicher und wo eher seltener sind.

Ich habe anfangs bei etlichen gemeinsamen Touren die Fähigkeit erworben, die Steilheit eines Hanges zu messen bzw. zu schätzen.

Wie steil und wie lang muss ein Hang wirklich sein und wieviel Schnee ist erforderlich, dass eine gefährliche Lawine ausgelöst werden kann.

Ihr werdet erfahren, dass auch ein lichter Wald keineswegs Schutz vor Lawinen bietet (im Extremfall nicht einmal ein dichter Wald – aber solche Situationen sind Gottseidank sehr selten).

 

Auch Forststraßen können meterhoch verschüttet werden

Auch Forststraßen können meterhoch verschüttet werden

 

Bergkameraden wissen aus eigener Erfahrung zu berichten, dass Wechten an umwindeten Kämmen meist nicht gerade abbrechen, sondern mitunter noch einen Keil von mehreren Metern auf der anderen Seite mitnehmen.

Ihr werdet hören, dass der erste schöne Tag nach ausgiebigen Schneefällen auch bei “nur” mittlerer Lawinenwarnstufe 3 der gefährlichste ist.

Ihr werdet merken, dass Lawinenausläufer bei Querungen auch noch nach ihrem Abgang im gefrorenen Zustand eine ernste Herausforderung werden können.

Ihr achtet zunehmend bewußt auf die Anzeichen, die Euch der Schnee liefert. Aus welcher Richtung hat der Wind geweht (Wind gilt als “Baumeister der Lawinen”), wie fühlt sich der Schnee an, sind Anrisse zu erkennen, wie verhält es sich mit “Fischmäulern”, gibt es die gefürchteten, durch die Magengrube fahrenden Wumm-Geräusche.

Bei diesen Punkten hat der Schitourengeher, der die Berge auch im Aufstieg bewältigt, meines Erachtens einen Vorteil gegenüber dem Freerider, der mit Seilbahnunterstützung aufwärts strebt und bei unbekannten Schneeverhältnissen talwärts fährt.

Schneeschuhwanderer halten sich ohnehin lieber im weniger steilen Gelände auf (ja, ja ich weiß – es soll Ausnahmen geben ;-) und eine Lawine kann auch von oben herunter rauschen).

Mit der Zeit erlebt man selbst das eine oder andere “Rutscherl” aus nächster Nähe, begegnet respekteinflößenden Anzeichen monströser Lawinenabgänge, die nach einem Graben auf der anderen Seite wieder weit aufwärts “fahren” oder hört das angstmachende Getöse schwerer Nassschneelawinen in steil umschlossenen Almkesseln und versucht, das Gesehene in Regeln zu gießen.

Die es aber nicht in der gewünschten Klarheit gibt – Lawinentote bei Lawinenwarnstufe 1 und weitgehend abgeblasenen Hängen sprechen da leider eine andere Sprache.

 

Bei diesem Schneebrett ist gerade noch alles gut gegangen

Bei diesem Schneebrett ist gerade noch alles gut gegangen

 

B) Üben, Üben, Üben

Die Mitnahme der Lawinensicherheits-Grundausstattung sollte ohnehin eine Selbstverständlichkeit sein:

  • LVS-Gerät
  • Schneeschaufel
  • Lawinensonde

Dass das LVS-Gerät auch eingeschalten werden sollte, bedarf auch keiner eingehenderen Erläuterung.

Aber – Ganz wichtig: Man muss sich mit dieser Sicherheitsausstattung auch jedes Jahr aufs Neue vertraut machen und den richtigen Gebrauch immer wieder üben.

Wir nutzen dafür gerne Tage, die eine größere Tour ohnehin nicht zulassen oder empfehlenswert machen.

Irgendwo im Gelände ein gemütliches Plätzen gesucht und das “Verstecken / Vergraben” und “Suchen / Ausbuddeln” des Lawinenpieps spielen.

 

Kleine Staublawine aus den Felsen

Kleine Staublawine aus den Felsen

 

 

 C) Lawinenwarndienste

Ganz wesentlich bei Wintertouren ist natürlich das Einholen der Informationen der jeweiligen Lawinenwarndienste für die einzelnen Bundesländer:

Nachdem man sich in den vorangegangenen Punkten ja bereits mit den grundlegenden Theorien von Lawinen vertraut gemacht hat (z.B. was bedeuten die einzelnen Lawinenwarnstufen), fällt es nun schon wesentlich leichter, die auf den Webseiten der Lawinenwarndienste angebotenen Informationen zu interpretieren und auf die eigenen Tourengebiete zu übertragen.

Welche Expositionen  sind besonders gefährdet, wie verändert sich die Lawinengefahr mit zunehmender Höhe, wie ist das Verhalten im Tageslauf.

Welche Geländeformationen sind auf jeden Fall zu meiden.

 

600 Meter vom Anriss bis zum Auslauf des mehrere Meter hohen Lawinenkegels

600 Meter vom Anriss bis zum Auslauf des mehrere Meter hohen Lawinenkegels

 

 

Zusammenfassung:

Ich bin kein Experte in Sachen Lawinensicherheit. Deshalb möchte und kann ich natürlich nicht DIE SICHERHEITSTIPPS geben.

Man sollte sich aber auch nicht unkritisch von jenen Binsenweisheiten beeinflussen lassen, die mit schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr wieder in den Zeitungen auftauchen. Ein besonderes Beispiel aus dem heurigen Jahr: Da fand sich in einer Tageszeitung ein einseitiger Bericht. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass die Verhältnisse heuer so speziell sind, dass die aktuelle Lawinensituation derzeit auch von Experten nicht eingeschätzt werden kann. Abschlußsatz: “Vertrauen Sie sich deshalb einem erfahrenen Bergführer an” (Stehen die also noch über den Experten ???).

Wie bereits erwähnt: Die 100%-ige Sicherheit gibt es ohnehin nicht. Mit entsprechendem Wissen kann man aber Gefahren eher erkennen und einschätzen und muss sich nicht permanent vor etwaigen Gefahren fürchten oder ganz auf die Freude verzichten, die eine Wanderung in einer schönen Winterlandschaft mit sich bringt.

Wesentlich häufiger als im Gelände habe ich mich jedenfalls bei der Anfahrt oder Rückfahrt geängstigt. Und die überfüllten Schipisten sind ja auch nicht wirklich eine sichere Alternative. Weder beim alpinen Schilauf noch beim Pistengehen.

Wenn man all die zuvor genannten Punkte berücksichtigt und zusätzlich noch eine zurüchhaltende, sehr defensive Vorgangsweise wählt, hat man schon die besten Voraussetzungen für ein gutes Gelingen einer Schitour oder Schneeschuhwanderung erfüllt.

 

Ich wünsche Euch immer ein sicheres Nachhausekommen

Ich wünsche Euch immer ein sicheres Nachhausekommen

 

 

Liebe Grüße und viele genußvolle und sichere Winterwanderungen wünscht

Dein / Ihr / Euer Christian

 

Tags: , , ,

ChriSu on Januar 21st, 2012

Bei dem anhaltend starken Schneefall in der Dachstein-Tauern-Region hatte ich heute ein wenig Zeit, in meinen schönsten Tourenerinnerungen 2011 zu stöbern.

 

Meine schönsten Tourenerinnerungen 2011

Meine schönsten Tourenerinnerungen 2011

 

Einige Bilder habe ich dazu nun in einem Jahresrückblick 2011 in meiner Fotogalerie aufgenommen.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

 

Tags: ,

ChriSu on Januar 19th, 2012

Meine im letzten Beitrag begonnene Artikelserie über die Vorbereitung von Wintertouren möchte ich heute mit dem ersten konkreten Planungs-Thema beginnen: Das Wanderwetter

 

Sonnig, im eisigen Wind aber bitterkalt

Sonnig, im eisigen Wind aber bitterkalt

 

1.) Das WETTER

Zunächst gilt es für eine große Unternehmung natürlich einen wettermäßig günstigen Tag zu finden.

Welche Faktoren sind dabei relevant:

  • Ist Niederschlag zu erwarten – wenn ja in welcher Form (Regen, Schnee) und in welcher Intensität oder wird es trocken bleiben
  • Wird es Wind geben, aus welcher Richtung und in welcher Stärke
  • Mit welchen Temperaturen ist zu rechnen, zu welchen Tageszeiten und in welcher Höhe (ist mir aber nicht so wichtig wie die beiden erstgenannten Punkte)
  • Aus fotografischer Sicht: Zu welchen Zeiten kann ich mit welchen Lichtverhältnissen rechnen (Bewölkungsgrad)
  • Bei Schneefall: Mit welchen Neuschneemengen ist zu rechnen (spielt aber nicht mehr so eine große Rolle, seit ich mich zusehends zu einem “Schönwettergeher” entwickle ;-) )

 

Meine Vorgangsweise beim Studium der Wetterprognosen läuft derzeit etwa folgendermaßen ab.

1.1. Teletext

Die erste Vorinformation hole ich mir im Teletext des ORF, weil ich mich dabei einfach gemütlich auf der Couch auf die Tour einstimmen kann.

Hierbei interessieren mich in erster Linie folgende Seiten:

  • 611: Wetterprognose für die nächsten 6 Tage in Österreich
  • 612: Bergwetter der nächsten 2 Tage

Dann je nach Tourengebiet die Seite für das jeweilige Bundesland:

  • 605: Zweitagevorschau für Oberösterreich
  • 606: Zweitagevorschau für Salzburg
  • 610: Zweitagevorschau für die Steiermark

Insbesondere als Bewohner der Dachstein-Tauern-Region muss man ohnehin immer alle drei Bundesländer in Betracht ziehen.

Auf den Teletextseiten wird auch immer gut auf die jeweils zu erwartenden Windverhältnisse hingewiesen. Gerade bei Bergtouren und insbesondere im Winter ein nicht zu unterschätzender Faktor a) hinsichtlich der zu erwartenden fühlbaren Temperaturen (Stichwort “Windchill“) und b) da der Wind als “Baumeister der Lawinen” gilt (doch dazu mehr im nächsten Artikel).

 

Bei diesem Sonnenaufgang über dem Grimming habe ich furchtbar gefroren

Bei diesem Sonnenaufgang über dem Grimming habe ich furchtbar gefroren

 

 

1.2. Internet

Natürlich spielt wie bei vielen Dingen unseres heutigen Informations-Lebens auch bei der Wettereinschätzung das Internet eine bedeutende Rolle.

Meine erste Anlaufstelle stellt derzeit die Seite von Bergfex dar (früher war ich von Wetter.at am überzeugtesten):

Bei Bergfex wird in der Karte das ungefähre Tourengebiet ausgewählt und dann auf der folgenden Registerkarte “Wetter und Schnee” die benötigte Information eingeholt.

Was gefällt mir besonders an den Wetterseiten von Bergfex:

  • 6-Tage-Prognose für alle Schigebiete in Österreich (ist aber auch im Sommer im Betrieb und deshalb für Bergtouren ideal)
  • Detaillierte Aufteilung der Prognose in Vormittag, Nachmittag, Abend und Nacht
  • Separate Temperaturangaben für Berg und Tal
  • Interessant ist im Winter auch die Angabe der Schneefallmenge in Zentimetern
  • Wind in welcher Stärke und aus welcher Richtung
  • Abgerundet wird das Wetterangebot durch viele aktuelle Webcam-Ansichten

Alle weiteren – zumindest gelegentlich – von mir aufgesuchten Wetterseiten findet Ihr auch bei meinen Wetter-Links, die ich in der Regel aber nur zu Rate ziehe, wenn besonders große Unternehmungen anstehen und die Vorhersagen nicht ganz eindeutig sind.

 

Bitterkalt - durch die Windstille aber nicht unangenehm

Bitterkalt - durch die Windstille aber nicht unangenehm

 

Auch wenn ich mich gelegentlich kritisch über die Genauigkeit der Wetterprognosen äußere so möchte ich schon betonen, dass die Meteorologen im Großen und Ganzen erstaunlich gute Vorhersagen abliefern – das konnte ich z.B. auch im Laufe der vergangenen Woche gut beobachten, wo das Wetter wirklich Tag für Tag wechselte.

Einmal wolkenlos aber eiskalt mit fast -20°C, tags darauf wärmer mit Schneefall, wieder einen Tag später ein schöner Tag, spätabends noch mit sternenklarem Nachthimmel und fast zweistelligen Minustemperaturen und wieder einige Stunden später mild und Regen.

Und das alles wurde schon längerfristig völlig korrekt vorhergesagt. Bravo – großer Respekt.

Im nächsten Beitrag werden wir uns mit den Schneeverhältnissen und vor allem mit der vorherrschenden Lawinensituation beschäftigen müssen.

 

Liebe Grüße und viele genußvolle Winterwanderungen wünscht

Dein / Ihr / Euer Christian

Tags: ,

ChriSu on Januar 19th, 2012

Hallo Liebe Wandergemeinde!

Gelegentlich erhalte ich Anfragen von mehr oder auch weniger erfahrenen Bergfreunden, die künftig auch den Winter für ihre Wanderleidenschaft nutzen wollen und nicht unbedingt Lust verspüren, auf überfüllten (und auch nicht gerade ungefährlichen) Schipisten aufzusteigen oder in der Nähe lärmerfüllter Schihütten zu wandern.

  • Was brauche ich, um im Winter in die Berge zu gehen und unbeschadet wieder nach Hause zu kommen?
  • Oder ist es nicht ohnehin unverantwortlich, im Winter die lawinengefährdeten Berge aufzusuchen?
  • Welche Ausrüstung empfiehlst Du mir?
  • Auf was muss ich besonders achtgeben?
  • Gibt es empfehlenswerte Bekleidung, die mich nicht immer so frösteln läßt?
  • Ist das Schneeschuh-Modell A oder doch das Modell B besser?

Und dann erinnere ich mich zurück, wie es mir ergangen ist, als ich nicht nur die warmen Sommer- und Herbstmonate für Ausflüge in die heimatlichen Berge nutzen wollte, sondern bestrebt war, auch im Winter und Frühling dieses Freiheitsgefühl und diese Naturverbundenheit zu spüren.

Deshalb möchte ich Euch in den nächsten Wochen meine persönliche Vorgangsweise bei Planungen von Winterwanderungen schildern.

 

Gefahren bei Winterwanderungen

Gefahren bei Winterwanderungen

 

Die Erfahrenen unter Euch werden dabei vermutlich kaum Neues entdecken, vielleicht habe ich etwas vergessen und unter Umständen erhalte ich auch Widerspruch.

Aber vor allem für Einsteiger in das faszinierende Thema “Wintertouren” – seien es nun Schneeschuhwanderungen oder Schitouren – gibt es vielleicht doch noch die eine oder andere Unbekannte bei der Vorbereitung, bei der Euch meine Erfahrungen eventuell weiterhelfen können.

  • Warum beziehe ich mich ausdrücklich auf Wintertouren?
  • Gibt es denn überhaupt Unterschiede zu Bergtouren im Sommer?
  • Warum ist überhaupt eine Vorbereitung erforderlich, wenn ich doch einfach einer vorhandenen Spur folge?
  • Bestehen hinsichtlich der Planung Unterschiede zwischen Schneeschuhwanderungen und Schitouren?

 

Nun, Unterschiede zwischen Sommer und Winter gibt es vor allem einerseits bei den wetterbedingten Gefahren (Gewitter, Lawinengefahr) und andererseits bei der erforderlichen Ausrüstung (Getränke, Sicherheitsausrüstung).

Die Planung einer Schneeschuhtour unterscheidet sich dagegen im Großen und Ganzen nicht wesentlich von den Vorbereitungen für eine Schitour.

Natürlich führe auch nicht nicht bei jeder kleineren Tour das gesamte Prozedere durch, aber hin und wieder “juckt” es mich, etwas Außergewöhnliches zu unternehmen – manche würden es wohl als etwas “Verrücktes” bezeichnen – und dann bedarf es bei der Planung auch einer größeren Sorgfalt, zumal ich bei ausgedehnten Schneeschuhwanderungen oder Schitouren zeitlich längere Zeit abseits jeglicher Zivilisation unterwegs bin.

Gelegentlich habe ich über dieses Thema ja bereits in früheren Beiträgen in meinem alten Wanderblog berichtet, wie beispielsweise bei der Einholung des Wetterberichtes oder dem Routenstudium.

Da ich an den Weihnachtsfeiertagen etwas Speck angesetzt habe, steht demnächst wieder eine größere “Schneeschuh-Expedition” in ein sehr entlegenes Gebiet bevor, für welches ich mich sicherheitshalber wieder gründlicher vorbereiten möchte.

Dabei werde ich mir insbesondere folgende Punkte detaillierter ansehen:

1.) Das WETTER 

2.) Die SCHNEE- und LAWINENVERHÄLTNISSE

3.) Das TOURENGEBIET

4.) Die AUSRÜSTUNG

5.) Die ROUTENPLANUNG

6.) UNTERWEGS

7.) Die NACHBEREITUNG

 

Ich würde mich freuen, wenn Ihr gelegentlich vorbeischaut.

Liebe Grüße und viele genußvolle Winterwanderungen wünscht

Dein / Ihr / Euer Christian

 

Tags: ,

ChriSu on Januar 19th, 2012

Tourenfotos Ranstlalm - Schilchegg

Die Tourenfotos der Schitour Ranstlalm – Schilchegg vom 18.01.2012 sind Online.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Tags:

ChriSu on Januar 19th, 2012

Die diversen Landkarten sind sich darüber nicht einig, ob man unser heutiges (18.01.2012) Tourenziel in den Radstädter Tauern im Salzburger Pongau nun mit “gg” am Ende oder doch mit “ck” schreibt.

Uns war das einerlei, eine schöne Winterwanderung ist die Schitour auf das Schilchegg / Schichleck allemal. Und wer noch Kraft und Lust auf eine Verlängerung hat, besteigt zusätzlich auch noch das Benzegg / Benzeck (wo man sich ebenfalls nicht auf eine einheitliche Schreibweise verständigen konnte).

Der Einfachheit halber verwende ich in die Folge die Schreibweise mit “2 g” am Schluß. Einerseits deshalb, weil diese Formulierung auch in der AMap vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen verwendet wird und andererseits, weil auch mein Nachname mit “gg” endet ;-) .

Flachauwinkl, der zunehmend schmäler werdende Talgraben zwischen der Gemeinde Flachau und der Gasthofalm am Nordportal des Tauerntunnels war nun schon zahlreiche Male Ausgangspunkt schöner Wanderungen – im Sommer wie im Winter.

Sogar unser heutiges Gipfelziel haben wir bereits schon einmal mit Tourenschi besucht, damals am 08.01.2006 sind wir im Anschluß auch noch zum Gipfelkreuz am nordöstlich benachbarten Benzegg aufgestiegen.

Und damals wie heute waren die nicht allzu steilen und deshalb auch bei größeren Lawinenwarnstufen noch häufig besuchten Hänge über Marbachalm und Ranstlalm schon ziemlich zerfahren und durchwühlt.

Dafür verantwortlich ist auch die recht einfache Erreichbarkeit im Umfeld der Tauernautobahn A10, die sowohl von der Stadt Salzburg aus als auch von Kärntner Schitourenfreunden in akzetabler Zeit erreicht werden kann.

So waren auch heute mitten unter der Woche die großzügigen Parkflächen bei der Abzweigung ins Marbachtal schon gut belegt.

 

Schispuren auch am Benzegg

Schispuren auch am Benzegg

 

Das Tourengebiet

Bundesland: Salzburg
Tourenregion: Flachauwinkl
Wandergemeinde: Flachau
Ausgangspunkt: Schranken bei der Abzweigung zu den Marbachalmen (ca. 1.105)
Gebirgsgruppe: Radstädter Tauern

 

Tourengebiet Flachauwinkl - Gasthofalm

Tourengebiet Flachauwinkl - Gasthofalm

Routenverlauf Marbachalm - Ranstlalm - Schilchegg

Routenverlauf Marbachalm - Ranstlalm - Schilchegg

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

 

Der Routenverlauf

Flachauwinkl – Marbachalm – Ranstlalm – Schilchegg / Schilcheck – Abfahrt entlang der Aufstiegsroute

Die Tourbeschreibung

Der Charakter der Schitour auf das Schilchegg lässt sich recht einfach erklären und in 3 Abschnitte aufteilen:

Der unterste Tourenabschnitt besteht aus einer etwa 1,5 bis 2 Kilometer langen, parallel zum Marbach verlaufenden Flachpassage. Anfangs auf der dünnen Schneefahrbahn der geräumten Almstraße, später auf einer Schneemobilspur am Quellschutzgebiet (“Urinieren verboten” :-) ) vorbei durch ein kurzes Waldstück, bis vor die ersten Hütten der Marbachalmen.

Im mittleren Tourenabschnitt geht es mitunter steil, aber durch die vielen Kehren nie schwierig über Almhänge, Schläge und Hohlwege im Wald über ca. 300 Höhenmeter hinauf zur Ranstlalm, wo wir auf den ostseitig ausgerichteten Hängen in die “fast schon unangenehme” Hitze der prallen Sonne gelangen.

 

Bei der Ranstlalm

Bei der Ranstlalm

 

Der oberste Tourenabschnitt verläuft schließlich durch lichten Lärchenwald hinauf auf das baumfreie, heute etwas umwindete kreuzlose, aber sehr aussichtsreiche Plateau am Schilchegg.

Parallel zur Aufstiegslinie verläuft auch ein weitflächiges, baumfreies Wiesengelände, welches man ebenfalls für den Aufstieg, aber mehr noch für die Abfahrt verwenden kann, so dass wir trotz der zahlreich vorhandenen Spuren auch heute noch das eine und andere unberührte Pulverfleckerl finden konnten.

Während wir aufstiegen zog ein Abfahrer seine gekonnten Schwünge in den Schnee. Kurz vor dem Gipfel überholten wir 2 Kärntner Schitourengeher, die auf Grund der heurigen Schneearmut ihres Bundeslandes nach Salzburg ausgewichen sind. Ansonsten war es trotz des großen Andranges am Parkplatz beim Ausgangspunkt eine erstaunlich einsame Schitour.

Hinter einer übermannhohen Gipfelwechte vor dem Wind Schutz suchend genossen wir unsere Jause.

Das Gipfelplateau war ansonsten großteils abgeblasen.

 

Kraxenkogel und Ennskraxen im Westen

Kraxenkogel und Ennskraxen im Westen

 

Nach dieser Stärkung ging es an die Abfahrt – weitgehend entlang der Aufstiegsroute, wobei wir aber das weitflächige Gelände auf der Suche nach unverspurtem Pulverschnee großzügig ausnutzten.

Fazit:

Das Schilchegg ist ein einfach erreichbares und eher unschwieriges Schitourenziel, welches vor allem bei Pulverschnee viel Vergnügen bereitet.

Durch diese Attribute ist es aber auch recht stark besucht und dementsprechend schnell “zerfahren”.

 

Bisherige Wandertouren zwischen Flachauwinkl und Gasthofalm

Weitere Informationen zur Tour

Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Tags: , , , , , , ,

ChriSu on Januar 17th, 2012

Tourenfotos Ahornkoglalm - Oberer Tanzboden

Die Tourenfotos der Schitour Ahornkoglalm – Oberer Tanzboden vom 16.01.2012 sind Online.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Tags:

ChriSu on Januar 17th, 2012

Unser heutiges (16.01.2012) Tourenziel bei Donnersbachwald mausert sich schön langsam zu einem fixen Winterbestandteil.

Der Obere Tanzboden ist zwar kein Gipfel, aber ein durchaus ansehnlicher Aussichtspunkt auf immerhin über 1.900 Meter Seehöhe, der sich meist auch bei höheren Lawinenwarnstufen noch begehen läßt (Vorsicht vor den steilen Seitenhängen – lange Lawinenausläufer) und bei dem man sich häufig über schöne Pulverschneebedingungen freuen darf.

 

Unterwegs am Oberen Tanzboden

Unterwegs am Oberen Tanzboden

 

Das Tourengebiet

Bundesland: Steiermark
Tourenregion: Donnersbachwald
Wandergemeinde: Donnersbachwald
Ausgangspunkt: Schaupphof (ca. 1.005)
Gebirgsgruppe: Rottenmanner und Wölzer Tauern

 

Tourengebiet Donnersbachwald

Tourengebiet Donnersbachwald

Routenverlauf Ahornkoglalm - Oberer Tanzboden

Routenverlauf Ahornkoglalm - Oberer Tanzboden

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

 

Der Routenverlauf

Donnersbachwald / Schaupphof – Ahornkoglalm – Oberer Tanzboden – Abfahrt auf der Anstiegsroute

Die Tourbeschreibung

Nachdem wir uns bei einem “Schneeschaufler” vor dem Schaupphof rückversichert hatten, dass wir hier parken dürfen, starten wir unsere Schitour auf der bestens “präparierten” Forststraße, die südwärts bergan führt. Ein kurzes Stück recht steil, dann aber gemächlich in angenehmer Steigung verlaufend.

-16°C zeigte das Thermometer beim Ausgangspunkt 2,5 Kilometer südlich außerhalb des Ortszentrums von Donnersbachwald, wo noch eine Reihe weiterer empfehlenswerter Schitouren ihren Ausgangspunkt haben.

Entsprechend frostig war es um die Kinn- und Nasenpartie und sogar in den Fingerspitzen war mir heute einmal kalt.

Beim gleichmäßigen Bergaufschreiten in der winterlichen Märchenlandschaft wurde uns aber bald wärmer.

 

Endlich in der Sonne

Endlich in der Sonne

 

Spätestens aber dann, als wir die geräumte und plattgedrückte Forststraße verlassen mussten, um unsere Route westwärts und später Richtung Norden zur Ahornkoglalm spurenderweise fortzusetzen, war es vorbei mit dem Kältegefühl.

Und das obwohl die Sonne in diesem Gebiet in den kurzen Wintertagen bis fast 1.600 Meter Seehöhe kaum zur Geltung kommen kann.

Umso angenehmer empfanden wir das milde Licht dann oberhalb der Baumgrenze.

Vor dem Schlußanstieg folgte in einem Schattenloch zwar noch ein eisiger Kaltluftsee, aber bald schon zogen wir unsere einsame Spur im jungfräulichen lockeren Pulverschnee über die sanften Hügelkuppen zur großen weitgehend ebenen Hochfläche am Oberen Tanzboden.

Wie bereits eingangs erwähnt handelt es sich hier nicht um einen Gipfel, dennoch weiß der Ausblick zu begeistern.

 

Ausblick vom Oberen Tanzboden

Ausblick vom Oberen Tanzboden

 

Im Süden – am Ende des Seifriedingtales – der markante Hochwart, ebenfalls ein großartiges Winterziel.

Weiter im Westen die Schladminger Tauern um den Großen Knallstein.

In der Nachbarschaft im Nordwesten der überwechtete Finsterkarspitz.

Und im Norden tief unter uns Donnersbachwald.

Die folgende Abfahrt war zwar auf Grund der sanften Neigungen nicht unbedingt eine rauschende, ein großer Hochgenuß war der durchgängig lockere Pulverschnee aber allemal.

Und am Ende bedauerten wir es, so rasch wieder zurück ins Tal zu gelangt zu sein.

 

Tiefblick nach Donnersbachwald

Tiefblick nach Donnersbachwald

 

Weitere Winterwandertouren um Donnersbachwald

Weitere Informationen zur Tour

Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Tags: , , , ,