Hallo Liebe Wandergemeinde!
Gelegentlich erhalte ich Anfragen von mehr oder auch weniger erfahrenen Bergfreunden, die künftig auch den Winter für ihre Wanderleidenschaft nutzen wollen und nicht unbedingt Lust verspüren, auf überfüllten (und auch nicht gerade ungefährlichen) Schipisten aufzusteigen oder in der Nähe lärmerfüllter Schihütten zu wandern.
- Was brauche ich, um im Winter in die Berge zu gehen und unbeschadet wieder nach Hause zu kommen?
- Oder ist es nicht ohnehin unverantwortlich, im Winter die lawinengefährdeten Berge aufzusuchen?
- Welche Ausrüstung empfiehlst Du mir?
- Auf was muss ich besonders achtgeben?
- Gibt es empfehlenswerte Bekleidung, die mich nicht immer so frösteln läßt?
- Ist das Schneeschuh-Modell A oder doch das Modell B besser?
Und dann erinnere ich mich zurück, wie es mir ergangen ist, als ich nicht nur die warmen Sommer- und Herbstmonate für Ausflüge in die heimatlichen Berge nutzen wollte, sondern bestrebt war, auch im Winter und Frühling dieses Freiheitsgefühl und diese Naturverbundenheit zu spüren.
Deshalb möchte ich Euch in den nächsten Wochen meine persönliche Vorgangsweise bei Planungen von Winterwanderungen schildern.

Gefahren bei Winterwanderungen
Die Erfahrenen unter Euch werden dabei vermutlich kaum Neues entdecken, vielleicht habe ich etwas vergessen und unter Umständen erhalte ich auch Widerspruch.
Aber vor allem für Einsteiger in das faszinierende Thema “Wintertouren” – seien es nun Schneeschuhwanderungen oder Schitouren – gibt es vielleicht doch noch die eine oder andere Unbekannte bei der Vorbereitung, bei der Euch meine Erfahrungen eventuell weiterhelfen können.
- Warum beziehe ich mich ausdrücklich auf Wintertouren?
- Gibt es denn überhaupt Unterschiede zu Bergtouren im Sommer?
- Warum ist überhaupt eine Vorbereitung erforderlich, wenn ich doch einfach einer vorhandenen Spur folge?
- Bestehen hinsichtlich der Planung Unterschiede zwischen Schneeschuhwanderungen und Schitouren?
Nun, Unterschiede zwischen Sommer und Winter gibt es vor allem einerseits bei den wetterbedingten Gefahren (Gewitter, Lawinengefahr) und andererseits bei der erforderlichen Ausrüstung (Getränke, Sicherheitsausrüstung).
Die Planung einer Schneeschuhtour unterscheidet sich dagegen im Großen und Ganzen nicht wesentlich von den Vorbereitungen für eine Schitour.
Natürlich führe auch nicht nicht bei jeder kleineren Tour das gesamte Prozedere durch, aber hin und wieder “juckt” es mich, etwas Außergewöhnliches zu unternehmen – manche würden es wohl als etwas “Verrücktes” bezeichnen – und dann bedarf es bei der Planung auch einer größeren Sorgfalt, zumal ich bei ausgedehnten Schneeschuhwanderungen oder Schitouren zeitlich längere Zeit abseits jeglicher Zivilisation unterwegs bin.
Gelegentlich habe ich über dieses Thema ja bereits in früheren Beiträgen in meinem alten Wanderblog berichtet, wie beispielsweise bei der Einholung des Wetterberichtes oder dem Routenstudium.
Da ich an den Weihnachtsfeiertagen etwas Speck angesetzt habe, steht demnächst wieder eine größere “Schneeschuh-Expedition” in ein sehr entlegenes Gebiet bevor, für welches ich mich sicherheitshalber wieder gründlicher vorbereiten möchte.
Dabei werde ich mir insbesondere folgende Punkte detaillierter ansehen:
1.) Das WETTER
2.) Die SCHNEE- und LAWINENVERHÄLTNISSE
3.) Das TOURENGEBIET
4.) Die AUSRÜSTUNG
5.) Die ROUTENPLANUNG
6.) UNTERWEGS
7.) Die NACHBEREITUNG
Ich würde mich freuen, wenn Ihr gelegentlich vorbeischaut.
Liebe Grüße und viele genußvolle Winterwanderungen wünscht
Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Tourenplanung, Winterwandern
Die Tourenfotos der Schitour Ranstlalm – Schilchegg vom 18.01.2012 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Tourenfotos
Die diversen Landkarten sind sich darüber nicht einig, ob man unser heutiges (18.01.2012) Tourenziel in den Radstädter Tauern im Salzburger Pongau nun mit “gg” am Ende oder doch mit “ck” schreibt.
Uns war das einerlei, eine schöne Winterwanderung ist die Schitour auf das Schilchegg / Schichleck allemal. Und wer noch Kraft und Lust auf eine Verlängerung hat, besteigt zusätzlich auch noch das Benzegg / Benzeck (wo man sich ebenfalls nicht auf eine einheitliche Schreibweise verständigen konnte).
Der Einfachheit halber verwende ich in die Folge die Schreibweise mit “2 g” am Schluß. Einerseits deshalb, weil diese Formulierung auch in der AMap vom Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen verwendet wird und andererseits, weil auch mein Nachname mit “gg” endet
.
Flachauwinkl, der zunehmend schmäler werdende Talgraben zwischen der Gemeinde Flachau und der Gasthofalm am Nordportal des Tauerntunnels war nun schon zahlreiche Male Ausgangspunkt schöner Wanderungen – im Sommer wie im Winter.
Sogar unser heutiges Gipfelziel haben wir bereits schon einmal mit Tourenschi besucht, damals am 08.01.2006 sind wir im Anschluß auch noch zum Gipfelkreuz am nordöstlich benachbarten Benzegg aufgestiegen.
Und damals wie heute waren die nicht allzu steilen und deshalb auch bei größeren Lawinenwarnstufen noch häufig besuchten Hänge über Marbachalm und Ranstlalm schon ziemlich zerfahren und durchwühlt.
Dafür verantwortlich ist auch die recht einfache Erreichbarkeit im Umfeld der Tauernautobahn A10, die sowohl von der Stadt Salzburg aus als auch von Kärntner Schitourenfreunden in akzetabler Zeit erreicht werden kann.
So waren auch heute mitten unter der Woche die großzügigen Parkflächen bei der Abzweigung ins Marbachtal schon gut belegt.

Schispuren auch am Benzegg
Das Tourengebiet
Tourenregion: Flachauwinkl
Wandergemeinde: Flachau
Ausgangspunkt: Schranken bei der Abzweigung zu den Marbachalmen (ca. 1.105)
Gebirgsgruppe: Radstädter Tauern

Tourengebiet Flachauwinkl - Gasthofalm

Routenverlauf Marbachalm - Ranstlalm - Schilchegg
Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304
Der Routenverlauf
Flachauwinkl – Marbachalm – Ranstlalm – Schilchegg / Schilcheck – Abfahrt entlang der Aufstiegsroute
Die Tourbeschreibung
Der Charakter der Schitour auf das Schilchegg lässt sich recht einfach erklären und in 3 Abschnitte aufteilen:
Der unterste Tourenabschnitt besteht aus einer etwa 1,5 bis 2 Kilometer langen, parallel zum Marbach verlaufenden Flachpassage. Anfangs auf der dünnen Schneefahrbahn der geräumten Almstraße, später auf einer Schneemobilspur am Quellschutzgebiet (“Urinieren verboten”
) vorbei durch ein kurzes Waldstück, bis vor die ersten Hütten der Marbachalmen.
Im mittleren Tourenabschnitt geht es mitunter steil, aber durch die vielen Kehren nie schwierig über Almhänge, Schläge und Hohlwege im Wald über ca. 300 Höhenmeter hinauf zur Ranstlalm, wo wir auf den ostseitig ausgerichteten Hängen in die “fast schon unangenehme” Hitze der prallen Sonne gelangen.

Bei der Ranstlalm
Der oberste Tourenabschnitt verläuft schließlich durch lichten Lärchenwald hinauf auf das baumfreie, heute etwas umwindete kreuzlose, aber sehr aussichtsreiche Plateau am Schilchegg.
Parallel zur Aufstiegslinie verläuft auch ein weitflächiges, baumfreies Wiesengelände, welches man ebenfalls für den Aufstieg, aber mehr noch für die Abfahrt verwenden kann, so dass wir trotz der zahlreich vorhandenen Spuren auch heute noch das eine und andere unberührte Pulverfleckerl finden konnten.
Während wir aufstiegen zog ein Abfahrer seine gekonnten Schwünge in den Schnee. Kurz vor dem Gipfel überholten wir 2 Kärntner Schitourengeher, die auf Grund der heurigen Schneearmut ihres Bundeslandes nach Salzburg ausgewichen sind. Ansonsten war es trotz des großen Andranges am Parkplatz beim Ausgangspunkt eine erstaunlich einsame Schitour.
Hinter einer übermannhohen Gipfelwechte vor dem Wind Schutz suchend genossen wir unsere Jause.
Das Gipfelplateau war ansonsten großteils abgeblasen.

Kraxenkogel und Ennskraxen im Westen
Nach dieser Stärkung ging es an die Abfahrt – weitgehend entlang der Aufstiegsroute, wobei wir aber das weitflächige Gelände auf der Suche nach unverspurtem Pulverschnee großzügig ausnutzten.
Fazit:
Das Schilchegg ist ein einfach erreichbares und eher unschwieriges Schitourenziel, welches vor allem bei Pulverschnee viel Vergnügen bereitet.
Durch diese Attribute ist es aber auch recht stark besucht und dementsprechend schnell “zerfahren”.
Bisherige Wandertouren zwischen Flachauwinkl und Gasthofalm
- Schneeschuhtour Hafeichtalm – Hafeichtscharte (26.10.2010)
- Bergtour Rettenwand – Hochbirg (13.10.2010)
- Schneeschuhtour Zehnerkogel – Hahnpfalzköpfl – (03.05.2009)
- Schitour Ennskarhütte – Liebeseck (01.12.2007)
- Schitour Untere Pleißlingalm – Taferlnock-Überschreitung (09.04.2007)
- Schneeschuhtour Saukarkopf – Grießenkareck (13.05.2006)
- Schitour Untere Pleißlingalm – Kleiner Pleißlingkeil (28.01.2006)
- Schitour Schilchegg – Benzegg (08.01.2006)
- Bergtour Neukarscharte – Faulkogel (07.09.2005)
- Wandertour Graihorn – Windischscharte (20.07.2005)
- Kammwanderung Lackenkogel – Roßkopf (06.07.2005)
- Schneeschuhtour Grießenkareck (20.11.2004)
Weitere Informationen zur Tour
Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Flachau, Flachauwinkl, Gasthofalm, Pongau, Radstädter Tauern, Salzburg, Schitour, Tourenbericht
Die Tourenfotos der Schitour Ahornkoglalm – Oberer Tanzboden vom 16.01.2012 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Tourenfotos
Unser heutiges (16.01.2012) Tourenziel bei Donnersbachwald mausert sich schön langsam zu einem fixen Winterbestandteil.
Der Obere Tanzboden ist zwar kein Gipfel, aber ein durchaus ansehnlicher Aussichtspunkt auf immerhin über 1.900 Meter Seehöhe, der sich meist auch bei höheren Lawinenwarnstufen noch begehen läßt (Vorsicht vor den steilen Seitenhängen – lange Lawinenausläufer) und bei dem man sich häufig über schöne Pulverschneebedingungen freuen darf.

Unterwegs am Oberen Tanzboden
Das Tourengebiet
Tourenregion: Donnersbachwald
Wandergemeinde: Donnersbachwald
Ausgangspunkt: Schaupphof (ca. 1.005)
Gebirgsgruppe: Rottenmanner und Wölzer Tauern

Tourengebiet Donnersbachwald

Routenverlauf Ahornkoglalm - Oberer Tanzboden
Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304
Der Routenverlauf
Donnersbachwald / Schaupphof – Ahornkoglalm – Oberer Tanzboden – Abfahrt auf der Anstiegsroute
Die Tourbeschreibung
Nachdem wir uns bei einem “Schneeschaufler” vor dem Schaupphof rückversichert hatten, dass wir hier parken dürfen, starten wir unsere Schitour auf der bestens “präparierten” Forststraße, die südwärts bergan führt. Ein kurzes Stück recht steil, dann aber gemächlich in angenehmer Steigung verlaufend.
-16°C zeigte das Thermometer beim Ausgangspunkt 2,5 Kilometer südlich außerhalb des Ortszentrums von Donnersbachwald, wo noch eine Reihe weiterer empfehlenswerter Schitouren ihren Ausgangspunkt haben.
Entsprechend frostig war es um die Kinn- und Nasenpartie und sogar in den Fingerspitzen war mir heute einmal kalt.
Beim gleichmäßigen Bergaufschreiten in der winterlichen Märchenlandschaft wurde uns aber bald wärmer.

Endlich in der Sonne
Spätestens aber dann, als wir die geräumte und plattgedrückte Forststraße verlassen mussten, um unsere Route westwärts und später Richtung Norden zur Ahornkoglalm spurenderweise fortzusetzen, war es vorbei mit dem Kältegefühl.
Und das obwohl die Sonne in diesem Gebiet in den kurzen Wintertagen bis fast 1.600 Meter Seehöhe kaum zur Geltung kommen kann.
Umso angenehmer empfanden wir das milde Licht dann oberhalb der Baumgrenze.
Vor dem Schlußanstieg folgte in einem Schattenloch zwar noch ein eisiger Kaltluftsee, aber bald schon zogen wir unsere einsame Spur im jungfräulichen lockeren Pulverschnee über die sanften Hügelkuppen zur großen weitgehend ebenen Hochfläche am Oberen Tanzboden.
Wie bereits eingangs erwähnt handelt es sich hier nicht um einen Gipfel, dennoch weiß der Ausblick zu begeistern.

Ausblick vom Oberen Tanzboden
Im Süden – am Ende des Seifriedingtales – der markante Hochwart, ebenfalls ein großartiges Winterziel.
Weiter im Westen die Schladminger Tauern um den Großen Knallstein.
In der Nachbarschaft im Nordwesten der überwechtete Finsterkarspitz.
Und im Norden tief unter uns Donnersbachwald.
Die folgende Abfahrt war zwar auf Grund der sanften Neigungen nicht unbedingt eine rauschende, ein großer Hochgenuß war der durchgängig lockere Pulverschnee aber allemal.
Und am Ende bedauerten wir es, so rasch wieder zurück ins Tal zu gelangt zu sein.

Tiefblick nach Donnersbachwald
Weitere Winterwandertouren um Donnersbachwald
- Schitour Zettlerhütte – Hochwart (05.02.2011)
- Schneeschuhtour Oberer Tanzboden – Tanzbodenkogel (23.01.2011)
- Schneeschuhtour Ahornkoglalm – Oberer Tanzboden (01.03.2009)
- Schneeschuhtour Hahnalpl (23.03.2008)
- Schitour Hochrotwand (27.12.2007)
- Schitour Wolfnalmspitze (25.12.2007)
- Schitour Tanzbodenkogel (23.12.2007)
- Schneeschuhtour Hochweberspitze (27.04.2007)
- Schitour Schwarzaalm – Talkenschrein-Überschreitung (06.04.2007)
- Schitour Ahornkogl (11.02.2007)
- Schitour Hochwart (10.02.2007)
- Schitour Laubtaleck (09.04.2006)
- Schitour Schusterboden – Lämmertörlkopf (15.01.2006)
- Schitour Wolfnalm – Wolfnalmspitze (31.12.2005)
- Schitour Michelirlingalm – Hühnereck (30.12.2005)
- Schitour Wolfnalm (11.03.2005)
- Schitour Lärchkaralm – Stallaalm – Hintergullingspitz (02.03.2005)
- Schitour Hintere Mörsbachalm – Riesner Krispen (15.01.2005)
Weitere Informationen zur Tour
Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Donnersbachwald, Rottenmanner und Wölzer Tauern, Schitour, Steiermark, Tourenbericht
Die Tourenfotos der Schitour Walchen – Englitztalhütte – Hangofenhütte vom 12.01.2012 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Tourenfotos
Die Tourenfotos der Schitour Hinteres Sattental – Sattentalalmen – Tagalm vom 11.01.2012 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Tourenfotos
Die Tourenfotos der Schitour Sattental – Schneetalalm vom 07.01.2012 sind Online.
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Tourenfotos
Der erste schöne Sonnentag nach größeren Neuschneemengen ist bekanntlich auch immer einer der gefährlichsten. Auch heute (12.01.2012) war die Lawinensituation entsprechend angespannt.
Eine Schitour im Hinteren Sattental wäre zwar ebenfalls möglich gewesen und dort hätte ich auch meine Spuren vom Vortag nutzen können, aber immer das gleiche Tourengebiet wird mit der Zeit auch etwas fad.
Da Ingrid das Englitztal noch nicht kannte, wollte ich ihr heute dieses landschaftlich reizvolle Wandergebiet über dem Walchental, südlich von Öblarn gelegen, näherbringen.

Englitztalhütte
Das Tourengebiet
Tourenregion: Walchental / Englitztal
Wandergemeinde: Öblarn
Ausgangspunkt: Ghf. zum Bergkreuz / Berghaus (960)
Gebirgsgruppe: Rottenmanner und Wölzer Tauern

Tourengebiet Walchental - Englitztal

Routenverlauf Englitztalhütte -Hangofenhütte - Plöschmitzzinken
Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304
Der Routenverlauf
Walchental zwischen Ghf. zum Bergkreuz und Berghaus – Weiße Wand – Englitztalhütte – Hangofenalm (verf.) – Hangofenhütte – Weiter Richtung Plöschmitzzinken bis 1.910 Meter Höhe – Abfahrt entlang der Aufstiegsroute
Die Tourbeschreibung
Eine breitbeinige Abfahrtsspur auf der Forststraßenabzweigung bei unserem Ausgangspunkt ließ kurzzeitig die Hoffnung aufkeimen, ich könnte mir heute die Spurarbeit ersparen.
Leider verließ die Spur, an der deutlich zu erkennen war, dass sich der “Erzeuger” auch bergab erheblich hat anstrengen müssen, schon bald unsere Aufstiegsroute Richtung Englitztal.
Somit war es nun an uns, eine Linie durch den jungfräulichen Schnee zu ziehen.

Aufstieg zur Weißen Wand
In etlichen Serpentinen aufwärts an den dunklen Löchern in der Weißen Wand vorbei – hier sollte tagsüber ein kleinräumiges Nassschneerutscherl die Forststraße verlegen.
Bis zur Englitztalhütte war zumindest strecken- und ansatzweise eine alte Spur durch eine leichte Vertiefung erkennbar.
Am weiteren Weg war aber gar nichts mehr zu erkennen. An 2 Stellen ist ein steilerer, freier Waldhang zu queren.
Den extrem steilen Hängen, die das Englitztal im Westen begrenzen, wichen wir aber tunlichst weiträumig aus. Die verfallenen Reste einer alten Almhütte waren unter dicken Schneemassen verborgen.
Über eine Steilstufe – ostseitig um den Ausläufer eines Felsstocks herum – erreichen wir das bequeme Anstiegsgelände im Gebiet der heute tief eingeschneiten Hangofenhütte. Hier kommen wir nun auch in den Genuß der wärmenden Sonne – allerdings leider nur kurz, denn schon bald vermag sie sich nicht mehr über den Hangofen zu erheben.

Bei der Hangofenhütte
Wir folgen weiter der ab hier vom Sommerweg abweichenden Wintermarkierung bis über die Baumgrenze, wo wir von einem scharfen Wind in Empfang genommen werden.
Mit diesem Wind sinkt unsere Aufstiegslust nun rapide, zumal wir uns ohnehin keinen Gipfel vorgenommen haben. Der Plöschmitzzinken wäre nur mehr etwa 180 Höhenmeter entfernt gewesen.
Auf einem kurze Zeit sonnenbestrahlten, landschaftlich äußerst reizvollen, hügeligen Plateau entschlossen wir uns aber zur Umkehr, zumal die herrlichen Pulververhältnisse unterhalb der Baumgrenze nun mit einem brüchigen, windgepressten Harschdeckel gewechselt hatten.

Umkehr auf einem Plateau in den letzten Sonnenstrahlen
Die Abfahrt war dementsprechend auf den obersten Höhenmetern etwas mühsam, ab der Waldgrenze aber ein großes Vergnügen.
Bis zur Englitztalhütte war nach uns ein weiterer Schitourengeher aufgestiegen, hatte aber nach einem Sonnenbad (er erzählte uns davon unten im Walchental) von hier wieder die Abfahrt angetreten.
Im Almgebiet kam uns ein noch im Aufstieg begriffener Schneeschuhwanderer entgegen.
Bisherige Wandertouren im Englitztal
- Wandertour Lämmertörlkopf – Mörsbachspitz (03.10.2010)
- Schneeschuhtour mit Hunden: Matillenalm – Hangofenhütte (03.04.2010)
- Schitour Plöschmitzzinken – Hangofen (29.11.2007)
- Gipfelrunde Gumpeneck – Kühofenspitz – Hangofen (26.06.2004)
- Schneeschuhtour Plöschmitzzinken – Keine Fotos vorhanden (07.02.2004)
Weitere Informationen zur Tour
Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Öblarn, Rottenmanner und Wölzer Tauern, Schitour, Steiermark, Tourenbericht, Walchental
Liebe Wandergemeinde,
nach der Schiwanderung zur Schneetalalm kann ich Euch heute schon wieder eine Schitour im Hinteren Sattental anbieten.

Bei den Almhütten im Hinteren Sattental
Das Tourengebiet
Tourenregion: Hinteres Sattental
Wandergemeinde: Pruggern
Ausgangspunkt: Schranken ins Sattental (1.060)
Gebirgsgruppe: Schladminger Tauern

Tourengebiet Sattental

Routenverlauf Vorderes Sattental

Routenverlauf Hinteres Sattental
Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304
Der Routenverlauf
Pruggern / Schranken ins Sattental – Leonhardkreuz – Parkplatz Sattental – Hinteres Sattental – Tagalm – Perneralm – Parkplatz Sattental – Am Anstiegsweg zurück
Die Tourbeschreibung
Auch heute (11.01.2012) starte ich wieder kurz nach der Jausenstation Winkler vor dem Schranken ins Sattental und auch heute werde ich im untersten Abschnitt begleitet vom explosisionsartigen Donnern von Lawinensprengungen am Galsterberg.
Während die Route vor wenigen Tagen am 07.01.2012 bis zum Parkplatz der Sattentalalmen geräumt war, gab es heute schon wieder gut und gerne 30 bis 40 cm Neuschnee.
Bis zum Leonhardkreuz konnte ich wenigstens noch den plattgedrückten Spuren eines Autos folgen, danach aber war selbst anstrengendes Spuren angesagt.
Die konditionsfordernden Schneeverhältnisse erlaubten heute kein rasches Vorwärtskommen, dennoch wollte ich mich aber auch heute auf die Suche nach Anzeichen eines Wildschutzgebietes oder einer sonstigen Sperrzone machen, die eine Aushebelung der Wegefreiheit nach §33 Forstgesetz und damit ein Schitourenverbot im Sattental rechtfertigen würde, wie es sich 2 Rechtsanwälte und zugleich Jagdpächter im Hinteren Sattental wünschen würden.
Um das Ergebnis der Suche vorwegzunehmen: Es gibt schlicht und ergreifend keine Sperrzone.
Dies wurde mir auch einige Tage später von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft bestätigt:
Bezugnehmend auf Ihre Anfrage per E-Mail vom 08.01.2012 und 12.01.2012 wird mitgeteilt, dass hieramtlich keine Aufzeichnungen hinsichtlich eines verordneten Wildschutzgebietes aufliegen.
Also können wir uns wieder auf die Schitour konzentrieren.
Eigentlich plante ich ursprünglich ja, an einer kleinen Jagdhütte vorbei bis ins Sonntagkar aufzusteigen. Einige sehr steile Rinnen im Wald und übergangslos über die Forststraße ziehende Schneeverwehungen ließen mich aber wieder vorzeitig umkehren.
Und ja – die Tour war ziemlich ermüdend und ich wollte auch noch den verlockend im Talkessel schlummernden Hütten der Sattentalalmen einen Besuch abstatten, solange diese noch in der Sonne liegen würden.

Almhütten im Hinteren Sattental
Auch bergab war Spuren angesagt. Als ich bei der Tagalm angekommen war, vermochte die Sonne kaum mehr über den Bergkranz zwischen Stierkarkopf und Umlaufer bzw. Hochwildstelle zu blinzeln.
An der Perneralm vorbei gings hinaus zum Parkplatz der Sattentalalmen und am Anstiegsweg zurück erfolgte der Versuch einer Abfahrt.
Die wie in Watte gehüllten Steilhänge nordwestlich des Sattentales – vom Scheibleck zum Pleschnitzzinken – hätten zwar verlockend geleuchtet, eine Befahrung wäre aber bei der heutigen Lawinengefahr ein unverantwortbares Risiko gewesen.
So hat es auch im Sattental einige Anzeichen kleinerer Staublawinen gegeben.

Verlockende, aber lawinengefährdete Hänge
Vom Wetter her war die heutige Schitour im Hinteren Sattental genau umgekehrt wie jene vor wenigen Tagen (von meinen Spuren war übrigens überhaupt nichts mehr zu erkennen): Am frühen Vormittag zunächst noch ziemlich bewölkt, ab den Mittagsstunden setzte sich dann aber die Sonne durch.
Weitere Wintertouren über dem Pruggerer Sattental
- Schitour Sattental – Schneetalalm (07.01.2012)
- Schitour Sattental – Schneetalalm – Schusterstuhl (04.01.2011)
-
Schitour Schneetalalm – Schusterstuhl (20.03.2010)
-
Schitour Schneetalalm – Schusterstuhl (08.03.2009)
-
Schneeschuhtour Schneetalrücken – Säuleck (22.04.2007)
-
Schitour Schladminger Alm – Dromeisspitz (29.12.2005)
-
Schitour Schneetalalm – Schusterstuhl (26.12.2005)
-
Schitour Rote Scharte – Säuleck (23.04.2005)
-
Schitour Dromeisspitz (27.02.2005)
-
Schneeschuhtour Dromeisspitz – Spateck (17.01.2005)
Weitere Informationen zur Tour
Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum
Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian
Tags: Pruggern, Sattental, Schitour, Schladminger Tauern, Steiermark, Tourenbericht





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