In diesem Artikel möchte ich nun einmal meine ersten Erfahrungen mit meiner neuesten Digitalkamera-Errungenschaft schildern, die ich jetzt exakt 2 Monate mein eigen nennen darf.

Erste Eindrücke von der Olympus Pen E-P1: Anders als viele Foto-Experten in diversen Foto-Foren, die schnell einmal einen Fotoapparat in die Hand nehmen und bei einigen wenigen Bildern die Qualität der Kamera zu beurteilen imstande sind, bin ich der Ansicht, man muß mindestens 2 bis 3 Monate regelmäßig mit dem Gerät arbeiten, bevor man sich ein halbwegs seriöses Urteil erlauben darf.

Insofern ist es für ein abschließendes Urteil auch noch (fast) zu früh.

Und ich halte auch absolut gar nichts davon, irgendwelche kahlen Hausmauern abzufotografieren, um die technische Qualität und Schärfeleistung der Digitalkamera zu erkennen oder in voller Bildgröße in Detailausschnitten Grashalme zu zählen, um die Auflösung zu bewerten.

Auch Laborergebnisse haben für mich nur bedingte Aussagekraft.

Wichtiger ist für mich persönlich der Gesamteindruck und die „Stimmigkeit“ der Bilder. Überwiegend für die Veröffentlichung im Web, aber auch für den Ausdruck, wobei ich mich dabei aber auf das A4-Format beschränke.

Poster in A0-Größe oder riesiger sind nicht mein Anwendungsbereich.

Fast ebenso wichtig ist mir aber als Vielwanderer auch ein gutes Handling und einfache Bedienbarkeit der Kamera, wobei ich aber schon viele Einstellungen manuell vornehmen möchte.

Als Basis für die nachfolgende vorläufige Bewertung meiner Olympus Pen E-P1 soll meine persönliche Wunschliste an eine ideale Fotokamera dienen, die ich vor knapp über 2 Monaten definiert habe.

Fazit:

Die Olympus Pen E-P1 ist keine schlechte Kamera.

Aber von meinen zugegeben vielen und vielleicht auch etwas hochgegriffenen Anforderungen muss ich dann jedoch zuviele Abstriche machen, als dass ich sie mir noch einmal kaufen würde bzw. sie uneingeschränkt weiterempfehlen könnte.

Was fehlt bzw. stört mich am meisten:

  • Der fehlende elektronische Sucher
  • Die „Mittelgröße“ – zu groß für die Jackentasche, zu klein für sicheres einhändiges Halten
  • Belichtungsreihen lassen sich nicht nach Überbelichtet – Normal – Unterbelichtet sortieren

Was würde ich mir sonst noch ein bißchen besser wünschen:

  • Bildqualität
  • Akku-Laufzeit
  • Genauere Anzeige der Akku-Restzeit
  • Dreh- und schwenkbares Display

Das gefällt mir eigentlich ganz gut:

  • Bedienbarkeit
  • Verwendbarkeit von SD-Karten
  • Einstellungen für Weißabgleich, Belichtung, Belichtungsreihen, usw. bleiben auch nach dem Ausschalten erhalten
  • Gewicht
  • Stabilität und Robustheit des Gehäuses

Den vollen Kaufpreis von 499,00 Euro für den sie als Auslaufmodell in einigen Geschäften noch zu haben ist, wäre sie mir jedenfalls nicht wert. Da ich sie aber recht günstig – aber trotzdem als Neumodell – über eBay ersteigern konnte, geht der Kauf für mich in Ordnung.

  • Für Bergtouren ist sie mir einerseits gegenüber einer wirlichen Kompakten zu groß und unhandlich und gegenüber meiner derzeitigen Favoritin – der Sony R1 – fällt die Bildqualität im direkten Vergleich leider zu deutlich ab.
  • Aber für Ausflüge – wie zum Beispiel den Besuch im Zoo Schmiding vor wenigen Tagen – wo man einerseits nicht unbedingt auf das kleinste Modell angewiesen ist, aber doch nicht mehrere Kilogramm Ausrüstung mitschleppen möchte, sehe ich durchaus für mich persönlich gute Einsatzzwecke. Vor allem, da es mir bei solchen Ausflügen, Reisen und Spaziergängen auch vorrangig nur um Dokumentation, nicht aber um „schöne“ Fotos geht.
  • Kurz- und Dokumentar-Filme lassen sich – meiner Beurteilung nach – in guter Qualität drehen, ohne zusätzlich zum Fotoapparat auch noch eine Filmkamera mitnehmen zu müssen.

Ich bin nach wie vor der vollen Überzeugung, dass dem spiegellosen Konzept die Zukunft gehört. Von der aktuellen Bildqualität der Micro-Four-Thirds-Modelle bin ich aber noch nicht ganz überzeugt.

Und als „Ewig-Suchender“ nach der perfekten Durchschnitts-Kamera halte ich natürlich auch schon wieder Ausschau.

Einerseits im Kreise der kompakten Reisezoom-Modelle, wo mich neben der schon längere Zeit beobachteten Panasonic TZ10 aktuell vor allem die Samsung EX1 reizen würde.

Und andererseits wird jetzt Sony seinem Ruf als innovativer Vorreiter wieder gerecht und wird im Herbst neue Ideen in den Modellen SLT Alpha 33 und 55V auf den Markt bringen. Mein Wunsch nach einer R2 wird zwar vermutlich nie erfüllt werden, aber schauen wir mal, was diese neuen Modelle bringen.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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1 Kommentar on Olympus Pen E-P1 – ein erster Testbericht

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