2 Wochen lang hatte ich jetzt eine Wanderpause eingelegt, um mein Knie zu schonen, welches ich mir bei meiner Schneeschuhwanderung vom oberösterreichischen Offensee zum steirischen Altausseer See etwas „havariert“ hatte.

Heute (07.05.2011) wollte ich auf einer gehtechnisch einfachen Route in den zur Übergruppe der Ennstaler Alpen zählenden Eisenerzer Alpen die Belastungsfähigkeit meines Knies testen.

Das Ergebnis gleich vorweggenommen: Es ist wieder weitgehend alles OK. Das Knie ist nicht mehr beleidigt, höchstens nach längeren Anstrengungen bergab beginnt es noch leicht zu schmollen.

Tiefblick vom Stadelstein zum Erzberg

Tiefblick vom Stadelstein zum Erzberg

Das Tourengebiet

Bundesland: Steiermark
Tourenregion: Eisenerzer Ramsau
Wandergemeinde: Eisenerz
Ausgangspunkt: Gh. Pichlerhof
Gebirgsgruppe: Ennstaler Alpen
Tourengebiet Kragelschinken - Wildfeld - Stadelstein

Tourengebiet Kragelschinken - Wildfeld - Stadelstein

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Der Routenverlauf

Eisenerzer Ramsau / Gh. Pichlerhof – Lasitzen – Teicheneggalm – Kragelschinken – Wildfeld – Speikkogel – Stadelstein – Schwarzenstein-Versuch – Hochtörl – Schafferalm – Galleiten – Schlingerweg – Pichlerhof

Die Tourbeschreibung

Bereits beim Start beim großzügig angelegten Ausgangsparkplatz in der Eisenerzer Ramsau nahe dem Gasthaus Pichlerhof zeigt sich, dass heute auch zahlreiche andere Wanderer die gleiche Idee hatten wie ich.

Meine Bedenken angesichts des anfänglichen „Staus“ wurden aber rasch zerstreut, denn abgesehen von einigen wenigen Überholungen bzw. Begegnungen bekam ich andere Wanderer lediglich aus der Ferne zu Gesicht, so dass einem besinnlichen, meditativen Wandertag nichts im Wege stand, bei dem ich mich ganz auf mein eigenes Tempo konzentrieren konnte, um in mein Knie „hineinzuhorchen“.

Die nordseitige Anstiegsroute führt entlang eines Forstweges parallel zum Lasitzenbach an einer Jagdhütte vorbei. Weiter oben geht es in den Wald, teilweise über Windwurf- und/oder Schlägerungsgebiet, in dem gerade eifrig gearbeitet wurde.

Schöner Ausblick bei der Teicheneggalm

Schöner Ausblick bei der Teicheneggalm

Den Streckenabschnitt vom Ausgangspunkt bis zur Teicheneggalm kann man auch mit Wohlwollen nur als etwas monoton bezeichnen.

Interssanter und schöner wird es dann aber nach etwa 600 bis 700 Aufstiegshöhenmetern oberhalb der Waldgrenze. Und dieses aussichtsreiche Gelände konnte ich heute bei meiner Überschreitung vom Kragelschinken über das Wildfeld, den unscheinbaren Speikkogel bis zum Stadelstein ja auch noch eine ganze Weile genießen.

Nahe dem Gipfelkreuz am Kragelschinken weilte bereits ein Wandererpaar, 2 weitere Wanderer kamen wenig später nach.

Das herrliche, nahezu wolkenlose Wetter wurde heute leider etwas durch hartnäckigen, unangenehmen Wind beeinträchtigt, weshalb ich auch schon bald wieder aufbrach. Über breite, einfach begehbare Grasrücken, zuletzt über einen etwas steileren Wiesenhang geht es hinauf zum nächsten Gipfelkreuz – am Wildfeld. Am Weg kamen mir 4 Wanderer entgegen, am Gipfel begegnete mir ein junges Mädchen.

Am nicht mehr fernen, noch etwas höheren Stadelstein im Nordosten konnte ich deutlich weitere Wanderer erkennen. Bei meiner Ankunft sollten sie aber bereits wieder abgestiegen sein.

Am Weg zwischen diesen beiden Gipfeln werden sich Gipfelsammler sicher nicht einen weiteren, allerdings sehr unscheinbaren und äußerst leicht erreichbaren 2000-er entgehen lassen. Der Speikkogel beherbergt statt eines Gipfelkreuzes eine Wetterstation.

Schließlich, nach nicht allzu langer Wanderung, stand ich beim letzten Gipfelkreuz der heutigen Tour, am 2.070 Meter hohen Stadelstein.

Felsiger wird es im Umfeld des Stadelstein. Der Wind war heute ständiger Begleiter.

Felsiger wird es im Umfeld des Stadelstein. Der Wind war heute ständiger Begleiter.

Nach dem Wildfeld hat sich der Geländecharakter nun ein wenig geändert. Einige Felsen bringen interessante Abwechslung.

Nur allzugern hätte ich auch das Gipfelkreuz am nördlich vom Stadelstein gelegenen Schwarzenstein besucht. Beim Abstieg habe ich mich dann auch eine halbe Stunde auf den steilen Schotterfeldern am Fuße seiner Westwand herumgetrieben, ohne aber einen halbwegs leichten Zustieg zu entdecken (ich war leider für dieses Gipfelziel zu schlecht bzw. gar nicht vorbereitet).

Ein weiteres Gipfelkreuz, jenes auf dem Hochstein weiter im Osten, habe ich dann erst gar nicht mehr versucht, weil ich innerlich schon beschlossen habe, nach besserer Vorbereitung ohnehin wieder zum Schwarzenstein und Hochstein zu kommen, falls sich diese Gipfelkreuze mit maximal Kletterschwierigkeit II erreichen ließen.

Hochtörl und Hochstein

Hochtörl und Hochstein

So aber stieg ich heute vom Hochtörl zunächst nordwärts, später ostwärts zur Schafferalm ab.

Am Wegweiser zur Tullingeralm vorbei geht´s hinunter nach Galleiten, wo zuletzt noch der mehr als 2 Kilometer lange Rückweg mit einem neuerlichen Anstieg von etwa 150 Höhenmetern entlang der Straße zum Pichlerhof wartet.

Eine freundliche Dame wollte mich zwar die letzten Meter über den Hügel hinauf mitnehmen, zum „Ausglangln der Beine“ kam mir der Schlußanstieg aber gerade recht, zumal ich auch noch einige Fotos vom nahen Erzberg machen wollte. Herzlichen Dank an dieser Stelle trotzdem noch einmal für das nette Angebot :-).

Bisherige Wandererlebnisse im Gebiet um Eisenerz

Weitere Gipfelziele in der Nachbarschaft

Weitere Informationen zur Tour

Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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1 Kommentar on Wandertour Kragelschinken – Wildfeld – Stadelstein

  1. […] ich gestern bei der Wandertour Kragelschinken – Wildfeld – Stadelstein eine bislang von mir noch nicht besuchte “Gipfellücke” im östlichsten Teil meines […]

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