Nach der letzten Wandertour auf das Jauereck in den Rottenmanner und Wölzer Tauern hatten wir heute abermals einen wenig bekannten „Waldhügel“ im oberen Ennstal am Tourenplan. Heute am Krampustag (05.12.2010) in den Schladminger Tauern.

Unser Tourenziel: Das Schwarzeck nördlich der namhaften Gipfel von Höchstein und Hochwildstelle.

Nach den Schneefällen der letzten Tage setzten wir heute auf Schneeschuhe. So konnte ich gleich mein neuestes Modell – ein NoName-Produkt vom Hofer – einsetzen und einem ersten Test unterziehen.

Wie schon beim Jauereck darf man sich auch beim Schwarzeck nicht von der bis zum Gipfel bewaldeten und von einem Labyrinth von Forststraßen durchzogenen, unscheinbaren Statur täuschen lassen. Lang und zeitweilig mühsam sind die Zustiege allemal – oder scheint es nur so angesichts der eher monotonen Wege.

Während beim Jauereck aber auch bei höheren Schneemengen kein objektives Gefahrenpotential erkennbar wäre, sollte man sich vom Schwarzeck bei angespannteren Lawinenverhältnissen tunlichst fern halten.

Das Tourengebiet   

Bundesland: Steiermark
Tourenregion: Ennstal
Wandergemeinde: Haus im Ennstal
Ausgangspunkt: Gumpenberg / Knapplhof
Gebirgsgruppe: Schladminger Tauern
 
Tourengebiet Labeckalm - Schwarzkogel

Tourengebiet Labeckalm - Schwarzkogel

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304 

Der Routenverlauf  

Gumpenberg / Knapplhof – Schwarzkogel – Labeckalm – Gumpentalalm – Knapplhof

Ich bitte um Verständnis, dass ich den genauen Routenverlauf und die zu erwartenden Schwierigkeiten und Schlüsselstellen hier nicht zum Besten geben werde, weil diese Tour unter Umständen Eingang in die nächste Ausgabe meines Schneeschuhtourenführer-eBooks Zentral-Österreich finden könnte.

Bestehenden eBook-Kunden werde ich in den nächsten Tagen einen passwortgeschützten Link mit Landkartendetails und Erklärung etwaiger Gefahrenstellen zukommen lassen (Ich bitte noch um etwas Geduld).

Tourbeschreibung 

Wir starten ein kleines Stück oberhalb vom Knapplhof, wo uns eine Fahrverbotstafel gleich einmal warnt: „Achtung Lawinengefahr! Keine Überwachung durch Lawinenkommission!

Weiter taleinwärts in grellem Rot eine weitere Tafel: „Lawinengefahr“. Angesichts der von beiden Seiten steil in das Gumpentalalmgebiet abfallenden Hänge sollte man diese Warnung auch unbedingt ernstnehmen.

Heute bei Schneehöhen zwischen 5 und 20 cm konnten wir uns die Begehung aber erlauben. Mehr Schnee – mit Einsinktiefen bis zu mühsamen 30 cm – gab es lediglich „oben“ am Plateau zwischen dem Schwarzkogel und dem weiter südlich gelegenen Niederlabeck.

Der Schnee war „locker-flockig“ – ideal zur Einweihung der neuen Hofer-Schneeschuhe. In tieferen Lagen wäre man auch mit Bergschuhen alleine gut vorwärts gekommen. Aber warum am „Buckel“ mitschleppen, was man auch unter den Füßen tragen kann.

Sowohl vom Gumpenberg als auch vom Petersberg zog bereits jeweils die erste Tourenschispur bergwärts. Richtiges Vergnügen kann das aber abseits der Forststraße noch keines gewesen sein. Im Gegensatz zu unserer Schneeschuhwanderung, wo wir beim Abstieg vom Schwarzkogel zur Labeckalm nahezu „schwerelos“ durch die pulverschneebedeckten lichten Waldhänge talwärts glitten.

Ingrid (unterhalb der Bildmitte) fand die zunehmende Steilheit gar nicht mehr lustig (ich auch nicht)

Ingrid (unterhalb der Bildmitte) fand die zunehmende Steilheit gar nicht mehr lustig (ich auch nicht)

Aufwärts haben wir uns dagegen stellenweise ziemlich geschunden, vor allem weil ich unbedingt die langgezogenen Forststraßen abkürzen wollte. Dabei ging es auch eine nach oben hin zunehmend aufsteilende Waldschneise hinauf, die am oberen Ende gut und gerne 35° steil war.

Ein Schwierigkeitsgrad, der die AlpenYetin schier verzweifeln ließ. Gemeinsam haben wir es dann aber doch geschafft.

Die billig wirkenden Hofer-Schneeschuhe haben sich ganz wacker geschlagen. Die Bindung ging allerdings einige Male alleine auf – einmal an der steilsten und denkbar ungünstigsten Stelle.

Entgegen unserer differierenden Meinungen über die Qualität meiner „Abkürzung“ (OK: Eigentlich war auch ich der Meinung, dass das wieder einmal sinnlos war) kamen wir übereinstimmend zur Auffassung, dass wir zwar einige Kilometer aber absolut keine Zeit eingespart hatten.

Das einzige was und dieser mühsame und nicht ganz ungefährliche Anstieg beschert hatte: Wir waren ganz schön außer Atem und kraftlos. Ein Zustand (die Kraftlosigkeit), der sich mit jedem weiteren Höhenmeter noch verstärkte. Erst die „Gipfelbanane“ brachte uns neue Lebensgeister zurück.

Angenehmes Abwärtsgleiten zu den Hütten der Labeckalm

Angenehmes Abwärtsgleiten zu den Hütten der Labeckalm

Dann aber folgte der bereits weiter oben erwähnte tolle Abstieg im lockeren Pulverschnee bis zur Labeckalm und noch weiter talwärts.

Fazit der Tour:

Bei besseren Sichtverhältnissen wäre das heute eine überraschend schöne Tour mit großartigen Gipfelblicken geworden.

Im Osten der Bergkamm, der sich vom Pleschnitzzinken über das Scheibleck bis zum Gamskarspitz (Schober) und weiter über den Umlaufer zur Hochwildstelle zieht.

Im Westen der Bergkamm vom Hauser Kaibling über die Bärfallspitze bis zum Höchstein.

Weitere Schneeschuhwanderungen in der näheren Nachbarschaft

Weitere Informationen zur Tour 

Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum 

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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1 Kommentar on Schneeschuhtour Labeckalm – Schwarzkogel

  1. […] und raus in den mit 0°C nicht allzu kalten Morgen. Wie schon bei unserer letzten Wanderung (Schneeschuhtour Labeckalm – Schwarzkogel) wollten wir auch heute wieder auf Schneeschuhe setzen. Für mich die 2. Gelegenheit, das neue […]

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