Hallo Liebe Wandergemeinde,

auch heute darf ich Euch wieder eine Schitour im Hinteren Sattental „anbieten“ (=zum Mitlesen einladen).

Aus gegebenem Anlaß, da ich dort ja jetzt Schitourenverbot bekommen soll, wenn es nach den Vorstellungen zweier Rechtsanwälte und Jagdpächter des Hinteren Sattentales geht, bin ich heute (07.01.2012) von Pruggern auf der steilen und recht rutschigen Bergstraße (Schneeketten empfehlenswert) zum Ausgangspunkt der Tour in die Schladminger Tauern aufgebrochen.

Das Tourengebiet

Bundesland: Steiermark
Tourenregion: Hinteres Sattental
Wandergemeinde: Pruggern
Ausgangspunkt: Schranken ins Sattental (1.060)
Gebirgsgruppe: Schladminger Tauern

 

Tourengebiet Sattental

Tourengebiet Sattental

Routenverlauf Sattentalalm - Schneetalalm

Routenverlauf Sattentalalm - Schneetalalm

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Laßt Euch bitte nicht durch die lange Gerade irritieren – hier ist mir (wie in letzter Zeit schon des Öfteren) mein GPS-Gerät Garmin GPSMap 60 CSx ausgefallen.

 

Der Routenverlauf

Pruggern / Schranken ins Sattental – Leonhardkreuz – Parkplatz Sattental – Kainachwald – Schneetalalm – Am gleichen Weg zurück

Die Tourbeschreibung

Kurz nach der Jausenstation Winkler beim heute geöffneten Schranken ins Sattental breche ich auf. Wanderer mit Kleinkindern nutzen die nur mäßig steile Forststraße zum Bobfahren.

Die geringe Schneeauflage von etwa 5 bis 10 cm lockerem Pulverschnee auf der ansonsten geräumten Forststraße macht das Spuren zum Vergnügen. Wenn man nicht ohnehin in der plattgedrückten Spur eines beim Leonhardkreuz abgestellten Geländeautos wandert.

Aber auch ab der Weggabelung beim Leonhardkreuz (der Geländeautofahrer ist mit Tourenschi Richtung Schladminger Alm aufgestiegen) an der kleinen Kapelle bei der Keinreiteralm/Kainreiteralm vorbei bis zum Parplatz der Sattentalalm gestaltet sich spurtechnisch sehr kommod.

 

Mäßige Schneehöhe bis zum Parkplatz Sattentalalm

Mäßige Schneehöhe bis zum Parkplatz Sattentalalm

 

Ab hier aber nimmt die Schneehöhe beim Forstweg über den Sattentalbach, vorbei am Forsthaus Kainachwald nordwärts in den Kainachwald nun aber rasant zu.

Kraftraubende Einsinktiefen um die 30 cm und mehr sollten keine Seltenheit bleiben.

Daneben hatte ich mich ja auch noch um den eigentlichen Hauptzweck dieser Wanderung zu kümmern: Der Suche nach behördlich genehmigten Hinweistafeln auf ein allfälliges Wildschutzsperrgebiet, welches ein Aushebeln der Wegefreiheit nach § 33 Forstgesetz rechtfertigen würde.

Trotz akribischer Dokumentation aller gefundenen Tafeln (Details Siehe im Tourenalbum) konnte ich aber nicht das geringste Anzeichen für das Vorliegen einer solchen Sperrzone entdecken.

Beim Bergaufschreiten über die ziemlich flache Forststraße waren unten aus dem Sattental lautstarke Traktorengeräusche zu vernehmen und tatsächlich war der Weg ab dem Parkplatz Sattentalalm bei meiner Rückkehr geräumt.

Durch den ab Mittag einsetzenden, im Laufe des Nachmittages zunehmenden Schneefall hatte sich bei meiner Abfahrt aber bereits wieder eine 2 bis 3 cm hohe Schneeauflage gebildet.

Die tiefen Gräben im oberen Straßenabschnitt, die bei den heftigen Unwettern im Sommer 2010 ausgewaschen wurden, hat man mittlerweile wieder geschlossen, sodass der Forstweg durchgängig beschritten werden kann.

Bei der Schneetalhütte auf der Schneetalalm auf über 1.700 Meter Seehöhe war dann Schluß für heute.

Meine Kräfte waren ziemlich aufgebraucht, da ich zusätzlich zu meinen Tourenschi auch noch die Schneeschuhe am Buckel hatte.

 

Mit Tourenschi und Schneeschuhen bei der Schneetalhütte

Mit Tourenschi und Schneeschuhen bei der Schneetalhütte

 

Für den Fall, dass mir tatsächlich ein Jäger den Weiterweg mit Schi verwehrt hätte, wäre ich kurzerhand auf die Schneeschuhe umgestiegen ;-), denn der Anwalt bezieht sich ja ausschließlich auf Schitouren.

Die Abfahrt kann man eigentlich nicht als solche bezeichnen – eher ein Bergabspuren mit gelegentlichem Schneepflug-Spielen.

Was bedeuten die heutigen Erkenntnisse für ein Schitouren-Verbot im Hinteren Sattental:

  • Zumindest beim Abschnitt Sattentalalm – Schneetalalm gibt es keine Sperre.
  • Die Route über die Goldlacken (Stierkarkopf, Umlaufer, Hochwildstelle) darf ohnehin in jedem Fall auch bei Vorliegen eines Wildschutzgebietes begangen werden, da es sich hier um ortsübliche, markierte Wanderwege handelt.
  • Bleibt also nur noch die Schitour über das Sonntagskar auf das Säuleck. Dieses Gebiet werde ich mir demnächst anschauen.

 

Weitere Wintertouren über dem Pruggerer Sattental

 

Weitere Informationen zur Tour

Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum

 

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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1 Kommentar on Schitour Sattentalalm – Schneetalalm

  1. […] der Schiwanderung zur Schneetalalm kann ich Euch heute schon wieder eine Schitour im Hinteren Sattental […]

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