Die Tauplitzalm – von Bad Mitterndorf im steirischen Salzkammergut aus einfach mit dem Auto auf einer Mautstraße erreichbar – ist zu allen Jahreszeiten ein äußerst lohnenswertes Wanderziel.

Während die Alm bei meinen ausschweifenden Wanderungen und Schitouren in die entlegenste Karst-Einsamkeit des zentralen  Toten Gebirges aber lediglich einen leicht erreichbaren Ausgangs- und/oder Zielpunkt darstellt, versuche ich einmal im Jahr – in der Herbstzeit mit ihren prächtigen Farben – das Almgelände selbst als Tourenziel einzuplanen, um vom Hollhaus zumindest bis zum sogenannten Wernerbankerl mit großartigem Ausblick über den Steirersee zu wandern.

Nachdem ich bereits den Vormittag genutzt habe, um den unerschöpflichen Bewegungsdrang und die Badeleidenschaft (in der Enns) meines Leihhundes Nico am Ennsboden zwischen Pruggern und Tunzendorf zumindest ansatzweise zu befriedigen, fuhren wir am frühen Nachmittag auf der mit 9,80 Euro angepriesenen Mautstraße von Bad Mitterndorf hinauf zum großen Parkplatz bei der Tauplitzalm.

Aber so groß konnte der Parkplatz heute an diesem wolkenlosen Sonntag mit dem magischen Datum (10.10.10) gar nicht sein, um nicht fast aus allen Nähten zu platzen.

Hunderte andere Ausflügler und Wanderer hatten heute die gleiche Idee wie wir.

Aber davon ließen wir uns heute ebenso wenig stören wie vom kalten Wind.

Blick über den Großsee

Blick über den Großsee

Am Hollhaus vorbei führt die Asphaltstraße oder wahlweise eine Vielzahl an Wanderwegen wenige Höhenmeter auf eine Anhöhe hinauf, von der man einen großartigen Tiefblick auf den Großsee genießen kann. Von hier halten wir uns ostwärts, an einigen mehr oder weniger restaurierungsbedürftigen Hotelanlagen sowie dem gut besuchten Naturfreundehaus vorbei.

Die sanft geschwungenen Hügel stellen keine nennenswerten Hindernisse dar und so tummeln sich hier Wanderer und Naturgenießer aller denkbaren Alterstufen vom Baby im Kinderwagen bis zur rüstigen Pensionistin, die kleinere Anstiege mit Hilfe ihrer Familienangehörigen im Rollstuhl zurücklegt.

Neben den unzähligen Zweibeinern schweifen auch etliche Vierbeiner hündischer Abstammung im Almgelände umher. Besonders eine „blonde“ etwa gleichaltrige Labrador-Hündin hat es dem bald 3-jährigen Nico angetan. In typischer Labrador-Manier üben sich die beiden Spielgefährten in Rempeln, Hüpfen, Fangenspielen und Necken.

Tiefblick über den Steirersee

Tiefblick über den Steirersee

Der Platz beim „Wernerbankerl“ übt auf mich immer eine besondere Faszination aus. Der herrliche Tiefblick über die Steirerseehütten hinweg auf den grünschimmernden Steirersee sowie der eindrucksvolle Ausblick auf den formschönen Sturzhahn, der mir bei meiner Besteigung am 26.05.2007 gehörigen Respekt eingeflößt hat.

Dazu die in der Sonne goldgelb-leuchtenden Lärchenbäume sowie die faszinierenden Silberdisteln auf den Almwiesen.

Im Hintergrund der Traweng, der mir besonders durch ein Schlangenerlebnis in Erinnerung geblieben ist.

Selbst der sonst immer ruhelos-quirlige Nico nimmt hier folgsam und ehrfürchtig Platz.

Ausblick auf den Sturzhahn

Ausblick auf den Sturzhahn

Zurück gehts über die Grazer Hütte und einen kleinen, namenlosen See mit pflanzenbewachsener Uferregion, welchen Nico für eines seiner geliebten Bäder nutzt.

Auch der obligatorische Blick in die durch die bunten Scheibengläser farbenfroh gefärbte Kapelle durfte nicht fehlen.

Bei der Abfahrt vom noch immer bestens besetzten Parkplatz entdecken wir einen „Nico-Zwilling“. Ein spontaner Kontrollblick verschaffte uns aber Gewissheit: Unser Nico war im Auto.

Bisherige Sommertouren auf der Tauplitzalm

 Bisherige Wintertouren auf der Tauplitzalm

Wandertouren auf Nachbargipfel

Weitere Informationen zur Tour

Tourenstatistik im Tourenbuch
Alle Tourenfotos im Tourenalbum

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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1 Kommentar on Wandertour Tauplitzalm – Wernerbankerl

  1. […] Nico jetzt ja schon wieder 2 “Eingehtouren” hinter sich hatte (Wandertour Tauplitzalm und Hundewanderung zum Säbelboden), war es für den kleinen Sammy die erste große Wandertour […]

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