Von einer der jüngsten Anfragen über Wanderziele und Tourentipps möchte ich jene von Sabine öffentlich beantworten, da die Antwort angesichts nicht allzu üppiger, allgemein zugänglicher Informationen über diesen Gipfel womöglich auch für andere Leser interessant sein könnte: Es geht um den Temlberg im Toten Gebirge.

Und zum anderen habe ich so noch einmal Gelegenheit, mich bei Sabine für Ihren Hinweis auf die Namensherkunft von „Emils Tränenhügel“ – südlich der Pühringerhütte gelegen – ganz herzlich zu bedanken 🙂 (Siehe diesbezüglich auch die Tourenbeschreibungen auf den Hochplattenkogel sowie auf Rotgschirr und Elm).

Der Temlberg aus allen Himmelsrichtungen

Von Osten: Von der Klinserschlucht aus gesehen

Von Osten: Von der Klinserschlucht aus gesehen

Von Norden: Vom Fleischbanksattel aus gesehen

Von Norden: Vom Fleischbanksattel aus gesehen

Von Süden: Vom Bösenbühel aus gesehen. Feuertalberg (links) und Temlberg (rechts)

Von Süden: Vom Bösenbühel aus gesehen. Feuertalberg (links) und Temlberg (rechts)

Von Westen: Temlberg (links) und Feuertalberg (rechts)

Von Westen: Temlberg (links) und Feuertalberg (rechts)

Von Südosten: Vom Weitgrubenkopf aus gesehen

Von Südosten: Vom Weitgrubenkopf aus gesehen

Von Norden: Vom Schermberg aus gesehen. Hier erkennt man gut das Aufstiegsgebiet in der rechten Bildhälfte.

Von Norden: Vom Schermberg aus gesehen. Hier erkennt man gut das Aufstiegsgebiet in der rechten Bildhälfte.

Von Südwesten: Blick von der Feuertalscharte

Von Südwesten: Blick von der Feuertalscharte

Der Grund für die eher spärlichen Wegbeschreibungen und Fotodokumentationen: Der Temlberg führt ein Schattendasein im Umfeld seiner höheren und wesentlich bekannteren und beliebteren Gipfelnachbarn Großer Priel und Spitzmauer oder auch Schermberg, die – näher am Rand des Gebirgsstocks und damit auch näher im Umfeld von Hütten gelegen – auch weniger mühsam zu ersteigen sind.

Für Einsamkeitsanhänger und Karstplateauliebhaber wiederum liegt der Temlberg zu wenig zentral – hier bietet beispielsweise der benachbarte, wuchtige Feuertalberg wiederum mehr Anreize, nicht zuletzt auch auf Grund seiner etwas größeren Höhe.

Und Weitwanderer lassen den Temlberg ohnehin häufig unbeachtet links liegen – auf ihrem Weg von der  Welser Hütte oder dem Prielschutzhaus zur Pühringerhütte.

Die beiden erstgenannten Hütten bilden auch die üblichen Ausgangspunkte für einen Besuch des Temlberges, der in der Regel aus Richtung Norden vom Almtalerhaus über die Welser Hütte und den Fleischbanksattel oder aus Richtung Osten von Hinterstoder über das Prielschutzhaus und die Klinserschlucht angegangen wird.

Das Tourengebiet Temlberg in Oberösterreich

Das Tourengebiet Temlberg in Oberösterreich

Wanderwege auf den Temlberg

Wanderwege auf den Temlberg

 Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304   

Die unteren Wegabschnitte sind wegen der zuvor bereits beschriebenen Anstiege auf die gut besuchten höchsten Erhebungen des Toten Gebirges – Großer Priel und Spitzmauer – ohnehin bestens dokumentiert.

Gipfelkreuz am Temlberg

Gipfelkreuz am Temlberg

Und Sabine interessiert sich auch vor allem für den Anstieg vom Temlbergsattel zum Gipfelkreuz am Temlberg – dazu ein Extrakt Ihrer Anfrage:

Der Weg vom Temelbergsattel auf den Temelberg, ist der sehr schwierig zu gehen und wie weit ist es noch vom Sattel auf den Gipfel? Leider hast Du genau von den Stellen die mich am meisten interessieren, (ich glaub 2008 war’s) keine Bilder gemacht! Aber es sieht aus, als ob es nicht mehr allzu weit wäre!

Ich möcht nämlich demnächst über die Welser Hütte auf den Temelberg und hätte gerne gewußt, was da auf mich zukommt. Leider gibt es fast keine Berichte über dem Temelberg – es ist ja auch kein allzu oft begangener Berg.

So weit ich mich erinnere (Okay: Ich geb´s zu – ich muß meine Tourenaufzeichnungen zu Rate ziehen. Ich bin auch nicht mehr der Jüngste 😉  ) führt vom Temlbergsattel die letzten, kaum mehr 300 Höhenmeter auf den Gipfel ein spärlich markiertes, schottriges, aber meiner Erinnerung nach nicht allzu schwierig begehbares Steiglein hinauf.

An was ich mich aber noch gut erinnern kann: Trotz bester Wetterprognose begann es in diesem Wegabschnitt leicht zu nieseln und vermutlich habe ich mich darüber so geärgert, dass ich auch keine weiteren Fotos mehr gemacht habe.

Im nachfolgenden Link findet Ihr die Beschreibung der Bergtour auf Temlberg, Feuertalberg und Großen Hochkasten. Für die Anstiegsroute über das Almtalerhaus und die Welser Hütte kann ich mit meinem Tourenbericht auf Schermberg und Großen Priel dienen.

Nachfolgend noch einige weitere bislang von mir nicht veröffentlichte Fotos. Die gewinnen wahrlich keinen Schönheitspreis – vielleicht können sie aber helfen, das Aufstiegsgebiet etwas detaillierter zu zeigen:

Von Nordwesten: Spitzmauer und Temlberg vom Hochplattenkogel aus gesehen

Von Nordwesten: Spitzmauer und Temlberg vom Hochplattenkogel aus gesehen

Das Aufstiegsgelände auf den Temlberg

Das Aufstiegsgelände auf den Temlberg

Nachfolgend noch einige Impressionen vom Aufstieg auf den Temlberg.

Auf halber Höhe mit Blick zum Rotgschirr

Auf halber Höhe mit Blick zum Rotgschirr

Am Gipfelplateau des Temlberg mit Blick zum Feuertalberg

Am Gipfelplateau des Temlberg mit Blick zum Feuertalberg

Abschließend noch einmal ein Panoramablick auf die Gipfel zwischen Temlberg (ganz links – dunkel), Schermberg, Großen Priel und Spitzmauer (von links nach rechts).

Die Gipfelnachbarn des Temlberg (ganz links)

Die Gipfelnachbarn des Temlberg (ganz links)

Ich hoffe, ich konnte mit diesen Schilderungen etwas Licht ins Dunkel um den Temlberg bringen.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass jeder Wanderer, der den Anstieg zuvor schon gut gemeistert hat, auch mit dem Temlberg keine gröberen Probleme haben dürfte.

Über etwaige Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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