Schneeschuhtypen: Aluminium, Plastik oder Holz
Allrounder, Alpin-Spezialisten und Nostalgie-Modelle
Unterteilung der Schneeschuhe nach Einsatzgebiet
Verschiedene Anforderungen - verschiedene Modelle
Eine Einteilung der mittlerweile schon in einer sehr
unübersichtlichen Vielzahl am Markt
existierenden Schneeschuhe ist nach
verschiedensten Gesichtspunkten möglich.
Bei meinen
Schneeschuh-Einzelbewertungen und Vergleichstests
geht es um Beurteilungen und Testberichte zu ganz bestimmten Schneeschuhmodellen.
Welche Fragen es im Vorfeld einer Schneeschuh-Anschaffung zu klären gibt, habe
ich u.a. in folgendem Artikel über
Kauftipps und Empfehlungen für Schneeschuhe
zu klären versucht.
Dieser Artikel hier handelt vom Versuch einer grundsätzlichen Unterteilung
von verschiedenartigen Schneeschuhtypen nach dem Material und ihren jeweiligen Stärken
in bestimmten Einsatzgebieten.
Wie fast immer bei der Klärung einer bestimmten Frage lohnt sich
zunächst einmal ein Blick in die
Schneeschuharten-Definition von Wikipedia
.
Hier ist also die Rede von Originals, Classics
und Moderns.
Die grundlegende Einteilung
halte ich für richtig und gut, allerdings gefallen mir dabei die Bezeichnungen nicht
sonderlich.
Man kann in der Literatur aber auch Einteilungen und Bezeichnungen nach ihrer Form finden, wobei hier
aber die Materialien etwas vermischt werden, was mir auch wieder nicht gefällt:
-
Yukoner
-
Biberschwanz
-
Bärentatze
- Western
- Jogger
Das Material bestimmt das Einsatzgebiet
Versuch einer eigenen Einteilung
Bei meiner eigenen Einteilung halte ich mich an die
Wikipedia-Definition
, die ich - wie bereits erwähnt - ja an und für sich für gut halte.
Änderungen möchte ich aber an 2 Stellen einbringen:
- Die Bezeichnungen
- Die Reihenfolge
Bei den Bezeichnungen möchte ich mehr die Hauptmaterialien
der jeweiligen Schneeschuh-Art berücksichtigen.
Bei der Beschreibungs-Reihenfolge der Schneeschuhtypen
möchte ich mich an die für den Durchschnittswanderer relevanteste Anordnung halten.
Weiters möchte ich vorwegschicken, dass ich mich bei der Bewertung der praktischen
Nützlichkeit vor allem auf die österreichischen Alpen beziehe, also das
weite, ebene Flachland, wie man es etwa in Skandinavien vorfindet, gänzlich außer Acht lasse.
1.) Aluminiumrahmen-Modelle - Die Allrounder
Zwischen einem (meist) runden Aluminiumrahmen in länglicher Form ist ein
mit Neopren verwandtes Kunstoffverdeck gespannt.
Diese "Alleskönner" bieten neben gutem Steigverhalten im moderaten Steilgelände
durch den guten Auftrieb vor allem herrliches "Schwebegefühl" im
(nicht allzu tiefen)
lockeren Pulverschnee und erlauben so, mit der weißen Pracht "eins zu werden".
2.) Plastik-Modelle - Die Alpin-Spezialisten
Diese Modelle bestehen aus einer durchgängigen (mehr oder weniger harten)
Plastikplatte.
Auf der Unterseite sorgen ausgeprägte, griffige Harschkrallen, teilweise auch durchgängige,
gezackte Kuven entlang der gesamten Breitseite für ausgezeichneten Halt auf
Steilhängen mit Hartschnee.
Beispiel-Modelle:
3.) Holzrahmen-Modelle - Traditionelle Nostalgie-Modelle
Die klassischen Schneeschuhmodelle, wie man sie aus Trapper- und Indianer-Filmen kennt.
Zwischen einem Holzrahmen gibt es ein Geflecht aus Rohhaut.
Die Bindung besteht aus Leder.
Das Verhalten im Steilgelände soll äußerst bescheiden sein, bei
hohen Neuschneemengen
im Flachland werden diesem Typ aber angenehmste Steigeigenschaften attestiert.