Durch tief verschneite Wälder und auf einsame Winterberge

Ganzheitliches Winter-Wandern im Einklang mit der Natur


Schneeschuhwandern - meine persönlichen Anfänge

Bereits um die Jahrtausendwende habe ich erste Informationen über die unterschiedlichen Schneeschuharten gesammelt.

Damals wurde man als Schneeschuhgeher noch mitleidig belächelt (wieder einer der nicht Schifahren kann).

Mußte ich selbst im Jahre 2003 bei der Suche nach wirklich tauglichem Schneeschuh-Material noch etliche Sportgeschäfte besuchen, ehe ich fündig wurde, so führt heute nahezu jedes gute Fachgeschäft mehrere Marken mit unterschiedlichen Modellen.

Die breite Palette reicht dabei von einfachen Produkten unter 100 Euro bis zu High-Tech-Geräten um die 300 Euro.


Schneeschuhe oder Tourenschi

Immer wenn ich erzähle, dass ich im Winter mit Begeisterung Schneeschuhtouren unternehme (was unter anderem auch hauptverantwortlich für meinen Spitznamen „Yeti“ war), kommt fast zwangsläufig jedes Mal die Frage, ob ich nicht Schifahren kann.

Nun: Ich habe tatsächlich mit Schneeschuhwandern begonnen, weil ich seit meiner Jugendzeit (mehr als 20 Jahre lang) nicht mehr auf Schiern gestanden bin (auch nicht auf Alpin-Schi), ich meine Wanderleidenschaft nun aber auch im Winter ausleben wollte (selbst wenn ich in meinen Breiten dafür anfangs noch mitleidig belächelt wurde).

Mit der Zeit begleitete ich auch Schitourengeher auf ihren Ausflügen.
Gab es beim Aufstieg kaum Unterschiede, so beneidete ich sie beim Abstieg doch um ihre einfache Abfahrtsmöglichkeit.

Und so bin mittlerweile auch ich zum Schitourengeher geworden ( bei den ersten Versuchen war ich allerdings bei der Abfahrt die Lachnummer - naja perfekt geht´s noch immer nicht).

Mittlerweile ist es so, dass sich meine Wintertouren annähernd je zu Hälfte auf Schneeschuhtouren und Schitouren verteilen – in Summe in den letzten 8 Jahren ca. 200 Schneeschuhwanderungen.


Persönliche Vorlieben

Schitouren haben für mich folgende Vorteile:

  • Größere Touren
    Durch die einfache und schnelle Abfahrtsmöglichkeit sind in den kurzen Wintertagen weitreichendere Touren möglich.
  • Pulverschnee
    Es gibt kaum etwas Schöneres (selbst wenn man noch unsicher auf den Beinen steht), als über mehr oder weniger steile Pulverschneehänge hinunter zu wedeln (oder zumindest so ähnliche Bewegungen zu imitieren ;-).
  • Firnsaison
    Im Ausklang der Schisaison (April, Mai) genieße ich das Aufsteigen in der Dunkelheit, um mit dem ersten Auffirnen auch steilere Hänge abzufahren (Firnhänge verzeihen die meisten technischen Fahrfehler).
  • Steileres Gelände
    Vor allem bei harter Schneeunterlage tue ich mir mit Schi leichter - wobei die Schwierigkeit hier aber nicht der Aufstieg, sondern eher der Abstieg mit Schneeschuhen sein kann.
    Aber auch längere Querungen können mit Schneeschuhen heikel werden.

Schneeschuhtouren bevorzuge ich:

  • Bei schlechteren Wetterverhältnissen
    Schneefall, Nebel, schwierige Schneeverhältnisse, Wind, strenger Frost.
    Da man beim Schneeschuhwandern auch beim Abstieg immer in Bewegung ist, wird mir eigentlich nie kalt - auch ein Umziehen ist kaum notwendig. Wegen der geringen Geschwindigkeit stört auch schlechte Sicht das Vergnügen nicht. Und auch Bruchharsch kann mir nichts anhaben.
    Und überdies haben Wanderungen bei starkem Schneefall im tiefwinterlichen Gelände etwas sehr Märchenhaftes an sich.
  • Bei größerer Lawinengefahr
    Hier suche ich mir lawinensichere Wanderungen über ebene Plateaus, hügeliges Wiesengelände oder durch dichte Nadelwälder, wo das Schifahren ohnehin keinen Spaß macht.
  • Am Saison-Anfang bzw. -Ende
    Wenn es zwar schon/noch zuviel Schnee gibt, um noch mit Wanderschuhen unterwegs zu sein, man mit Schiern aber auf jeden Fall auf Grund kommen würde bzw. bei stark abgeblasenen Bergen.
    Häufig mache ich in der Vor- oder Nachsaison kombinierte Wander-/Schneeschuhtouren, da man die Schneeschuhe sehr leicht und einfach am Rucksack verstauen kann.
  • Bei größeren Gruppen mit unterschiedlichster Fitness
    Nach meiner persönlichen Erfahrung ist bei Touren mit mehreren Kameraden unterschiedlichster Leistungsstufen das Gemeinschaftsgefühl bei Schneeschuhtouren einfach größer.
    Außerdem kann man sich auch beim Abstieg gut unterhalten.
Naturerlebnis

Hier kann ich keine wesentlichen Unterschiede feststellen - höchstens, dass ich mit Schi bei gleichem körperlichem Einsatz längere Distanzen zurücklegen kann und damit eventuell auch abwechslungsreichere Eindrücke gewinnen kann.
Dafür kann ich mit Schneeschuhen auch beim Abstieg meine Umwelt bewußter und intensiver wahrnehmen.

Kosten

Die Anschaffungskosten sind auf jeden Fall beim Schitourengehen höher: Hier stehen Schi, Bindung (günstiger beim Kauf im Set), Schuhe, Felle und Harscheisen den Schneeschuhen gegenüber (Bergschuhe wird man in den meisten Fällen schon haben).
Kleidung, Gamaschen, Rucksack, Stöcke, Steigeisen, Pickel, Stirnlampe und Lawinenausrüstung sind für beide Wanderarten verwendbar.
Die Kosten für die Schneeschuhe alleine reichen in etwa von einfachen Modellen unter 100 Euro bis zu High-Tech-Geräten um die 300 Euro.


Voraussetzungen / Anforderungen

Technik

Ich sage einmal etwas provokant: Schneeschuhgehen kann jeder, der auch normal gehen kann, zum Schifahren gehört schon etwas Übung und eventuell ein Tiefschneekurs dazu.

(Bei unserer Hochzeit haben es z.B. unsere beiden über 60-jährigen, absolut unsportlichen Mütter geschafft, fast 300 Höhenmeter zum Gipfelkreuz auf Schneeschuhen zurückzulegen - wenngleich bei den steileren Stellen auch einiges an "Zieh- und Schiebarbeit" erforderlich war ;-).

Kondition

Mir wurde schon häufig die Frage gestellt, was denn nun anstrengender sei, Schiwandern oder Schneeschuhwandern.

Die Frage lässt sich nicht so leicht und eindeutig beantworten.
Das hängt vom Schnee ab und auch davon, ob ich selbst spuren muß oder nur hinten nachgehe.

Beim Schitourengehen habe ich auf jeden Fall einige Kilogramm mehr an den Füßen - aber ich sinke i.d.R. nicht so tief ein und kann besser über den Schnee gleiten.
Die Abfahrt kostet bei weitem nicht mehr soviel Kraft, und auch wenn man beim Schneeschuhgehen bergab oft gut gleiten kann, braucht man auf alle Fälle hier mehr Kraft und Ausdauer.

In Summe würde ich also behaupten, dass die konditionellen Anforderungen beim Schneeschuhgehen bei gleicher Routenführung etwas höher liegen.


Meine abschließende persönliche Zusammenfassung

Wenn man sicher ist, dass man künftig verstärkt Schneeschuhwandern will (evtl. vorher einige Male ausleihen), würde ich als letzten Tipp empfehlen, dass man für extremere Einsätze und längerfristig sicher mit Schneeschuhen über 200 bis 250 Euro besser bedient ist.

In dieser Preislage sind die Qualitäts-Unterschiede zwischen unterschiedlichen Marken eher nur mehr marginaler Natur, und spätestens beim 2. Paar weiß man dann wirklich, was einem persönlich besser liegt ;-)

Schitouren oder Schneeschuhwandern:

Für mich stellt sich aus heutiger Sicht nicht die Frage "entweder - oder", für mich gibt es nur ein "sowohl - als auch".


Partner

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