AlpenYeti´s Erfahrungsberichte - Landkarten digital

Digitale Landkarten


Digitale Landkarten

(Letzte Aktualisierung: 21.12.2008)

Was sind digitale Landkarten ?

Papierlandkarten werden den meisten Menschen – auch Nichtwanderern – geläufig sein (das Ablesen der richtigen Informationen aus den vielen Linien und Farben ist schon wieder ein anderes Thema).

Bei digitalen Landkarten handelt es sich grob vereinfacht gesagt um Computer-Software, die nichts anderes darstellt wie die Papierlandkarten, nur mit dem Unterschied, dass zum Anschauen ein technisches Hilfsmittel erforderlich ist (meist wird ein PC oder ein Notebook verwendet, aber auch GPS-Geräte oder PDA´s wären möglich).

Die Software-Karte kann häufig in verschiedenen Maßstäben angezeigt werden und durch Hinein- bzw. Herauszoomen läßt sich die Anzeige detaillierter oder überblicksmäßiger gestalten.

Zigtausende geografische Punkte (Gipfel, Gewässer, Übergänge, Hütten, Almen, Ortschaften, etc.) können über eine einfache Suchmöglichkeit rasch aufgefunden werden.

Wozu überhaupt digitale Landkarten ?

Während ich selbst in gut bekannten Tourengebieten während der Wanderung so gut wie nie auf eine Papierlandkarte verzichte, verwende ich digitale Landkarten häufig zur Tourenvorbereitung und immer zur Tourennachbereitung.


Tourenvorbereitung

  • Abschätzung der Tourenlänge
    Vor allem bei längeren Touren oder unbekannten Wandergebieten zeichne ich die geplante Tour am PC in der digitalen Landkarte nach.
    Das ermöglicht mir bereits vorab die grobe Tourenlänge sowie die zu erwartenden Höhenmeter zu ermitteln und so eine ungefähre Wanderzeit abzuschätzen.
  • Geländeprofil
    Weiters lasse ich mir das Höhenprofil anzeigen, um beispielsweise etwaige Gegensteigungen beim Rückweg (bei nachlassender Kondition) erkennen zu können.
    Manche digitalen Karten ermöglichen (mittlerweile recht gut) die Anzeige eines dreidimensionalen Geländeprofils, so dass man sich schon vorab über den groben Geländerverlauf informieren kann (z.B. Gräben, Hügel, Steilhänge, Relief, etc.)

All diese aus Papierkarten gar nicht oder nur sehr umständlich und aufwändig ermittelbaren Informationen sind natürlich um so wichtiger, je weiter man sich von der Zivilisation entfernt, wenn man auf unmarkierten Steigen oder überhaupt weglos unterwegs ist und natürlich ganz besonders auch im Winter bei Schneeschuhwanderungen oder Schitouren.


Tourennachbereitung

  • Statistiken
    Die Tourennachbereitung ist zugegebenermaßen überwiegend für „Daten- und Statistiksammler“ interessant.
    Die besonderen Vorteile entwickeln dititale Landkarten vor allem erst im Zusammenspiel mit GPS-Geräten.

Auch hier gilt wie bei der Tourenvorbereitung: Je wegloser und unwegsamer das Gelände war, um so faszinierender finde ich es am PC auf der Karte nachzuverfolgen, wo ich mich „herumgetrieben“ habe. Besonders interessant auch hier wieder bei Wintertouren.


GPS-Ankoppelung

Um die absolvierten Touren rasch, detailliert und exakt auf den PC zu bekommen, verwende ich die Trackaufzeichnung eines GPS-Gerätes.

In wenigen Sekunden habe ich die Wanderung so am PC, selbst wenn sie draußen in Wirklichkeit etliche Stunden gedauert hat.

Manche Programme bieten die Möglichkeit, dem Tourenverlauf in einem „automatischen Film“ zu folgen, wobei man hier quasi über das Gelände "fliegen" kann.

Auch beim Überspielen vorab am „Reißbrett“ (=PC) geplanter Touren (Tracks, Routen, Wegpunkte) auf das GPS-Gerät unterstützen mich die digitale Landkarten. Vor Ort in der Natur kann ich jetzt diesem vorab gezeichneten Routenverlauf leicht und sicher folgen, selbst wenn die Orientierung auf Grund schlechter Sicht sonst nur schwierig oder unmöglich werden würde.

Welche gängigen Produkte verwende ich ?

Ich verwende folgende 4 Produkte, wobei 3 von Ihnen regelmäßig zur Anwendung gelangen.


AMap

Die „AMap“ (in der aktuellen Version 4.0 mit dem Namenszusatz „Fly“) verwende ich bereits seit der Vorgängerversion und sie stellt eigentlich meine erste und noch immer am häufigsten und inetnsivsten verwendete digitale Landkarte dar.

Die Karte wird vom „Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen“ (kurz BEV) herausgebracht und ist entweder über www.bev.gv.at oder im gut sortierten Fachhandel (Bücher, Navigationsgeräte bzw. Sportartikel) erhältlich.

Eine öffentlich zugängliche Online-Version steht unter der Adresse www.austrianmap.at zur allgemeinen Verfügung.

Für den Datenaustausch mit dem GPS-Gerät verwende ich ein kostenloses Tool namens GarFile.

Stärken dieser Software:

  • Ganz Österreich (mit markierten Wanderwegen) auf einer einzigen DVD.
  • Die Karte kann verhältnismäßig einfach durch eigene "Routen-Zeichnungen" oder Grafiken ergänzt werden.

Kompass

Die Kompass-Karten verwende ich in der Bundesländer-Version – also pro Bundesland eine eigene Karte, wobei ich für mein „Einzugsgebiet“ die Karten von Steiermark, Salzburg und Oberösterreich besitze.

Daneben gibt es noch eine Österreich-Version, die allerdings keine Wegmarkierungen enthält.

Die Kompass-Software verwende ich insbesondere wegen der gelungenen dreidimensionalen Grafik, die mir am besten von allen mir bekannten Produkten gefällt.

Stärken dieser Software:

  • Direkter Datenaustausch mit dem GPS-Gerät möglich.
  • Sehr schöne und aussagekräftige 3D-Grafiken.
  • Enthält auch (grobe) Schitourenverläufe.

Topo Österreich

Eine vielgeschmähte, vielkritisierte Karte, die zwar am PC zugegebenermaßen nicht der große „Wurf“ ist, die aber für ihren eigentlichen Einsatzbereich – am Garmin-GPS-Gerät – zumindest für meine Ansprüche und meiner Beurteilung nach aber sehr hilfreich ist (Erfahrungsbericht).

Ich verwende die Karte mit dem bei Garmin-Geräten kostenlos mitgelieferten Software-Tool „MapSource“, mit dem ich Routen vom GPS-Gerät zum PC und umgekehrt übertragen kann.

Stärken dieser Software:

  • Karte läßt sich direkt auf ein GPS-Gerät von Garmin laden.

Alpenvereinskarten Digital

Während die drei erstgenannten Karten bei mir – zumindest bei der Nachbereitung – bei wirklich jeder Tour zum Einsatz kommen, verwende ich die digitalen Alpenvereinskarten eher seltener. Zumeist dann, wenn ich nach irgendwelchen besonderen Punkten suche, die in den anderen Karten nicht verzeichnet sind.

Die digitale Alpenvereinskarte deckt - zumindest in der Version 2007 - allerdings nicht ganz Österreich ab. Es gibt etliche "weiße" Flecken in den von mir am stärksten besuchten Gebieten (u.a. Kemetgebirge, Tennengebirge).

Stärken dieser Software:

  • Die Karte hat auch einige außergewöhnliche Orte verzeichnet und bringt mich mit schillernden und teilweise nicht ganz jugendfreien Bezeichnungen mitunter zum Schmunzeln.

Erfahrungsberichte

Topo Österreich


Ausrüstung


Tourismus

  • Einkehrmöglichkeiten
  • Sportgeschäfte
  • Übernachtungen

Spezial-Themen

  • Rucksack-Packliste
  • Sicherheit im Gebirge
  • Touren-Vorbereitung

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