Vorspiel am Dachstein: Hunerkogel – Gröbming

Im Vorfeld dieser großartigen Skitour hätte ich mir noch gut vorstellen können, dass die Abfahrt vom Hunerkogel nach Gröbming zu einem der Skitouren-Höhepunkte der Winter-Saison 2021/22 werden könnte. Und ja – die Tour war großartig.

Das Wetter vom Feinsten, die Schneeverhältnisse für eine zügige Abfahrt geradezu ideal, ein großartiger Bergkamerad als Begleiter. Kann es sein, dass da dennoch ein kleines ABER mitschwingt? Nein, eigentlich nicht.

Aber zum Zeitpunkt unserer Tour, die uns von der Ramsau durch die Notgasse nach Gröbming führte, wusste ich auch noch nicht, dass sich im Anschluss an diese Tour ein noch viel größeres Vorhaben ergeben sollte, dass dann ohne jeden Zweifel zum Höhepunkt zumindest dieser Skitouren-Saison, wenn nicht sogar aller meiner bisherigen Skitouren werden sollte.

Aber dennoch zählt diese Hunerkogel-Gröbming-Tour zu einem ganz großen Skitouren-Erlebnis. Und war dabei nicht einmal sonderlich anstrengend, weil wir die Distanz von 25 Kilometern größtenteils abfahrenderweise hinter uns brachten. Also nicht anstrengend – wobei … vielleicht doch. Den anstrengendsten und unangenehmsten Abschnitt der gesamten Tour brachten wir aber gleich ganz zu Beginn hinter uns: Nämlich mit der Gondelauffahrt auf den Hunerkogel, wobei sich das Gedränge heuer aber eh ein bisschen in Grenzen hielt.

Und da ich dieses Vorgeplänkel wie jedes Mal irgendwie aus meiner Erinnerung gestrichen habe, startet meine Erzählung erst am Hunerkogel auf fast 2.700 Meter Seehöhe. Heuer habe ich diese landschaftlich einmalige Strecke zum insgesamt 6. Mal bewältigt. 5 Touren davon habe ich als GPS-Track aufgezeichnet. Und im Mittelteil habe ich bisher – nicht selten fremden Spuren folgend – meist eine neue Strecken-Variante zurückgelegt.

Heuer aber haben wir es optimal erwischt. Und zusammen mit dem weitgehend noch harten bzw. griffigen Schnee waren die Schiebepassagen bzw. kurzen Gegensteigungen kaum bemerkbar und überhaupt nicht anstrengend.

Das Wetter war einfach perfekt – wir benötigten bei der Abfahrt selbst am Schladminger Gletscher keine Handschuhe. Windstill und wolkenlos. Fast schon zu kitschig für perfekte Bergbilder. Lediglich der vom Saharasand gelb-orange gefärbte Schnee und die auffallend geringen Schneehöhen waren ein winzig kleiner Störfaktor. Aber das wäre jetzt wirklich Jammern auf höchstem Niveau. Ich habe durchaus auch bei anderen Touren vor allem im Gipfelbereich weitflächig gelben Schnee vorgefunden. Und da war nicht die Sahara dran Schuld 😉 .

Die Skitour oder besser Skitouren-Abfahrt habe ich in der Vergangenheit ja nicht nur bereits mehrfach beschrieben sondern von unserer letzten Unternehmung gibt es davon ja auch ein Video.

Dachstein – Gröbming: Bisher 6 Mal zurückgelegt, davon gibt es 5 GPS-Tracks und im Mittelteil 5 Strecken-Varianten. Die heurige rote Linie ist im Mittelteil die beste, weist dafür aber nach dem Schladminger Gletscher einen leichten „Ausreisser“ auf.

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV – Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Am Hunerkogel mit dem bekannten Blick zu den höchsten Dachsteingipfeln.
Blick zum Hohen Gjaidstein im Norden. Bald sind wir „in Freiheit“.
Der Koppenkarstein im Osten. Wir werden links auf der präparierten Piste über den Schladminger Gletscher abfahren
Wir umfahren den Koppenkarstein an der Nordseite. Dabei weiche ich von der Ideallinie ein bisschen zu weit nach Süden ab.
Gelb-orange-brauner Saharasand
Vor uns die heimatlichen Berge: Grimming (links), Kammspitz (Mitte) und Stoderzinken (rechts). Zwischen den beiden letztgenannten wird 25 Kilometer später unsere Skitouren-Abfahrt enden.
Noch einmal der Koppenkarstein.
Die Skitourenroute ist ein weites Stück Richtung Osten präpariert. Der kleine schwarze Strich rechts der Bildmitte ist kein Pixel-Fehler oder Sensorfleck, sondern Stefan, der im schmutzigen Schnee seine eleganten Schwünge zieht.
Blick über das Dachsteinplateau Richtung Norden zu Krippenstein und Speikberg (Bildmitte). Rechts hinten die mehr als 40 Kilometer Luftlinie entfernten höchsten Gipfel des Toten Gebirges um den Großen Priel.
Der nächste „Zapfen“ am Foto: Links der Landfriedstein.
Und noch einmal ein Blick zurück über das herrliche Dachsteinplateau. Nach jeder Kurve hat man den Eindruck, jetzt würde es noch schöner aussehen.
Da zückt auch Stefan gerne seine Smartphone-Kamera.
Hatten wir das Motiv nicht grade eben. Kann es sein, dass es jetzt noch toller aussieht?
Allmählich wird das „Grün“ häufiger.
Und wir tauchen ein in die endlosen Wälder des Kemetgebirges.
Von der Schildenwangalm klingen uns Gesänge von vor uns gestarteten Skitouren-Abfahrern entgegen.
Wir fahren gleich weiter und gelangen in die Notgasse mit der noch hart gefrorenen Schneedecke.
Stefan in der Engstelle.

Bis zur Rahnstube können wir in der Folge noch abfahren, auf der Forststraße bremste, saugte und stauchte es uns aber stellenweise schon ziemlich arg zusammen. Danach war Ski-Tragen durch die Öfen bis in die Lend angesagt, ein „Vergnügen“, welchem wir bei unserer nächsten gemeinsamen Skitour noch wesentlich länger frönen konnten.

Details dazu folgen im nächsten Bericht.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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