Noch 2 Traditionstouren: Kammkarlspitz und Schwarzkopf

Ende März besuchten wir noch 2 unserer Traditions-Gipfel im ausklingenden Skitouren-Winter. Wenn im beginnenden Frühling die Temperaturen zu steigen beginnen und man dem Schnee beim Schmelzen zusehen kann, stellt sich Jahr für Jahr die Frage: Wo könnten wir in unserer Gegend noch lohnende Skitouren unternehmen ohne gleich in die Hohen Tauern (z.B. Rauris / Kolm Saigurn oder Alpinzentrum Rudolfshütte / Weißsee) fahren zu müssen?

Und jedes Jahr gibt es dann dieselben Antworten: Großsölktal, Zauchensee und Obertauern. Die beiden erstgenannten Gebiete haben wir Ende März 2022 besucht.

Einer der einfachsten, aber auf Grund seiner Länge je nach Zufahrtsmöglichkeit doch recht konditionsfordernden Gipfel über der Sölkpaßstraße ist der Kammkarlspitz. Und abseits des Zauchensee-Schigebietes mit Skitouren-Verbot gibt es die landschaftlich attraktive Möglichkeit, von der Oberzauchenseealm über die Stubhöhe und durch das Schneekar auf den Schwarzkopf aufzusteigen. Und im Anschluß bequem mit Schneesicherheit auf den Schipisten abzufahren.

Kammkarlspitz

Die Zufahrt auf der Sölkpaßstraße war bis zur Hansenalm möglich. Von hier weg geht man mit den Tourenski zunächst auf der schneebedeckten Straße ca. 4,5 Kilometer taleinwärts bis zur Erzherzog-Johann-Hütte.

Aufbruch bei der Hansenalm, wo schon etliche Autos parken.
Vorbei an der Hüttfeldalm
Am Talschluss mit den Gipfelerhebungen Hochstubofen (links), Aarfeldspitz und Hornfeldspitze (rechts). Heuer ist bereits auffallend wenig Schnee bei der Querung zwischen Mahdfeldhütte und Schafdach-Anstieg.
Blick von den Rottenmanner und Wölzer Tauern zu den jenseits der Sölkpaßstraße liegenden Schladminger Tauern mit dem Deneck (rechts). Links das Nageleck. Beide Gipfel lassen sich im Sommer wunderbar miteinander kombinieren.
Zunehmend steiler Anstieg auf den Kammkarlspitz. Die Sonne fordert ihren Tribut.
Auf der Gratverbindung Kammkarlspitz – Tischfeldspitze. Rechts der Bildmitte der Unholding und rechts im Hintergrund das schneebedeckte Gumpeneck.
Ingrid auf den letzten Metern auf den Kammkarlspitz.
Einige Skitourengeher (darunter 2 gute alte Bekannte aus der Jugendzeit) verlassen bei unserer Ankunft gerade den Gipfel, so dass wir ihn kurz ganz für uns alleine haben.
Panoramablick von der Tischfeldspitze (links) über den Kammkarlspitz (Bildmitte) bis zum Schafdach (rechts).

Schwarzkopf

Wir schauen, dass wir das Schigebiet, an dessen Rand wir entlang der Sommermarkierung aufsteigen, rasch hinter uns lassen. Bei der Oberzauchenseealm kehrt schließlich Ruhe ein.
Bis zur Stubhöhe folgen wir der Sommermarkierung.
Danach geht´s nach einem steilen Aufschwung Richtung Westen durch das landschaftlich wunderschöne Schneekar. Gesäumt von der Steinfeldspitze im Süden und dem Gamskogel im Norden (rechts).
Und vor uns im Westen liegt unser Gipfelziel – der Schwarzkopf.
Am Nordgrat auf den Schwarzkopf lassen wir unsere Tourenski zurück.
Blick über die Schwarzkopf-Gipfelwechten zur Steinfeldspitze.
Ein neues Gipfelkreuz ziert den Schwarzkopf. Mittlerweile bereits das Dritte, das ich hier im Lauf der letzten 15 Jahre vorfinde.

2005 – im Anschluss an meine Steinfeldspitze-Überschreitung habe ich am Schwarzkopf ein liegenden Gipfelkreuz vorgefunden. 2013 gab es dann ebenso wie 2016 bereits ein anderes bzw. zumindest stehendes Gipfelkreuz. Und jetzt ist schon wieder ein neues Gipfelkreuz oben.

Die Gipfelwechte schaute nicht mehr sonderlich stabil aus.
Blick nach Südwesten zu Mosermandl (Bildmitte über dem Gasthofkar) und Faulkogel (rechts).
Und noch einmal Faulkogel (ganz links) mit dem Höhenzug über das Liebeseck bis zur Ennskraxen.

Abgefahren sind wir dann über die Weltcup-Schipiste.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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