Pistentouren im Februar und März

Im Februar konnte ich am Feldl nach fast 2 Jahren kniebedingter Pause endlich wieder mit meinen ersten Gelände-Skitouren beginnen (z.B. Wolfnalmspitze, Ausseer Zinken oder Penkkopf). Aber auch auf Schipisten waren wir tourentechnisch noch eifrig unterwegs.

Fast schon systematisch haben wir bei Pisten-Touren all jene Schigebiete „abgegrast“ (oder heißt das im Winter „abgeschneet“ ?) auf denen neuerdings Skitouren völlig legal erlaubt sind (gegen Einwurf kleiner Münzen oder schon eher größerer Scheine). Die eine oder andere Tour lässt sich aber auch noch kostenlos begehen.

Wobei Pisten-Touren ja gar nicht unbedingt der richtige Begriff ist. Denn aufgestiegen kann vielfach abseits des Rummels auf den (überwiegend) Kunstschneepisten werden. Aber je nach Schneeverhältnissen ist man dann doch froh, diese Schipisten für die Abfahrt in Anspruch nehmen zu können, wenngleich die dafür zu entrichtenden Beträge mittlerweile schon die Schmerzgrenze erreicht bzw. überschritten haben.

Details der einzelnen Touren erspare ich mir, diese können bei Bedarf ja auf der Homepage des jeweiligen Schigebietes nachgelesen werden. Nachfolgend im Überblick unsere Touren:

  • Lawinenstein
  • Hochwurzen
  • Michaelerberg
  • Loseralm
  • Kemahdhöhe
  • Tannkoppen
  • Fulseck
  • Ahornstein
  • Schwarzwand

Lawinenstein

Aufbruch in Bad Mitterndorf entlang der Schipiste (offiziell erlaubt und kostenfrei).
Später folgt ein kurzes Waldstück, über welches man die Brentenmöserhütte erreicht.
Nach der gekennzeichneten Querung der Schipiste geht es über Schläge und im lichten Wald weiter.
Wir erreichen die ersten Hütten der Tauplitzalm, wo wir uns dann tunlichst von den Schipisten fernhalten.
Blick über die Tauplitzalm und den Traweng zu den Tragln.
Oberhalb des Schigeländes am Winterwanderweg westwärts …
… bis zum Gipfelkreuz am Lawinenstein.
Über den Wolken. Blick Richtung Sarstein (links).

Hochwurzen

Eigentlich wollten wir die offizielle Skitouren-Route gehen. An diesem Wochenende war aber in ganz Rohrmoos weit und breit kein Parkplatz mehr zu bekommen. Also starteten wir erst weiter oben beim Ghf. Winterer und folgten dem präparierten Winterwanderweg.
Beim „monströsen“ Gipfelkreuz auf der Kleinen Hochwurzen
… das sich bei näherer Betrachtung als ganz schön klein erweist.

Ausblick Richtung Westen zu Schober und Rippetegg über dem Reiteralm-Schigebiet.

Den kurzen Aufstieg zur „umschwärmten“ Hochwurzenhütte haben wir uns heute erspart.

Michaelerberg

Der Michaelerberg ist zwar kein Schigebiet mehr, aber dennoch wird die ehemalige Schipiste vom Hüttenwirt des Michaelerberghauses für die Tourengeher noch immer bestens in Schuss gehalten. Einige Fotos dazu habe ich ja bereits in meinem Bericht über die Kochofen-Tour bereitgestellt.

So toll die Verhältnisse bei meinem Kochofen-Besuch waren, so bescheiden war es wenige Tage später, als sich meine abgewetzten Felle in den pappigen Neuschnee „verliebten“.

Loseralm

Einmal im Jahr steht bei uns auch gerne ein Ausflug zum Loserfenster auf dem Tourenplan.
Heute hatten wir aber wegen eines nachmittäglichen Termins für diesen Anstieg keine Zeit mehr und beließen es bei dem Aufstieg auf der Loseralmstraße, welche neben der Familienabfahrt auch die Funktion als Winterspazierweg und Rodelbahn erfüllt.
Ausblick über den Altausseer See.
Unser heutiges Tourenziel: Die Loseralm.

Kemahdhöhe

Die Kemahdhöhe lässt sich sowohl von Radstadt als auch von Altenmarkt aus erreichen.
Wir wählten als Startpunkt das bei der Anfahrt näher liegende Radstadt mit Ausblick zu den Dachsteingipfeln.
Die Tour ist nicht wirklich schlecht, man bewegt sich großteils durch ruhiges Waldgebiet. Aber 15 Euro für diese Pistentour wird uns wohl nicht mehr so rasch wieder hierher führen …
… auch wenn das aus ehemaligen Liftstützen zusammengebaute Gipfelkreuz durchaus sehenswert ist.
Riesiges Gipfelkreuz auf der Kemahdhöhe.
Wie bereits am Gernkogel hat sich Ingrid auch heute wieder farblich an das Maskottchen angepasst.

Tannkoppen

Ich weiß gar nicht, wie oft ich bereits am kleinen Schigebiet in Eben im Pongau vorbeigefahren bin. Ebenso wenig ist mir bekannt, warum der Berg dort den „hinterteiligen“ Namen Monte Popolo trägt. Ausblick von der Bergstation zur Großen Bischofsmütze über Filzmoos.
Wir entschieden uns für die Aufstiegsvariante abseits der Schipisten über Forstwege und durch den Wald. Von der Bergstation kann man im Gelände noch ein Stück ostwärts wandern und erreicht dort das verborgene Gipfelkreuz auf der Tannkoppen.
Bei der Abfahrt entlang der Schipiste hatten wir dann so manche nette tierische Begegnung.

Fulseck

Die Skitouren-Route von Großarl auf das Fulseck war nicht nur eine der längsten unserer Pisten-Skitouren, sondern auch die günstigste im Salzburger Land. Während selbst auf den kleinen „Hügeln“ wie Kemahdhöhe oder Monte Popolo 15 Euro zu Buche schlagen, gibt man sich in Großarl trotz der beachtlichen mehr als 1.100 Höhenmeter mit 14,50 Euro geradezu bescheiden.

Eigentlich wären wir einige Tage zuvor bereits bei der Talstation in Großarl gewesen. Aus unerfindlichen Gründen war trotz bester Wetterverhältnisse und sicherer Lawinenverhältnisse damals die Skitouren-Route wegen „Präparierungsarbeiten“ aber gesperrt (über unsere damalige Ausweichtour werde ich noch separat berichten).
Heute aber haben wir uns bereits vorab telefonisch erkundigt und es hat alles gepasst.
Im oberen Abschnitt geht man weitab der Schipiste – vorbei am Arltörl, welches wir bereits vor 11 Jahren bei einer Sommerwanderung auf den Schuhflicker kennengelernt hatten.
Im Hintergrund der Schuhflicker …
… und vor uns das Fulseck, wo wir wieder das Schigebiet betreten.
Nicht jeder benötigt eine Schipiste für den „Abstieg“ ins Gasteinertal. Im linken Bildbereich die einfachen Skitouren-Wiesen hinauf auf den Tagkopf, den wir erst unlängst wieder einmal besucht haben.
Vom Gipfel des Fulseck sind wir dann entlang der Schipisten zurück nach Großarl abgefahren.

Ahornstein

Mein erster Besuch am Ahornstein liegt mittlerweile bereits 17 Jahre zurück. Während ich damals allerdings an einem Faschingsdienstag mit meinen ehemaligen Arbeitskollegen den kürzen Weg vom Dientner Sattel gewählt hatte, sind Ingrid und ich heute entlang der präparierten „Kings Cab“-Skitourenroute von Mühlbach am Hochkönig aus aufgestiegen.
Wir lassen das Schigebiet mit dem Hochkönig-Massiv im Hintergrund hinter uns …
… und steuern zunächst Richtung Süden auf das Kollmannsegg zu.
Aber noch vor dem Kollmannsegg halten wir uns rechts und erreichen im Westen …
… das Gipfelkreuz auf der Wastlhöhe.
Dann geht´s über einige „Zwischen-Hügel“ …
… Richtung Süden …
… zum Gipfelkreuz am Ahornstein, das seit meinem letzten Besuch vor 17 Jahren erneuert wurde.
Ein Foto von Österreich´s „Höchstem“ (links) darf natürlich nicht fehlen.

Schwarzwand

Die (kostenfreie) Skitour im Skitouren Center Raurisertal von Rauris auf die Schwarzwand hat mich „mit meinem beginnendem Alzheimer“ konfrontiert. Denn noch bei der Anfahrt war ich felsenfest überzeugt, heute einen neuen Winter-Gipfel zu begehen.
Lediglich eine 5-Gipfel-Sommer-Überschreitung von der Schwarzwand zum Baukogel war mir noch in Erinnerung.
Aber beim Ausgangsparkplatz in Rauris kam mir dann alles so vertraut vor. Und spätestens nach den ersten Kehren der Schipiste war ich mir sicher – hier war ich bereits einmal.
Und wie mir ein Eintrag bei OLS zeigte ist das noch nicht einmal so lange her (am 01.02.2020).

Ingrid am höchsten Punkt der Schwarzwand – das Gipfelkreuz steht etwas unterhalb.

Am benachbarten Hügel oberhalb der Ski-Bergstation lassen sich mittels Fernrohr die umliegenden Gipfel namentlich identifizieren.
Die höchsten Gipfel wie Hoher Tenn, Großes Wiesbachhorn, Hohe Dock oder Großglockner (von rechts nach links) können wir aber auch ohne Hilfsmittel identifizieren.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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