Kemetgebirge und Abschluss-Touren Teil III

Wie bereits im Oktober und November waren auch im Dezember die Hauptthemen unserer Wanderungen das Kemetgebirge und Abschluss-Touren.

Alle Monats-Themen des Wanderjahres 2021:

In diesem Artikel möchte ich vor allem unsere Streifzüge über das Kemetgebirge etwas näher beleuchten. Hier gab es neben den in den Vormonaten bereits beschriebenen Tourenzielen zwischen Stoderzinken, Bärenloch, Neubergalm, Mausbendlloch und Miesbodensee und selbstverständlich dem Hirzberg noch 2 weitere lohnenswerte Tourenziele, die sich schon recht häufig in unserem Tourenbuch eingetragen haben.

Rot sind unsere 9 Dezember-Touren/Spaziergänge eingezeichnet. Mehr als 80 Touren ergeben 2021 ein zusammenhängendes „Routengeflecht“ zwischen Filzmoos und Wörschach.

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV – Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Für beide Tourenziele konnten/mussten wir dieses Mal auf die Schneeschuhe umsteigen, da Anfang Dezember schon eine nennenswerte Schneehöhe ab dem Mittelgebirge vorzufinden war. Die Tourenski habe ich mir wegen meinem Knie noch nicht zugetraut, von der Schneemenge her wäre es aber durchaus schon möglich gewesen – zumindest mit Stoaschi.

Die 3. Schneeschuhwanderung im Dezember führte uns von Wörschachwald zur Stoiringalm. Den ursprünglich anvisierten Feldl-Gipfelanstieg haben wir uns bei der anstrengenden Spurarbeit in den ansehnlichen Schneemassen dann doch erspart.

Schneeschuhwanderungen sind mir aber durchaus schon wieder so gut wie schmerzfrei möglich, die Tourenski werde ich dann im neuen Jahr antesten.

Ab Mitte Dezember sorgte das ausgesproche milde Tauwetter dafür, dass wir nur mehr zu Fuß / ohne Schneeschuhe unterwegs waren – selbst auf dem recht schneereichen Rittisberg.

Notgasse

Unser erster Kemetgebirgsausflug einen Tag vor Krampus (falls Ingrid dann abgeholt werden sollte, noch schnell eine Wanderung mit ihr 😉 ) nimmt seinen Ausgang in der heuer bereits bestens bekannten Lend und durch die Öfen.

Auf einer Forststraße zur …

Eine dünne Schneeauflage auf den Serpentinen erlaubt sogar schon einigen Skitourengehern, mit den Tourenski direkt vom Parkplatz aufzubrechen. Beim Parkplatz späht gerade eine größere Ansammlung von Jägern in die umliegenden Berge.

… Großen Wiesmahd. Anstrengend war’s.

Bei der Abzweigung über den Rotwandschlag verlassen wir die Forststraße und folgen dem Stoderweg das erste Steilstück hinauf. Als es wieder flacher wird, kurz nachdem uns ein abfahrender Schifahrer entgegen gekommen ist, zweigen wir nach Nordwesten ab, um diversen Forstraßen und Ziehwegen über die Große Kohlstatt bis zur Großen Wiesmahd zu folgen.

Durch den Eintrag im „Notgassen-Buch“ wissen wir auch, bei wem wir uns für die Spur durch die Notgasse bedanken müssen.

Hier sind wir dann ob der anstrengenden Spurarbeit dann doch schon einigermaßen müde und deshalb höchst erfreut, auf eine einsame Schispur zu treffen. Der Tourengeher hat im Aufstieg und bei der Abfahrt dieselbe Route genommen: Nämlich durch die Notgasse.

Ingrid beim oberen Eingang in die …
… zunehmend schmaler werdende Notgasse …
… deren Felswände geziert werden von mehr oder weniger alten …
… Felsritzbildern.

Dieser Route folgen wir nun, sind am unteren (östlichen) Ende dann aber doch trotz erleichternder Schispur so müde, dass wir beschließen, über die Brandalm hinab zu gehen. Die Forststraße wurde gerade sehr „gründlich“ geräumt, was uns zwar nicht weiter störte, die Skitourengeher werden aber bei der Abfahrt wohl weniger Freude haben.

Sehr „sorgfältige“ Schneeräumung bis zur Brandalm – ich wünschte, bei uns im Tal würde immer so gründlich und rasch geräumt.

Hochmühleck

16 Mal standen wir vor dieser Wanderung am Feiertag (8. Dezember) bereits am Hochmühleck. Damit liegt dieser Gipfel auf Platz 10 meiner Gipfelliste (bisher 1.314 verschiedene Gipfel) und zählt zu den jährlichen Fixpunkten vor allem im Frühwinter. Aber nichts im Vergleich zu jenem „Stammbesucher“, dem am Gipfel eine eigene Tafel gewidmet wurde. Und dem wir höchstwahrscheinlich auch beim Aufstieg im Umfeld der Goseritzalm begegnet sind.

Wir wählen heute nämlich nicht den für Gröbminger klassischen Startpunkt in der Lend (wie zuvor bei der Notgasse), sondern entscheiden uns im Sinne der Erweiterung unseres heurigen „zusammenhängenden Tourennetzes“ für eine Überschreitung.

Frostig war es heute und Sonnenstrahlen konnten wir nur kurz ganz am Anfang genießen.

Startpunkt ist der auf Grund des Lockdowns (bei der Zählung sind wir uns mittlerweile nicht mehr so sicher) ungeräumte Parkplatz bei der Aldiana-Grimmingtherme in Bad Mitterndorf. Brickelnde -15° Celsius zeigt das Thermometer. Glücklich können sich jene schätzen, die mit wucherndem Gesichtshaar geschützt sind.

Yeti-Selfie

Unser Weg führt uns von Neuhofen auf einer geräumten Forststraße bei anfangs noch heiterem Himmel Richtung Westen durch den Almgraben zur Steinitzenalm.

Am Weg zur Steinitzenalm

Kurz nach der Steinitzenalm endet die Forstweg-Räumung und die Route dreht nun Richtung Norden. 1 Stunde sollen es von hier noch bis zur Goseritzalm sein, noch ganze 2 Stunden bis auf das Hochmühleck.

Da scheint jemand nicht mit den Zeitangaben auf dem Wegweiser einverstanden zu sein.
Bei einer Begegnung bei der Goseritzalm mit einem – ebenfalls – Schneeschuhwanderer vermuten wir jenen Bergkameraden, dem zur 1.000 Besteigung eine Tafel auf dem Hochmühleck gewidmet wurde.

Bis zum Gipfelkreuz am Hochmühleck können wir den bereits vorhandenen Spuren folgen. Der Aufstieg gestaltet sich so einigermaßen einfach. Neben dem besagten „1000-Mal-Gipfelbesteiger“ auf Schneeschuhen kommen uns auch noch 3 Skitourengeherinnen von oben entgegen. Die Abfahrtsbedingungen erscheinen perfekt.

Auf der Nordseite ist bis zum Gipfelkreuz gespurt.

Die Gröbminger hat es heuer aber noch nicht auf das Hochmühleck gezogen. Jungfräulich liegt die Route vor uns, über die wir uns nun unseren Weg bis zur Viehbergalm bahnen / spuren müssen.

Noch keine Anstiegsspuren auf der Südseite
Ab der Viehbergalm aber finden wir dann bereits einen tiefen, ausgetretenen Graben vor.

So – das war unser Wanderjahr 2021. Wir wünschen unserem Leser 😉 ein gutes, unfallfreies, gesundes, neues Jahr.

Liebe Grüße – Ingrid & Christian

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