Jahresziel, Lückenfüller und Ausreisser

Ein durchgängiges Thema zu finden – wie bei den vorangegangenen Monaten des Jahres 2021 – ist für den September gar nicht so einfach.

Die bisherigen Monats-Themen lauteten:

Ein Ausreisser von unserem heurigen zusammenhängenden Tourengebiet führte uns in die Schladminger Tauern.

Zum einen gab es 2 Ausreisser aus dem bisherigen Routen-Zusammenhang, darunter die großartige Tour mit Martin auf Vogelsang, Kornreitwipfl und Schiedeck. Und zum anderen hatten die Touren neben der ebenfalls herausragenden Grimming-Überschreitung mit Stefan (mein Jahresziel nach dem Kochenmarködem) den Zweck, die Lücken zwischen den anderen Routen zu schließen.

Eselstein und Yetistein

Eine Tour – dieses Mal mit Ingrid – möchte ich aber dennoch ein bisschen detaillierter hervorheben. Im Dachsteingebirge, nördlich der Ramsau, gab es noch eine kleine Lücke zwischen unserer Scheichenspitz-Runde und der Luserwand-Miesberg-Runde. Zwischen Guttenberghaus und Gruberscharte gab es zwar nur noch knapp einen Kilometer zu überbrücken, wir hatten bei dieser Tour aber auch den Eselstein als Gipfelziel auserkoren.

Bis zum Guttenberghaus (im Hintergrund der Sinabell) folgten wir einer heuer bereits im Abstieg begangenen Route.

Und wenn es sich ergab, das machten wir von unserer Tagesform und dem Wetter abhängig, wollten wir dem von uns vor 15 Jahren „getauften“ und so benannten Yetistein wieder einmal einen Besuch abstatten.

Karstlandschaft am Dachsteinplateau.

Start beim Parkplatz Feisterer, bei dem seit diesem Jahr eine Parkgebühr von 4 Euro zu entrichten ist und Aufstieg an der Lärchbodenalm vorbei bis knapp unterhalb dem Guttenberghaus. Von hier dann westwärts hinauf zur Gruberscharte – die Lücke war somit geschlossen, die „Pflicht“ erledigt.

In der Gruberscharte hatten wir den nächsten Anschluss. Im Sommer waren wir hier bereits auf unserem Weg zur Scheichenspitze (Bildmitte) vorbeigekommen.

Hier ein kurzes Stück abwärts und im östlich auslaufenden Landfriedtal auf die Nordseite des markanten Eselstein, auf dem wir auf den Klettersteigen im Westen gelegentlich Bergsteiger erkennen konnten. Wir hatten aber nun andere Ziele, zumal das Wetter abgesehen vom Wind recht angenehm war.

Nordseitig um den Eselstein herum

Der Yetistein sollte es werden. 2006 hatten wir bei unserem Aufstieg über den Hölltalsee dem höchsten Punkt des von Ost nach West verlaufenden Kalk-Rückens, der erst vor Eselstein und Landfriedstein wieder abfällt, diesen Namen gegeben.

Scheichenspitze, Landfriedstein, Ingrid, Großer Koppenkarstein (v.l.n.r.)

Das Steinmandl von damals steht noch immer. Leider dürfte es nicht mehr ganz einsam hier sein, was Müllreste (Flaschen, Dosen) unter diversen Steinen bezeugen. Es war mir schon immer ein Rätsel, warum manche „Naturliebhaber“ zwar die Kraft haben, volle Getränke-Behälter auf die Berge zu tragen, dort aber nicht mehr in der Lage sind, ihren Müll auch wieder zurück ins Tal zu tragen.

Das Steinmandl am „Yetistein“ existiert noch immer.

Am nahen Eselstein erkannten wir immer wieder kleinere Bergsteiger-Ansammlungen. Auch wir peilten jetzt in der Folge diesen Gipfel an. Bei unserem Eintreffen beim Gipfelbuch waren wir dann aber ganz alleine und konnten die Stille der Berge und die großartige Aussicht genießen.

Der Eselstein hat neben einem Steinmandl auch ein Gipfelbuch zu bieten.

Dennoch ließ uns der frische Wind nicht allzu lange dort verweilen. Für den Abstieg wählten wir nun die Route über das Guttenberghaus, wobei wir aber großteils auf unmarkierten Steigen bzw. weglos unterwegs waren. Erst unterhalb des Guttenberghauses trafen wir wieder auf den markierten Weg, dem wir zurück zum Ausgangspunkt folgten.

Tiefblick zum Hölltalsee am Weg vom Yetistein auf den Eselstein.

Hirsche wo versteckt ihr euch

Der 2. Ausreisser im September führte uns in die Schladminger Tauern. In Erinnerung an die vor 2 Jahren gesehenen Hirsche und deren eindrucksvolles Brunftverhalten stiegen wir wieder über den Hohensee auf zu Schwarzensee und Grünsee.

Tiefblick zur Hohenseealm

Hören konnten wir zwar einige Hirsche, zu Gesicht haben wir allerdings keinen bekommen, das extra mitgenommene Zoom-Objektiv konnte im Rucksack bleiben (Für Insider: Ich habe übrigens noch immer denselben 🙂 ).

Schwarzensee

Entweder wir waren heuer ein bisschen zu früh dran oder möglicherweise war es den Geweihträgern zu warm. Dafür konnten wir uns umso mehr der schönen Seen-Landschaft widmen.

Grünsee

Und beim Rückweg die obligatorsiche „Einkehr“ beim gutgefüllten Brunnen auf der Hohenseealm (2,50 Euro pro Getränk). Danke an Ernst und Isabella.

Beim Rückweg haben wir uns mit bloßer Hand noch einen „Dosenfisch“ geangelt.

Die 2. Sehenswürdigkeit von Lessern

Die fünfte September-Tour führte uns – dieses Mal noch etwas geschwächt von einer fiebrigen Halsentzünding – zur „2. Sehenswürdigkeit“, die Lessern zu bieten hat – seinem Wasserfall.

Den Lesserner Wasserfall …

Hauptzweck war wieder eine Lückenfüllerei. 300 Meter fehlten zwischen der Grimming-Route und einer Trautenfels-Pürgg-Runde. Über den Waldverhauer ziehe ich die Decke des Schweigens. Den Wasserfall kann man sich anschauen, wer ihn Zeit seines Lebens nicht sieht, hat aber auch nichts versäumt.

… erreicht man auf einem Steigerl, welches unter der Eisenbahnbrücke hindurchführt.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Ingrid am Yetistein. Dahinter folgt das langgezogene Landfriedtal. Links hinten die Scheichenspitze, am rechten Bildrand der Landfriedstein.

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