Bewegungsarena Mitterberg – St. Martin

Hätte ich noch die berggängigen Kniegelenke eines 54-jährigen Jünglings wäre ich sicher nicht so schnell auf eine hervorragende Wander- bzw. Spaziermöglichkeit in meiner näheren Umgebung gestoßen.

Im Jänner gab es Fototouren „von der Haustüre weg“. Im Februar waren die bunt beschilderten Routen in der Gemeinde Mitterberg – St. Martin das Tourenziel.

Trotz seiner Bezeichnung „Mitterberg“ wären mir die bunt beschilderten Wanderwege in der Bewegungsarena Mitterberg – St. Martin wohl nicht aufgefallen. Am Weg zu einem „richtigen Berg“ bin ich maximal an Kaindorf vorbeigefahren und in Ratting durchgekommen.

Bei Kaindorf und Ratting handelt es sich um 2 kleine Ortschaften am West- bzw. Südwestrand des sich knapp 8 Kilometer von Südwest nach Nordost ziehenden „Wald- und Wiesen-Hügels“, der sich kaum mehr als 50 Höhenmeter über Gröbming erhebt, aber immerhin fast 170 Höhenmeter über den Ennsboden hinaufreicht.

Der Grimming prägt den Ausblick bei Wanderungen am Mitterberg.

Neben den bereits erwähnten Orten Kaindorf und Ratting gibt es am Mitterberg noch eine Vielzahl weiterer kleiner Häuser- und Gehöftansammlungen mit so klingenden Namen wie Zirting, Matzling oder Gersdorf. Kürzer benamst und auch kleiner geben sich Dorf und Berg.

Schloß Gstatt auf der Öblarner Seite

An der Nordseite der Erhebung liegen von Gröbming nordostwärts an der Bundesstraße B320 die kleinen Ortschaften Kranzbach, Lengdorf, Tipschern und Krottendorf aufgefädelt.

Grimmingblick und Kirchenblick in St. Martin am Grimming

Und seit der steirischen Gemeindezusammenlegung gehört auch Sankt Martin am Grimming zu dieser Gemeinde, deren zur „Bewegungsarena“ zählendes Wandernetz mit 14 Wanderrouten insgesamt 70 Kilometer und 1.900 Höhenmeter umfasst. In meinem Tourenbuch laufen diese „Spaziergänge“ in der Kategorie „Fototour“, da ich doch hoffe, nach der vollstänigen Ausheilung meiner Knieentzündung irgendwann wieder zu „richtigen“ Wandertouren in die Berge zurückkehren zu können.

Meine Fototouren im Februar 2021 führten mich fast über das gesamte Wegenetz der Bewegungsarena Mitterberg – St. Martin und darüber hinaus über etliche zusätzliche Wegerln. In Summe ergab das 110 Kilometer und 2.850 Höhenmeter.

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV – Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Aber im Februar (und auch noch im März) 2021 habe ich so gut wie alle beschilderten Wanderrouten zumindest einmal erforscht und genossen, einige kurze Verbindungswege fehlen zwar noch, dafür sind aber auch etliche andere Wegverbindungen und auch so manche steiglose Passage dazugekommen.

Bei den Kilometern liege ich im Jahresvergleich „Jänner bis Februar“ zwar noch immer im Spitzenfeld (gelbe Linie), bei den Höhenmetern verliere ich aber immer mehr den Anschluß (blaue Fläche).

Die sogenannten „Bergfenster“ – besonders schöne Aussichtspunkte in die umliegende Bergwelt des Dachsteingebirges und die Schladminger sowie Rottenmanner und Wölzer Tauern – habe ich auch schon alle aufgesucht. Und ich muss sagen: Ich bzw. wir sind begeistert. Einzig an der einen oder anderen Abzweigung würde eine zusätzliche/übersichtlichere Hinweistafel nicht schaden, zumal die Tafeln wohl immer nur in eine Gehrichtung angedacht sind.

Das Gumpeneck war im vom Saharasand dunstigen Himmel kaum erkennbar.

Natürlich kam auch meine neueste Leidenschaft – die Vogelbeobachtung – bei diesen Ausflügen nicht zu kurz. Und so weiß ich mittlerweile recht genau, wo sich beispielsweise die Graureiher meistens aufhalten oder wo das Mäusebussard-Paar sein Revier haben dürfte. Erstmals konnte ich auch ein Rotkehlchen in freier Natur beobachten. Ansonsten natürlich die bereits bekannte Vogelschar von Haus- und Feldsperlingen, Erlenzeisigen, Kohl- und Blaumeisen bei den kleineren Arten. Von den Amseln zu den Krähen bei den „Schwarzvögeln“. Auch Eichelhäher und Türkentauben sind uns mehrfach untergekommen.

Auch zum Salza-Wasserfall führt eine der beschilderten Wanderrouten.

Wir bewunderten zahlreiche Büsche und Sträucher und sind schon neugierig, ob sich im Frühjahr mit dem Blattaustrieb und Blühbeginn unsere Arten-Zuordnungen / Vermutungen bestätigen.

Falls sich jemand am Mitterberg Sorgen gemacht hat, weil sich da so häufig ein Paparazzo herumgetrieben hat – keine Angst. Ich habe nur die Vogelwelt und den einen oder anderen Strauch oder Baum oder das erste Frühlingsblumerl abgelichtet. Auch so manches „Warnung vor dem Hunde“-Schild (von denen es am Mitterberg zahlreiche gibt) war ein Foto wert 🙂 .

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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