Neuanfang – Wieder am Start

Punktgenau zum 1.1.2021 bin ich nun auch offiziell wieder ins Tourengeschehen eingestiegen, nachdem ich in den letzten Tagen des alten Jahres bereits mehrmals meine Gehfähigkeiten angetestet habe. Vor 12 Tagen wäre das noch völlig undenkbar gewesen – damals hatte ich zwischenzeitlich wieder die Krücken benötigt. Aber jetzt läuft … naja … geht es wieder ganz akzeptabel.

Erste „Tour“ nach 3,5 Monaten: Foto-Spaziergang im Gröbmingerland.

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV – Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Mein Ziel von 400 Höhenmetern habe ich zwar deutlich verfehlt, ich mußte mich mit 255 zufrieden gegeben. Die anvisierten 10 Kilometer habe ich aber bei meiner Wanderrunde im Gröbmingerland zwischen Weyern und Hofmanning mit einer zurückgelegten Distanz von 11,5 Kilometern ganz klar überschritten. Teilweise sogar im „Gelände“ – auf Waldwegen und über leicht verschneite Wiesen, die von einem Übereifrigen bereits zum Ausführen der Langlaufausrüstung genutzt wurden.

Die gute Nachricht: 2021 bin ich wieder da 🙂 .

Und nachdem jetzt mein Knochenmarködem nach 4 Monaten endlich ziemlich gut ausgeheilt sein dürfte, ist es nur mehr eine Frage der Zeit, bis auch mein Meniskusriss operiert werden kann. Lediglich mein abwechselnd steifes und lahmes Bein mit dem wegknickenden Knie beunruhigt mich noch etwas. Aber auch das hoffe ich mit langsam zunehmenden Muskeln wieder in den Griff zu bekommen.

Solch einen wunderschönen immergrünen Ilex (Stechpalme) möchte ich in meinem Garten auch haben.

Mit interessanten Landschaftsaufnahmen oder gar Bergausblicken kann ich noch nicht dienen, aber ich habe mich in den letzten Wochen ja verstärkt der Vogelfotografie gewidmet. Und bei Schönwetter und gutem Licht bin ich mit meinem mittelguten Teleobjektiv schon recht zufrieden.

Das Gipfelkreuz am Kammspitz (rechts) kann ich derzeit nur aus der Ferne betrachten.

Teleobjekte waren bis vor etwa einem dreiviertel Jahr für mich eigentlich kein Thema. Ich war eher ein Fan von (Super-)Weitwinkel-Objektiven, da ich ja ohnehin immer „mittendrin (oder besser obenauf) statt nur dabei war“. Erst als im Mai 2020 die Amseln bei uns einzogen, habe ich mich näher mit Tele-Zooms beschäftigt und mich mit dem Sony SEL70350G für einen guten Preis-Leistungs-Kompromiss entschieden.

Und dieses „APS-C-Telezom der Mittelklasse“ erlaubt mir auch die eine oder andere Vogel-Ablichtung, die so vorher eben nicht möglich gewesen wäre.

Ohne ordentliches Teleobjektiv wäre diese Turmfalken-Aufnahme am Silvestertag 2020 wohl nicht möglich gewesen.

Und mangels imposanter Landschaftsimpressionen kann ich euch stattdessen in nächster Zeit eben mehr oder weniger gelungene (dafür interessante) Vogelaufnahmen anbieten.

Was guckst Du

Beginnen möchte ich mit „Allerweltsvögel“, die wir auch zuhauf auf unserem Terrassengeländer vorfinden: Den „Spatzen„. Wie wertvoll die kleinen Tschilper aber sind, musste einst auch China unter Mao erfahren, als es versuchte, die kleinen Vögel im Spatzenkrieg auszurotten, in dessen Folge Dutzende Millionen Menschen verhungert sind.

Ohne ordentliches Teleobjektiv, bei schlechtem Licht und durch die Fensterscheibe werden selbst Aufnahmen aus nächster Nähe nicht wirklich schön.
Nur 5 Meter entfernt, aber durch die Fensterscheibe nicht sonderlich scharf.

Aber Spatz – oder genauer Sperling – ist ja nicht gleich Sperling. Am 1. Jänner 2021 ist es mir erstmals gelungen, in unmittelbarer Nachbarschaft innerhalb eines Gartens sowohl Haussperling als auch den Feldsperling fotografisch einzufangen.

Da gibt es diesen einen Garten im Ort, auf dem sich sämtliche Vögel der Umgebung zu versammeln scheinen. Haussperlinge – Weibchen und Männchen …
… und nur wenige Meter entfernt der deutlich zu unterscheidende Feldsperling mit seiner braunen Kappe und dem schwarzen Wangenfleck.

Neben den Sperlingen gehört auch die Amsel zu den häufigsten und auch leichter zu fotografierenden Vögeln. Erstens sind sie etwas größer und zweitens nicht ganz so quirlig wie das kleinere Vogelvolk. In der Farbe unterscheiden sich nicht nur Männchen und Weibchen deutlich voneinander, auch innerhalb der „Weibchen-Zeichnung“ habe ich schon unterschiedliche Varianten angetroffen, wo ich mir dann gar nicht mehr so sicher war, es mit einer Amsel zu tun zu haben.

Amsel-Männchen entdecke ich fast auf jedem Spaziergang.
Weibchen sind wesentlich unauffälliger und manchmal bin ich mir bei Zeichnungsvariationen gar nicht so sicher, ob es sich wirklich um eine weibliche Amsel handelt.

Die dritte Vogelart, die im im Allgemeinen gar nicht mehr näher beachte, sind die Rabenkrähen. Keine Ahnung, wem es eingefallen ist, diese dunklen Gesellen zu den Singvögeln zu zählen.

Ob im Flug …
… oder bei der Jause. Die dunklen Gesellen sind allerorts anzutreffen.

Wesentlich auffälliger und am 1.1.2021 erstmals abgelichtet: Der Eichelhäher. Eigentlich waren es ja mehrere, aber einige verzogen sich gleich in hohe Nadelbäume. Nur einer blieb eine Zeitlang in einem Busch sitzen und ließ mich auch recht nah heranhumpeln.

Während sich seine Kumpane rasch in hohe Nadelbäume zurückzogen …
… hat mich er recht nah rangelassen.

Scheuer und nur durch sein Rufen auffindbar war da schon dieser Buntspecht. Von seiner Sorte habe ich ja in den letzten Wochen bereits einige Sichtungen gehabt.

Scheuer Buntspecht.
Durch seine Rufe hat er sich aber verraten.

Neben Eichelhäher und Feldsperling ebenfalls erstmals gelungen ist mir am 1. Tage des neuen Jahres ein Foto vom Grünfink.

Ebenfalls nur sehr kurz hat sich dieser scheue Grünfink beobachten lassen.
Der Grünfink ist die 21. Vogelart, die ich in den letzten Wochen fotografieren konnte.

Und und dann gab es am Jahresanfang noch die „üblichen Verdächtigen“, wie beispielsweise den in diesem Winter haufenweise anzutreffenden Erlenzeisig.

Erlenzeisige sind in diesem Winter überall haufenweise anzutreffen.
Erlenzeisig am Futterhäuschen
Erlenzeisig im Schnee am Boden
Erlenzeisig am Strauch
Vom Girlitz unterscheidet sich der Erlenzeisig durch seine schwarze Kappe

Der Gimpel ist mir zwar am 1. Jänner vom Futterhäuschen entwischt, die gewohnte Vogelschar war aber wieder anzutreffen: Stieglitz, Buchfink, Kohlmeise.

Dieses Gimpel-Bild stammt vom 31.12.2020 – einen Tag später ist er mir leider entwischt.
Kohlmeise
Buchfink
Stieglitz
Die kleinen Piepmätze stehen unter Beobachtung: Was sie sich wohl denkt (leckere Snacks)?

Wacholderdrosseln sind mittlerweile nichts Außergewöhnliches mehr.

Mehrere Wacholderdrosseln habe ich auch am 1.1.2021 wieder beobachtet.

Und dann auch heute wieder die seltenere Tannenmeise – leider war ich beim richtigen Anvisieren / Scharfstellen heute aber zu langsam.

„Wunderschöne Zweige“ – leider hat im Hintergrund einen Tannenmeise den Bildaufbau gestört 🙂
Die Tannenmeise am Vortag war nicht so scheu.

In Summe liegen ich in diesem Winter nun schon bei 21 fotografierten Vogelarten und dem nur beobachteten kleinen Zaunkönig mit seinem kecken hochgestellten Schwänzchen.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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