Vögeln zuschauen

Aktuell bin ich noch immer in meiner gewohnten Berg-Mobilität beinträchtigt. Und so nutze ich halt die Wintertage für Foto-Spaziergänge, auf denen ich meinem neuen Hobby – der Vogelbeobachtung – fröne.

Im Frühling, als wir unsere Jung-Amseln hatten, habe ich sie beschimpft. Jetzt aber gefallen mir die Elstern ausgesprochen gut und ich folgen ihnen mitunter viele hundert Meter über verschneite Felder.

Ich habe mich ja bisher eigentlich schon immer am Vogelgesang erfreut, dass sich da aber soviele unterschiedliche Arten bei uns im Winter herumtreiben, ist mir bisher völlig entgangen.

5 Arten auf einen Streich. Eigentlich hatte ich nur den Gimpel (rechts) im Visier, vom Stieglitz (links auf mittlerer Höhe) wußte ich Bescheid, der Erlenzeisig unten im Flug war reiner Zufall, die Blaumeise (links oben am Futterhäuschen) war mir nicht aufgefallen und den Buchfink (im linken oberen Eck am Ast) hatte ich überhaupt nicht wahrgenommen.

Vielleicht sind es im Corona-Jahr 2020 auch außergewöhnlich viele Arten und Exemplare, die sich in den Gärten, an Bachläufen und Waldrändern tummeln.

Einer der schillerndsten Gäste an den Futterhäuschen ist der farbenprächtige Stieglitz.

Im Amsel-Tagebuch habe ich vermerkt, dass es in meinen ersten 5 Lebensjahrzehnten ja lediglich nur 3 Kategorien von Garten- und Wiesenvögeln gegeben hat:

  • Krah (alle größeren schwarzen Vögel)
  • Spotzn (alle kleine Vögel)
  • Schwäubn (die mit dem gespaltenen Schwanz)
Die Amseln zählt ich früher zu den „Krah“ ….
… obwohl die Weibchen ja doch deutlich anders aussehen.

Diese Liste könnte ich nach intensiverem Nachgrübeln noch etwas erweitern:

  • Adler (gemeint waren alle Greifvögel – meist wohl Bussarde)
  • Enten (halt alles was im Wasser schwimmt)
  • Kuckuck (den habe ich heuer erstmals gesehen und war über sein Größe erstaunt)
Möglicherweise der Turmfalke, den ich am 20. Mai beim Verspeisen einer Wühlmaus gefilmt habe.

Exotischere Vögel wie Storche kommen bei uns im kalten Alpenland ja nicht vor und Strauße gibt´s auch nur im Gehege. Und alles weitere habe ich in diversen Zoos höchstens ignoriert.

Wie die Amseln versammeln sich auch die Wacholderdrosseln jetzt in großer Zahl.

Seit unseren Amsel-Erlebnissen bin ich nun aber schon wesentlich bewanderter in der Ornithologie. Und vor allem meine ursprüngliche Kategorie der „Spotzn“ hat sich in den letzten Wochen noch einmal erheblich aufgesplittet.

Auch dieser lautstark hämmernde Buntspecht gehört nicht zu den alltäglichen Begegnungen, wenngleich ich ihn bereits einige Male kurz beobachten konnte.

Erstens sieht man die kleinen Exemplare auf den blattlosen Bäumen und Sträuchern nun wesentlich besser, zweitens konzentrieren sich die Gartenvögel jetzt um die Vogelhäuschen und drittens kommen wohl auch viele Exemplare aus kälteren Klimazonen im Norden oder Osten zum Überwintern zu uns.

Die Tannenmeise gehört zu den selteneren Arten der „kleinen Spatzen-Kategorie“.

Wintervögel der letzten Wochen

  1. Amsel
  2. Blaumeise
  3. Buchfink
  4. Buntspecht
  5. Eichelhäher (ergänzt am 1.1.2021)
  6. Elster
  7. Erlenzeisig
  8. Feldsperling (ergänzt am 1.1.2021)
  9. Gartenbaumläufer
  10. Gimpel (Dompfaff)
  11. Grünfink (ergänzt am 1.1.2021)
  12. Habicht
  13. Haussperling (Spatz)
  14. Kleiber
  15. Kohlmeise
  16. Misteldrossel
  17. Rabenkrähe
  18. Stieglitz (Distelfink)
  19. Tannenmeise
  20. Turmfalke
  21. Wacholderdrossel
  22. Zaunkönig (leider noch kein Foto gelungen)
Im Sommer wären mir die jetzt im Winter haufenweise auftretenden Erlenzeisige nicht so stark aufgefallen. Entweder waren sie hinter Blättern besser getarnt oder sie sind nur zur Überwinterung von weiter im Norden oder Osten zu uns gekommen.
Elstern sind mir zwar im Sommer auch schon aufgefallen, aber nicht in den großen Mengen wie jetzt im Winter.

Manche selteneren Arten – wie den Gartenbaumläufer – konnte ich an Hand eindeutiger Kennzeichen identifizieren.

Ein einziges Mal ist mir bisher erst der Gartenbaumläufer untergekommen (dabei habe ich aber immerhin noch 1 Foto mehr als vom einige Male gesichteten aber noch nie fotografierten Zaunkönig).
Ebenfalls erst einmal fotografiert – und dann leider auch noch mit fehlerhaftem Fokus – der Kleiber.

Bei anderen Arten bin ich noch im „Wigl-Wogl“, ist es jetzt diese oder jene Art oder womöglich ganz eine andere.

Hier tendiere ich zur Misteldrossel, obwohl es auch eine Singdrossel sein könnte.
Vermutlich eher Habicht als Sperber.

In einem eigenen Beitrag möchte ich dann von allen 21 fotografierten Arten (womöglich sind es dann schon mehr – der Zaunkönig wollte ja bisher noch nie) die aussagekräftigsten Fotos zeigen.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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