Alte Bekannte auf neuer Rundtour: Vom Hölltalsee zum Kufstein

Es ist bereits höchste Zeit für den ersten Bergwanderbericht im Jahre 2020. Und da bietet sich eine schöne Wanderrunde mit beinahe 1.700 Höhenmetern und mehr als 23 Kilometern geradezu an. Die früheren Wandertouren in diesem Jahr, von denen bislang vor allem die wunderschöne Postalm-Wanderung vervorsticht, findest Du unter der Rubrik OLS.

Viele schöne Alpenblumen erfreuten uns an diesem herrlichen Frühsommertag

Die heutigen Touren-Etappenziele haben wir allesamt schon mehrfach besucht, in der heutigen Zusammensetzung hat es diese Runde aber zum ersten Mal gegeben.

Wanderrunde ausgehend von Ramsau-Rössing über die Etappenziele Luseralm – Hölltalsee (Silberkarsee) – Luserpfanne – Großer und Kleiner Miesberg – Kufsteinscharte – Kufstein – Stornalm

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Ausgangspunkt der Rundwanderung ist der Wanderer-Parkplatz beim nicht mehr existenten Ghf. Burgstaller in Ramsau-Rössing. Von dort folgen wir der Beschilderung zur Luseralm.

Steil, aber gut begehbar führt der von Pferdehufen malträtierte Steig bergwärts …
… zur Luseralm, wo wir von einem nachfolgenden Paar überholt werden. Sie gehen aber geradeaus weiter zu den Rindern und Pferden am flachen Almplateau, während wir nach links hinauf höher steigen.

Beim Zusammenschluß mit dem vom Guttenberghaus zur Brünnerhütte führenden Höhen-Wanderweg kommt uns eine 6-köpfige Gruppe entgegen, die wir zuvor bei ihrem Aufstieg über das Silberkar beobachtet hatten. Im Großen und Ganzen aber war es heute recht ruhig.

Wir folgen dem recht flachen Steig Richtung Westen …
… ehe sich das Steiglein über etwa 100 Höhenmeter zum grün schimmernden Hölltalsee (Silberkarsee) hinab schlängelt.
Den See haben wir mittlerweile schon in sehr vielen verschiedenen „Befüllungsständen“ erlebt. Heute gibt es wieder reichlich Wasser.

Auf der Blumenwiese am Westufer des Hölltalsees lassen wir uns zu einem Schläfchen nieder. Heute ist der See wieder sehr gut befüllt, das hatten wir in den vergangenen Jahren auch schon anders erlebt.

Ein Schmetterling ist unseren gesamten Aufenthalt über von Ingrids Beinen angetan. Das mag an der „rauhen Oberfläche“ liegen

Nach einer einstündigen Pause machen wir uns wieder auf den Weg. Zunächst am Anstiegsweg zurück zur Abzweigung „Grubach“ und dann Richtung Osten.

Über die „Mondlandschaft“-Hügel am Zustiegsweg zurück …
… und weiter Richtung Osten, dem Großen Miesberg entgegen.
Zunächst wollten wir den Großen Miesberg eigentlich auslassen und gleich auf seinen kleinen Bruder hinauf steigen …
… es hat sich dann aber doch anders ergeben und wir stehen am weglos ersteigbaren 2.202 Meter hohen Großen Miesberg.
Beim Aufstieg auf den Großen Miesberg ergeben sich immer wieder großartige Ausblicke zu den höchsten Dachsteingipfeln. Ganz besonders markant zeigt sich der Große Koppenkarstein.

Am weitläufigen Grasplateau fallen uns neben den zahlreichen „schwarz-weissen“ Schafen auch Vögel auf, die beim Flug ebenfalls ein wunderschönes schwarz-weisses Federkleid offenbaren. Die nachträgliche Recherche an Hand der leider mangels Zoom nicht ganz optimalen Bilder ergibt: Es handelt sich um Schneesperlinge.

Ein Schneesperling am Großen Miesberg

Vom Großen Miesberg geht es nun hinunter in die Miesscharte, wobei sich das wegen einer noch immer großen Schneewechte zunächst gar nicht so einfach gestaltet.

Zu unserem nächsten Gipfelziel – dem Kleinen Miesberg – gelangen wir erst nach …
… Umgehung einer auch Anfang Juli noch mächtigen Schneewechte, weiter unten folgen wir aber einem gut ausgetretenen Schafsteig.

Von der Miesscharte geht es wieder aufwärts – zum Gipfelbuch am Kleinen Miesberg.

Gipfelbuchkassette am Kleinen Miesberg. Gegenüber der sanfte Nordost-Rücken der nach Südwesten senkrecht felsig abstürzenden Luserwand.
Blick vom Kleinen Miesberg zurück zum Großen Miesberg mit seinen Schneewechten …
… und Blick nach Osten zu den aufgefädelten Gipfeln von Grimming, Kammspitz, Stoderzinken und Kufstein, unserem letzten Gipfelziel. Aus dieser Perspektive könnte man nicht meinen, dass der Kufstein mit 2.049 Meter Höhe einen Meter höher ist als der Stoderzinken links von ihm.

Abstieg abermals weglos in die Kufsteinscharte und ab da auf dem von der Grafenbergalm heraufkommenen markierten Wanderweg südostwärts auf den Kufstein.

Gipfelkreuz am Kufstein

Nur kurz bleiben wir beim großen Gipfelkreuz am Kufstein, der Wind lässt uns auf die Jause verzichten und bald wieder weiter ziehen.

Über die Stornalm gehen wir nun hurtig hinab nach Ramsau-Rössing. Ohne Unterbrechung? Nein! Denn knapp 100 Höhenmeter oberhalb des Parkplatzes verzehren wir jetzt doch noch unsere Jause, die schon ordentlich im Rucksack zwickt und nicht mehr mit nach Hause genommen werden will.

Abstieg vorbei an der Stornalm

Der Kreis schließt sich und bald danach sind wir wieder beim Auto.

Vergissmeinnicht

So mit diesem Bericht ist die Wandersaison nun auch in meinem Blog eröffnet.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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