Hl.-Drei-Königstour auf den Hirzberg

Vor 5 Tagen – bei unserer Neujahrstour auf den Stoderzinken – sind wir ebenfalls in der Lend in Gröbming-Winkl gestartet und auf der damals noch aperen Öfenstraße aufgestiegen. Heute konnten wir die Ski bereits direkt beim Auto anschnallen. Eigentlich hatte ich an diesem Feiertag und bei diesem Prachtwetter mit erheblich mehr Andrang gerechnet. Zwar war der Parkplatz bei unserem Aufbruch bereits gut ausgelastet, aber das hatte ich schon wesentlich überfüllter in Erinnerung. Im unteren Abschnitt wurden wir von einem flotten Skitourengeher überholt. Sein Ziel war aber der Stoderzinken und weitere frische Spuren verrieten, dass er heute nicht der einzige oben am Gipfel sein würde.

Heute konnte man auf der kurvigen, schmalen Öfenstraße bereits mit Ski aufsteigen und - mit Stoaschi - auch abfahren.

Heute konnte man auf der kurvigen, schmalen Öfenstraße bereits mit Ski aufsteigen und – mit Stoaschi – auch abfahren.

Weitere Schispuren verabschiedeten sich dann bei der Rahnstube von der bis dahin von einem Schnee-Quad „präparierten“ Forststraße und steuerten die Viehbergalm an. Und (auf Grund der Stockeinsätze) geschätzte 10 Schitourengeher folgten wie auch wir weiter dem Forstweg. Weiter oben gabelte sich die Spur erneut, einige Wenige dürfte die Notgasse anvisiert haben – der Rest hat uns eine perfekte Spur hinterlassen. Bald erreichen wir die Brandalm, wo die Spur nun in den Wald hinein führt.

Bei der Brandalm geht´s in den Wald hinein.

Bei der Brandalm geht´s in den Wald hinein.

Auch dieses manchmal lästige Teilstück würde sich heute bei dem neuen Pulverschnee gut befahren lassen und auch weiter oben im kurzen steilen Waldabschnitt versprach der noch jungfräuliche Neuschnee sehr gute Abfahrtsbedingungen. Nach einer kurzen Flachpassage kommt dann das kleine Felswandl – auch hier wird es heute keine Probleme geben. Danach leitet uns die Spur unserer Vorgänger gut über das hügelige Labyrinth im Wald höher. Mangels vorhandener Spuren habe ich mich hier schon gelegentlich etwas „verhaut“ und bin einer anfangs trügerisch-verlockenden Route gefolgt.

Bekannte Gesichter bei der Abfahrt.

Bekannte Gesichter bei der Abfahrt.

Plötzlich ein Geräusch – wer war denn das? Bruderherz Bergfex Heli war mit Bettina bereits wieder auf dem Weg nach unten. Sie waren um einiges schneller unterwegs als wir und wollten im Anschluss noch über die Notgasse den Stoder erkunden. Weiter oben, kurz vor der Waldgrenze kommt uns dann eine größere Alpenvereins-Gruppe entgegen. Ganz unverspurt würden wir den Wald bei unserer Abfahrt nicht mehr vorfinden. Und auch die Aufstiegsspur wurde stellenweise arg in Mitleidenschaft gezogen.

An der Baumgrenze

An der Baumgrenze

Bei der Baumgrenze dann der gewohnt faszinierende Blick. Zunächst Richtung Westen zu den markanten höchsten Dachsteingipfeln. Kurz darauf Richtung Norden der erste Blick zum Hirzberg.

Der faszinierende Dachsteinblick, wenn man aus dem Wald herauskommt.

Der faszinierende Dachsteinblick, wenn man aus dem Wald herauskommt.

Erster Blick zum Hirzberg

Erster Blick zum Hirzberg

Ein zweites Mal heute werden wir von einem schnelleren Geher überholt. Wir sind ja grundsätzlich keine flotten Sportler, heute war ich aber besonders langsam, nachdem mich jetzt bereits genau 14 Tage Halsschmerzen plagen. Da diese aber auch zu Hause nicht besser wurden und ich mich sonst nicht wirklich krank fühlte, wollte ich dem heutigen Pulverschneevergnügen nicht fernbleiben. Ich war heute halt seeehr laaangsaaam unterwegs.

Unterwegs am baumlosen Plateau des Kemetgebirges ...

Unterwegs am baumlosen Plateau des Kemetgebirges …

... Richtung Hirzberg

… Richtung Hirzberg

Winter-Impressionen

Winter-Impressionen

Ausblick über das Kemetgebirge zu Grimming und Kammspitz

Ausblick über das Kemetgebirge zu Grimming und Kammspitz

Bei den vielen wunderschönen Schneeformationen auf dem hügeligen Plateau konnte ich aber ohnehin nicht anders, als diese zu fotografieren und mir noch mehr Zeit zu gönnen. Bis hierher sorgte auch der strahlende Sonnenschein für angenehme Temperaturen.

Guter Pulverschnee über den Großteil der Route

Guter Pulverschnee über den Großteil der Route

Der Wind hat faszinierende Schneeformationen gebildet.

Der Wind hat faszinierende Schneeformationen gebildet.

Lediglich ganz oben beim Gipfelkreuz der so häufig vorherrschende, frostige Wind, der uns nicht lange zum Verweilen bewog.

Wieder einmal ein frostiges Winderl beim Hirzberg-Gipfelkreuz

Wieder einmal ein frostiges Winderl beim Hirzberg-Gipfelkreuz

Ausblick vom Hirzberg-Gipfelkreuz in den Einschnitt zwischen Kammspitz (links) und Stoderzinken (rechts), über den wir herauf gekommen sind.

Ausblick vom Hirzberg-Gipfelkreuz in den Einschnitt zwischen Kammspitz (links) und Stoderzinken (rechts), über den wir herauf gekommen sind.

Nach den üblichen Fotos freuten wir uns auf die Abfahrt im Umfeld der Aufstiegsspur. Im Vergleich zu früheren Wintern – insbesondere zum Vorjahr – liegt heuer noch relativ wenig Schnee im Wald. Der Schneefall der letzten Tage genügte aber, um uns neben den 10 anderen Abfahrtsspuren noch das eine und andere unzerfahrene Fleckerl zu bescheren. Und ab der Brandalm ist auf der teilweise recht flachen Forststraße eine vorhandene Spur ohnehin immer willkommen.

Aufstieg und Abfahrt über die südseitige "Normalroute" (Brandalm)

Aufstieg und Abfahrt über die südseitige „Normalroute“ (Brandalm)

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

 Panoramablick über das Dachsteinplateau (Klick zur Vergrößerung)

Panoramablick über das Dachsteinplateau (Klick zur Vergrößerung)

Dachsteinblick

Dachsteinblick

Speikberg

Speikberg

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