Vom Großarltal auf das Throneck

In meinem Einführungsartikel zur kleinen Serie „Salzburg-Festival in Pulver und Firn“ habe ich die nachfolgend beschriebene Skitour bereits kurz vorgestellt – jetzt soll ein etwas ausführlicherer Bericht folgen.

Tag 1 meiner „Salzburg-Ausflüge“ führte mich in das Großarltal nach Hüttschlag, wo sich 2 Tage zuvor ein großer Felssturz ereignet hatte, den ich mir dann vor der Heimfahrt noch angesehen habe.

Felssturz (rechts) im Talboden bei Hüttschlag

Felssturz (rechts) im Talboden bei Hüttschlag

Tonnenschwere Felsblöcke sind bis nahe an die Straße herabgekommen.

Tonnenschwere Felsblöcke sind bis nahe an die Straße herabgekommen.

Ausgangspunkt der Skitour ist ein kleiner Parkplatz, den man erreicht, wenn man über einen Güterweg rechts vor dem Hüttschlager Tunnel bis über 1.200 Meter Seehöhe hinauffährt. Eis auf der schmalen Bergstraße, wie bei der Auffahrt zu einer Gipfelüberschreitung vom Frauenkogel zum Gamskarkogel, war heute kein Problem. Bei meinem ersten Besuch von Finsterkopf und Gamskarkogel sind mir die vielen Abfahrtsspuren im Talschluß aufgefallen und diesen Gipfel wollte ich heute erkunden. Throneck lautet sein Name in den Landkarten.

Vom Schranken ins Almgelände. Auf der nordseitigen Straße liegt noch genügend Schnee für eine Abfahrt bis zum Auto.

Vom Schranken ins Almgelände. Auf der nordseitigen Straße liegt noch genügend Schnee für eine Abfahrt bis zum Auto.

Der kleine Parkplatz vor dem Forststraßen-Schranken war heute völlig überfüllt und bei weitem zu klein. Viele SkitourengeherInnen nutzten das prächtige Wetter. Der Großteil war allerdings schon  vor mir aufgebrochen und längst außer Sichtweite. Auf die Füße steigt man sich aber ohnehin nicht. Zu langgezogen ist das Almtal zwischen dem Ausgangspunkt und der Harbachalm und weiter über die Tofernalm zur Tofernscharte.

Bei der Oberharbachalm erkennt man rechts hinten bereits das Gipfelziel - das Throneck.

Bei der Oberharbachalm erkennt man rechts hinten bereits das Gipfelziel – das Throneck.

Der Großteil der Skitourengeher strebt heute aber ohnehin dem Gamskarkogel zu. Zumindest falls sie nicht die richtige Abzweigung versäumt haben, so wie 2 Mädels hinter mir. Viele für die warmen Temperaturen viel zu spät. Noch nach Mittag quälen sich offensichtlich weniger geübte Geher über die steilen Hänge auf den Gamskarkogel.

2 Mädels (unterhalb der Bildmitte) haben die Abzweigung auf den Gamskarkogel übersehen und steigen nun Richtung Finsterkopf auf.

2 Mädels (unterhalb der Bildmitte) haben die Abzweigung auf den Gamskarkogel übersehen und steigen nun Richtung Finsterkopf auf.

Die Forststraße ist nur auf den ersten Metern aper, die üppige Schneeauflage am Straßenrand macht aber auf jeden Fall die Abfahrt noch bis zum Ausgangsparkplatz möglich, zumal die Sonne auf den nordseitigen Hängen nicht viel bewirken kann.

Von der Oberharbachalm gelangt man über einige Kehren zur Tofernalm, wo man das Abfahrtsgelände vom Throneck (links) bereits sehr gut einsehen kann.

Von der Oberharbachalm gelangt man über einige Kehren zur Tofernalm, wo man das Abfahrtsgelände vom Throneck (links) bereits sehr gut einsehen kann.

Stark zerfahren zeigen sich die weiten ostseitigen Hänge des Frauenkogels, dem Ingrid und ich gerade erst im letzten Herbst einen Besuch abgestattet haben. Vor der Harbachalm kommen mir bereits die ersten Abfahrer entgegen. Von der Harbachalm geht es über 2 markante Kurven (rechts, links) hinauf zur 200 Höhenmeter weiter oben gelegenen Tofernalm, von wo ich bereits beste Überblicke über das geplante Abfahrtsgelände erhaschen kann.

Nur 2 Spuren erkenne ich bei meinem geplanten Abfahrtsgelände vom Throneck

Nur 2 Spuren erkenne ich bei meinem geplanten Abfahrtsgelände vom Throneck

Dort wo ich runter wollte, waren erst 2 Spuren erkennbar. Weiter rechts nochmals wenige Spuren. Ich genieße die Wärme beim Aufstieg in die Tofernscharte und betrachte respektvoll die riesigen Gleitschnee-Lawinenabgänge. Von der Scharte ist es nur noch ein Katzensprung – bzw. für den kleinen, weißen Pudel? vor mir ein Hundesprung – hinauf zum Gipfel des Finsterkopf.

Aufstieg in die Tofernscharte

Aufstieg in die Tofernscharte

3 Skitourengeher sind mit besagtem Hund kurz vor mir eingelangt, 2 weitere (die Mädels, welche die Abzweigung auf den Gamskarkogel übersehen haben) kommen bald hinter mir nach. Nach kurzer Fotopause wandere über den kurzen und zuletzt recht schmalen Übergang auf das etwas höhere Throneck (2.214).

Übergang vom Finsterkopf (rechts unterhalb des Gamskarkogel) zum Throneck

Übergang vom Finsterkopf (rechts unterhalb des Gamskarkogel) zum Throneck

Die folgende Abfahrt war dann im obersten Abschnitt das reinste Pulververgnügen. Im Mittelteil je nach Sonneneinstrahlung guter Firn, leicht patzig oder noch leicht harschig. Unten am Forstweg dann wieder sehr gute plattgefahrene Verhältnisse.

Auf der gut fahrbahren Forsstraße an einer Kapelle vorbei zurück zum Ausgangspunkt

Auf der gut fahrbahren Forsstraße an einer Kapelle vorbei zurück zum Ausgangspunkt

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Aufstiegsgelände von der Tofernalm in die Tofernscharte (rechts). Links folgen Finsterkopf und Throneck.

Aufstiegsgelände von der Tofernalm in die Tofernscharte (rechts). Links folgen Finsterkopf und Throneck.

 

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