Winterklassiker „Rumplertour“

Die sogenannte „Rumplertour“ im Dachsteingebirge zählt bei uns zu den Winter-Klassikern, die wir nach Möglichkeit (mindestens) einmal im Jahr gehen wollen. Dementsprechend finden sich in meinem Blog auch schon zahlreiche diesbezügliche Berichte mit etlichen Fotos und auch Videos.

Etliche Male waren wir in den letzten 15 Jahren bereits auf der Rumplertour von Süden und von Norden unterwegs.

Etliche Male waren wir in den letzten 15 Jahren bereits auf der Rumplertour von Süden und von Norden unterwegs.

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Absolviert haben wir die Rundtour bisher insgesamt etwa 10 Mal, zählt man die reinen Abfahrten nach Obertraun und diverse Skitouren-Wanderungen am Gletscher hinzu, kommen wir auf die doppelte Menge. Dabei sind wir sowohl von Süden über die Ramsau am Dachstein und den Hunerkogel als auch von Norden über Obertraun und den Krippenstein heraufgekommen.

Spätestens bei der ehemaligen Kaserne Oberfeld haben sich die anfänglichen Massen verstreut.

Spätestens bei der ehemaligen Kaserne Oberfeld haben sich die anfänglichen Massen verstreut.

Einige Male haben wir das Gipfelkreuz am Niederen Rumpler besucht und gelegentlich haben wir auch den kurzen Umweg zur Simonyhütte in Kauf genommen (auch wenn die Gehtzeit mit bloß 5 Minuten doch etwas untertrieben ist).

Rumplertour

Rumplertour

Je nach Lust und Laune sowie körperlicher Verfassung unserer Bergkameraden haben wir auch teilweise die Unterstützung des Sessellifts und Schlepplifts am Schladminger Gletscher in Anspruch genommen, die bei dem in Obertraun erhältlichen Rumplerticket im Preis von aktuell 21,20 Euro (Stand: Februar 2019) bereits inkludiert sind.

Links das Schigebiet am Schladminger Gletscher, rechts unsere Aufstiegsroute.

Links das Schigebiet am Schladminger Gletscher, rechts unsere Aufstiegsroute.

Wie man sieht, wir lieben die Rumplertour. Und das, obwohl der Beginn der Tour mitunter recht anstrengend sein kann. Nämlich dann, wenn es sich vor der Gondel staut, denn die Skitour beginnt, sowohl von Süden als auch von Norden, mit Seilbahn-Unterstützung.

Auch wenn sehr viele Wanderer auf der Rumplertour unterwegs sind, steigt man sich im weitläufigen Gelände nicht auf die Zehen.

Auch wenn sehr viele Wanderer auf der Rumplertour unterwegs sind, steigt man sich im weitläufigen Gelände nicht auf die Zehen.

Dieses Mal haben wir uns wieder für den Krippenstein als Ausgangspunkt entschieden, weil wir so in den Genuss der laut Dachsteingletscher-Homepage 25 Kilometer langen Abfahrt auf der österreichischen Nationalskitour hinab nach Obertraun kommen.

Am Dachsteinplateau. Rechts hinten der Grimming, in Bildmitte im Hintergrund das Tote Gebirge.

Am Dachsteinplateau. Rechts hinten der Grimming, in Bildmitte im Hintergrund das Tote Gebirge.

Auch die Gondelauffahrt auf den Krippenstein gestaltete sich heute überraschend kurzweilig, weil ohne nennenswerte Wartezeit. Natürlich waren wir bei dem perfekten Wetter nicht alleine, aber so nach und nach verstreuen sich die einzelnen Grüppchen mit unterschiedlichen Gehgeschwindigkeiten in diverse Richtungen. Der überwiegende Anteil der Skitourengeher wählt allerdings den Aufstieg über die Rumplerroute, auch wenn fast alle – so wie auch wir heute – das Gipfelkreuz am Niederen Rumpler auslassen.

Wir genießen das perfekte Wetter und die großartige Landschaft. Links oberhalb von Ingrid führt die Route zwischen Koppenkarstein und Gjaidstein Richtung Hunerkogel.

Wir genießen das perfekte Wetter und die großartige Landschaft. Links oberhalb von Ingrid führt die Route zwischen Koppenkarstein und Gjaidstein Richtung Hunerkogel.

Traumhafte Temperaturen und nahezu Windstille haben uns heute bewogen, auf die Schilift-Unterstützung am Gletscher zu verzichten und stattdessen direkt über den Gjaidsteinsattel zum Dirndlkolk aufzusteigen. Während etliche „reine Abfahrer“ nicht selten auch mit Alpinski und sogar mit Snowboard auf der präpierten Route vom Hunerkogel herabfahren, wählen wir den direkten Anstiegsweg hinauf zur neuen Seethalerhütte (Dachsteinwartehütte).

Aufstieg zur neuen Seethalerhütte

Aufstieg zur neuen Seethalerhütte

Im Umfeld der Seethalerhütte aalen sich etliche Besucher – auch Fußgänger und Schneeschuhwanderer – in der Sonne.

Einsam ist es nicht im Umfeld der neuen Seethalerhütte ...

Einsam ist es nicht im Umfeld der neuen Seethalerhütte …

... und auch auf den Dachsteindirndln ist einiges los.

… und auch auf den Dachsteindirndln ist einiges los.

Auf den Dachstein-Dirndln sind einige Kletterer unterwegs. Die „Hütte“ ist – anders als es aus der Entfernung und auch auf Fotos wirkt – dann doch gar nicht so groß und fügt sich doch recht gut in die Landschaft.

Seethalerhütte

Seethalerhütte

Bei besten Schneeverhältnissen freuen wir uns schon auf die lange Abfahrt. Und am Ende waren Ingrid und ich uns einig, dass wir noch nie so durchgängig gute Schneebedingungen vorgefunden hatten. Irgendwie schienen uns die Gegensteigungen am Plateau heuer kürzer und einfacher als sonst. Vielleicht ist dies neben der schnellen, griffigen Spur auch der üppigen Schneehöhe zu verdanken. Und weil die Abfahrt heuer so gut und schnell ablief, habe ich auch ganz auf das Fotografieren in der herrlichen Landschaft „vergessen“/verzichtet.

Beste Schneeverhältnisse von oben bis unten über fast 2.000 Höhenmeter

Beste Schneeverhältnisse von oben bis unten über fast 2.000 Höhenmeter

Selbst auf der Schipiste von der Gjaidalm hinunter nach Obertraun gab es nur beste Pistenverhältnisse ohne die sonst im späteren Frühjahr üppig vorhandenen Schneehaufen.

Dachsteindirndln

Dachsteindirndln

Nach Hause mussten wir dann wieder entlang des Hallstätter Sees fahren, da die Koppenpaßstraße noch immer wegen Lawinengefahr gesperrt war.

Der Schladminger Gletscher vor dem Koppenkarstein.

Der Schladminger Gletscher vor dem Koppenkarstein.

Einige frühere Ausflüge auf der Rumplertour:

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Wir lassen die Abzweigung zu den Schiliften am Gletscher links liegen und wählen den "ehrlichen" Aufstieg über den Gjaidsteinsattel.

Wir lassen die Abzweigung zu den Schiliften am Gletscher links liegen und wählen den „ehrlichen“ Aufstieg über den Gjaidsteinsattel.

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