Überschreitung Stein am Mandl – Hochhaide – Grüner See

Die heutige Wandertour (22.06.2017) werden wir wahrscheinlich nie vergessen und sie hat gute Chancen, den bisherigen Führenden in der Rangliste unserer „grausligsten“ Touren – den Steilabstieg vom Krautschwellerweck – vom Thron zu stoßen.

Bisherige Wanderungen im Gebiet zwischen Stein am Mandl, Hochhaide, Dreistecken und Bösenstein

Bisherige Wanderungen im Gebiet zwischen Stein am Mandl, Hochhaide, Dreistecken und Bösenstein

Eigentlich hat die Wanderung ganz normal begonnen, ist aber im Tagesverlauf dann etwas „ausgeartet“, sorgte zwischendurch für Fluchen, Verzweiflung und fast schon schmerzhaften Durst. Am Ende aber – nach fast 14 Stunden Odyssee – konnten wir schon wieder über das zuvor Erlebte lachen, zumal alles gut ausgegangen ist und wir sogar exakt 5 Minuten bevor es richtig dunkel wurde, das Auto beim Ausgangspunkt erreicht haben.

Unser heutiger Routenverlauf entgegen dem Uhrzeigersinn

Unser heutiger Routenverlauf entgegen dem Uhrzeigersinn

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Ausgangpunkt der Tour war am frühen Morgen der Parkplatz bei der Talstation der Materialseilbahn zur Rottenmanner Hütte. Am Anfang liegt der „Pilgerweg der Weltreligionen“ und am Ende des Tages bedankten wir uns heute artig bei den aufgestellten Skulpturen. Allzu viel Zeit nahmen wir uns beim Aufstieg nicht für das Studium der informativen Beschreibungen, denn schließlich war unser Gipfelziel – die 2.363 Meter hohe Hochhaide mit 4:30 Stunden angeschrieben.

Ingrid bei der großen Christus-Skulptur

Ingrid bei der großen Christus-Skulptur

Auch bei der Rottenmanner Hütte zogen wir gleich vorbei in Richtung Glohbuckensee über dessen nördlichem Ufer der Steig nun steil bergan zieht, einige Male mit Seilunterstützung über felsige Stufen. Auch wenn wir oben vom Sattel noch einen weiten Weg zur Hochhaide hatten (2:30 standen noch immer am Wegweiser) stand für uns außer Frage, dass wir auch zum Stein am Mandl im Norden aufsteigen wollten. Vom Gipfelkreuz bietet sich ein prächtiger Ausblick über Rottenmann. Die Fernsicht war leider wie bereits bei unserer Rundwanderung über den Ausseer Zinken durch die schwüle Luft stark beeinträchtigt.

Rottenmanner Hütte. Hinten: Stein am Mandl / Steinernes Manndl

Rottenmanner Hütte. Hinten: Stein am Mandl / Steinernes Manndl

In den höheren Gipfelregionen war dennoch von der heute prognostizierten Hitze jetzt am Vormittag noch nicht viel zu spüren. Im Gegenteil: Starker Wind kühlt uns schnell aus und erforderte das Anziehen aller Kleidungsreserven. Irgendwie fühlte ich mich an meine 14-Gipfeltour im Mai 2006 erinnert, als ich am heißesten Tag des Jahres sogar meine Handschuhe benötigte. Deshalb stiegen wir vom Steinernem Manndl (Stein am Mandl) auch gleich wieder ab und folgten der markierten Wanderroute über den Seegupf und den Diewaldgupf auf den Moserspitz. Bis hierher kannte ich das Gelände bereits von einer ausgedehnten Schneeschuhwanderung im Jänner 2009, als es sich meine Liebste nach einem Fußbruch im Krankenhaus „gemütlich machte“.

Stein am Mandl - Gipfelkreuz

Stein am Mandl – Gipfelkreuz

Jetzt fehlte also nur noch der Aufstieg auf die Hochhaide über Blockgestein, letzte Schneefelder und zuletzt mit Hilfe von Drahtseilen über Felsplatten zum Gipfelkreuz. Bereits 2009 war ich hier oben, damals mit Tourenschi.

Zuletzt etwas felsiger zum Gipfelkreuz auf der Hochhaide

Zuletzt etwas felsiger zum Gipfelkreuz auf der Hochhaide

Obwohl wir bereits 4 Stunden unterwegs waren, fühlten wir uns noch gut, und ich wollte mir unbedingt den unter uns liegenden Grünen See aus nächster Nähe ansehen, nachdem ich ihn bereits im Vorjahr auf meiner Tour auf den Almspitz bewundern konnte. Also Abstieg am markierten Wanderweg, der in weiterer Folge Richtung Süden weiter auf den Dreistecken führte. In der Moserscharte zweigten wir aber ostwärts ab, um einem ansatzweise erkennbaren Steig zu folgen, der sich allmählich in den Wiesensteilhängen und über Blockgestein verlor.

Tiefblick zum Grünen See

Tiefblick zum Grünen See

Gämse betrachteten uns aus der Ferne und ein Murmeltier flüchtete über ein Schneefeld. Am Grünen See war der weiter oben noch kräftige Wind kaum noch spürbar. Ein ideales, lauschiges Platzerl  für eine Rast und Jause inmitten von blühenden Almrauschfeldern.

Idyllisches Plätzchen am Grünen See

Idyllisches Plätzchen am Grünen See

Vor dem Wiederaufstieg über 500 Höhenmeter auf die Hochhaide graute uns ein wenig, zumal die wohl erst kurz zuvor schneefrei gewordenen Steilhänge recht rutschig waren. Also ein Blick in die Landkarte, wo zahlreiche unmarkierte, punktiert eingezeichnete Steige den Almspitz nordseitig recht einfach zu umgehen versprachen. Das wäre ja etwas. Ein neue Route und kein Wiederaufstieg mehr. Da wussten wir noch nicht, dass aus den 500 Höhenmetern, die wir zu vermeiden trachteten, am Ende des Tages 1.400 Höhenmeter werden würden und unsere wohl in dieser Form noch nie begangene Route insgesamt 2.700 Aufstiegshöhenmeter und 36 Kilometer aufweisen würde.

Wir wollten uns die 500 Höhenmeter beim Wiederaufstieg rechts der Bildmitte vom Grünen See zurück auf die Hochhaide ersparen

Wir wollten uns die 500 Höhenmeter beim Wiederaufstieg rechts der Bildmitte vom Grünen See zurück auf die Hochhaide ersparen

Zunächst folgten wir einem angenehm begehbaren Steiglein vom Grünen See talwärts. Allerdings erlagen wir zu lange der Verlockung des mühelosen Abstiegs, so dass wir in der Folge wieder über 200 Höhenmeter weglos und steil auf den Schafriedel aufsteigen mussten, denn von hier sollte ja ein unmarkierter Steig um die Ostseite des Almspitz herumführen, wie auch die Topo Österreich auf meinem GPS-Gerät bestätigte.

Den Dreistecken habe ich im Zug der Dreisteckengrat-Überschreitung vom Großen Bösenstein besucht

Den Dreistecken habe ich im Zug der Dreisteckengrat-Überschreitung vom Großen Bösenstein besucht

Noch nahmen wir die Anstrengungen mit Humor, wir fühlten uns noch gut und hatten auch noch genug zu trinken. Lediglich die Sonne brannte jetzt schon deutlich vom schwülen Himmel. Das erste Mal flackerte etwas Unmut auf, als wir am geplanten Steig nicht weit vorwärtskommen. Tiefe rutschige Wassergräben gruben sich ins Erdreich – dort wo früher einmal wohl der Steig verlaufen war. Vermutlich gehörten die tiefen Gräben zum obersten Einzugsgebiet der verheerenden Mure, die im Jahr 2012 Sankt Lorenzen im Paltental verschüttet sowie einen Zug zum Entgleisen gebracht hat. Also wieder zurück zum gut ausgeprägten Wandersteig, der mich im Vorjahr von Hohentauern auf den Almspitz geführt hat und auf diesem Weg abwärts bis zu einer Forststraße.

Der geplante Steig um die Ostseite des Almspitz war leider von tiefen Wassergräben versperrt

Der geplante Steig um die Ostseite des Almspitz war leider von tiefen Wassergräben versperrt

Wir folgen der Forststraße Richtung Norden – Lugstein steht in der Karte. Von dem bei der Forststraße abzweigenden Steig war aber nun weit und breit nichts erkennbar. Dafür unwegsames Geäst, ausgedehnte Blotschenfelder mit gemein darunter verborgen liegenden Brennesseln und Disteln. Aber weiter unten war wieder ein Forstweg erkennbar. Dann hätten wir es geschafft (jaja).

Der Pflanzenbewuchs auf unserer Route war heute leider nur selten so schön. Und am frühen Abend hatten wir auch dafür kein Auge mehr.

Der Pflanzenbewuchs auf unserer Route war heute leider nur selten so schön. Und am frühen Abend hatten wir auch dafür kein Auge mehr.

Endlich, am Forstweg geht es wieder abwärts – hier sollte bald ein Steig Richtung Westen abzweigen. Trotz intensiver Suche, total zerkratzten Armen und Beinen – wir haben nichts entdeckt. Im dichten Steilwald war kein Durchkommen möglich. Also wieder zurück (wieder einmal) – schön langsam wird es nervig. Abwärts über einen Schlag mit kniehohem Gras – wenigstens keine Brennessel. Neuerlich ein wohl noch relativ neuer Forstweg. Wieder Richtung Westen. Wieder standen wir beim Wasserfallgraben an. Das darf ja nicht wahr sein. Sehr steil und sehr tief geht es hinunter zu diesem kleinen Bächlein. Aber bei Unwettern würde hier wohl ordentlich „gearbeitet“ werden. Keine Chance da runter und drüben wieder raufzukommen.

Unwegsames, wegloses Gelände verursacht mitunter tiefe Kratzer

Unwegsames, wegloses Gelände verursacht mitunter tiefe Kratzer

Also wieder zurück (zum wievielten Male heute wohl schon). Wenn es bloß nicht so schwül-heiß wäre. Dann wäre wohl der Wiederaufstieg auf die Hochhaide die beste Lösung. Aber 1.000 Höhenmeter nochmals bergauf – die Getränke werden langsam knapp. (Hätten wir es bloß getan – so mussten wir noch 1.200 Höhenmeter aufsteigen – zum Teil in völlig unwegsamen Gelände).

Ah, da unten ist eine Jagdhütte – jetzt wird alles gut. Da gibt es sicher einen Brunnen. Gab es nicht! Aber da unten auf einem großen freien Feld – dort steht ein Haus (die Schaupenhube). Da gibt es sicher einen Brunnen. Gab es nicht! Verflixt. St. Lorenzen im Paltental war nur noch 400 Höhenmeter entfernt. Wird wohl nichts helfen. Da hinunter, dann nach Rottenmann und von dort wieder wieder 600 Höhenmeter rauf zum Auto.

Unterwegs auf einer der vielen Forststraßen - da waren wir noch wohlgemut

Unterwegs auf einer der vielen Forststraßen – da waren wir noch wohlgemut

Nein, nein, nein. Das muss einfacher gehen. Jetzt folgen wir einmal diesem breiten, neuen Forstweg. Leider endete er in felsigem Steilgelände. Wo? Richtig erraten – vor dem Wasserfallgraben, kurz bevor dieser in den Lorenzergraben übergeht. Auf 1.160 Meter Höhe waren wir jetzt schon herunten. Das Auto steht auf 1.290 Meter Seehöhe – und war noch 5 Kilometer entfernt. Luftlinie. Klingt nicht viel für den, der das dortige Gelände nicht kennt. Was jetzt tun, wir sind immer noch in völlig falscher Richtung unterwegs. Nach St. Lorenzen geht es hier auch nicht. Also wieder 100 Höhenmeter rauf – bei der Hitze schaffen wir kaum 20 Höhenmeter.

Wer möchte freiwillig zum Wasserfallgraben?

Wer möchte freiwillig zum Wasserfallgraben?

Jetzt setzen wir alles auf eine Karte. Wir müssen nach Westen, wir müssen durch diesen vermaledeiten Wasserfallgraben und da unter uns Richtung Westen scheint tatsächlich eine halbwegs gangbare Möglichkeit. Abenteuerlich war es dennoch, als wir endlich unten beim Bach stehen und uns ausgiebig im Wasser kühlen. Zum Trinken scheint es aber dennoch zu warm. Und ein bisschen zu trinken haben wir ja noch. Auf 1.100 Meter Seehöhe sind wir mittlerweile gelandet. Über einen Erdhang rauf – die Karte zeigt da oben einen Forstweg. War er auch vielleicht einmal. Vor 20 Jahren. Aber wenigstens ein Wildsteig führte noch halbwegs erkennbar zwischen die dichten Fichtenbäumchen hindurch.

Leider kein Brunnen. Der Durscht bringt uns um (Zitat Ulli Bär)

Leider kein Brunnen. Der Durscht bringt uns um (Zitat Ulli Bär)

Endlich wieder auf einem Forstweg. Dumm nur, dass er a) nicht in unsere gewünschte Richtung führt und b) auch bald wieder zu Ende ist. Die Karte und das GPS zeigen einen weiteren Steig. Heute glaube ich ihnen aber nicht mehr. Wir sind müde und haben Durst – Kirchbacheralm zeigt die Karte weiter im Westen. Auf 1.402 Meter Höhe. Wieder Blotschenfelder, wieder getarnte Brennesseln. Wir fühlen uns wie im Dschungel – fehlen nur noch Giftschlangen. Aber in dieses unwirtliche Gebiet kommen keine Schlangen, ja nicht einmal Zecken.

Bei der Alm gibt´s sicher einen Brunnen. Erraten. Gab es wieder nicht. Wieder ein Forstweg Richtung Westen. Wenigstens unsere Richtung. Podhardteralm heißt es dort laut Karte. Da gibt es sicher einen Brunnen. Ich erspare mir den Kommentar.

Durch den Steilwald kommen wir nicht durch. Also noch einmal 400 Höhenmeter auf den Höhenzug rechts der Bildmitte hinauf.

Durch den Steilwald kommen wir nicht durch. Also noch einmal 400 Höhenmeter auf den Höhenzug rechts der Bildmitte hinauf.

Der Forstweg führt zu einer Wiese und verjüngt sich zu einem schmalen aber gut begehbaren Steig. Vor uns ein hoher Steilriedel (Schönleiten ?). He, da führt ein Steig zu einem Bachbett hinab. Fast 2 Liter Bachwasser vermag mein Magen in kurzer Zeit aufzunehmen. 1,5 Liter nehme ich mir im Rucksack mit. Heute wird uns kein Durst mehr quälen. Frohen Mutes folgen wird dem Steig in den Steilwald hinein. Da sind Äste abgeschnitten. Also kommen hier auch – zumindest gelegentlich – vermutlich Jäger vorbei. Bei einem Leckstein verschwindet der Steig allmählich. Da und dort noch spärlich erkennbare Wildsteige. Und wieder ein unüberwindbarer, steil abschüssiger Graben.

Tiefblick nach Trieben

Tiefblick nach Trieben

Ja darf denn das wahr sein. Also wieder zurück durch den dichten Steilwald. Wieder einmal. Runter geht es nicht. Also müssen wir rauf. Zum Trinken haben wir jetzt genug. 19:00 Uhr. Das Tageslicht sollte auch noch mindestens 2 Stunden reichen. Außerdem war es jetzt kühler geworden. Angenehm. Zum Schwitzen kamen wir dennoch auf den folgenden 400 Höhenmetern aufwärts, zunächst auf einem Steig Richtung Hornboden, später weglos über steile Almrauschfelder Richtung Nordwesten. Die Richtung stimmt wenigstens. Dort eine Hirschkuh mit Jungem (oder waren es Rehe?), dort wieder ein Tier. Danke für die Steige durch den Almrausch, für dessen Schönheit wir aber längst kein Auge mehr hatten.

Begleiter am frühen Abend

Begleiter am frühen Abend

Ziemlich oben am Bergkamm angekommen – die nächste Hürde. Latschen, Latschen, Latschen, so weit das Auge reichte. Irgendwie schafften wir es immer wieder, unten durchzukriechen, oben drüber zu kraxeln oder einfach nur mitten durch. Mühsam. Anstrengend. Manchmal bleibt man stecken, und will einfach nicht mehr weiter. Aber wir müssen. Allzu lange wird es nicht mehr hell bleiben. Wo jetzt weiter. Irgendwo 200 Höhenmeter unter uns sollte wieder ein Steig verlaufen. Aber auf die in der Karte eingezeichneten Steige gebe ich heute nichts mehr.

Ein Gebilde von Menschenhand gibt uns neuen Mut

Ein Gebilde von Menschenhand gibt uns neuen Mut

Was ist da vorne – sieht aus wie ein Kreuz, oder so etwas ähnliches. Tatsächlich – von Menschenhand gemacht. Von unserer Aufstiegsseite dürfte hier niemand rauf gekommen sein. Also Suche. Gibt es da irgendwo einen Steig. ENDLICH. Da war einer. Meist gut begehbar, jetzt nur ja nicht abschweifen. Und noch einmal ENDLICH: Wir standen auf dem in den Karten verzeichneten Steig. Ein Jägersteig. Gelegentlich waren an Abzweigungen zu einem X zusammengenagelte Holzäste angebracht. Sollten wohl Kreuzungen kennzeichnen. Wir bleiben aber auf unserer Route Richtung Westen.

Großzügige Jagdhütte auf der Singsdorfer Alm

Großzügige Jagdhütte auf der Singsdorfer Alm

Immer häufiger wurden die Anzeichen von Menschen erkennbar und schließlich standen wir überglücklich bei der Singsdorfer Alm. Wir hatten es geschafft. Dass es noch eine Stunde zurück zum Auto war, störte uns jetzt nicht mehr.  Wir würden jetzt am markierten Wanderweg zur Rottenmanner Hütte bleiben und von dort würde es dann sehr einfach hinunter zum Auto gehen. Vorbei an einigen aufgebrachten Kühen. Um den unteren Ausläufer des Hirschriedel herum machten wir noch einige Höhenmeter.

Nicht immer konnten wir uns heute an solchen Pflanzenschönheiten erfreuen

Nicht immer konnten wir uns heute an solchen Pflanzenschönheiten erfreuen

Und dann hätten wir fast noch einen Fehler gemacht. Nicht nach links rauf zur Rottenmanner Hütte sondern am unmarkierten Steig am Waldrücken talwärts. Wir wären vermutlich auch so ans Ziel gelangt. Denn weiter unten sollte es abermals einen Steig geben. Aber was sind schon Steige in Landkarten wert. Also wieder retour. Zurück zur Markierung. Heute keine Experimente mehr. Es begann bereits zu dämmern.

Beim Butterbründl beim morgendlichen Aufstieg

Beim Butterbründl beim morgendlichen Aufstieg

Und dann endlich am morgendlichen Anstiegsweg kurz unterhalb der Rottenmanner Hütte. 300 Höhenmeter sind es jetzt nur noch zurück zum Auto. Geradezu lächerlich. Da würden wir ja nicht einmal die Stirnlampe benötigten. Beim Butterbründl wurde noch einmal ausgiebig kaltes Quellwasser gefasst. Herrlich. Den Statuen am Pilgerweg der Weltreligionen wurde gedankt, dass alles gut ausgegangen ist.

Wie köstlich kann doch frisches Quellwasser schmecken (auch wenn das Bier dann zu Hause auch nicht zu verachten war)

Wie köstlich kann doch frisches Quellwasser schmecken (auch wenn das Bier dann zu Hause auch nicht zu verachten war)

Beim Auto angekommen, störte es uns auch nicht sonderlich, dass eine hungrige Gelse mit uns im Auto Platz genommen hat. So wie es uns heute am ganzen Körper juckte, war der Stich in meine linke Hand dann nur noch eine krönende Draufgabe. Wir fuhren auf der steilen Schotterstraße talwärts und es wurde dunkel.

Beim Abstieg vom Moserspitz war die Welt noch in Ordnung

Beim Abstieg vom Moserspitz war die Welt noch in Ordnung

Fazit der heutigen Tour:

Die markierten Wanderwege und Varianten zwischen Rottenmanner Hütte, Stein am Mandl und Hochhaide sind durchaus einen Besuch wert. Auch das Verweilen am Grünen See ist lohnenswert. Aber alles weitere ist nur noch Mühsal und diese Strapazen über abrutschgefährliche Wiesensteilhänge, durch schmerzhafte Brennesselfelder und aufschürfendes, dichtes Unterholz, über abschüssige Wassergräben, auf morschen Steilwaldhängen und durch ausgedehnte kratzende und klebrige Latschengürtel würde ich niemanden ans Herz legen. Und seit heute wird bei uns das geflügelte Wort „wir haben schon Schlimmeres erlebt – ich sage nur Krauschwellereck“ ersetzt durch „wir haben schon Schlimmeres erlebt – ich sage nur Wasserfallgraben„.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

 

 

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