Vom Hochalpl über Stangeneck und Adlereck

Die heutige Wanderung weist viele Parallelen zur letzten Tour über die Tockneralm zum Himmelfeldeck auf.

  • Ausgedehnte blühende Almrauschfelder
  • Ein unmarkierter, einsamer Bergkamm
  • Viele Gipfel (heute gleich 5 an der Zahl)
Am Höhepunkt der Almrauschblüte

Am Höhepunkt der Almrauschblüte

Und wie bereits bei der Tockneralm-Überschreitung in den südlichen Schladminger Tauern galt es auch heute in den südlichen Rottenmanner und Wölzer Tauern eine der letzten „weißen Lücken“ in meiner persönlichen Wander-Landkarte zu schließen.

Unser letzter noch offene Gebirgszug in den südlichen Wölzer Tauern (Rote Route) (Klick zur Vergrößerung)

Unser letzter noch offene Gebirgszug in den südlichen Wölzer Tauern (Rote Route) (Klick zur Vergrößerung)

Zum 4. Mal innerhalb der letzten 11 Tage machten wir uns mit dem Auto auf den Weg Richtung Süden über den Sölkpaß und weiter nach Schöder. Hier ging es heute nach Osten weiter. Bei St. Peter am Kammersberg zweigten wir nordwärts ab und bei Winklern, ca. 3 Kilometer vor Oberwölz ging es in den Hinteregger Graben hinein. Kurz vor der Dornhütte befolgten wir das Fahrverbot und stellten das Auto am Straßenrand ab.

Unsere Wanderroute im Uhrzeigersinn

Unsere Wanderroute im Uhrzeigersinn

Etwa eine halben Kilometer auf der Schotterstraße und dann weglos über den Hinteregger Bach und über ein kurzes steiles Waldstück hinauf zu einer Forsttraße, deren Verlauf wir nun über einige Kehren 300 Höhenmeter folgten. Dann ca. 200 Höhenmeter im Steilwald bergwärts bis zur Waldgrenze, wo wir wieder auf eine Forststraße stießen. Durch Wegschneisen in den blühenden Almrauschfeldern und über weiche, angenehm begehbare Almmatten erreichten wir schließlich unseren 1. Gipfel, das 1.994 Meter hohe Hochalpl, markiert mit einer Vermessungsstange.

Am Hochalpl

Am Hochalpl

Der weitere Wegverlauf ist sehr einfach über einen breiten Grasrücken, lediglich die vielen Stacheldrahtzäune stören etwas den Gehfluß (und sorgen für den einen oder anderen Kratzer). Am Langhauseck liegt der „Bausatz für ein Gipfelkreuz“ welches wir auch ohne Bauplan zusammenbauen können 🙂 .

Am Langhauseck: Die Bauteile für das Gipfelkreuz waren alle vorhanden und mussten nur noch zusammengesetzt werden

Am Langhauseck: Die Bauteile für das Gipfelkreuz waren alle vorhanden und mussten nur noch zusammengesetzt werden

Ein wesentlich größeres und stabileres Gipfelkreuz erwartet uns auf den Gollisteinkögeln. Hier machten wir zunächst auch einmal Pause, denn der weitere Gratverlauf zum Stangeneck sah nicht ganz einfach aus. Während der Jause näherte sich eine etwas verwirrt wirkende Gams, die uns erst bemerkte, als sie schon fast über uns stolperte. Auf einen Weitermarsch am Grat hatte sie keine Lust mehr.

Großes Gipfelkreuz auf den Gollisteinkögeln

Großes Gipfelkreuz auf den Gollisteinkögeln

Aber nur weil der Grat einer Gams zu steil ist, wollten wir uns nicht vom weiteren Weg Richtung Norden abhalten lassen. Die eine oder andere Stelle verlangt erhöhte Aufmerksamkeit auf den mit stacheligem Gras bewehrten Steilhängen und gelegentlich nimmt man auch die Hände zur Unterstützung. Zuletzt wird die Gratschneide richtig felsig, man kann aber auch etwas tiefer über grobes Blockgestein ausweichen.

Der Grat südlich vom Stangeneck erfordert stellenweise erhöhte Aufmerksamkeit

Der Grat südlich vom Stangeneck erfordert stellenweise erhöhte Aufmerksamkeit

Das Stangeneck markiert mit 2.291 Meter Höhe den höchsten Punkt unserer heutige Rundtour. Und von nun an wird das Gelände wieder einfach. Bald stehen wir beim Steinmandl am Adlereck, welches in manchen Karten auch Dlereck (ein Rechschreibfehler) oder Bernkadlereck bezeichnet wird.

Über die nicht allzu steile Nordflanke steigen wir auf weichen Moos- und Graspolstern unschwierig hinab, über den Edenbach und zum markierten Wanderweg, der von der Knollischarte herunter kommt. Am Weg bzw. teilweise am leichter begehbaren Forstweg geht´s hinab zur Knollihütte und auf der parallel zum Hinteregger Bach verlaufenden breiten Almstraße erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt.

Abstieg über die Adlereck-Nordflanke mit herrlichem Ausblick zur Schoberspitze

Abstieg über die Adlereck-Nordflanke mit herrlichem Ausblick zur Schoberspitze

Anders als bei der letzten Wanderung über die Tockneralm mussten wir heute keinen Gipfel unbestiegen zurücklassen. Allerdings konnten wir unser Vorhaben, auch noch die „Drei Seen“ und den Fischegelsee aus nächster Nähe zu betrachten, aus Zeitgründen nicht umsetzen. Aber wir haben fest beschlossen, diesen Plan nachzuholen, „wenn wir einmal alt sind“ 🙂 .

Unser heutiger höchster Gipfel vom Adlereck aus gesehen: Das Stangeneck

Unser heutiger höchster Gipfel vom Adlereck aus gesehen: Das Stangeneck

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Neben dem Hinteregger Bach wieder zurück zum Ausgangspunkt nahe der Dornhütte

Neben dem Hinteregger Bach wieder zurück zum Ausgangspunkt nahe der Dornhütte

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