Schneekönigin und Eisbrecher am Kitzsteinhorn

Im Vorjahr hatten wir unseren Skitouren-Abschluss am Hintertuxer Gletscher in Tirol gefeiert. Auch heuer hatten wir ähnlich Pläne, allerdings machte uns das instabile Wetter einen Strich durch die Rechnung. In einer ganzen Urlaubswoche war uns lediglich ein einziger Schönwettertag vergönnt. Aber zumindest diesen herrlichen Tag nutzten wir für einen Ausflug auf den Gletscher am Kitzsteinhorn südwestlich von Zell am See.

Blick vom Gletschergebiet am Kitzsteinhorn nach Zell am See

Blick vom Gletschergebiet am Kitzsteinhorn nach Zell am See

Über Kaprun erreichen wir auf knapp über 900 Meter Seehöhe den Ausgangspunkt – bei der Talstation der Panoramabahn. Natürlich konnten wir uns noch gut an die nun schon mehr als 16 Jahre zurückliegende tragische Brandkatastrophe erinnern und im Vorjahr hatten wir auch die Gedenkstätte hier bei der Talstation besucht.

Schneekönigin und Eisbrecher heißen die Skitouren-Routen am Kitzsteinhorn

Schneekönigin und Eisbrecher heißen die Skitouren-Routen am Kitzsteinhorn

Wir waren heute bei dieser prächtigen Wetterprognose natürlich nicht alleine an der Kassa, aber im Vergleich zum Hintertuxer Gletscher ging es hier ja richtig „beschaulich“ zu. Vor allem viele Sportler des russischen und wohl auch noch einiger anderer Skiteams warteten bereits am Eingang. 47 Euro kostet eine Schi-Tageskarte, die wir uns aber gönnten, um das für uns neue Gebiet einmal kennen zu lernen. Die Felle waren aber natürlich trotzdem im Rucksack.

Am Pistenrand zum Alpincenter. Rechts von Ingrid das Kitzsteinhorn.

Am Pistenrand zum Alpincenter. Rechts von Ingrid das Kitzsteinhorn.

Eine Gondel bringt uns unkompliziert hinauf zum Langwiedboden auf 1.976 Meter Seehöhe. Von hier werden wir dann später unsere Schitour starten. Jetzt aber am frühen Morgen bedienten wir uns des Sessellifts, um zum Alpincenter (2.450) hinauf zu gelangen. Von hier geht es wieder bequemer mit einer Gondel weiter (Gletscherjet 3 und 4). Normalerweise kann man beim Übergang der 2 Gletscherjets in der Gondel sitzen bleiben, bei unserer ersten Auffahrt mussten aber alle Passagiere aussteigen, weil in den Gipfelregionen gerade laut hörbare Lawinensprengungen vorgenommen wurden.

Gletscherjet 4 Bergstation am Kitzsteinhorn

Gletscherjet 4 Bergstation am Kitzsteinhorn

Bald aber ging es weiter, der Wind ruckelte zeitweise kräftig an den Gondeln, ehe wir auf einer Höhe von ca. 2.930 Meter aussteigen konnten. Dies ist aber noch nicht der höchste, einfach erreichbare Punkt. Durch einen kurzen Tunnel und mit Unterstützung einer Standseilbahn gelangt man noch einmal 100 Höhenmeter weiter hinauf zur „Gipfelwelt 3000“ wo u.a. ein Restaurant mit Speis und Trank für das leibliche Wohl sorgt.

Bester Ausblick zum Großglockner

Bester Ausblick zum Großglockner

Unser Ziel war aber der 360 Meter lange Stollen mit interessanten und informativen Schautafeln zur Nationalpark Gallery mit bestem Ausblick auf den Großglockner und vielen weiteren eindrucksvollen Dreitausendern. Zurück im Hauptgebäude durfte natürlich auch ein Besuch des höchsten Punktes „Top of Salzburg“ auf 3.029 Meter Seehöhe nicht fehlen. Hier kann man sich bei einem Photopoint ablichten lassen, und das Bild später aus dem Internet downloaden.

Die AlpenYetis beim Photopoint "Top of Salzburg" in 3.029 Meter Seehöhe.

Die AlpenYetis beim Photopoint „Top of Salzburg“ in 3.029 Meter Seehöhe.

Es gäbe noch einiges zu erzählen, aber eigentlich soll das heute ja ein Schitouren-Bericht werden. Deshalb erspare ich mir auch detaillierte Schilderungen der Schipisten, die wir im Laufe des Vormittags alle abgefahren sind (und es waren wirklich fast alle geöffneten Pisten und Lifte, von der Gondel über den Sessellift bis zum Schlepplift). Kurz vor Mittag landeten wir jedenfalls unten am Langwiedboden (1.976). Die Strecke vom Alpincenter (2.450) abwärts war zwar offiziell gesperrt, die Pistenverhältnisse aber weitgehend noch (sehr) gut.

Schneefahnen am Kitzsteinhorn - Dazu Knallen von Lawinensprengungen

Schneefahnen am Kitzsteinhorn – Dazu Knallen von Lawinensprengungen

Hier startete nun also unser Aufstieg. Der Abschnitt bis zum Alpincenter wird „Schneekönigin“ genannt, die komplette Route bis zum höchsten Punkt nahe des Maurerkogel-Gipfels heißt „Eisbrecher„. Im Vergleich zum schneidig-kalten Wind in den höheren Gipfelregionen war es jetzt hier beim Start angenehm warm. Trotz der Pistensperre kamen immer wieder Schifahrer und Snowboarder die Piste runter. Es wäre auch zu schade gewesen, die Langwiedpiste in diesem guten Zustand nicht zu nutzen.

Kitzsteinhorn

Kitzsteinhorn

Vom Alpincenter gehen wir einen Bogen Richtung Südwesten. Zunächst kurz am Pistenrand, später dann etwas abseits im Gelände bzw. auf brachliegenden Pisten. Neben dem Maurerlift leiten die Skitouren-Tafeln neben schwarzen Pisten einen etwas steileren Abschnitt hinauf. Südöstlich der Schlepplift-Bergstation erreichen wir knapp unterhalb des höchsten Punktes am Maurerkogel unser Tourenziel auf 2.941 Meter Seehöhe.

Am Maurerkogel mit Blick zum G. Schmiedinger

Am Maurerkogel mit Blick zum G. Schmiedinger

Knapp zwei Stunden blieben uns in der Folge, um abermals die sich noch immer in außergewöhnlich gutem Zustand befindlichen Pisten zu befahren. Ein wahrer Hochgenuss und ein würdiger Wintersaison-Abschluss.

Vom Winter mit der Gondel zurück ins Tal im Frühling.

Vom Winter mit der Gondel zurück ins Tal im Frühling.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Ski-Touren-Route am Kitzsteinhorn bzw. Maurerkogel

Ski-Touren-Route am Kitzsteinhorn bzw. Maurerkogel

 

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