Wintergruß vom Krahbergzinken

Eigentlich war der Artikel vom ersten Wintergruß vom Hochgründeck ja nur als Einschub gedacht, bevor ich mit der Beschreibung meiner Herbsttouren vom September fortfahre. Und tatsächlich war dieser erste nennenswerte Schnee im Herbst 2016 nur von kurzer Dauer. Der warme Föhnwind sorgte dafür, dass wir bereits 3 Tage später auf über 2.000 Meter Seehöhe wieder apere Verhältnisse hatten.

Gipfelkreuz am Krahbergzinken

Gipfelkreuz am Krahbergzinken

Aber nach abermals 3 weiteren Tagen gab es den nächsten Wintereinbruch. Also gibt es heute nochmals ein kurzes Schnee-Intermezzo: Als Tourenziel hatten wir uns eine Gegend auserkoren, in welchem es in wenigen Wochen bedeutend weniger beschaulich zugehen wird – das noch brachliegende, aber bereits leicht schneebedeckte Schigebiet der Planai sowie den Anstieg auf den Krahbergzinken, wo uns Schneehöhen von 30 cm und mehr erwarteten.

Routenverlauf Planai - Krahbergzinken

Routenverlauf Planai – Krahbergzinken

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Ausgangspunkt bei +1° Celsius war die Mittelstation, dort wo der Schranken zur Bezahlung einer Mautgebühr einlädt. Beim Aufstieg sind wir im Nebel dem markierten Wanderweg gefolgt, vorbei am Speicherteich Bruckmoos bis zur im strahlenden Sonnenschein liegenden Schladminger Hütte, wo gerade eifrigst gearbeitet wurde und hinauf zum Planai-Gipfelkreuz.

Die graue Nebeldecke und die bläulich leuchtende Scheedecke scheinen nahtlos ineinander überzugehen.

Die graue Nebeldecke und die bläulich leuchtende Scheedecke scheinen nahtlos ineinander überzugehen.

Hier war es auch an der Zeit, die Gamaschen anzulegen, denn die Schneehöhe stieg hier rasch auf über 20 bis 30 cm. Der Ausblick bot ein prächtiges Bild. Eine dicke graue Nebeldecke überzog das gesamte Ennstal so weit man blicken konnte. Darüber aufragend die schneebedeckten Gipfel des Dachsteingebirges im Norden.

Planai-Gipfelkreuz

Planai-Gipfelkreuz

Meist waren die Temperaturen recht angenehm, gelegentlich gab es allerdings kalte Windströmungen, die uns zum Auspacken der Kleidungsreserven nötigten. Im Süden aus dem Lungau drängte ein dicker Hochnebelwutzel an die Schladminger Tauern, wir waren aber ganztägig im herrlichen Sonnenschein unterwegs. Auch unten im Ennstal lichtete sich der Nebel zwischen Gröbming und Schladming erst nach Mittag, noch weiter östlich dauerte es noch länger.

Dicker Hochnebel aus dem Lungau. Der Krahbergzinken (links) wird davon aber nicht berührt.

Dicker Hochnebel aus dem Lungau. Der Krahbergzinken (links) wird davon aber nicht berührt.

Die Anforderungen bei dieser Tour halten sich auch trotz Schnee weitgehend in moderaten Grenzen. Eine Ausnahme bildet aber der schmale Grat zum Gipfelkreuz am Krahbergzinken. Hier ist im ausgesetzten Steilgelände Vorsicht angesagt, noch aber bekommt man das Drahtseil, welches über die Eisensteigbügel auf den Felsplatten hinweghilft, aus dem lockeren Pulverschnee heraus.

Der drahtseilgesicherte Schlussanstieg am Krahbergzinken

Der drahtseilgesicherte Schlussanstieg am Krahbergzinken

Nach kurzer Pause machten wir uns auf den Rückweg. Um etwas Abwechslung in die Tour zu bringen, wählten wir eine alternative Abstiegsroute über diverse Schipisten, die im oberen Bereich bereits von einem Pistengerät „geglättet“ wurden.

Über der Nebeldecke auf den Krahbergzinken

Über der Nebeldecke auf den Krahbergzinken

Ein Tipp: Wer in diesen Nebeltagen im Tal trübsinnig wird – raus in die Natur, am besten rauf auf die schneebedeckten Erhöhungen oberhalb der Nebelgrenze.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

 

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