Wanderparadies Baska – Insel Krk – Teil I

Über das Thema „Wandern am Meer“ habe ich in den letzten Jahren ja schon einige Beiträge geschrieben. Zuletzt im Vorjahr, als wir am kroatischen Festland die Region um Crikvenica erkundeten. Unsere ersten Wandererlebnisse in Kroatien, die ich auch dokumentiert habe, liegen schon einige Jahre zurück – im Jahr 2011 besuchten wir die Inseln Cres und Mali Losinj.

Für wenige Stunden machten wir damals bei der Heimreise auch in Baska auf der Insel Krk halt. Diese Urlaubsdestination besuchten wir bereits an mehreren aufeinanderfolgenden Jahren Anfang der 1990-er. Als der äußerst sehenswerte Kieselstrand aber immer überfüllter wurde, wichen wir auf andere Ziele aus. Dem Wandern galt damals unser Interesse nur am Rande.

Vorrangig kommen die zahlreichen Urlaubsgäste natürlich wegen des langen Kieselstrandes und der Wassersportmöglichkeiten nach Baska. Uns interessierte allerdings mehr das, was sich da im Hintergrund aufbaut (diesen Gebirgszug haben wir mehrmals überschritten).

Vorrangig kommen die zahlreichen Urlaubsgäste natürlich wegen des langen Kieselstrandes und der Wassersportmöglichkeiten nach Baska. Uns interessierte allerdings mehr das, was sich da im Hintergrund aufbaut (diesen Gebirgszug haben wir mehrmals überschritten).

Aber im heurigen Jahr, als ich eher zufällig über den empfehlenswerten Rother-Wanderführer „Istrien“ stolperte, wurde mein Interesse wieder auf´s neue geweckt und wir buchten einen „Test-Aufenthalt“ für 5 Nächte.

Die Erinnerung war natürlich schon etwas verblasst und bedurfte der Auffrischung mittels alter Fotoalben, aber das Baska wie wir es vor 25 Jahren kannten, hat sich immens verändert.  auch wenn es noch immer viele altbekannte Fixpunkte und Blickfänge gibt, über die wir uns damals schon erfreuten.

Vorbildliche Wandermarkierungen in den Farben Rot, Blau, Grün, Gelb

Vorbildliche Wandermarkierungen in den Farben Rot, Blau, Grün, Gelb

War es seinerzeit der langgezogene, sehenswerte Strand, der uns in seinen Bann zog, so ist es heute das vielfältige, tolle Angebot für Wanderer. Eine derartige Fülle an bestens markierten Wanderwegen ist einfach großartig und vorbildhaft. Aber auch das kulinarische Angebot ließ keine Wünsche offen. Und zur Erfrischung finden sich etliche mehr oder weniger einsame Buchten. Kein Wunder also, dass wir uns nach Ablauf unserer 5 Nächtigungen noch nicht losreißen konnten, sondern noch für weitere 4 Nächte verlängerten.

Inklusive An- und Abreisetag, wo wir auf Grund der ca. 6-stündigen Autofahrt nur wenig zum Gehen gekommen sind, haben wir es in unserer Tourenstatistik während der 10 Aufenthaltstage auf insgesamt 4.100 Aufstiegshöhenmeter und 186 Kilometer gebracht. Nicht schlecht für einen Urlaub am Meer 🙂 .

Die AlpenYetin (rechts oben) beim Abstieg nach Vela Luka

Die AlpenYetin (rechts oben) beim Abstieg nach Vela Luka

Unsere Wandertouren würden auf jeden Fall eine ganze Artikelserie verdienen – jede Tour für sich einen umfangreichen Tourenbericht. Vielleicht hole ich das auch ein anderes Mal nach. Eventuell gelingt es mir auch, die vielen Filmaufnahmen zu einem spannenden Kurzvideo zu schneiden. Derzeit fehlt mir dazu allerdings die Zeit und es gibt auch noch eine Reihe weiterer erwähnenswerter Bergtouren zu beschreiben, die wir nach unserer Rückkehr aus Kroatien absolviert haben.

Deshalb möchte ich mich vorerst darauf beschränken, den Urlaubsaufenthalt in 2  Artikeln abzuhandeln und von den schönsten Wanderungen jeweils maximal 2 bis 3 Bilder zu präsentieren.

Der beliebte Kieselstrand von Baska. Links dahinter die Mondlandschaft Hlam

Der beliebte Kieselstrand von Baska. Links dahinter die Mondlandschaft Hlam

In meinem letzten Artikel über den Seekarlsee habe ich bereits angedeutet, dass es dieses Mal mit den „Farben der Karibik“ weitergehen würde. Und um diese Farbenpracht genießen zu können, muss man nicht unbedingt die Kosten und Anstrengungen langer Fernreisen auf sich nehmen.

Die Wanderregionen

Das Spannende an Baska als Ausgangspunkt für Wanderungen, ist die Tatsache, dass der nach Süden zum Meer hin offene Ort, nach Osten und Westen von durchschnittlich zwischen 200 und 400 Meter hohen karstigen Gebirgszügen umgeben wird. Den höchsten Punkt bildet der oder die 568 oder 569 Meter hohe Obzova (sowohl über Geschlecht als auch über exakte Höhe sind sich die Autoren wohl nicht ganz einig).

Durchschnittlich 200 bis 300 Meter erheben sich die Bergzüge um Baska über das Meer

Durchschnittlich 200 bis 300 Meter erheben sich die Bergzüge um Baska über das Meer

Je nachdem, ob man den Gebirgszügen nach Süden oder Norden folgt, erschließen sich verschiedenste, abwechslungsreiche Tourenziele. Und wenn man auf der anderen Seite hinabsteigt, um in einer einsamen Bucht textilfrei zu baden, kann man dieselbe Höhe beim Nachhauseweg gleich noch einmal überschreiten – so erklären sich auch die mehr als 4.000 Aufstiegshöhenmeter unseres Meeresurlaubs.


1) Vela Luka – Mala Luka

(Östlich von Baska)

Reger Taxi-Verkehr in Vela Luka

Reger Taxi-Verkehr in Vela Luka

Eine der beliebtesten Badebuchten abseits des Hauptstrandes in Baska nennt sich „Vela Luka“.  Einsamkeit darf man hier keine erwarten, denn Taxi-Boote bringen scharenweise Badetouristen in die fotogene Bucht. Die wahre Schönheit erschließt sich aber nur dem Wanderer, wenn er aus über 200 Meter Seehöhe auf Meeresniveau hinabsteigt.

Mala Luka (links-blau), Vela Luka (rechts-grün), AlpenYetin vorne (rote Hose, weiße Knie)

Mala Luka (links-blau), Vela Luka (rechts-grün), AlpenYetin vorne (rote Hose, weiße Knie)

Von den konditionellen Anforderungen her sollte man diese Tour aber nicht unterschätzen. Über mehrere kleinere Erhebungen führt die Route von Baska über das FKK-Camp Bunculuca, Lubinin und Rebica zu den farblich unterschiedlichen Buchten Vela Luka und Mala Luka.

Mala Luka

Mala Luka


2) Bucht und Schlucht Vrzenica

(Östlich von Baska)

Das Durchwandern der Schlucht Vrzenica wird in meinem Wanderführer mit Schwierigkeit „Schwarz“ bewertet. Dieses „Schwarz“ ist aber nicht zu vergleichen mit einer „schwarzen“ Wanderung in den Alpen. Im Vergleich mit den meisten anderen Wanderrouten ist diese Tour durch die Schlucht aber tatsächlich anspruchsvoller. Es gibt hier einige kurze (einfache) Kletterstufen über glatte Felsen, die trockene Verhältnisse verlangen.

Kurze Felsstufen in der Vrzenica-Schlucht

Kurze Felsstufen in der Vrzenica-Schlucht

Je nachdem in welcher Richtung man den Canyon Vrzenica beschreitet, empfiehlt sich nach dem Abstieg oder vor dem Aufstieg ein Bad in der gleichnamigen Bucht. Noch besser hat uns allerdings die westlich nächstgelegene Bucht gefallen. Etwas kleiner sowie rundlichere, „gemütlichere“ Kieselsteine.

In der Bucht Vrzenica. Über dem Velebit-Gebirge die obligatorische Wolkenhaube.

In der Bucht Vrzenica. Über dem Velebit-Gebirge die obligatorische Wolkenhaube.


 3) „Mondlandschaft“ Hlam und Aussichtspunkt Zakam

(Nordöstlich von Baska)

Kirche Sveti Ivan

Kirche Sveti Ivan

Hoch über dem Ort liegt die weitum sichtbare Kirche Sveti Ivan. Und das ist auch die einzige Gegend, die wir bereits zwischen 1993 und 1995 bewandert haben. Heute aber wollten wir von den letzten schattenspendenden Bäumen hinaus auf die „Mondlandschaft“ bis zum 461 Meter hohen Hlam (mit Gipfelkreuz).

Unterwegs in der kargen Mondlandschaft

Unterwegs in der kargen Mondlandschaft

Davon ließen wir uns auch von den Warntafeln vor der „Schwarzen Witwe“ sowie der Horny Viper nicht abhalten. Am Plateau gibt es nicht mehr viel Vegetation, dafür aber viele spitze Steine.

Unser Abstiegsweg führte uns dann über den Aussichtspunkt Zakam (mit Kreuz) wieder zurück in den Ort, wo wir uns angesichts der schwülen Hitze bereits am Nachmittag einige Bierchen gönnten.

Über den Aussichtspunkt Zakam wieder zurück nach Baska

Über den Aussichtspunkt Zakam wieder zurück nach Baska

Im nächsten Beitrag gibt´s dann weitere Tourenbeschreibungen in Baska.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Natürlich darf in Baska auch das Baden nicht zu kurz kommen

Natürlich darf in Baska auch das Baden nicht zu kurz kommen

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