Deneck, Höchstein, Hornfeldspitze – alternative Routen

Das Deneck liegt mit bisher 8 Besuchen auf Platz 12 meiner Gipfelhitparade. Nur 2 Besteigungen mehr und der Berg hätte es in die Top Ten geschafft. Aber auch Hornfeldspitze (5 Besuche) und Höchstein (3 Mal) liegen unter den ersten 60 Plätzen der knapp 1.140 bislang besuchten Gipfel.

An schroffen Felsen vorbei auf den Höchstein

An schroffen Felsen vorbei auf den Höchstein

Einen Berg im Sommer immer auf denselben Wegen zu begehen langweilt mich mit der Zeit. Im Winter ist es wieder etwas anderes, da es hier eventuell unterschiedliche Schneeverhältnisse gibt und die Freude der Abfahrt wartet. Um daher etwas Abwechslung in meine Wanderungen auf häufiger besuchte Gipfel zu bringen, habe ich in den letzten Wochen einige alternative Routen beschritten.

Eisenklammern und Drahtseile helfen am Weg auf den Höchstein über glatte Felsplatten hinweg

Eisenklammern und Drahtseile helfen am Weg auf den Höchstein über glatte Felsplatten hinweg

Diesen Routen ist gemeinsam, dass sie nicht markiert sind und teilweise auch nicht einmal auf halbwegs begehbaren Steigen verlaufen. Der Routenverlauf erfordert in diesem Fall ein wenig Orientierungssinn und die eine oder andere Stelle kann auch richtig mühsam werden.


Deneck

Beginnen wir mit dem Deneck – ein Gipfel, der sich zu jeder Jahreszeit besuchen lässt und der auf der „Normalroute“ auch für weniger geübte Geher geeignet ist. Lediglich auf den letzten Höhenmetern wird es etwas steiler und teilweise sogar leicht ausgesetzt. Wegen der einfachen Erreichbarkeit und des nicht zu langen Anstiegs haben wir auf diesem Gipfel schon einige Male ordentlich gefroren: Weil der Gipfel dann am Tourenplan stand, wenn das Wetter keine größeren Bergunternehmungen zuließ.

Wanderrouten auf das Deneck (rot = aktuellste Wanderung durch das Sonnkar)

Wanderrouten auf das Deneck (rot = aktuellste Wanderung durch das Sonnkar)

Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV – Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Im Laufe der Zeit haben sich einige Routenvarianten entwickelt, um etwas Abwechslung in die Tour zu bringen und auch um nicht unbedingt auf dem an Schönwettertagen gut besuchten Normalweg unterwegs sein zu müssen.

Und auch das Sonnkar war mir im oberen Bereich bereits von 2 Schitouren bekannt. Der Abstieg talwärts zur Sölkpaßstraße war mir aber neu – und ist im Sommer nicht wirklich empfehlenswert: Denn es wartet mittendrin eine unangenehme und mühsame Gebüsch-Strauch-Latschen-Farn-Schlamm-Zone. Darunter gibt es ein teilweise verwachsenes Steiglein und darüber führt die Route über gut begehbares, grobes Blockgestein.

Über grobes Blockgstein durch das Sonnkar

Über grobes Blockgstein durch das Sonnkar

Nur der letzte Grasaufschwung auf den Gipfel ist etwas steiler. Hier ist Trittsicherheit erforderlich und es gilt, die günstigste Linie zu finden. Am Gipfel mit seinem schönen Gipfelkreuz war ich nicht alleine, aber die 3 weiteren Besucher sind für ein Wochenende auch eher unterdurchschnittlich, was den Wetterprognosen geschuldet sein dürfte. Ab Mittag könnten schon Gewitter aufziehen – es blieb aber noch längere Zeit stabil.

Beim Mittleren Kaltenbachsee verlasse ich den markierten Wanderweg, der im Bild nach rechts hinauf führt

Beim Mittleren Kaltenbachsee verlasse ich den markierten Wanderweg, der im Bild nach rechts hinauf führt

Den Abstieg durch das Sonnkar möchte ich nicht näher beschreiben. Für Durschnittswanderer ist er ohnehin nicht geeignet und der erfahrene Bergfex wird auch ohne mein Zutun die beste Linie finden, zumal in den Wanderkarten im unteren Abschnitt ohnehin ein punktiertes Steiglein zur Sonnkarhütte (Jagdhütte) hinab verzeichnet ist.

Steilaufschwung auf das Deneck (Bildmitte)

Steilaufschwung auf das Deneck (Bildmitte)

Abschließend einen Hinweis: Die schöneren Farben gibt es im Herbst.

Gipfelkreuz am Deneck

Gipfelkreuz am Deneck


Höchstein

Auch der Höchstein steht bisher schon 2 Mal im Tourenbuch, jedes Mal auf einer anderen – markierten – Route.

Wanderrouten auf den Höchstein (rot = aktuellste Wanderung)

Wanderrouten auf den Höchstein (rot = aktuellste Wanderung)

Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV – Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Vom Bodensee über die Hans-Wödl-Hütte (links im Hintergrund die Hochwildstelle) auf den Höchstein. Rechts im Bild das Waseneck, auf dem ich heute auch noch stehen werde.

Vom Bodensee über die Hans-Wödl-Hütte (links im Hintergrund die Hochwildstelle) auf den Höchstein. Rechts im Bild das Waseneck, auf dem ich heute auch noch stehen werde.

Auch am 30.07.2016 wählte ich einen klassischen Anstiegsweg – dieses Mal über den Bodensee und die Hans-Wödl-Hütte. Beim Abstieg wollte ich aber meine neuen Bergschuhe (Salewa Raven 2 GTX) auf ihre Tauglichkeit im weglosen Steilgelände testen.

Frühmorgendlicher Anstieg auf den Höchstein

Frühmorgendlicher Anstieg auf den Höchstein

Frühmorgens war es noch ruhig im Umfeld der Hans-Wödl-Hütte und am weiteren Anstiegsweg über den Filzsattel auf den Höchstein. Lediglich ein Wanderer-Paar überholt mich. Beim Abstieg am Nachmittag wird es zwischen Bodensee und Hütte etwas lebendiger zugehen.

Über Unteren und Oberen Filzsattel auf den Höchstein

Über Unteren und Oberen Filzsattel auf den Höchstein

Meine Aufstiegsroute führt mich auf der Ostseite – teilweise mit Unterstützung von Drahtseilen und Eisenklammern – zum Gipfelkreuz, bei dem ich ganz alleine verweile. Aber bald schon zieht es mich weiter, ich steige südwärts zur Kaltenbachschulter ab. Mein eigentliches Hauptziel wartet weiter östlich. Ich möchte über den Grubersee auf das Waseneck.

Überblick über mein nachmittägliches Wandergebiet: Über den Grubersee (rechts) auf das Waseneck (Bildmitte). Abstieg über den langgezogenen Pfannsee (links).

Überblick über mein nachmittägliches Wandergebiet: Über den Grubersee (rechts) auf das Waseneck (Bildmitte). Abstieg über den langgezogenen Pfannsee (links).

Im steiglosen Gelände, auf Blockgestein und Steilwiesen, kann ich meine neuen Bergschuhe ausgiebig testen. Gelegentlich treffe ich auf Schafe, ansonsten ist es hier sehr einsam.

Tiefblick vom Waseneck auf Obersee (rechts unten) und Bodensee (links oben)

Tiefblick vom Waseneck auf Obersee (rechts unten) und Bodensee (links oben)

Zum Abstieg vom Waseneck wähle ich zunächst meine Anstiegsroute über den Grubersee, ehe ich mich nordostwärts dem Pfannsee zuwende. Oberhalb seines Nordufers geht es über einen Steig hinab zum Hüttensee und am bereits vom Morgen bekannten Wanderweg über den Bodensee hinaus zum Parkplatz.

Abstieg vom Pfannsee zum Hüttensee. Links die Hans-Wödl-Hütte.

Abstieg vom Pfannsee zum Hüttensee. Links die Hans-Wödl-Hütte.


Hornfeldspitze

Während die beiden vorgenannten  Gipfel in den Schladminger Tauern liegen, führt mich die 3. Wanderung auf „alternativen Pfaden“ in die Rottenmanner und Wölzer Tauern. Die Hornfeldspitze ist ein vom Sölkpaß ausgehend einfach erreichbarer Gipfel, der auch bei unserem Besuch von einigen Kindern erklommen wurde.

Aufbruch vom Sölkpaß (unten links). Gegenüber das Nageleck.

Aufbruch vom Sölkpaß (unten links). Gegenüber das Nageleck.

Vom Gipfelkreuz auf der Hornfeldspitze wandern wir nun weiter Richtung Südosten über den Aarfeldspitz zur Narrenspitze.

Gipfelkreuz auf der Hornfeldspitze

Gipfelkreuz auf der Hornfeldspitze

Auf der Narrenspitze erkennen wir beim Blick hinab zur westlich gelegenen Sölkpaßstraße ein Steiglein, welches uns auf einer bisher noch nicht gekannten Route zurück zum Sölkpaß bringen sollte. Der oberste, weglose Abschnitt über Steilwiesen erfordert noch etwas mehr Aufmerksamkeit, danach ist der Steig aber gut begehbar.

Wanderrouten auf die Hornfeldspitze (rot = aktuellste Wanderung)

Wanderrouten auf die Hornfeldspitze (rot = aktuellste Wanderung)

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

 

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