Regen Regen Tröpfchen

Geht es nach dem im Titel genannten Kinderlied, werde ich nach diesem Juni wohl lange leben. Denn so viele Tröpfchen wie in diesem Juni 2016 sind mir schon etliche Monate nicht mehr auf´s Köpfchen gefallen.

Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass der Juni generell der für das Wandern am wenigsten interessante Monat ist. Die Skitouren liegen hinter uns und für große Wanderungen auf höhere bzw. anspruchsvollere Berge liegt dann dort doch noch teilweise zu viel Schnee. Also bleiben wieder nur die „üblichen Verdächtigen“ im engeren Umfeld der Heimat oder die niedrigeren (und damit meist auch weniger spannenden) Gipfel der Voralpen.

Tourenstatistik Monatsvergleich 2004 bis 2015

Tourenstatistik Monatsvergleich 2004 bis 2015

Aber erlaubt der Juni im Vergleich zu anderen Monaten wirklich weniger Wanderungen? Dazu habe ich mein Tourenbuch befragt und siehe da: Die Statistik straft mich Lügen.

Bei meiner Auswertung beschränke ich mich auf die 12 „vollen“ Wanderjahre von 2004 bis 2015 und habe dabei meine anfänglich noch gelegentlichen Mountainbiketouren auch nicht berücksichtigt.

Der Juni ist eigentlich der statistische Durchschnittsmonat (Mittelwerte in der letzten Zeile grün hinterlegt).

Nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass wir bei längeren Schlechtwetterphasen dann doch gelegentlich in wärmere Gefilde flüchten.

Und andererseits gibt es auch im Juni immer wieder einmal stabile Schönwetterphasen. Dabei ist mir vor allem noch das Jahr 2013 in Erinnerung, als wir vom 17. bis 21. Juni an 5 Wandertagen in Folge bei über 30 Grad schwitzten.

Und sonst gibt es, wie bereits erwähnt, eben die üblichen Berge:

In Rekordzeit auf den Kammspitz

Ich bekenne mich dazu, ein „Anti-Sportler“ (aber dafür umso leidenschaftlicherer Wanderer) zu sein. Training zur Leistungssteigerung ist mir ebenso ein Gräuel wie irgendwelche Zeit-Rekorde auf Gipfelwegen. Das verträgt sich schon alleine nicht mit meiner Foto-Leidenschaft.

Aber dennoch freut es mich, dass ich ungeplant und ungewollt einen „Super-Tag“ erwischt habe und als Fünfzigjähriger meine bisherige schnellste Zeit als „Mitt-Dreißiger“ unterboten habe. Wohlwissend, dass in meinem Alter die „guten“ Tage eben nicht mehr täglich vorkommen und ich im Gegensatz zu früher nach 2 bis 3 Wandertagen in Folge auch wieder eine Pause genieße (und mich hier im Blog ausruhe).

Sonnenschein beim Aufbruch - Dichte Wolken am Gipfel

Sonnenschein beim Aufbruch – Dichte Wolken am Gipfel

Auffallend am 18.06.2016 war eine Reihe von Segelflugzeugen, die nahe dem Winterstein (unter mir) in rascher Folge vorbeipfiffen.

Segelflieger-Versammlung unter dem Kammspitz

Segelflieger-Versammlung unter dem Kammspitz

Am Hochkar in den Ybbstaler Alpen

Unseren ersten Ausflug in die Ybbstaler Alpen hatten wir im Juni vor 2 Jahren absolviert, als wir die Kräuterin besuchten. Im November 2014 standen wir dann am Gamsstein. Beide Wanderungen hatten ihren Ausgangspunkt in der Steiermark, ebenso wie die Bergtour auf die Stumpfmauer im August 2015.

Über den Bergrücken von rechts nach links zum Hochkar-Gipfel

Über den Bergrücken von rechts nach links zum Hochkar-Gipfel

Bei der sehr langen, schönen und empfehlenswerten Wandertour auf den Dürrenstein reisten wir dagegen nach Niederösterreich. Ebenso wie am 16.06.2016, als wir das Hochkar kennenlernen wollten.

Gipfelkreuz am Hochkar

Gipfelkreuz am Hochkar

Bei sehr stürmischen Wetter absolvierten wir eine Rundtour über den Hochkar-Gipfel zur Schmalzmauer und zurück zum Bergsee.

Schigebiet / Almgelände vom Hochkar zur Schmalzmauer

Schigebiet / Almgelände vom Hochkar zur Schmalzmauer

Zum einen war es dieser Wind, der uns mit der Landschaft nicht richtig warm werden ließ, zum anderen die vielen Lift-Bauwerke. Man hat hier nicht wirklich das Gefühl, sich in der „richtigen“ Natur zu bewegen. Etwas monoton ist auch das Gelände. Die 360°-Skytour wirbt als Attraktion mit Fernsichten über 100 Zweitausender.

Auch der Bergsee sieht künstlich und gestylt aus

Auch der Bergsee sieht künstlich und gestylt aus

Das mag alles gut und richtig sein, wir sind dann aber doch lieber dort in den Zweitausendern unterwegs, als sie nur aus der Ferne zu sichten.

Vom Ennstal ins Salzkammergut

Bei unseren übrigen Wanderungen handelt es sich um kleinere Unternehmungen „zwischen den Regenpausen“. Entlang der Enns und entlang des Salza-Staussees.

Spaziergang am Salza-Stausee (Klick zur Vergrößerung)

Spaziergang am Salza-Stausee (Klick zur Vergrößerung)

Großartige Berglandschaften gibt es hier natürlich nicht zu sehen. Es sind vielmehr viele kleine Schönheiten im Detail, die das Auge erfreuen.

Faszinierende Mooslandschaft beim südlichen Zugang zum Salza-Stausee

Faszinierende Mooslandschaft beim südlichen Zugang zum Salza-Stausee

Hoffentlich erlaubt das Wetter jetzt bald größere Bergunternehmungen – schließlich haben die Tage derzeit ihre längste Ausdehnung und bald „dreht es wieder um“.

Hoffentlich bald Licht am Ende des Regen-Tunnels (am Salza-Stausee)

Hoffentlich bald Licht am Ende des Regen-Tunnels (am Salza-Stausee)

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

 

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