Schnee Ade am Hochstubofen

Nach unserer letzten Skitour wollte ich eigentlich auch noch eine Schneeschuh-Abschlusstour durchführen. Denn der Blick vom Ennstal in die Niederen Tauern zeigt noch weitgehend schneebedeckte Gipfellandschaften. Und so fuhr ich Mitte Mai auf der gerade erst geöffneten Sölkpaßstraße bis zur Erzherzog-Johann-Hütte.

Ausblick vom Hochtausing über das grüne Ennstal in die noch schneebedeckten Niederen Tauern

Ausblick vom Hochtausing über das grüne Ennstal in die noch schneebedeckten Niederen Tauern

Aber hier auf knapp 1.500 Meter Seehöhe zeigte sich, dass der ferne Eindruck der durchgehenden Schneelandschaft ein trügerischer war. Denn die vermeintlich geschlossene Schneedecke war – wenn hier am Alpenhauptkamm überhaupt noch vorhanden – eine dünne bzw. weitgehend von aperen Flecken durchbrochene. Und so konnten die Schneeschuhe getrost im Kofferraum bleiben.

Weglos auf Hochstubofen

Als Wanderziel hatte ich mir den Hochstubofen auserkoren – einen der westlichsten Gipfel in den Rottenmanner und Wölzer Tauern, den ich bislang bereits 3 Mal besucht hatte:

  • Zum ersten Mal im Zuge einer Skitour am 02.05.2005, die mich in der Folge auch noch auf den nahen Kammkarlspitz führte.
  • Mit der AlpenYetin war im am 02.09.2006 oben, als wir in einer „Marathonwanderung“ nach der Schoberspitze und Rettlkirchspitze auf noch auf den Hochstubofen aufstiegen.
  • Am 16.06.2012 schließlich querte ich von der Hornfeldspitze über den Aarfeldspitz auf den Hochstubofen.
Über ein nordseitiges Kar zum Wanderweg auf den Hochstubofen

Über ein nordseitiges Kar zum Wanderweg auf den Hochstubofen

Und wie vor 4 Jahren wählte ich auch heute den weglosen Aufstieg über ein nordseitiges Kar. Auf einer kurzen Steilstufe mit hartgefrorenem Schnee war ich froh, dass ich vorsichtshalber die Steigeisen im Gepäck hatte. Weiter oben beim Zusammentreffen mit dem markierten Wanderweg gab es noch einige größere Schneefelder mit Einsinktiefen von 10 bis 20 cm. Der Westrücken war aber wieder weitgehend schneefrei, lediglich eine dünne Neuschneeauflage schmolz gerade in der warmen Frühlingssonne.

Die letzten Schneereste am Weg auf den Hochstubofen

Die letzten Schneereste am Weg auf den Hochstubofen

Gipfelbucheintrag

Gipfelbucheintrag

Den Ausblick vom Gipfelkreuz am Hochstubofen konnte ich dann ganz alleine genießen, auch wenn die Einträge im Gipfelbuch verrieten, dass der Berg das ganze Jahr über immer wieder einmal besucht wird. Wenngleich es bei manchen Wanderern allerdings eine etwas eigenwillige Zeitrechnung gibt 🙂 .

Der 360 Grad-Rundumblick kann über unzählige Gipfel schweifen. Im Westen jene der Schladminger Tauern, die von den Rottenmanner und Wölzer Tauern durch die Sölkpaßstraße getrennt werden. An ihren Rändern immer wieder grüne Almwiesen.

Panoramablick vom Hochstubofen - rechts die nach Norden ziehende Sölkpaßstraße (Klick zur Vergrößerung)

Panoramablick vom Hochstubofen – rechts die nach Norden ziehende Sölkpaßstraße (Klick zur Vergrößerung)

Auch beim Abstieg blieb ich nur kurze Zeit am Wanderweg. Durch das Kar suchte ich mir, umgeben von unter dem Schnee gurgelnden bzw. offen rauschen Bächlein, wieder eine Abkürzung, ehe ich im unteren Abschnitt dem markierten Wanderweg zurück zum Ausgangspunkt folgte.

Zurück am alpenblumengesäumten Wanderweg mit Blick zum Hochstubofen

Zurück am alpenblumengesäumten Wanderweg mit Blick zum Hochstubofen

Beim nächsten Tourenbericht wird’s noch grüner.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Die Wanderroute entgegen dem Uhrzeigersinn von der Erzherzog-Johann-Hütte auf den Hochstubofen

Die Wanderroute entgegen dem Uhrzeigersinn von der Erzherzog-Johann-Hütte auf den Hochstubofen

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

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