Jetzt wird’s grün

Schneereste und braune, feuchte Flecken am Weg auf den Hochstubofen

Schneereste und braune, feuchte Flecken am Weg auf den Hochstubofen

Nachdem ich mich im letzten Beitrag über den Hochstubofen endgültig von den Schnee-Touren verabschiedet habe, wird es nun deutlich grüner – auch auf unseren Wanderungen 🙂 . Denn auf Dauer machen die Nasse-Füße-verursachenden Restschneefelder jetzt keinen Spaß mehr, ebensowenig wie die schlammigen, braunen Flecken dazwischen (das erinnert mich daran, dass ich ja auch noch einen Artikel über die Bundespräsidentenwahl schreiben wollte).

In der Übergangszeit vom Winter in den Sommer ist die Tourenauswahl immer etwas beschränkt. Zu längeren Anreisen können wir uns auch nur selten motivieren, wenn dann die eigentliche Wanderzeit kürzer ausfällt als der zeitliche Aufwand für An- und Abreise. Und so bleiben halt nur die „üblichen“ Berg-Verdächtigen, die zum wiederholten Male bestiegen werden und die fotografisch nicht mehr viel Neues bieten oder auch nur einfache Ennstal-Spaziergänge, um der Bewegung willen, über die sich ein eigener Wanderbericht aber nicht wirklich lohnt.

Trotzdem konnten wir in den letzten Wochen einige neue Wandergebiete oder zumindest Wege kennenlernen, über die ich heute kurz erzählen möchte:

Dörfelstein – das 2. Gipfelkreuz

Das erste Mal stand ich am 9. Juni 2010 am Dörfelstein. Damals mußte der Gipfel als „Trostpflaster“ herhalten, weil ich bei meinem ersten Versuch der Besteigung des Kleinen Buchsteins ohne Gipfelsieg wieder absteigen mußte. Der Dörfelstein ist ein „nettes kleines Berglein“ mit gleich 2 Gipfelkreuzen. Aber weil ich bei meinem ersten Besuch gleich wieder südwärts über den Martha-Wölger-Weg abgestiegen bin, habe ich das erste (nördlichere) Gipfelkreuz übersehen.

Dörfelstein: 1 Bergerl - 2 Gipfelkreuze

Dörfelstein: 1 Bergerl – 2 Gipfelkreuze

Am 16.05.2016 haben wir es aber besucht und von dort den schönen Tiefblick über Admont genossen. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit. Letztlich kamen wir aber trotz eines kurzen zwischenzeitlichen Regen- und Graupelschauers wieder trockenen Fußes beim Auto in der Nähe der Haller Kirche an.

Tiefblick vom Dörfelstein nach Admont

Tiefblick vom Dörfelstein nach Admont

Klettersteig am Hochtausing

Wohlgesonnener war uns das Wetter bei unserer Hochtausing-Überschreitung. Wolkenloser Himmel und angenehme Wandertemperaturen.

Beste Wetterverhältnisse beim Aufstieg auf den Hochtausing

Beste Wetterverhältnisse beim Aufstieg auf den Hochtausing

Der Hochtausing ist ja kein neuer Gipfel mehr für uns. Aber spannend ist er allemal, denn die Überschreitung bietet mit dem Ostanstieg und dem Tonisteig (Klettersteig B/C) einige Abwechslung. Beim teilweise sehr ausgesetzten Abstieg über den Toni-Klettersteig haben wir trotz des relativ geringen Schwierigkeitsgrads sicherheitshalber auf ein Klettersteig-Set vertraut. Den Helm haben wir auch beim steinschlaggefährdeten Aufstieg über den Ostanstieg verwendet.

Bisherige Hochtausing-Besuche:

Auf das Klettersteigset haben wir beim Ostanstieg noch verzichtet. Ein Helm kann aber auch hier nicht schaden.

Auf das Klettersteigset haben wir beim Ostanstieg noch verzichtet. Ein Helm kann aber auch hier nicht schaden.

Postalm: Vom Wieslerhorn zur Bleckwand

Die nächste Wanderung führte uns in ein weitgehend unbekanntes Wandergebiet in den Salzkammergut-Bergen. In der näheren Umgebung (in Sichtweite unserer heutigen Tour) hatten wir zwar bereits einige Gipfel besucht (Sparber, Schafberg, Rinnkogel, Bergwerkskogel und Rettenkogel) doch direkt von der Postalm sind wir erst ein einziges Mal gestartet, als wir im Herbst 2011 von der Lienbachalm zur Braunedlkogel-Überschreitung aufgebrochen sind.

Am Weg auf das Wieslerhorn

Am Weg auf das Wieslerhorn

Natürlich ist man in diesem über die Postalmstraße (10 Euro Mautgebühr) einfach erreichbarem zwischen Strobl am Wolfgangsee und Abtenau gelegenen Almgebiet nicht alleine. Aber bereits wenige Meter abseits des Parkplatzes sowie der ersten Almhütten wird es rasch ruhiger. Von der Wiesleralm wandern wir hinauf auf das Wieslerhorn, mit 1.603 Meter der höchste unserer heutigen 4 Gipfelziele – und alle mit Gipfelkreuz.

Knapp vor dem Windkogel hängt ein Gleitschirm in einem Baum

Knapp vor dem Windkogel hängt ein Gleitschirm in einem Baum

Obwohl zwischen unserem niedrigsten Punkt (1.228) und dem Wieslerhorn nicht einmal 400 Meter Höhenunterschied liegen, werden wir am Ende des Tages auf unserer fast 18 Kilometer langen Rundtour genau 1.200 Aufstiegs-Höhenmeter verzeichnen können. Vom Wieslerhorn geht es nach kurzer Rast wieder hinab zur Wiesleralm und von dort weglos über Almhänge hinauf auf den Windkogel (1.547).

Blick von der Bleckwand über den Wolfgangsee zum Schafberg

Blick von der Bleckwand über den Wolfgangsee zum Schafberg

Hier sind wir ebenso alleine wie bei unserem Abstieg zur Niedergadenalm – mehr „Verkehr“ gibt es dann beim Aufstieg zum großen Gipfelkreuz auf der aussichtsreichen und gut besuchten Bleckwand (1.541), wo wir uns abermals ein Päuschen gönnen. Wieder hinab zur Niedergadenalm und abermals bergan, vorbei an einer Hütte mit ausgelassen feiernden Gästen zum nächsten Gipfelkreuz auf der Thorhöhe (1.533).

Auf der Thorhöhe treffen wir heute auf unser 4. Gipfelkreuz

Auf der Thorhöhe treffen wir heute auf unser 4. Gipfelkreuz

Von hier geht’s zurück zum Ausgangspunkt, wobei wir zuvor noch kurz bei der nahegelegenen, lieblichen Postalmkapelle vorbeischauen.

Postalmkapelle

Postalmkapelle

Über den Spielkogel zum Anhartskogel und Wolfsbacherturm

Waren wir bei den vorangegangen Touren mit gutem Wanderwetter gesegnet, so stellte sich in der Folge (zumindest an unseren freien Tagen) wechselhaftes/regnerisches Wetter ein (und hält noch immer an, aber so komme ich endlich wieder zu einigen Tourenberichten).

Nur kurz beim Start im Umfeld der Mödlinger Hütte war es noch sonnig

Nur kurz beim Start im Umfeld der Mödlinger Hütte war es noch sonnig

Und so gibt es auch nicht viel Erzählenswertes, erwähnen möchte ich aber unseren Ausflug über die Treffneralm und weiter über den Spielkogel zum Anhartskogel. Die Mautstraße (5 Euro pro Person) von Gaishorn zur Mödlinger Hütte habe ich zwar schon einmal bei meiner Bergtour auf den Admonter Reichenstein befahren, mir war aber nicht mehr in Erinnerung wie steil diese Forststraße stellenweise ist und vor allem wie grob der Schotterbelag ist (Ein Auto am Parkplatz hatte dann auch tatsächlich einen Patschen / Platten).

Der Spielkogel stand ja bereits 2 Mal am Tourenplan. Allerdings immer mit Schneeschuhen und von Johnsbach ausgehend:

Erfreulich und nicht erwartet: 2 neue Gipfel und auf dem Wolfsbacherturm auch ein Gipfelkreuz.

Gipfelkreuz am Wolfsbacherturm

Gipfelkreuz am Wolfsbacherturm

So und jetzt heißt es warten, bis sich endlich eine stabilere Wetterphase einstellt, damit wieder größere Wanderungen in Angriff genommen werden können.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Am Weg von der Wiesleralm auf das Wieslerhorn

Am Weg von der Wiesleralm auf das Wieslerhorn

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