Zum Gipfelkreuz am Hochfeld

Die erste Wandertour des Jahres 2016 (jawohl – ich bin in diesem Winter noch immer wandermäßig unterwegs, auch wenn heute die Schneeschuhe auf einem kurzen Streckenabschnitt gute Dienste geleistet hätten) führte mich auf einen Gipfel, den ich zuvor bereits 3 Mal „im Vorbeigehen“ mitgenommen habe.

Heute, am 02.01.2016, sollte er aber mein Hauptziel sein – zumal den Berg seit wenigen Jahren ein Gipfelkreuz krönt: Das Hochfeld ist beachtliche 2.189 Meter hoch, steht aber beim Blick Richtung Süden im Schatten der mächtigeren Nachbarn zwischen Hochgolling und den Kalkspitzen.

Blick nach Süden. Links hinten der Hochgolling, rechts das Schiedeck.

Blick nach Süden. Links hinten der Hochgolling, rechts das Schiedeck.

Start in Rohrmoos beim Ghf. Winterer. Entlang des heute seinem Namen nicht gerecht werdenden Winterwanderweges zur Unteren Neudeckalm und weiter zur Oberen Neudeckalm, wo die Schneehöhe sprunghaft zunahm. Dank einiger älterer, harter Spuren kam ich aber meist gut voran, an einigen Stellen aber hatte der Wind für knietiefe Verwehungen gesorgt.

Routenverlauf auf das Hochfeld

Rohrmoos / Ghf. Winterer – Untere Neudeckalm – Obere Neudeckalm – Hochfeld – Schneider – Guschen – Roßfeld – Hochwurzen – Abstieg entlang der Rodelbahn (kein Betrieb) zur Gondel-Talstation und wieder bergan zum Ghf. Winterer

Routenverlauf entgegen dem Uhrzeigersinn auf das Hochfeld

Routenverlauf entgegen dem Uhrzeigersinn auf das Hochfeld

Über den abgewehten Rücken geht es hinauf zum schon von Weitem sichtbaren Gipfelkreuz am Hochfeld. Eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, aber ich durfte mich 2016 als Erster im Gipfelbuch verewigen.

Beim Gipfelkreuz am Hochfeld mit Blick Richtung Norden

Beim Gipfelkreuz am Hochfeld mit Blick Richtung Norden

Die weitere Route führte mich nun am Bergkamm Richtung Norden über den Schneider zum Gipfelkreuz auf der Guschen. Hier war ich selbstverständlich nicht mehr der Erste im neuen Jahr (Liebe Grüße an Martin 🙂 ). Bereits am nordseitigen Abstieg von der Guschen in den Latterfußsattel kam ich ohne Schneeschuhe ganz gut zurecht, ganz zu schweigen vom südseitig ausgerichteten Aufstieg auf das Roßfeld.

1. Gipfelbuch-Eintrag im Jahr 2016

1. Gipfelbuch-Eintrag im Jahr 2016

Nicht sturz- aber komplikationsfrei ging der Abstieg auf der vereisten Nordseite des Roßfeldes in den Hüttecksattel vonstatten. Neuerlich ein kurzer gemächlicher Anstieg und ich habe die Rodelbahn auf der Hochwurzen erreicht. Da diese noch nicht in Betrieb war, folgte ich dem schmalen Schneeband hinab nach Rohrmoos, wo mit Einbruch der Dunkelheit die Schneekanonen und etliche Traktoren (zur Pistenpräparierung ?) gerade ihren Betrieb aufnahmen und für „dicke Luft“ sorgten (mir kam der Gedanke, ob dies für die urlaubenden Städter veranstaltet wurde, um ihnen den Duft ihrer Heimat zu vermitteln).

Panoramablick vom Höchstein über die Hochwildstelle zu Elendberg, Zwerfenberg, Hochgolling, Kasereck und weiter über das Schiedeck zur Lungauer und Steirischer Kalkspitze

Panoramablick in die Schladminger Tauern vom Höchstein über die Hochwildstelle zu Elendberg, Zwerfenberg, Hochgolling, Kasereck und weiter über das Schiedeck zur Lungauer und Steirischer Kalkspitze (Klick zur Vergrößerung)

Bei der Distanz der heutigen Tour (oder auch bei meinen Kräften) habe ich mich etwas verschätzt. Für die 22 Kilometer und 1.350 Höhenmeter benötigte ich 7 Stunden.

Bisherige Wandertouren auf das Hochfeld

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Blick nach Ramsau. Am Hunerkogel hat jemand vergessen, das Licht auszumachen.

Blick nach Ramsau. Am Hunerkogel hat jemand vergessen, das Licht auszumachen.

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