Vom Grundlsee auf den Backenstein

Eine Woche nach dem Mölbegg beschenkte uns der Herbst heute am 24.10.2015 ein weiteres Mal mit wunderschönen Farben.
Und bekräftigte damit meine Aussage, dass um den Nationalfeiertag herum noch (fast) jedes Jahr mit herrlichen Wandertouren gerechnet werden konnte, auch wenn in der ersten Oktober-Hälfte oder sogar schon im September der erste Schnee auf den Bergen liegt.

Der Grundlsee liegt noch unter dem Nebel verborgen

Der Grundlsee liegt noch unter dem Nebel verborgen

Als Wanderziel hatten wir uns heute den Backenstein ausgesucht – eine Tourenidee, die neben uns noch mindestens 20 weitere Bergliebhaber hatten. Der Backenstein ist trotz seiner auf dem Papier gering erscheinenden Höhe von nur 1.772 Metern eine äußerst imposante Erscheinung. Erheben sich seine nahezu senkrecht nach Süden abfallenden Felswände doch mehr als 1.000 Höhenmeter über den Grundlsee.

Davon konnten wir heute beim Start allerdings noch nichts erkennen. Dichter Nebel lag über dem auch als „Steirisches Meer“ bezeichneten Grundlsee. Mit jedem Schritt bergwärts wurde es aber heller und schließlich gelangten wir in die blendende Sonne, die von einem wolkenlosen Himmel strahlte und derart die Rot-, Braun- und Gelbtöne der Laubbäume noch einmal betonte und hervorhob.

Durch den Herbstwald zum Backenstein

Durch den Herbstwald zum Backenstein

Die Wanderroute selbst muss ich nicht näher beschreiben. Die Markierung ist gut, der Steig einfach erkenn- und begehbar. Lediglich oben am Plateau, wo man den Wanderweg 235 zum Appelhaus Richtung Osten verläßt und bald südwärts über Felsplatten und durch Latschenfelder zum Gipfelkreuz wandert, gibt es bedingt durch eine dünne Schneeauflage bzw. auf den feuchten Felsen die eine oder andere rutschige Situation.

Tiefblick vom Backenstein-Gipfelkreuz zum Grundlsee

Tiefblick vom Backenstein-Gipfelkreuz zum Grundlsee

Schließlich stehen wir beim großen Gipfelkreuz am Backenstein und genießen den Tiefblick über den Grundlsee sowie den Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Zahlreiche meist bereits schneebedeckte Gipfel überragen im Toten Gebirge das endlos scheinende, hügelige Plateau. Majestätisch zeigen sich die höchsten Gipfel über den Gletschern im Dachsteingebirge. Weiß zeigt sich die Nordseite des Grimming und des Kammspitz ebenso wie viele Gipfel der Schladminger Tauern sowie der Rottenmanner und Wölzer Tauern.

Gipfel im Toten Gebirge um Weiße Wand und Plankermira

Gipfel im Toten Gebirge um Weiße Wand und Plankermira

Wie man an meinen Ausführungen erkennt: Die Fernsicht war eine tolle, die gelegentlichen, ganz dünnen Schlierenwolken störten nicht. Am Gipfel war es nahezu windstill, so dass einem kurzen Schläfchen nichts entgegenstand.

Die höchsten Gipfel im Dachsteingebirge über den Gletschern

Die höchsten Gipfel im Dachsteingebirge über den Gletschern

Gestärkt und ausgeruht traten wir wieder unseren Rückweg an, wobei wir bis auf den untersten Streckenabschnitt zunächst weitgehend unserer Anstiegsroute folgten. Erst auf den letzten knapp 300 Höhenmetern entschieden wir uns, der Markierung Richtung „Grundlsee“ zu folgen und nicht jener Route Richtung „Rößlern“, auf der wir gekommen sind.

Grundlsee

Grundlsee

Und am Nordufer des Grundlsee, wo der Backenstein nun in voller Größe vor uns lag, schloß sich dann dieser Kreis einer herrlichen Herbst-Wanderung.

Blick vom Grundlsee zum Backenstein

Blick vom Grundlsee zum Backenstein

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Frühere Anstiege vom Grundlsee Richtung Backenstein

Routenverlauf vom Grundlsee auf den Backenstein

Routenverlauf vom Grundlsee auf den Backenstein

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.

*