Schnee-Stapfen am Kochofen

Nach Stoderzinken (40 Besuche seit dem 01.01.2004), Kammspitz (20) und Hirzberg (18) ist der Kochofen mit bislang 17 Besteigungen mein viert-häufigstes Gipfelziel. Während die drei erstgenannten Berge zu der zu den nördlichen Kalkalpen gehörenden Dachsteingruppe zählen, liegt der Kochofen südlich des Ennstales in den Schladminger Tauern.

Über alle diese Gipfel habe ich natürlich auf Grund meiner zahlreichen Wandertouren bereits vielfach berichtet, weshalb ich mir heute eine detaillierte Wegbeschreibung sparen möchte.

Blick zur Hochwildstelle - das Sattental liegt unter dem Nebel

Blick zur Hochwildstelle – das Sattental liegt unter dem Nebel

Neben den herrlichen Farben der Natur, die ein Oktober üblicherweise zu bieten hat (aber heuer ist nach dem ungewöhnlich heißen Sommer wettermäßig wohl einges anders) gibt es im Herbst eine zweite Gegebenheit, die mich jedes Jahr wieder in ihren Bann zieht: Es ist der erste Schnee des Jahres (eigentlich hat es diesen ja bereits vor einigen Wochen im September gegeben), der über den feuchten, grauen Tälern oberhalb der dicken Nebeldecke in den tiefblauen Himmel glänzt.

Gipfelkreuz am Kochofen vor tiefblauem Himmel

Gipfelkreuz am Kochofen vor tiefblauem Himmel

Am 17.10.2015 gab es genau solche Verhältnisse. Eigentlich war ich beim Blick aus dem Fenster ja etwas unmotiviert und fast wäre ich vor dem Computer, dem Fernseher oder einem Buch hängengeblieben. Wenn da nicht beim Surfen im Internet einige Webcams oberhalb der Nebelsuppe strahlenden Sonnenschein gezeigt hätten.

Also fuhr ich kurzerhand hinauf auf 1.200 Meter Seehöhe zum Michaelerberghaus, wo ich meine Rundtour über den Kochofen startete. Geringfügige Schneemengen gab es bereits hier. Die Schneehöhe wuchs allmäghlich auf etwa 3 bis 5 cm – im Gipfelbereich bis zu 10 cm – an.

Besonders stimmungsvoll war der Übergang vom Nebel in den wärmenden Sonnenschein. Lediglich beim Gipfelkreuz war es windig und frisch. Hier hielt ich mich deshalb auch nicht sonderlich lange auf. Einige Panorama-Aufnahmen waren aber Pflicht.

Blick zum Gumpeneck

Blick zum Gumpeneck

Es war wieder ein herrliches Gefühl, im Schnee zu stapfen. Die Geräusche der Schritte waren gedämpft, die Luft war so rein, die Landschaft wirkte so „unschuldig“.

Sollte der Herbst wirklich keine bunte Farbenpracht mehr hergeben – einerlei. Ich freue mich auch schon wieder auf den Winter.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Blick vom Dachstein (links) über Stoderzinken und Kammspitz (Mitte) bis zum Grimming (rechts) (Klick zur Vergrößerung)

Blick vom Dachstein (links) über Stoderzinken und Kammspitz (Mitte) bis zum Grimming (rechts) (Klick zur Vergrößerung)

Blick über das Kleinsölktal. Gumpeneck (links) und Großer Knallstein überragen ihre Gipfel-Nachbarn (Klick zur Vergrößerung)

Blick über das Kleinsölktal. Gumpeneck (links) und Großer Knallstein überragen ihre Gipfel-Nachbarn (Klick zur Vergrößerung)

Routenverlauf entgegen dem Uhrzeigersinn über den Kochofen

Routenverlauf entgegen dem Uhrzeigersinn über den Kochofen

Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEVBundesamtes für Eich und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.

*