Rückblick auf die Juli-Touren 2015

Nachdem ich es zeitlich leider nicht mehr schaffe, alle Wanderungen des Sommers 2015 detailliert aufzuarbeiten, möchte ich heute zumindest einen kurzen Rückblick auf die Bergtouren im Juli 2015 machen.

Mit Eissee und Taubenkogel, Stubnerkogel – Zitterauer Tisch – Bockhartseen, Wieselsteine und Hochtörl sowie die Dreibrüder-Überschreitung habe ich die erste Juli-Hälfte ja bereits beschrieben. Im Juli 2015 gab es aber noch 2 weitere, etwas kleinere Bergtouren:


Nageleck-Überschreitung – Kaltenbachseen

(19.07.2015)

Einen Tag nach der Dreibrüder-Überschreitung in der Salzburger Glocknergruppe wollte ich erstens etwas längers ausschlafen und zweitens war die Wetterprognose schon wieder recht durchwachsen (gewitteranfällig). Da aber zumindest bis zur Mittagszeit noch schwüle Sommerhitze angesagt war, suchten wir uns eine Tour mit „Frischheitsgarantie“.

Denn selten noch war es am Sölkpaß zwischen den Rottenmanner und Wölzer Tauern im Osten sowie den Schladminger Tauern im Westen wirklich windstill.

Tiefblick auf Mittleren und Unteren Kaltenbachsee

Tiefblick auf Mittleren und Unteren Kaltenbachsee

Start an der Sölkpaßstraße auf Höhe der Kaltenbachalm. Aufstieg Richtung Süden hinauf auf den Sölkpaß. Von dort gibt es zwar keine Markierung, aber mit etwas Orientierungsgeschick findet man bald ein Steiglein, welches sich steil auf der Ostseite auf das Nageleck schlängelt. Am Gipfel findet man seit einigen Jahren ein Gipfelbuch. Danach geht es am Gratverlauf – hin und wieder über Blockgestein turnend – Richtung Westen.

Hat man die Felspassage geschafft, wartet zunächst noch einfaches Wiesengelände, ehe man bei den Etrachböden auf den Wanderweg Richtung Deneck trifft. Hier folgen wir der Markierung dann abwärts, an Oberem, Mittlerem (gemütliche Rast) und Unterem Kaltenbachsee vorbei zum Ausgangspunkt.

Routenverlauf im Uhrzeigersinn über das Nageleck

Routenverlauf im Uhrzeigersinn über das Nageleck

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Frühere Wandertouren auf das Nageleck:


Von den Huttererböden über den Schrocken zum Hochmölbing

(31.07.2015)

Für den Freitag-Nachmittag war Schönwetter angesagt, welches ich noch rasch für eine „Kurz-Wanderung“ nutzen wollte, ehe ich zur Geburtstagsfeier einer lieben Arbeitskollegin zum Almgasthof Baumschlagerberg hoch über Vorderstoder fuhr.

Nach der Auffahrt von Hinterstoder über die Mautstraße zu den Huttererböden ging es mit Unterstützung des Höss-Express-Sessellift zum Berggasthof Höss, wo meine Wanderung auf 1.853 Meter Seehöhe ihren Ausgang nahm. Vorbei am fotogenen Speichersee, für den ich aber beim Aufstieg noch kein Auge hatte, denn ich wollte rasch auf mein Gipfelziel – den Schrocken – der laut diversen Tourenberichten mit einigen ausgesetzten Felspassagen aufwarten sollte.

Die anspruchsvollsten Stellen waren aber gut mit Drahtseilen entschärft, so dass sich bei trockenen Verhältnissen für den trittsicheren und schwindelfreien Wanderer keine Probleme ergeben. Leider hatte beim Aufstieg das Wetter noch nichts von seiner positiven Vorhersage mitbekommen und gelegentlich waren die höheren Bergspitzen in Wolken gehüllt.

Aber justament bei meinem Eintreffen beim Gipfelkreuz am Schrocken wurde es sonniger und so geriet ich in Versuchung, meine anfangs nur für diesen Gipfel vorgesehene Bergtour noch etwas auszdehnen und am Gratverlauf Richtung Südwesten zu wandern. Der Kaminspitz – ebenfalls mit Gipfelkreuz – war in meiner Landkarte gar nicht angeführt.

Die Kreuzspitze weiter westlich war zwar in den Karten verzeichnet, hatte dafür aber nur einige größeres Steinmandln und einen Wegweiser statt eines Kreuzes (oder sollte die Holzstange ein Gipfelkreuz darstellen?).

Die Zeit würde zum pünktlichen Erscheinen bei der Geburtstagsfeier jetzt zwar etwas knapp werden, aber wenn ich schon einmal in der Gegend war, wollte ich unbedingt auch noch zum Gipfelkreuz am 2.336 Meter hohen Hochmölbing. Lange konnte ich aber den tollen Ausblick über das Tote Gebirge bei immer besser werdenden Wetterverhältnissen nicht genießen.

Prächtige Lichtverhältnisse beim Rückweg vom Hochmölbing zum Schrocken

Prächtige Lichtverhältnisse beim Rückweg vom Hochmölbing zum Schrocken

Am Rückweg musste ich mich ordentlich sputen, auch wenn jetzt die Lichtverhältnisse richtig gut wurden. Zunächst zurück am Gratverlauf, der mir auch bereits von einer Überschreitung im Oktober 2004 bekannt war. Den Großteil des Weges brachte ich laufenderweise hinter mich. Beim Huttererhöß-See mußte ich mir jetzt aber einfach Zeit für ein paar schöne Fotos nehmen.

Da die Seilbahn zu dieser vorgerückten Stunde nicht mehr in Betrieb war, absolvierte ich auch den Abstieg über die Huttereralmen hinunter zum Ausgangspunkt bei den Huttererböden im Laufschritt.

Fazit der Tour: Eine sehr lohnenswerte Landschaft, die ich bei Gelegenheit noch einmal mit mehr Muße genießen möchte.

Routenverlauf über den Schrocken auf den Hochmölbing

Routenverlauf über den Schrocken auf den Hochmölbing

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

 

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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