Rax: Viele Wege führen auf die Heukuppe

Am 04.06.2015 konnten wir wieder einmal einen Antrittsbesuch in einer neuen Gebirgsgruppe abstatten: Es ging in den nordöstlichen Zipfel der Steiermark in die Rax-Schneeberggruppe. Der höchste Gipfel dieser Gebirgsgruppe (Klosterwappen – 2.076) liegt bereits in Niederösterreich, wir hatten uns aber heute für den höchsten Punkt in der Steiermark entschieden – die 2.007 Meter hohe Heukuppe.

Viele Wege führen auf die Heukuppe

Viele Wege führen auf die Heukuppe

Schaut man sich die Heukuppe auf der Landkarte an, fällt sofort das Gewirr an Wanderwegen ins Auge. Und so ist es fast logisch, dass man diesen Gipfel im Rahmen einer abwechselungsreichen Rundtour erkundet.

Für den Anstiegsweg hatten wir einen klaren Plan – den Reißtalersteig, beim Abstieg wollten wir uns aber von den Verhältnissen vor Ort überraschen lassen.

Anfahrt über Mürzzuschlag nach Kapellen und von dort auf kurviger Straße bis zu unserem auf 1.070 Meter Höhe gelegenen Ausgangspunkt bei der Paßhöhe Preiner Gscheid.

Vom Parkplatz folgen wir dem mit Schwierigkeit „Schwarz“ gekennzeichneten Reißtalersteig. Anfangs unschwierig im Wald, begleitet von fröhlichem Vogelgezwitscher. Vorbei an der privaten Reißtalerhütte (1.445) und oberhalb der Baumgrenze durch Latschengassen bis zu einer Felswand.

Die Schlüsselstelle der Tour - eine kurze, steile Felspassage - liegt hinter uns

Die Schlüsselstelle der Tour – eine kurze, steile Felspassage – liegt hinter uns

Über die kurze, steile Felsstufe hilft ein dickes Drahtseil hinweg – weiter oben warten zur Unterstützung 2 Eisenleitern. Nach vielleicht 70 Höhenmetern läßt man diese Schlüsselstelle hinter sich und der weitere Wegverlauf gestaltet sich wieder einfach. Zuletzt fast eben führt die Route über den breiten blumenreichen Grasrücken zum schon von Weitem sichtbaren Gipfel-Bauwerk, hinter dem wir Schutz vor dem am Gipfel-Plateau kräftig blasenden Wind suchen.

Der Ausblick ist bei (noch) überwiegend blauem Himmel recht gut und so entgeht uns auch nicht der nahe Gipfel des Predigtstuhl, welcher sich unschwierig vom „großzügig dimensionierten“ Karl-Ludwig-Haus ersteigen läßt.

Das Gipfel-Bauwerk auf der Heukuppe - flankiert von zahlreichen Alpenblumen.

Das Gipfel-Bauwerk auf der Heukuppe – flankiert von zahlreichen Alpenblumen.

Welchen Weg jetzt für den Abstieg wählen? Die Möglichkeiten sind zahlreich, am frequentiertesten ist der breite Schlangenweg. Mangels Wanderkarte (und auch unzureichender Abstiegstourenplanung) wollen wir lieber keine Experimente eingehen und gehen stattdessen wieder zurück zum Karl-Ludwig-Haus und weiter zum nahen Raxkircherl.

Abstieg über den Karl-Kantner-Steig

Abstieg über den Karl-Kantner-Steig

Hier lockt uns dann der Karl-Kantner-Steig, ein wirklich schöner Steig, wie uns ein entgegenkommender bestens gelaunter Wanderer erklärt. Im Abstieg gibt es die eine oder andere Stelle, die etwas Aufmerksamkeit erfordert, im Großen und Ganzen ist der Steig aber wirklich sehr schön, die schwierigsten Stellen sind ohnehin mit Eisenketten, Eisengeländern und Eisenstiften entschärft.

Weiter unten mündet der Karl-Kantner-Steig in den Schlangenweg, dem wir – bei der Siebenbrunnenwiese das Waxriegelhaus links liegen lassend – teilweise über stillgelegte Schipisten zurück zum Ausgangspunkt folgen.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Tourengebiet Rax – Preiner Gscheid

Routenverlauf: Preiner Gscheid – Reißtaler Hütte – Reißtaler Steig – Heukuppe – Karl-Ludwig-Haus – Predigtstuhl – Karl-Ludwig-Haus – Raxkircherl – Karl-Kantner-Steig – Schlangenweg – Siebenbrunnenwiese – Preiner Gscheid

Tourengebiet Rax

Tourengebiet Rax

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Weitere Impressionen von der Heukuppe

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