Schitourensaison ist zu Ende

Zumindest für mich. Ich nehme mir zwar in jedem Jahr noch Anfang bis Mitte Mai vor, im Bundesland Salzburg den einen oder anderen Dreitausender zu besuchen, aber da das Wetter an den in Frage kommenden Wochenenden nicht gerade berauschend ist, wird sich heuer schitechnisch wohl nichts mehr ergeben.

Bild der Tauernkarleitenalm bei der Stubhöhe - Zauchensee-Skitour II am 25.04.2015

Bild der Tauernkarleitenalm bei der Stubhöhe – Zauchensee-Skitour II am 25.04.2015

Jetzt bin ich mit meinen Tourenbeschreibungen schon wieder mehr als 2 Monate im Rückstand. Ich nehme an, niemand interessiert sich mehr im Detail für die Skitouren, die ich im ausklingenden Winter 2014/2015 unternommen habe.

Deshalb beschränke ich mich in diesem Bericht auf eine grobe Zusammenfassung, zumal es sich bei allen Touren ohnehin um meine persönlichen „Klassiker“ in dieser Jahreszeit handelt, für die es bereits zahlreiche Dokumentationen gibt:


Dromeisspitz

Am 14.03.2015 fanden wir bei unserem Ausflug in das Sattental sehr gute Pulververhältnisse vor – zumindest ab der Schladminger Alm.

Bei der Schladminger Alm mit Ausblick zur Hochwildstelle

Bei der Schladminger Alm mit Ausblick zur Hochwildstelle

Die Temperaturen waren angenehm, und Michael, Carina und ich genossen die Abfahrtsbedingungen – insbesondere im Waldabschnitt zwischen Schladminger Törl und Schladminger Alm.

Mein mobiles Gipfelkreuz am Dromeisspitz. Links hinten der Grimming, rechts das Gumpeneck.

Mein mobiles Gipfelkreuz am Dromeisspitz. Links hinten der Grimming, rechts das Gumpeneck.


Wolfnalmspitze

Einen Tag nach dem Dromeisspitz unternahm ich den obligatorischen Ausflug nach Donnersbachwald, wo ich vom Schaupphof auf die Wolfnalmspitze startete.

Von der Touren-Charakteristik gibt es große Übereinstimmungen mit der Dromeisspitz-Skitour. Langer Zustieg über eine Forststraße zur Wolfnalm. Danach weitgehend einfaches Wandergelände, bei welchem man dank der nordseitigen Ausrichtungen häufig mit Pulverschnee rechnen darf.

Suboptimales Wetter auf der Wolfnalmspitze

Suboptimales Wetter auf der Wolfnalmspitze

Lediglich das Wetter war heute nicht so schön wie gestern. Meist dichte Bewölkung und in der Gipfelregion Wind.


Hochwart

Eine Woche später – am 21.03.2015 – war ich schon wieder in Donnersbachwald. Von der Meng-Brücke führte mich die bereits mehrfach begangene Schitour über die Ebenbachalm / Zettlerhütte auf den zuletzt sehr steilen Hochwart. Wie ein weiterer Tourengeher wählte auch ich den frühen Morgen für den Start, um bei den prognostizierten warmen Mittagstemperaturen noch lawinensichere Verhältnisse vorzufinden.

ext Einstellungen anzeigen

Oberhalb der Bildmitte ein weiterer Skitourengeher auf den Hochwart

Bei der Abfahrt legte ich bei der Zettlerhütte eine Zwischenrast ein. Aber so schön es am Vormittag war, so rasch zog es jetzt um die Mittagszeit zu. Eine größere, etwa 10-köpfige Gruppe kam jetzt um 11:15 erst vom Tal herauf.

Ausblick vom Hochwart. Links das Großsölktal, dahinter die Schladminger Tauern. Rechts der Graben in das Donnersbach-Tal (Klick zur Vergrößerung)

Ausblick vom Hochwart. Links das Großsölktal, dahinter die Schladminger Tauern. Rechts der Graben in das Donnersbach-Tal (Klick zur Vergrößerung)


Aarfeldspitz

Nach der (im Schlußteil) anspruchsvollen Schitour auf den Hochwart war am 28.03.2015 wieder eine einfache, aber nichtsdestoweniger landschaftlich sehr schöne Schitour an der Reihe, die auch fast jedes Jahr am Tourenplan steht.

Durch ein großes, recht flaches Kar (rechte Bildhälfte) zur Nordseite des Aarfeldspitz.

Durch ein großes, recht flaches Kar (rechte Bildhälfte) zur Nordseite des Aarfeldspitz.

Von der Mautneralm weg war die Sölkpaßstraße noch durchgehend schneebedeckt. Die Schneebedingungen waren weitgehend gut, teilweise aber innerhalb weniger Meter sehr abwechslungsreich (hart, Pulver, Firn, selten Bruchharsch).

Hochwinterliche Bedingungen im Kar-Abschluß

Hochwinterliche Bedingungen im Kar-Abschluß

Im Abschluß des weiten Kars finden wir bei einer mehrere Meter hohen Wechte (Kolk) Schutz vor dem Wind.


Zauchensee

Gegen Ende der Schitourensaison, wenn der Schnee im Gelände nicht mehr richtig durchfriert bzw. rasch faul wird, bieten die stillgelegten Schigebiete eine wunderbare Alternative. Zauchensee zählt dabei zu meinen Favoriten.

Am 19.04.2015 war sogar noch Schibetrieb (der letzte Tag), und das schöne Wetter sorgte für gut ausgelastete Parkplätze. Die Besucher verteilten sich aber rasch über die Pisten und so war beim Aufstieg am Pistenrand zur Oberzauchenseealm nicht viel vom Rummel bemerkbar.

Am Rand der Schipiste zur Oberzauchenseealm.

Am Rand der Schipiste zur Oberzauchenseealm.

Gamskogel und auch Schwarzkopf hatten wir ja nun schon einige Male besucht, und dabei war mir immer ein herrliches Kar auf der Südseite des Gamskogels aufgefallen – das Schneekar. Dieses wollte ich mir nun etwas näher anschauen (blaue Route in der folgenden Landkarte). Über einen steileren, lichten Wald gelange ich in das weite Kar. Zuletzt über einen Rücken hinauf in den Sattel zwischen Gamskogel und Scharzkopf.

Ein herrliches Gelände. Viele Spurvarianten machten mich derart neugierig, dass ich eine Woche später, am 25.04.2015, noch einmal nach Zauchensee fuhr. An diesem Tag gab es zwar keinen Schibetrieb mehr, das Gebiet ist aber bei Skitourengehern sehr beliebt und wurde heute von mindestens 80 bis 100 weiteren Schneeliebhabern besucht.

Blick zurück beim Aufstieg durch das Schneekar

Blick zurück beim Aufstieg durch das Schneekar

Heute wollte ich mir die Route über die Stubhöhe näher anschauen (rote Route in der folgenden Landkarte). Die Abfahrt auf der unpräparierten Piste bot in größeren Höhen dank des vortägigen Schneefalls gute Pulververhältnisse, der in Firn überging, je mehr man sich dem Tal näherte.

Blick von der Stubhöhe zur Steinfeldspitze. Tafel mit der Bild der Tauernkarleitenalm (erstes Bild in diesem Beitrag)

Blick von der Stubhöhe zur Steinfeldspitze. Tafel mit dem Bild der Tauernkarleitenalm (erstes Bild in diesem Beitrag).

Wieder bei der Oberzauchensee angekommen entschied ich mich für einen neuerlichen Anstieg bei schweißtreibenden Temperaturen. Aufstieg über die Sonnalm und den Schlaningsattel zur Bergstation der Tauernkarbahn in der Nähe der Rauchkopfhütte. Ein ausgedehntes, fast 1,5 stündiges Schläfchen brachte mir neue Kräfte für die Abfahrt.

Die selbst um 14:30 Uhr auf den westseitigen Hängen noch perfekte Firnbedingungen bot, welche zur Wiederholung der Tour einluden. Aber da spielte dann Anfang Mai leider das Wetter nicht mit.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Meine 2 Skitourenvarianten im Umfeld des Zauchensee-Schigebietes

Meine 2 Skitourenvarianten im Umfeld des Zauchensee-Schigebietes

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.

*