Schitour auf die Tauplitzalm

Der morgendliche Blick aus dem Schlafzimmer zeigt ungemütliches Wetter. Der leichte Schneefall würde uns ja nichts ausmachen, aber der böige Wind … Da wir aber gestern faul waren und lieber die Couch als unsere Muskeln strapazierten, mussten wir heute wohl oder übel den inneren Schweinehund überwinden und endlich wieder einmal hinaus.

Wieder Sonntag (25.01.2015) – wieder das Steirische Salzkammergut – wieder im Toten Gebirge – wieder eine Pisten-Abfahrt. Viele Gemeinsamkeiten also mit unserer letzten Schitour vor einer Woche zum Loserfenster. Und auch dieses Mal eine alternative Aufstiegsroute, heute auf einem Hohlweg durch den romantisch tief-verschneiten Wald.

Routenverlauf entgegen dem Uhrzeigersinn auf die Tauplitzalm

Routenverlauf entgegen dem Uhrzeigersinn auf die Tauplitzalm

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Ausgangspunkt der heutigen Schitour ist der Parkplatz bei der Talstation des Tauplitzalm-Sesselliftes. Hier im Salzkammergut schneit es heute stärker als zu Hause im Ennstal. Aber die Temperaturen sind im Tal nicht allzu tief – nicht viel unter dem Nullpunkt und der Wind ist kaum spürbar. Ganz anders 700 Höhenmeter weiter oben auf der Tauplitzalm, wo der Wind die frostigen Temperaturen noch einmal verschärft, so dass die Fleecejacke steif gefroren ist und der Rucksack während der Vorbereitung für die Abfahrt hart gefriert.

Aber der Reihe nach: Die ersten 1,5 Kilometer steigen wir am Rand der Schipiste auf. Direkt hinter der Pfannerhütte zweigen wir nach rechts ab, schlüpfen zwischen einigen Bäumen hindurch und queren auf einer Wiese einige Höhenmeter hinunter zu einem Forstweg/Hohlweg.

Hier treffen wir auf Schispuren. Bald haben wir die 3 Schitourengeher vor uns ein- und überholt, als uns auch 2 Mädels mit Alpin-Ski von oben entgegen kommen. Die markierte (Sommermarkierung) Aufstiegsroute durch den Wald ist nie wirklich steil, es geht einige Male unter dem Sessellift hindurch.

Nach nicht allzu steilem Anstieg erreichen wir das schneereiche Plateau auf der Tauplitzalm

Nach nicht allzu steilem Anstieg erreichen wir das schneereiche Plateau auf der Tauplitzalm

Mit Erreichen des südlichen Randes des Tauplitzalm-Plateaus wird das Gelände flacher. Starker Schneefall schränkt die Sicht erheblich ein, man kann aber die Schönheit der Landschaft erahnen. Wir kommen direkt beim Naturfreundehaus heraus. Einige Schritte westwärts erreichen wir bei der Bergstation des Sessellifts unseren höchsten Tourenpunkt und ab hier ist es auch vorbei mit der ruhigen Beschaulichkeit unserer bisherigen Tourenverlaufs.

Zu einer Besteigung des Lawinensteins können wir uns bei den unwirtlichen Wetterverhältnissen nicht mehr durchringen. Stattdessen genießen wir die Abfahrt auf der meist recht flachen Schipiste hinunter zum Ausgangspunkt, wo gleich neben unserem Auto ein Autobus mit laufendem Motor penetrant die Luft verpestet.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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