Schneeschuhwanderung Fludergrabenalm – Knerzenalm

Für unsere Neujahrestour begaben wir uns in das berühmt-berüchtigte „Schneeloch Ausseerland„. Und wir sollten auch tatsächlich keinen Mangel an Schnee erleben. Im Gegenteil: Die Spurarbeit bei unserer Schneeschuhtour war derart anstrengend, dass wir unser eigentlich angepeiltes Tourenziel – den Pötschenstein – bei Weitem nicht erreichten.

Ausgangspunkt unserer Wanderung war der Parkplatz bei der Ski-Talstation Loser / Sandling nördlich von Altaussee, wo wir am mittleren Vormittag von einem freundlichen Einweiser unseren Standplatz zugewiesen bekamen.

Von hier machten wir uns auf den Weg auf der bestens geräumten Zufahrtsstraße zur Blaa-Alm.

Am Nachmittag gab es dann regen Spaziergänger- und Langläufer-Verkehr im Umfeld der Blaa-Alm

Am Nachmittag gab es dann regen Spaziergänger- und Langläufer-Verkehr im Umfeld der Blaa-Alm

Aber auch am weiteren Wegverlauf am Forstweg zur Fludergrabenalm konnten wir Dank der Traktorspuren auf die Schneeschuhe verzichten. Erst etwas oberhalb des Almgeländes – die Traktorspur führte bei einer Weggabelung nach links hinauf – ebenso wie einige Schitouren-Spuren. Wir wählten aber den Weg nach rechts auf einer Brücke über den Bach.

Und hier war es nun auch Zeit, die Schneeschuhe anzulegen. Anfangs konnten wir noch vage eine ältere Spur ausmachen und diese erleichterte uns bei Einsinktiefen von maximal 20 cm auch relativ einfach das Vorwärtskommen. Nach Passierung einer senkrechten Felswand – nach rechts ging es ebenfalls sehr steil abwärts – folgte ein flacherer Wegabschnitt.

Hier wollten wir die in der Karte eingezeichnete „Knerzenalm“ suchen, vermutlich nur wenige Meter auf einem nach rechts abzweigenden Forstweg. Aber dieser Weg hatte es in sich. Bei Schneehöhen von mehr als 1 Meter versanken wir nachgemessene 60 cm im Pulverschnee. Selbst bei den (kurzen) Beinen eines ausgewachsenen AlpenYetis reicht das über die Knie.

Schweißtreibende Spurarbeit bei der Suche nach den Almhütten auf der Knerzenalm

Schweißtreibende Spurarbeit bei der Suche nach den Almhütten auf der Knerzenalm

Hatte bisher ich für die Spurarbeit gesorgt, so musste ich mit nun immer wieder mit der AlpenYetin bei der anstrendenden Arbeit abwechseln. Ich musste an meinen Blog-Beitrag über meine Jahresstatistik 2014 denken, wo ich gemeint habe, dass die Anzahl der Touren oder die Wanderzeit keine aussagekräftigen Kennzahlen für ein gutes Wanderjahr seien, sondern nur die Aufstiegs-Höhenmeter oder auch die Kilometer zählen.

Auf der Knerzenalm (Almhütten haben wir übrigens keine gesehen – lediglich einen Hochsitz) waren diese beiden Kennzahlen aber richtig lächerlich im Vergleich zur Schinderei. Hartverdiente Statistik-Werte. Zurück am ursprüngliche Forstweg Richtung Pitzingmoos verliert sich die alte Spur gänzlich unter den Schneemassen.

Und irgendwann können wir nicht mehr oder wollen wir nicht mehr. Der Rückweg in unserer eigenen Spur war vergleichsweise ein Kinderspiel und in weniger als einem Sechstel der Anstiegszeit waren wir wieder unten im Tal. Zur Blaa-Alm sind wir dann aber nicht mehr gegangen, sondern haben stattdessen den Winterwanderweg über die Wiesen gewählt.

Mittlerweile hatte sich auch die Wolkendecke gelichtet und gab einen wunderschönen Ausblick auf den sonnenbstrahlten Loser-Gipfel frei.

Aber wir schworen uns: Diese „Niederlage“ wollen wir nicht auf uns sitzen lassen, sondern die geplante Runde über den Pötschenstein morgen noch einmal zu versuchen.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Die Wanderung auf der Landkarte

Tourengebiet Blaa-Alm - Sandling

Tourengebiet Blaa-Alm – Sandling

Routenverlauf Blaa-Alm - Fludergrabenalm - Knerzenalm

Routenverlauf Blaa-Alm – Fludergrabenalm – Knerzenalm

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Weitere Impressionen von der Schneeschwanderung zur Knerzenalm

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