Auf Schneeschuhen zur Liezener Hütte

Endlich Winter. Und das ausgerechnet um Weihnachten, wo sonst gewöhnlicherweise mit lauem Tauwetter zu rechnen ist.

Im Tal ist der Schnee vom letzten Wochenende zwar schon wieder weg (Stand am 27.12.2014), aber der Blick auf die von der Morgensonne beschienenen Hausberge Kammspitz und Stoderzinken versprach in größeren Höhen doch einiges von der weissen Pracht.

Der morgendliche Blick auf den Kammspitz versprach Schnee zumindest auf den Bergen

Der morgendliche Blick auf den Kammspitz versprach Schnee zumindest auf den Bergen

Wie viel, das wollten wir bei der heutigen Wanderung herausfinden. Zur Sicherheit nahmen wir die Schneeschuhe mit.

Da zumindest am Vormittag noch Sonnenschein prognostiziert war und die Schneefälle erst am Nachmittag erwartet wurden, wollten wir dem aussichtsreichen Raidling südlich der Hochmölbinggruppe im Toten Gebirge einen Besuch abstatten.

Von Wörschach fuhren wir auf der schmalen kurvenreichen Bergstraße auf den Wörschachberg bis zum Berghotel Panoramablick.

Die weitere Zufahrtsstraße zum Parkplatz Schönmoos sah zwar auch gut befahrbar aus, nachdem ich aber vor einigen Jahren weiter oben stecken geblieben bin, sind wir bereits beim Panoramablick aufgebrochen. Die Schneeschuhe vorerst noch am Rucksack, da die Schneedecke insbesondere im dichteren Wald noch sehr dünn war.

Auf Lichtungen und Wiesenabschnitten und auch auf der Forststraße konnte man aber mit zunehmender Seehöhe auch die steigende Schneehöhe mitverfolgen.

Aufstieg durch den Winterwald. Im unteren Bereich konnten die Schneeschuhe noch am Rucksack bleiben.

Aufstieg durch den Winterwald. Im unteren Bereich konnten die Schneeschuhe noch am Rucksack bleiben.

Wir waren heute nicht die Einzigen am Weg zur Langpoltenalm. Aber wir waren die Ersten, die dann ab der Langpoltenalm den Aufstieg zum Hochtor wählten und entsprechend durften wir bei Schneehöhen zwischen 10 und 30 cm auch spuren. Bei der Abzeigung vom Almgelände hinab zum Langpoltenbach legten wir unsere Schneeschuhe an.

In einigem Abstand hinter uns bemerkten wir Wanderer, die unseren Spuren mit Bergschuhen folgten. Entsprechend tief versanken sie im Schnee, dessen Höhe im flachen Gelände ab dem Hochtor noch einmal zunahm. Dennoch war gelegentlicher Kontakt mit knapp unter der Schneedecke verborgenen Felsen nicht zu vermeiden.

Spurarbeit von der Langpoltenalm zum Hochtor. Die uns nachfolgenden Schitourengeher würden hier aber wohl nicht ohne Kratzer an den Toureschi runterkommen.

Spurarbeit von der Langpoltenalm zum Hochtor. Die uns nachfolgenden Schitourengeher würden hier aber wohl nicht ohne Kratzer an den Toureschi runterkommen.

Bei unserem späteren Abstieg sollten uns hier etliche Schitourengeher entgegen kommen, und wir fragten uns, wie deren Abfahrt wohl ohne gröbere Kratzer möglich sein sollte. Aber so wie sie bepackt waren, planten sie wohl eine Übernachtung bei der Liezener Hütte und da es in den kommenden Tagen kräftig schneien sollte, könnten sie mit kleineren Schrammen davon kommen.

Apropos Schneefall: Mit dem für den Vormittag noch vorhergesagten Schönwetter wurde es nichts. Rasch wurden die Wolken dichter und dunkler.

Ein weiteres untrügliches Kennzeichen für einen markanten Wetterumschwung: Obwohl ich die barometrische Höhe meiner neue GPS-Armbanduhr Garmin Fenix 2 noch zu Hause exakt kalibriert hatte, wich sie bei der Liezener Hütte bereits mehr als 100 Meter von der exakten GPS-Höhe ab.

Am Rückweg von der Liezener Hütte

Am Rückweg von der Liezener Hütte

Die Spurarbeit hatte uns ganz schön viel Kraft gekostet, so dass wir alle drei die Liezener Hütte zu unserem Tourenziel erklärten und auf den Gipfelbesuch am Raidling verzichteten. Dazu kam ungemütlicher Wind auf den freien Flächen, der uns nicht zum Weitermarsch animierte.

Nach kurzer Jausenpause brachen wir deshalb schon bald wieder auf und folgten unserer Aufstiegsspur, die mittlerweile von tiefen Löchern der uns nachkommenden Wanderer durchwühlt war.

Etwas geglättet wurde die Spur erst wieder als wir den besagten Schitourengehern begegneten.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

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