Garmin Fenix 2 – mein erster Eindruck

Auch wenn es für viele Wanderer etwas eigen klingen mag, aber ein GPS-Gerät gehört für mich nach meiner Foto-/Video-Ausrüstung zu den wichtigsten Luxus-Utensilien auf einer Bergtour.

Was ich damit konkret mache, habe ich bereits in früheren Beiträgen erzählt. Auch über die von mir verwendeten GPS-Geräte habe ich bereits mehr als einmal geschrieben.

Wie beim Fotoapparat bin ich nun auch beim GPS allmählich um „Abrüstung“ bemüht. Nicht unbedingt was die Funktionalitäten betrifft, aber wenn möglich beim Gewicht bzw. Volumen.

So halte ich nun schon seit fast 2 Jahren Ausschau nach einem potentiellen Ersatz für mein GPS-Handheld-Gerät, welches vor allem bei bereits gut bekannten Routen aber auch bei unseren obligatorischen Tierpark-Besuchen oder Urlaubsausflügen nicht nur überdimensioniert, sondern auch lästig ist.

Garmin Fenix 2 - ein GPS-Computer am Handgelenk

Garmin Fenix 2 – ein GPS-Computer am Handgelenk

Eine Armbanduhr aber ist wesentlich einfacher zu handhaben und eine solche – mit Höhenmesser – habe ich bei meinen Wanderungen auch stets dabei. Was mir dabei aber fehlte, war die Distanz-Funktion und die Möglichkeit, den aufgezeichneten Track auf eine digitale Landkarte am PC zu übertragen. Für größere Wanderungen würde ich sowieso auch weiterhin auf mein größeres GPS-Gerät setzen.

Für die kleineren Touren aber wünschte ich mir Ersatz. Zunächst interessierte ich mich für die Suunto Ambit. Die ersten Erfahrungsberichte waren aber nur wenig enthusiastisch. Dann gab es da noch die Garmin Fenix.

Ich studierte Testberichte, las Unmengen von Käuferberwertungen und wühlte mich durch Dutzende Forumsbeiträge. Die Kritik an den ersten Modell-Versionen war aber so groß und die Preise so stolz, dass der Wunsch vorerst wieder hinten angestellt wurde.

Später kamen die Nachfolge-Modelle und allmählich wagte ich wieder einen näheren Blick auf die Beurteilungen. Vor allem kurz nach Erscheinen sollen die Kunden ob der zahlreichen Unzulänglichkeiten ja richtige Versuchskaninchen gewesen sein.

Hatte mir bei der Einser-Version optisch eher die Suunto zugesagt (die Marke meiner bisherigen Armband-Höhenmesser), gefiel mir nun bei den Zweier-Modellen die Garmin besser (die Marke meiner 3 bisherigen GPS-Handheld-Geräte).

Von meinen Wander-Uhren verwende ich derzeit nur noch die beiden Vorderen. Links die Suunto X6 (ohne GPS), rechts die Garmin Fenix 2.

Von meinen Wander-Uhren verwende ich derzeit nur noch die beiden Vorderen. Links die Suunto X6 (ohne GPS), rechts die Garmin Fenix 2.

Aber ganz ehrlich: Ich bin kein Markenfetischist, aber vom Preis-Leistungsverhältnis schätzte ich die Garmin für meinen vorrangigen Einsatzbereich – (Schneeschuh-)Wandern und Schitouren (kein Laufen, kein Radfahren, kein Schwimmen, kein alpines Schifahren) – etwas geeigneter ein, vor allem auch nachdem die anfänglichen Kinderkrankheiten durch einige Firmware-Updates behoben wurden.

Und wie gesagt – auch wenn dies kein ausschlaggebendes Argument sein soll: Sie gefällt mir besser 🙂 ABER: Der Preis ließ mich zögern.

Christkind sei Dank bin ich nun aber doch glücklicher Besitzer einer Garmin Fenix 2.

Nach der freudigen Bescherung am 24.12.2014 gab es am folgenden Christtag zunächst einmal Ernüchterung. Aber nicht wegen der Qualität der Uhr an sich, für diese Beurteilung bin ich auch am Stephanietag noch nicht so weit: Sondern ich fühlte mich erschlagen von den schier unüberschaubaren Möglichkeiten der Menü-Einstellungen.

Erst als ich die teilweise über 6 Unter-Ebenen verschachtelte Menüstruktur in Excel erfasste, gewann ich einen praktikablen Überblick.

Obwohl ich mich bei den Aktivitäten zunächst einmal im Wesentlichen auf das Wandern und Bergsteigen konzentrierte, umfasste das Excel-Tabellenblatt nach 2 Stunden Analyse bereits mehr als 400 Zeilen (in Worten: vierhundert).

Ich nehme aber an, dass sich die anderen Aktivitäten eher nur im Detail der Datenseiten unterscheiden.

DSC05432-Suunto-Garmin

In der „Löffelchenstellung“ erkennt man deutlich die großen Proportionen der Garmin (rechts) im Vergleich zu meiner Suunto (links). Was man hier nicht erkennen kann: Das deutlich größere Gewicht.

Um die Möglichkeiten der GPS-Armbanduhr (ein ganz schöner Klunker) besser nutzen zu können, war mir empfohlen worden, mich bei Garmin Connect zu registrieren. Um die Daten direkt von der Uhr auf mein Connect-Konto hochzuladen, musste ich am PC noch Garmin Express installieren.

Im Zuge dieser Installation erfolgte auch gleich ein Firmware-Update von der vorinstallierten Version 4.00 auf die aktuellste Version 4.10.

Viel weiter bin ich auch am zweiten Tag noch nicht gekommen. Man sieht also, ohne Urlaub oder zumindest reichlich Feiertage würde man mit dem „Projekt“ Garmin Fenix 2 gar nicht weiterkommen.

Ich hoffe, in einem der nächsten Blog-Beiträge bereits einen ersten kurzen Erfahrungsbericht anbieten zu können.

Liebe Grüße- Dein / Ihr / Euer Christian

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