Vom Dachstein zum Ahornsee – Alm – See – Wald

Wegen der Länge unserer Tour vom Dachstein zum Ahornsee habe ich den Wanderbericht auf 3 Beiträge aufgeteilt, die sich in etwa auch mit den drei unterschiedlichen Landschafts-Charakteristiken decken:

Dieser Artikel handelt vom dritten und letzten, aber auch längsten Teil der Wanderroute.

Tiefblick zum Silberkarsee (Hölltalsee)

Tiefblick zum Silberkarsee (Hölltalsee)

Wir stehen andächtig auf einem fast senkrecht abfallenden Felsvorsprung und betrachten fasziniert den tief unter uns liegenden Silberkarsee (Hölltalsee). Man kann sich gar nicht sattsehen an diesem Anblick, aber wir müssen weiter, wenn wir noch bei Tageslicht unser eigens im Gradenbachtal vor dem Schranken abgestelltes Auto erreichen wollen.

Den Plan, eventuell zum See auch abzusteigen, haben wir ohnehin längst verworfen. Das windige und zunehmend bewölkte Wetter animierte uns nicht zu einem Besuch an seinen grasbewachsenen Ufern. Stattdessen haben wir den See zum Ziel unserer nächstjährigen Gemeinschaftstour erklärt.

Wie bereits im ersten Teil beschrieben, haben wir sicherheitshalber ja auch noch ein Fahrzeug am Parkpatz der Silberkarklamm abgestellt, wir könnten also von hier relativ rasch ins Tal absteigen. Wir fühlen uns aber noch recht fit und wollen diesen Notabstieg nicht in Anspruch nehmen, sondern die Tour in ihrer maximalen Länge über die Grafenbergalm und den Ahornsee bis ins Gradenbachtal nördlich von Weißenbach bei Haus auskosten.

Bei der Abzweigung zum Hölltalsee: Ein letzter Blick zurück zu den Gipfeln, an denen wir vorbeigewandert sind: Wasenspitze - Sinabell - Eselstein - Landfriedstein

Bei der Abzweigung zum Hölltalsee: Ein letzter Blick zurück zu den Gipfeln, an denen wir vorbeigewandert sind: Wasenspitze – Sinabell – Eselstein – Landfriedstein

Südlich vom Hölltalsee ist es nun zunehmend grüner geworden. Latschenfelder und Grashügel wechseln sich ab. Teilweise sind die Hügel aber auch faszinierend kahl. Auch den ersten gelben Lärchen begegnen wir hier. Zunächst nur kleinen, je näher wir aber nach der Luserpfanne zur Grafenbergalm kommen, umso größer und zahlreicher werden sie.

Erste goldgelbe Lärchen im Umfelder der Luserpfanne westlich des Großen Miesberg

Erste goldgelbe Lärchen im Umfelder der Luserpfanne westlich des Großen Miesberg

Richtig üppig werden sie aber dann zwischen Grafenbergsee und Ahornsee, die heute bei mittlerweile stark bewölktem Wetter nicht blau sondern auffallend grün schimmern. Natürlich hätte ich mir besseres Wetter gewünscht, weil ich den Farbenkontrast der goldgelben Lärchen vor tiefblauem Himmel liebe, aber auch die Spiegelbilder der gelben Bäume in den grünen Seen hatten ihren Reiz.

Grafenbergsee

Grafenbergsee

Bei der Hütte am Ahornsee hatte Angelika eine Überraschung für uns parat: Köstlichste Vanillekipferln von der Stephi 🙂 .

Als es langsam zu tröpfeln begann, brachen wir wieder auf. Aber nicht nur deshalb – auch mein grober Zeitplan, den wir noch immer sehr gut einhielten, empfahl den Aufbruch.

Durch ein schottriges Bachbett, neben einem rauschenden Bach, der immer wieder unterirdisch verschwand, an selbst bei bewölktem Wetter (es hatte bald wieder zu nieseln aufgehört) herrlich gelb, braun und orange leuchtenden Laubbäumen vorbei und schließlich im Wald sehr steil hinab zum Jagdhaus im Gradenbachtal nahe dem Gradenbach-Wasserfall.

Neben einem rauschenden Bach mit auffallend grünen Algen (?)

Neben einem rauschenden Bach mit auffallend grünen Algen (?)

Nun hatten wir nur noch die breite Forststraße zu bewältigen – bis zum Schranken, wo wir ein Auto abgestellt hatten, weches wir noch rechtzeitig bei Tageslicht erreichten. Aber warum auch nicht – es war ja so geplant 🙂

Fazit der Tour: Für diese wahrlich große und großartige Wanderung würden mir eine Reihe von Superlativen einfallen.

Jeder, der diese Route schon einmal begangen hat, wird wissen, was ich meine. Jedem Wanderer, der das Gebiet noch nicht kennt, sich aber die Distanz und Schwierigkeiten vor allem im ersten Abschnitt der Tour zutraut, kann ich diese Wanderung nur empfehlen.

Auch wenn uns die Route vermeintlich nur bergab führen sollte, vom cirka 2.700 Meter hohen Hunerkogel in das fast 2.000 Höhenmeter tiefer gelegene Weissenbach bei Haus, werden wir am Ende auch nahezu 500 Aufstiegshöhenmeter vorweisen können, die uns vor allem auf der 2. Hälfte der 26,5 Kilometer langen Strecke konditionell ziemlich fordern. Man möchte nicht meinen, wie oft man bei dieser eigentlich nur nach unten führenden Tour aufwärts gehen muß 😉 .

Zum Abschluss: Ein herzliches Dankeschön an Angelika für die nette, charmante Begleitung.

Liebe Grüße – Dein Ihr Euer Christian

Alle 3 Teile im Überblick

Die Wanderung auf der Landkarte

Das Tourengebiet mit Kennzeichnung der Landschafts-Übergänge

Das Tourengebiet vom Hunerkogel zum Ahornsee mit Kennzeichnung der Landschafts-Übergänge

Der Routenverlauf über Abschnitt 1 und 2: Vom Hunerkogel zum Silberkarsee (Klick zur Vergrößerung)

Der Routenverlauf über Abschnitt 1 und 2: Vom Hunerkogel zum Silberkarsee (Klick zur Vergrößerung)

Der Routenverlauf im Abschnitt 3: Vom Silberkarsee über den Ahornsee ins Gradenbachtal (Klick zur Vergrößerung)

Der Routenverlauf im Abschnitt 3: Vom Silberkarsee über den Ahornsee ins Gradenbachtal (Klick zur Vergrößerung)

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Weitere Landschafts-Impressionen

vom Tourenabschnitt vom Silberkarsee zum Ahornsee:

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