Erste Schneeschuhtour im Winter 2014/15

Bevor ich meine Schilderungen über die großartigen Wanderungen in diesem Altweibersommer 2014 fortsetze, möchte ich aus aktuellem Anlass einen kurzen Bericht über die 1. Schneeschuhtour in der Wintersaison 2014/2015 dazwischen schalten.

Im Ennstal dichter Nebel – grau in grau soweit i schau – sozusagen, aber darüber soll es strahlenden Sonnenschein geben. Und ich war auch äußerst neugierig, ob es auf den Bergen wirklich die verkündeten Schneemassen gibt, denn im Tal ist die dünne Schneedecke von der Wochenmitte längst wieder geschmolzen.

Ausblick über das Steinerhaus zum Dachstein

Ausblick über das Steinerhaus zum Dachstein

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, bei Temperaturen um den Nullpunkt auf der Stoderstraße nicht weit zu kommen, doch überraschenderweise war die Straße gut geräumt und weitgehend eisfrei. Bis zum sogenannten Steinersprung in 1.600 Meter Seehöhe. Denn hier hatte eine Lawine die Straße verschüttet.

Also stellte ich das Auto am Straßenrand ab und machte mich zu Fuß auf den Weiterweg. Zunächst noch auf der Straße über die Weissenbacher Kehre zur Kaiserwand. Hier schnallte ich meine Schneeschuhe an und folgte der Wandermarkierung.

Selbst mit Schneeschuhen versinkt man tief im Schnee

Selbst mit Schneeschuhen versinkt man tief im Schnee

Bei Einsinktiefen bis zu 50 cm gestaltete sich das Stapfen im in der Sonne schon recht feuchten und schweren Schnee ziemlich anstrengend.

Dennoch war es ein Genuß, wieder einmal in einer unberührten Winterlandschaft zu spuren. Von den Felsen über mir wurde ich von 2 nicht sonderlich aufgeregten Gämsen eindringlich beäugt.

An der Abzweigung zur Rosemialm vorbei und neben der noch umpräparierten Schipiste bis auf die Höhe des Steinerhauses.

Von hier dann ostwärts bis zur freigewehten Rosegger-Statue und weiter auf der Schipiste bis zum letzten Aufschwung durch einen mitunter lästigen Latschengürtel.

Am langezogenen und kaum mehr mehr steigenden und ziemlich abgeblasenen Gipfelplateau erreiche ich bald das etwas tiefer gelegene Gipfelkreuz am Stoderzinken.

Der Nebel im Tal hat sich mittlerweile weitgehend verzogen und so leuchten die Wiesen saftig grün, während die umliegenden Berge bereits das weisse Winterkleid angezogen haben.

Nach Dutzenden Fotos verlasse ich den leicht umwindeten Gipfel wieder, als gerade der nächste Schneeschuhwanderer mit seinem Hund – einem Harzer Fuchs – ankommt.

Der Abstieg in meiner eigenen Spur und teilweise auch über Abkürzungen gestaltet sich wesentlich einfacher und rascher als der Aufstieg.

Mittlerweile war auch die Stoderstraße bis zum Steinerhaus wieder durchgängig befahrbar, was neben einigen Autos auch Radfahrer nutzten.

Resümee: Es ist ein gutes Gefühl, wieder in der weißen Pracht zu wandern und ich freue mich schon wieder auf weitere Winterwanderungen.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

Panoramablick zum Dachstein (Klick zur Vergrößerung)

Panoramablick zum Dachstein (Klick zur Vergrößerung)

Panoramablick vom Stoderzinken-Gipfelkreuz über den Kammspitz und Gröbming (Klick zur Vergrößerung)

Panoramablick vom Stoderzinken-Gipfelkreuz über den Kammspitz und Gröbming (Klick zur Vergrößerung)

Weitere Impressionen von der Schneeschuhwanderung auf den Stoderzinken

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.

*