Kreuzotter-Begegnung beim Hirschlos´n

Nachdem wir also zumindest auch mittelfristig nicht mit strahlendem Sonnenschein gesegnet sein werden, sucht der Naturliebhaber vielleicht nach Ausweichzielen. Es muss ja nicht immer ein windausgesetzter, wolkenverhangener und ungemütlicher Gipfel mit bescheidener Aussicht sein.

Eine Aktivität in der freien Natur im September, bei der man nicht unbedingt auf bestes Schönwetter angewiesen ist, könnte zum Beispiel das Hirschlos´n sein (Versuch einer hochdeutschen Übersetzung: Hirsch ist klar und „losn“ bedeutet [zu]hören => Also den brunftigen Hirschen beim Röhren zuhören).

Hirsch im Wildgehege in Frauenberg bei Admont (allerdings Anfang August und nicht in der Brunftzeit)

Hirsch im Wildgehege in Frauenberg bei Admont (allerdings Anfang August und nicht in der Brunftzeit)

Es gibt im Frühherbst kaum erhabenere Begegnungen im Wald, als einen kapitalen Hirsch zu beobachten oder zumindest seinem teilweise an Löwengebruell erinnernden Lauten zu lauschen (sieht man einmal von den Sichtungen majestätischer Steinböcke ab).

Wüsste man nicht, welche wundervollen Geschöpfe hinter diesen Geräuschen stehen, könnte man es mit der Angst zu tun bekommen – insbesondere wenn man zuvor im Fernsehen Jurassic Park gesehen hat 🙂 .

Kreuzotter-Begegnung beim Hirschlos´n

Kreuzotter-Begegnung beim Hirschlos´n

Gilt beim Wandern grundsätzlich schon, die Natur – Tiere und Pflanzen – möglichst nicht zu stören bzw. zu schützen, so ist beim Hirschlos´n noch einmal eine erhöhte Sensibilität an den Tag lagen. Und man sollte jagdtechnisch besonders sensible Gebiete unbedingt meiden.

Umso erfreuter waren wir bei unserem im nachfolgenden Video gezeigten Ausflug im September 2013, als uns der flugs mit seinem Geländeauto herbeigeeilte Wildhüter / Ranger / Jäger nicht nur sehr freundlich begrüßte, sondern auch nichts dagegen einzuwenden hatte, als wir weiter in den für Autos gesperrten Talsschluß wandern wollten (der lange Hatscher von mehr als 10 Kilometer je Richtung hält ohnehin die meisten Naturliebhaber ab).

Wir sollten nur am Talweg (eine Schotterstraße) bleiben und das Gebiet spätestens bis 16:00 Uhr wieder verlassen.

Belohnt wurden wir neben dem schon erwähnten eindrucksvollen Röhren der Hirsche, den in kleineren Gruppen durch den Wald streifenden und zwischen den Bäumen hervorblinzelnden Tieren (weibliche Hirsche=Hirschkühe) auch noch mit einer zischenden Kreuzotter mitten auf dem Forstweg.

Bei dieser Talwanderung am 22.09.2013 vermissten wir beim Blick auf die bereits schneebedeckten und an diesem Tag föhnumtosten Berge das Gipfelglück keineswegs, sondern wir genossen die gelegentlich durch Wolkenlücken scheinende Sonne umso mehr.

 

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

 


Nachfolgend der Link zum Video auf Youtube:

 

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