Frank schwächelt – dann lieber gleich Schnee

Wanderer, die überwiegend nur am Wochenende Zeit haben, werden nein wurden im diesem Nicht-Sommer 2014 auf eine harte Probe gestellt. Wurden – denn der meteorologische Herbst hat bereits begonnen.

Kaum ein bis kein wettermäßig stabiler Samstag oder Sonntag im vergangenen Sommer. Schön langsam könnte man trübsinnig werden, habe ich doch alleine in den vergangenen 3 Monaten den Regenschirm häufiger benötigt, als in den letzten 5 Jahren davor.

Mein leider schon verstorbener Opa, den ich sehr schätzte – ein Bauer aus Leidenschaft noch bis über sein 90. Lebensjahr hinaus – hat mir einmal, als ich in meinem Sommerurlaub über einen Regentag lamentierte, gesagt: „Die Natur braucht´s eh„. Das wurde dann fortan unser geflügeltes Wort, wenn es regnete. Nun lieber Opa: Heuer glaub ich das aber nicht mehr.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und so sehnen bereits viele einen schönen Altweibersommer / Indian Summer herbei. Denn irgendwann muss es ja einmal schön werden (haben wir aber im Juli über den August auch gesagt … 😉 ).

Und letzten Freitag haben die Wetterprognosen ab Mitte dieser Woche tatsächlich bestes Wanderwetter versprochen.

Frank heißt das Hoch, welches uns endlich länger anhaltenden Sonnenschein bescheren sollte. Aber der gute Frank (in diesem Jahr – das wechselt jährlich – haben die Hochs männliche Vornamen) schwächelt schon, noch bevor er überhaupt begonnen hat.

Auch wenn das jetzt viele nicht hören wollen – vor allem jene nicht, die im Winter nur ein lästiges Übel und die Gefahren im Straßenverkehr sehen und Schnee am liebsten per Gesetz maximal nur für die Weihnachtsfeiertage zulassen würden: Aber mir wäre schon lieber, es würde gleich zu schneien beginnen. Und von mir aus als Kompromiss für alle Schnee-Allergiker: Mir reicht es ja schon, wenn sich die weißen Massen oberhalb von 1.300 Meter Seehöhe befinden.

Dann könnte man wenigstens auch trotz Schlechtwetter etwas im Freien unternehmen. Zum Beispiel eine romantische Schneeschuhwanderung im dichten Schneetreiben. Denn allen Floskeln wie „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“ zum Trotz: Es macht einfach keinen Spaß, Wochenende für Wochenende durch klitschnasse Wiesen und über schlammige Steige zu wandern.

Im September-Schnee 2008 auf das Schiedeck

Im September-Schnee 2008 auf das Schiedeck

Dass Schneefälle im September übrigens keine Seltenheit sind, beweist ein Blick in mein Tourenalbum:

Also Frank: Reiss Dich zusammen oder mach einem ordentlichen frostigen Tief mit weiblichem Vornamen Platz, auf dass die Schneeschuhsaison 2014/2015 eröffnet werden kann.

Liebe Grüße – Dein AlpenYeti

 

PS: Ich höre gerade in diesem Moment in der Wetterprognose des ORF-Fernsehens einen kleinen Trost für das kommende Wochenende: Der Regen wird wärmer 🙁

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.

*