Tierwelt Herberstein

Vor dem Abschlussbericht der 4-teiligen Artikelserie über den Ramsauer Klettersteig möchte ich heute eine Artikel über einen Besuch in der Tierwelt Herberstein einschieben.

Wie bereits mehrfach erwähnt zieht es die AlpenYetin und mich jedes Jahr zumindest einmal in einen Tierpark, Zoo, Wildpark oder welche Bezeichnung dafür sonst noch geläufig ist – zu den „wilden Viechern“ halt (z.B. Zoo Schmiding).

Heuer – nicht zuletzt auf Grund des nur suboptimalen Sommerwetters bereits zum 3. Mal: Nach dem Tierpkark Stadt Haag und dem Wildpark Altenfelden mit dem Rabenstein fuhren wir dieses Mal in den Südosten der Steiermark.

Herberstein in der Nähe des Stubenbergsees liegt etwa auf halbem Wege zwischen Gleisdorf und Hartberg.

Luchs zeigt Zähne

Luchs zeigt Zähne

Noch bevor wir am Weg vom Parkplatz den Eingang erreichten, kündigten lebhafte und fröhliche Kinderstimmen an, dass heute an diesem Werktag neben uns Urlaubern wohl hauptsächlich junge Besucher in der Überzahl sein werden. Und die Kleinen und Kleinsten finden in dem weitläufigen Gelände wirklich viele interessante Spiel- und Unterhaltungsmöglichkeiten vor. Die überschwänglichen Rufe kamen vom Tipidorf (mit empfehlenswertem köstlichem Eis).

Ein Affenbaby gut getarnt am Rücken der Mama

Ein Affenbaby gut getarnt am Rücken der Mama

Nach dem Eingang (Eintritt: 14,50 für Erwachsene) geht es zunächst gleich einmal in den „Afrika-Bereich„. Am Weg zu den Löwen werden wir bei einem Affenhaus von erbärmlichen „Babygeschrei“ aufgehalten. Aber wo sind die Babys, die hier so jämmerlich weinen, bloß?

Nein – keine Menschenbabys: Die Affenfamilie der Descheladas begehrt Einlass in ihre verglaste Unterkunft, wo von einer Tierpflegerin gerade das Frühstück vorbereitet wird. Ruhiger wird es erst, als sie sich auf das bereitgelegte Heu stürzen dürfen, welches sie mit ihren geschickten kleinen Fingerchen sorgfältig aussortieren ehe sie die zerkleinerten Büschel in den Mund schieben.

Während sich nach der Mahlzeit die männlichen Paschas von den Weibchen umgarnen und lausen lassen trägt eines der weiblichen Tiere ein kleines Affenbaby am Rücken herum.

Frau Löwe hält für das Foto still

Frau Löwe hält für das Foto still

So nun aber weiter zum König der Tiere: Herr Löwe lässt sich am Vormittag nicht blicken, dafür bietet Frau Löwe ein schönes Fotomotiv.

Dann folgen wir dem Laubenweg zum Gepardengehege. Ein Gepard folgt den ausgetretenen Pfaden in der Wiese – die Hintergrundbeschallung bietet angenehme afrikanische Klänge.

Zurück Richtung Eingangsbereich spazieren wir auf dem weit ausholenden Weg am Pelikan-Teich vorbei Richtung Tipidorf.

Im nächsten Gehege dösen 2 rote Pandas in den Bäumen. Diese Maskottchen des Tierparks haben wir bereits bei der Anreise einige Male auf Verkehrsschildern und Wegweisern gesehen.

Danach folgen weite Wiesenflächen mit Zebras und Gnus. Liegt da am Boden etwa der kleine Gnu-Nachwuchs, welcher „völlig überraschend“ zur Welt gekommen ist, weil man dem jungen Männchen noch keine Vaterschaft zugetraut hatte? Die Bisons sind zu weit entfernt für eingehendere Beobachtungen.

Aber uns zieht es ohnehin schon zum schneeweißen Polarwolf, der in anmutiger Fußstellung (oder sind das nur X-Beine 🙂 ) für das Foto Motiv steht. Besonders interessiert zeigt er sich an den Hunden, welche von den Besuchern mitgebracht werden und denen es hier im Tierpark (für 1 Euro Eintritt) an nichts mangelt. Von der Hunde-Dusche über den Hunde-Parkplatz und die Hunde-Tränke zur Hunde-Brettljause (Kein Hund als Jause sondern Jause für Hunde).

Der Mähnenwolf trägt stolz seine Beute spazieren

Der Mähnenwolf trägt stolz seine Beute spazieren

Während sich der Polarwolf bereitwillig aus nächster Nähe zeigt – ebenso wie sein entfernter Verwandter der Mähnenwolf, der Runde um Runde mit seiner Ratte im Maul zieht – sind die beiden Brillenbären (einer davon heißt „HuBÄRt“) nicht so begeistert von den menschlichen Gaffern und halten sich eher im entfernten Hintergrund auf.

Der Weg beginnt hinauf zu den Pumas (Nähe Biergarten) nun zu steigen. So bringt man auch noch einige Höhenmeter zusammen. Da es mich interessiert hat, welche Distanzen wir eigentlich in einem Zoo zurücklegen, habe ich heute auch wieder Höhenmesser und GPS-Gerät mitgenommen. Man glaubt es kaum, aber mehr als 9 Kilometer haben sich am Ende unseres 4 bis 5-stündigen Besuchs aufsummiert. Und ca. 150 Höhenmeter.

Aber zurück zu den Pumas. Wie der Gepard sind auch diese heute nicht gehfaul. Während wir im Wildpark Altenfelden kein einziges sichtbares Zeichen entdeckt haben, zeigen sich die beiden Pumas hier in Herberstein bereitwillig den Besuchern.

Vom Timberwolf-Gehege ertönt Wolfsgeheul. Von den 2 sichtbaren Tieren liegt aber eines faul und träge herum.

Wir wollen uns heute noch viel anschauen, also geht es wieder weiter. Wir sind fasziniert von den Hirschziegen-Antilopen mit den kunstvoll gedrehten Hörnern (natürlich nur die feschen Männchen 😉 ), die gelegentlich die Präriehunde in ihren Bau verjagen.

Auch beim nächsten Raubtier – dem Luchs – ungewöhnlich viel Aktivität (sofern man das Gähnen als solche bezeichnen möchte). Warum wir dieses Tier im Tierpark Stadt Haag nicht zu Gesicht bekamen, könnte mit der Vierlingsgeburt in Zusammenhang stehen.

Blütenpracht im Schloßpark

Blütenpracht im Schloßpark

Vom Luchsgehege folgen wir dem breiten, teilweisen steilem aber grundsätzlich auch für Kinderwagen geeigneten Pfad hinunter zum blumenreichen Schloßpark und in den Schloßhof. Der Rundweg durch die Feistritzklamm ist derzeit übrigens gesperrt.

Für den Weg zurück zum Eingangsbereich gäbe es auch einen blauen Bummelzug, wir haben aber die Tour per pedes vorgezogen.

Ich wollte mir nun noch einmal den Afrika-Bereich ansehen und siehe da: Jetzt konnten wir auch Herrn Löwe sehen. Nun gut, zumindest seine Mähne, seinen Rücken und sein Hinterteil. Und im Gepardengehege zeigten sich jetzt sogar 3 Tiere. Kurz gehenderweise aber schon bald ließen sie sich ansatzlos ins Gras plumpsen, um sich dem gemütlichen Dösen hinzugeben. Nur gelegentlich hat ein kurzer Schwanzzucker verraten, dass es keine Stofftiere sind 🙂 .

So jetzt hatten wir uns zum Ausklang eines erlebnisreichen Tages aber ein Eis verdient. Im Tipidorf beim Salon gab es welches. Etliche Kinder haben ihre Gaudi im Fort mit dem Planwagen und dem Zelt und sonstigen „Kletter- und Rutsch-Attraktionen“.

Fast 5 Stunden sind wir in der angenehmen Atmosphäre der Tierwelt Herberstein herumgebummelt, ehe wir uns wieder auf die mehr als 2-stündige Heimfahrt machen.

Weiter unten findet Ihr ein kurzes Video und jede Menge Fotos vom Tierpark-Besuch.

 

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

 

Lage des Tierparks Herberstein

Herberstein in der Oststeiermark

Herberstein in der Oststeiermark

Video aus der Tierwelt Herberstein

Weitere Impressionen von der Tierwelt Herberstein

 

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