Reiting-Überschreitung – Gößeck

Bei meinem ersten Besuch am Gößeck wählte ich die kleine, mittlerweile nach der Gemeindestrukturreform zu Trofaiach gehörende Gemeinde Gai als Ausgangspunkt.

Dieses Mal wollte ich eine neue Route kennenlernen. Mautern und Kammern standen als mögliche Startpunkte zur Auswahl. Wir haben uns für Mautern entschieden, weil hier eine Auffahrtsmöglichkeit bis fast 1.000 Meter eine Ersparnis bei den Aufstiegshöhenmetern versprach.

Himbeersträucher (Gstauda)

Himbeersträucher (Gstauda)

Obwohl für heute nach den vielen Regenfällen in den letzten Tagen endlich wieder einmal Schönwetter prognostiziert war, sah es bei unserem Aufbruch am Vormittag noch nicht wirklich einladend aus. „Grau in Grau soweit i schau“ wäre zutreffender.

Auch die Wiesen, Lichtungen und Waldwege im unteren Abschnitt bis zur Baumgrenze auf etwa 1.800 Meter Höhe waren noch ziemlich nass, der erdige Weg entsprechend schlammig.

Irgendwie konnte sich so noch keine rechte Wanderfreude einstellen. Lediglich die zahlreichen Himbeersträucher hätten etwas Abwechslung bringen können. Hätten sie sich nicht mit Brennesseln bewaffnet und auch noch etliche stachelige Disteln zu Hilfe gerufen.

Und hat man sich dann trotzdem nicht abschrecken lassen und sich zu den größten und vermeintlich süßesten Beeren durchgekämpft, wurde man nicht selten von einem hinterhältigen Wurm im Frucht-Inneren schadenfroh ausgelacht.

Weiter oben auf einem Almgelände sorgten die Kühe durch zahlreiche Fladen mitten am Weg für einen unliebsamen Spießrutenlauf.

Ich könnte also wirklich nicht behaupten, dass die untere Weghälfte besonders einladend war. Ganz anders die Überschreitung des langgezogenen Reiting-Stocks mit bester Rundum-Sicht.

Und dann gab es natürlich auch noch den Hauptgrund fuer die heutige Tourenwahl: Nicht so zahlreich wie beim ersten Besuch, aber immerhin doch 13 Stück der majestätischen Steinböcke. Während Gämse ja fast schon alltäglich bei Bergwanderungen sind, gehören Steinböcke zu den seltenen Erlebnissen.

Zwar könnte man diese auch in der Natur nicht allzu scheuen Tiere in fast jedem Zoo oder „gut sortierten“ Wildpark beobachten, Sichtungen in freier Natur sind aber schon etwas ganz Besonderes.

Steinböcke am Reiting (Klick auf das Bild zeigt vergrößerte Darstellung)

Steinböcke am Reiting (Klick auf das Bild zeigt vergrößerte Darstellung)

Ach ja, das Gipfelkreuz am Gößeck mit prächtigem Rundumblick haben wir auch noch besucht. Die Kahlwandspitze liegt ohnehin am Weg und der Abstecher auf den Grieskogel erfordert auch nur einen Mehraufwand von wenigen Minuten. Und noch immer weiß ich nicht, ob der/die/das Klauen nun auch als eigenständiger Gipfel gilt oder nicht.

Der Rückweg über die Wiesen und durchs dichte „Gstauda“ war dann doch gar nicht so rutschig wie beim Aufstieg noch befürchtet. Die Sonne hat nun am Nachmittag ordentliche Arbeit geleistet und den Boden weitgehend aufgetrocknet.

Beim nächsten Besuch bei den Steinböcken am Gößeck werden wir aber die Route von Kammern probieren.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian

 

Tourengebiet Reiting - Gößeck

Tourengebiet Reiting – Gößeck

Routenverlauf Mautern / Zidritz - Klauen - Kahlwandspitze - Grieskogel - Gößeck

Routenverlauf Mautern / Zidritz – Klauen – Kahlwandspitze – Grieskogel – Gößeck

Landkartenausschnitte © BEV 2009, Vervielfältigt mit Genehmigung des BEV © Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen in Wien, T2009/52304

Weitere Wander-Impressionen vom Reiting

 

Schreibe einen Kommentar

Please use your real name instead of you company name or keyword spam.

*