Schwierige Wanderberge: Admonter Reichenstein

Nicht einmal 6 Wochen, nachdem ich dem Großen Ödstein heil „entkommen“ bin und ich mir geschworen hatte, dass ich künftig keine solchen Anstrengungen (körperlich und vor allem psychisch) mehr auf mich nehmen würde, zog es mich schon wieder in die Gesäuseberge.

Mehr gefährlich als schwierig“ steht in einem meiner Tourenführer geschrieben. Dieser Satz hat mich zuvor schon einige Jahre  auf Distanz gehalten. 2007 war aber – zumindest in bergsteigerischer Hinsicht – mein wildestes Jahr. Und da fühlte ich mich auch stark genug, dieser Warnung zu trotzen. Vielleicht war es auch nur das letzte Aufbäumen eines jugendlichen Übermutes 🙂

Admonter Reichenstein

Admonter Reichenstein

Gestartet bin ich bei dieser Tour – wie ihr auch in meinem Tourenalbum nachlesen könnt – bei der Mödlinger Hütte, zu der ich von Gaishorn über eine Mautstraße hinaufgefahren bin. Die Routenbeschreibung gibt es auf der Wanderprofi-Website.

Schlüsselstelle: Herzmann-Kupfer-Platte

Schlüsselstelle: Herzmann-Kupfer-Platte

Ich hatte zur Vorbereitung bereits ausführlich über DIE Schlüsselstelle – die Herzmann-Kupfer-Platte – nachgelesen. Aber bereits vor dieser Herausforderung überkam mich bei der südseitigen Querung von Totenköpfl und Reichenstein ein mulmiges Gefühl, welches für leicht weiche Knie sorgte.

Nicht gerade die besten Voraussetzungen für die heutige Berg-Unternehmung.

Und nach der Querung folgt gleich die besagte Schlüsselstelle: Im Schwierigkeitsgrad II muss man beim Anstieg auf der ausgesetzten Herzmann-Kupfer-Platte hinab klettern. Nur nicht daran denken, woher diese Felswand ihren Namen hat. Im ersten Anlauf ging es auch hier nicht. Ich musste mich ordentlich zusammenreissen, wusste aber, dass ich dem Schwierigkeitsgrat gewachsen war.

Positiv stimmte mich auch der Gedanke, dass ich diese relativ glatte Felswand beim Rückweg bergauf klettern konnte, was ungleich einfacher ist.

Das folgende Aufstiegsgelände – Gehgelände und kurze Kletterstellen wechseln sich ab, ist dann vor allem für die Steinschlaggefahr berüchtigt. Dank meines sehr frühen Aufbruchs drohte mir aber zumindest beim Aufstieg keine Gefahr von Steinen, welche von anderen Wanderern ausgelöst wurden. Und bösartige Gämse waren auch nicht zugegen (Höchstens eine hatte ich im Verdacht 🙂 ).

Die vielen Gedenktafel flößen Respekt ein und mahnen zur Vorsicht. Mit konzentrierten Schritten erreiche ich schließlich das Gipfelkreuz.

Den Abstieg empfand ich dann als „relativ“ einfach (natürlich bedarf es einer gehörigen Konzentration) – überraschend unkompliziert auch der Rückweg über die Herzmann-Kupfer-Platte.

Fazit:
Der frühe Aufbruch hat sich bezahlt gemacht, so dass ich keiner Steinschlaggefahr ausgesetzt war. In Erinnerung blieben mir als die besonderen Herausforderungen natürlich die Herzmann-Kupfer-Platte, und – warum auch immer – die lange Querung auf ca. 1.900 Meter Höhe.

Liebe Grüße – Dein / Ihr / Euer Christian


Artikelserie: Meine 10 schwierigsten Bergwanderungen

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